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Firmian   versione testuale

Neubau von Pfarrkirche mit Pfarrzentrum 2010 - 2012; Beitrag CEI: € 1.540.500

 
Nach mehrjähriger Planungsarbeit kann im Jahr 2010 mit dem Bau der Pfarrkirche und des Pfarrzentrums im neuen Stadtteil „Firmian“ in Bozen begonnen werden. Nachdem die Pfarrei „Mutter Teresa von Kalkutta“ gegründet wurde, starten die Bauarbeiten 2010 und werden im Jahr 2012 abgeschlossen. Endlich hat die „neue Bevölkerung“ von Firmian eine Kirche und einen Ort der Gemeinschaft und Begegnung.
Gemeinsam mit der Schule, dem Kindergarten und dem Einkaufszentrum bildet die Kirchenanlage die städtebauliche Mitte des neuen Stadtviertels Firmian. Das für die Kirche bestimmte, rechteckige Grundstück liegt an bevorzugter Stelle im öffentlichen Fußgängerbereich. Umgeben von hoher und dichter Wohnbebauung erscheinen die Sakralbauten bewusst zurückgenommen, ruhig, klar strukturiert und im menschlichen Maßstab.
Die Kirchenanlage erstreckt sich in aneinandergereihten Baukörpern und Höfen mit der Kirche als bedeutendem und skulptural geformtem Gebäude an der Westseite. Der Kirchenbau unterbricht die zentrale Nord – Süd Achse des Stadtteils und schiebt sich so in die Mitte des öffentlichen Raumes. Pfarrzentrum und Pfarrhaus schießen zeilenförmig als eigenständige Baukörper mit dazwischen liegenden Höfen in Richtung Osten an. Die Höhenentwicklung der Gebäude ist differenziert. Während die Kirche aus vier unterschiedlich hohen Raumquadern besteht, ist das Pfarrheim als breiter zweigeschossiger und das Pfarrhaus als schmaler dreigeschossiger Baukörper entworfen. Die drei Gebäude erscheinen als geschlossene Anlage, sie werden nämlich ausschließlich an der Nordseite über den Kirchhof erreicht. Dieser großzügig bemessene Raum steht mit den öffentlichen Plätzen des Stadtteils in direkter Verbindung. Über ihn gelangt man in die Kirche, zu den Pfarrräumen und, über einen Durchgang zum kleineren Pfarrhof, anschließend zu den Wohnungen.
Es ergibt sich ein insgesamt harmonisches und einladendes Bauwerk, welches Zentrum für Pfarrgemeinde und Gemeinschaft ist.