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Christophorussonntag 2026

Am 26. Juli Christusträger sein

Am Sonntag, 26. Juli 2026, feiern wir den Christophorus-Sonntag. Am Beispiel des heiligen Christophorus sind wir eingeladen, Christusträger zu sein: So wie der heilige Christophorus Christus auf seinen Schultern trug, sollen wir Christus im Herzen tragen und ihn zu den Menschen bringen.

Mit der jährlichen Christophorusaktion sammeln missio Bozen-Brixen und die Katholische Männerbewegung (KMB) Spenden für Fahrzeuge in den Missionsländern. Mission braucht Mobilität. Missionarinnen und Missionare sind auf Autos, Motorräder, Schulbusse oder andere Transportmittel angewiesen, um auch entlegene Dörfer zu erreichen. Nur so können sie die Frohe Botschaft verkünden, Menschen seelsorglich begleiten und Hilfe in den Bereichen Bildung und Gesundheitsversorgung leisten.

Wie wichtig diese Unterstützung ist, zeigt das Beispiel der Comboni-Missionare im Sudan. Nach drei Jahren Krieg kehren sie in zerstörte Städte und Dörfer zurück, bauen Schulen und Missionsstationen wieder auf und schenken den Menschen neue Hoffnung. Da ihre Fahrzeuge zu Beginn des Krieges gestohlen wurden, sind sie – wie viele andere Missionarinnen und Missionare – auf unsere Hilfe angewiesen. Insgesamt warten derzeit rund 40 Priester und Ordensschwestern auf ein Fahrzeug, um ihren Dienst für die Menschen fortsetzen zu können.

Der Christophorus-Sonntag lädt uns ein, dankbar auf die vielen unfallfrei zurückgelegten Kilometer zu blicken und Gott dafür zu danken. Gleichzeitig erinnert er uns daran, unsere Freude mit Menschen zu teilen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Dank der großen Solidarität konnten im vergangenen Jahr 324.962 Euro für 21 Fahrzeuge und vier weitere Projekte in den Missionsländern bereitgestellt werden. Finanziert wurden 14 Autos, drei Motorräder, vier Schulbusse sowie Reparaturarbeiten an Missionsfahrzeugen. Jede Spende trägt dazu bei, dass Missionarinnen und Missionare den Menschen auch weiterhin Hoffnung und konkrete Hilfe bringen können.

Liebe Dekane und Priester,

am 26. Juli feiern wir heuer den Christophorus-Sonntag, der uns am Beispiel des hl. Christophorus aufruft, Christusträger zu sein. So wie er Christus auf seiner Schulter trug, sollen wir Christus im Herzen tragen und ihn zu den Menschen bringen. Dies ist auch die Aufgabe der Priester in den Ländern des Südens, wo die Straßen schlecht, die Dörfer weit entfernt und die Verkehrsmittel Mangelware sind.

Erst vor kurzem war der Ordensobere der Comboni-Missionare aus dem Sudan, P. Diego Dalle Carbonare, bei uns im Missionsamt und hat von den bombardierten und geplünderten Häusern und Straßen erzählt, die der Krieg hinterlassen hat. Nach drei Jahren des Krieges ist es nun wieder möglich, in die Stadt zurückzukehren. Trotz des Bildes der Verwüstung, das die Missionare vorfanden, trotz der zerstörten Stromleitungen und geplünderten Schulen und Häuser, kehren die Missionare zurück und fangen von vorne an. Die Menschen danken es ihnen, sind sie doch die einzige Hoffnung, der Grund zur Freude und die Kraft, an eine Zukunft in Frieden zu glauben. All ihre Fahrzeuge waren am Beginn des Krieges gestohlen worden; aber sie schauen in die Zukunft, bitten unsere Diözese um Hilfe und legen ihr Vertrauen in Gottes Vorsehung.

Wie P. Diego bitten weitere 40 Priester bzw. Ordensschwestern um ein Fahrzeug, um Christus und seine Frohe Botschaft zu den Menschen bringen zu können.

Liebe Dekane, Pfarrer und Seelsorger, zum Verteilen in der Kirche bekommen Sie heuer Christophorus-Kärtchen, die von Frauen aus dem Süd Sudan im Flüchtlingslager von Palorinya (Uganda) angefertigt worden sind. Sie haben sich damit etwas Geld verdient und schauen nun hoffnungsvoll in eine bessere Zukunft. Die Kärtchen können als Glückwunschkarte verwendet werden. Die Fehler im Gebet auf der Rückseite möchten Sie den Frauen bitte verzeihen.

Ich bitte Sie auch noch, die Gläubigen zu sensibilisieren und um eine Spende für Fahrzeuge in den Missionsländern zu bitten. Ihr Priester seid nämlich diejenigen, die Menschen begleiten, ihr Leben erleichtern und jenes der Armen verbessern – nicht nur in den Ländern des Südens.

Mit lieben und dankbaren Grüßen

Dr. Irene Obexer Fortin
Amtsleiterin missio Bozen-Brixen

Bozen, 14. April 2026

Handgefertigte Christophorus-Kärtchen von Flüchtlingsfrauen

Die Christophorus-Kärtchen der diesjährigen Aktion wurden von Frauen aus dem Südsudan gefertigt, die im Flüchtlingslager Palorinya in Uganda leben. Mit viel Sorgfalt und handwerklichem Geschick haben sie die Karten hergestellt. Für die Frauen bedeutet diese Arbeit weit mehr als nur ein Einkommen: Sie gibt ihnen Hoffnung, stärkt ihre Selbstständigkeit und ermöglicht es ihnen, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Die Christophorus-Kärtchen können als Gruß- oder Glückwunschkarten weiterverwendet werden und erinnern so dauerhaft an die Botschaft der Christophorusaktion: Dankbarkeit für unfallfreie Fahrten und Solidarität mit den Menschen in den Missionsländern.

Christophorus 2026: Materialien und Vorschläge

Die Bedeutung von Christophorus für die Katholische Männerbewegung (kmb)