Das Missionsamt der Diözese Bozen-Brixen hat eine Broschüre herausgegeben, die das Ziel hat, die Solidarität der Gläubigen der Diözese Bozen-Brixen zu dokumentieren und aufzuzeigen, wo sich der missionarische Einsatz in diesen Jahren besonders bemerkbar gemacht hat und über wie viel Zusammenarbeit er zustande gekommen ist: über die vielen Südtiroler Missionarinnen, Missionare, Entwicklungshelferinnen und Laienmissionare.
Der Titel des zweisprachigen Werkes lautet „Der missionarische Einsatz der Diözese Bozen-Brixen“ und dokumentiert die Arbeit der letzten 20 Jahre: 1991-2011. Im Laufe dieser zwei Jahrzehnte wurde das 20. Jahrhundert verabschiedet und das 21. willkommen geheißen. Das Dritte Jahrtausend hat gerade erst begonnen und hat uns schon mit Katastrophen überhäuft. Zahlreiche Überschwemmungen, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hunger und Not beherrschen viele Völker, Krieg und Menschenrechtsverletzungen fordern ihre Opfer. Ein nimmer enden wollender Flüchtlingsstrom aus den armen Ländern Afrikas prallt an den Grenzen Europas ab. Der Drang nach Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie hat Staatsordnungen verändert und manchen Diktator gestürzt.
Die Broschüre dokumentiert die Arbeit des Missionsamtes unter der Leitung von Hw. Dr. Robert Anhof, möchte aber auch die Arbeit seines Vorgängers Hw. Josef Hohenegger (erster Missionsdirektor der Diözese Bozen-Brixen vom 10.08.1967 bis 01.09.1991) und seines guten Mitarbeiters Hw. Ezio Andermarcher (Vizedirektor von 1986 bis 2005) hervorheben.
Sie alle haben zu verschiedenen Zeiten und jeder auf seine Art den vielen Missionaren aus aller Welt Trost und Hoffnung geschenkt, Unterstützung und Mut zugesprochen. Priester-Missionare (die so genannten Fidei Donum), die Ordensbrüder und -patres, die Ordensschwestern und Entwicklungshelfer, die Laienmissionarinnen aus Südtirol aber auch Bischöfe wirken in den Missionsländern, um jenen Menschen eine Stimme zu verleihen, die keine Stimme haben. Sie wandten sich stets voller Vertrauen an Missio Bozen-Brixen, um ihre pastoralen, sozialen und Bildungs-Tätigkeiten verwirklichen zu können und so den ihnen anvertrauten Menschen eine bessere Zukunft gewährleisten zu können.
Am 1. September 2011 hat Robert Anhof die Geschicke in die Hände von Diakon Wolfgang Penn gelegt, wird aber als Missionsreferent ein guter und treuer Mitarbeiter bleiben.
Die Missionsarbeit geht weiter, wächst, verändert sich, aber sie bleibt bestehen und wird Früchte bringen – über 360 Grad! Dank der missionarischen Gesinnung und Hilfsbereitschaft unserer Gemeinden sowie vieler solidarischer Menschen in unserem Land.
Paola Vismara
Vizeamtsleiterin missio Bozen-Brixen