Liebe Dekane und Priester,
am 26. Juli feiern wir heuer den Christophorus-Sonntag, der uns am Beispiel des hl. Christophorus aufruft, Christusträger zu sein. So wie er Christus auf seiner Schulter trug, sollen wir Christus im Herzen tragen und ihn zu den Menschen bringen. Dies ist auch die Aufgabe der Priester in den Ländern des Südens, wo die Straßen schlecht, die Dörfer weit entfernt und die Verkehrsmittel Mangelware sind.
Erst vor kurzem war der Ordensobere der Comboni-Missionare aus dem Sudan, P. Diego Dalle Carbonare, bei uns im Missionsamt und hat von den bombardierten und geplünderten Häusern und Straßen erzählt, die der Krieg hinterlassen hat. Nach drei Jahren des Krieges ist es nun wieder möglich, in die Stadt zurückzukehren. Trotz des Bildes der Verwüstung, das die Missionare vorfanden, trotz der zerstörten Stromleitungen und geplünderten Schulen und Häuser, kehren die Missionare zurück und fangen von vorne an. Die Menschen danken es ihnen, sind sie doch die einzige Hoffnung, der Grund zur Freude und die Kraft, an eine Zukunft in Frieden zu glauben. All ihre Fahrzeuge waren am Beginn des Krieges gestohlen worden; aber sie schauen in die Zukunft, bitten unsere Diözese um Hilfe und legen ihr Vertrauen in Gottes Vorsehung.
Wie P. Diego bitten weitere 40 Priester bzw. Ordensschwestern um ein Fahrzeug, um Christus und seine Frohe Botschaft zu den Menschen bringen zu können.
Liebe Dekane, Pfarrer und Seelsorger, zum Verteilen in der Kirche bekommen Sie heuer Christophorus-Kärtchen, die von Frauen aus dem Süd Sudan im Flüchtlingslager von Palorinya (Uganda) angefertigt worden sind. Sie haben sich damit etwas Geld verdient und schauen nun hoffnungsvoll in eine bessere Zukunft. Die Kärtchen können als Glückwunschkarte verwendet werden. Die Fehler im Gebet auf der Rückseite möchten Sie den Frauen bitte verzeihen.
Ich bitte Sie auch noch, die Gläubigen zu sensibilisieren und um eine Spende für Fahrzeuge in den Missionsländern zu bitten. Ihr Priester seid nämlich diejenigen, die Menschen begleiten, ihr Leben erleichtern und jenes der Armen verbessern – nicht nur in den Ländern des Südens.
Mit lieben und dankbaren Grüßen
Dr. Irene Obexer Fortin
Amtsleiterin missio Bozen-Brixen
Bozen, 14. April 2026