Vieles von dem, was die Caritas tut, ist nur dank der Zuweisungen der 5 und 8 Promille bei der Steuererklärung an die Caritas und die katholische Kirche möglich.
Auf den ersten Blick geht es den Menschen in Südtirol gut: Es gibt kaum Arbeitslosigkeit, der Tourismus boomt und auch das Baugewerbe floriert. Doch da gibt es auch Schattenseiten: Das Leben hier ist teuer; vieles fußt auf Leistung und Konkurrenz. Die Kluft zwischen arm und reich, sozial benachteiligten und sozial erfolgreichen Menschen wird immer größer.
5 Promille: Hilfe, die ankommt
Die Caritas ist täglich mit sozialen Herausforderungen in Südtirol konfrontiert. Armut, Einsamkeit, psychische Belastungen, familiäre Krisen oder Wohnungslosigkeit betreffen längst nicht mehr nur einzelne Randgruppen. Immer mehr Menschen geraten plötzlich und unerwartet in schwierige Situationen, etwa durch Krankheit, Arbeitsplatzverlust oder steigende Lebenshaltungskosten. Die 5 Promille der Einkommenssteuer fließen direkt in zahlreiche soziale Projekte und Hilfsangebote. Sie werden dort eingesetzt, wo öffentliche Mittel nicht ausreichen oder gar nicht greifen. Dazu zählen Beratungsangebote für Einzelpersonen und Familien, Unterstützungsleistungen für Menschen in finanziellen Notlagen, Hilfen für Migrantinnen und Migranten sowie Angebote für Obdachlose oder Menschen mit psychischen Belastungen. „Gerade die 5 Promille erlauben es uns, flexibel zu reagieren und neue Bedürfnisse rasch aufzugreifen“, erklärt die Caritas-Direktorin Mairhofer. „Oft geht es darum, schnell da zu sein und Menschen aufzufangen, bevor sich Probleme verfestigen.“
8 Promille: Eine verlässliche Säule
Eine weitere tragende Säule der Caritas-Arbeit sind die 8 Promille, die der katholischen Kirche zugewiesen werden. Ein ansehnlicher Teil dieser Mittel kommt der Caritas der Diözese Bozen-Brixen zugute und trägt wesentlich zur Finanzierung ihrer Dienste bei. Damit werden unter anderem Personal- und Strukturkosten gedeckt, die für eine kontinuierliche und professionelle Begleitung unerlässlich sind. „Dank dieser 8-Promille-Gelder können wir in der Caritas langfristig planen und unsere Angebote dauerhaft sichern. Sie ermöglichen es, flächendeckend Anlaufstellen bereitzustellen, an denen Menschen gehört werden und konkrete Unterstützung erhalten“, sagt Mairhofer. Zudem stärken sie präventive Maßnahmen, die dazu beitragen, soziale Not frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. „Die 8 Promille geben unserer Arbeit Stabilität. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Hilfe nicht nur punktuell, sondern dauerhaft und verlässlich angeboten werden kann.“
Verantwortungsvoll und transparent
Die Caritas der Diözese Bozen-Brixen legt großen Wert auf einen verantwortungsvollen und transparenten Umgang mit den anvertrauten Geldern. Alle Mittel aus den 5 und 8 Promille werden zweckgebunden eingesetzt und regelmäßig überprüft. Ziel ist es, jeden Euro möglichst wirksam einzusetzen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.