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Diözesanwallfahrt nach Fatima   versione testuale

Die 150 Pilgerinnen und Pilger, die mit Bischof Ivo Muser bis morgen in Fatima sind, haben heute in der Erscheinungskapelle Gottesdienst gefeiert. „In Fatima spürt man jenen Frieden, den die Welt so sehr braucht“, so der Leiter des diözesanen Pilgerbüros, Thomas Stürz.
Beim heutigen Gottesdienst in der Erscheinungskapelle hat Bischof Ivo Muser hervorgehoben, dass drei biblische Haltungen die Gottesmutter Maria und ihre einzigartige Berufung in der Heilsgeschichte kennzeichnen: Maria ist die Hörende, die Empfangende und die Gebärende.
„Gutes Hören steht am Beginn des Glaubens und jeder gelebten Spiritualität. Ich erbitte für uns an diesem Ort des Gebetes diesen Mut zum Hören“, so der Bischof, der darauf hinwies, dass es um das Hören auf Gott, auf Sein Wort, auf die Gemeinschaft der Kirche, auf die Stimme des eigenen Gewissens und auf die Zeichen der Zeit gehe.
Maria als Empfangende ist die zweite biblische Haltung der Gottesmutter. „Maria konnte empfangen, weil sie hörte und gehorchte. Wir brauchen heute mehr denn je Menschen, die es wagen, Gott ins eigene Leben aufzunehmen. Geben wir Gott in unserem Leben Heimatrecht und geben wir ihm jenen Platz, der nur ihm zusteht“, sagte der Bischof und fügte an: „Wo Gott nicht mehr empfangen wird, dort liefern wir uns Götzen und Göttern aus, die uns vereinnahmen, die uns unfrei machen und die im letzten verhindern, dass unser Leben gelingt.“
Die dritte Haltung: Maria ist die Gebärende. In der Haltung des Hörens und des Empfangens wird Maria zur Mutter, zur Mutter Gottes. „Christliches Leben muss fruchtbar sein!“, so Bischof Muser, der erklärte: „Möge Christus geboren werden – in uns und durch uns – in den eigenen Lebensentscheidungen, in unseren Familien, in unseren Schulen, an unseren Arbeitsplätzen, in unserer Politik, in unserer Wirtschaft. Diese ,Christusgeburt‘ ist die Aufgabe der Kirche und ihre Berechtigung!“
 
 
Fatima
In der Grotte Cova da Iria in der Nähe des Dorfes Fatima war den Geschwistern Marto, sowie ihrer Cousine Lucia dos Santos am 13. Mai 1917 Maria erschienen. Insgesamt sechsmal, vom 13. Mai bis zum 13. Oktober erschien die himmlische Frau den drei Hirtenkindern. Bei diesen Erscheinungen war den Kindern aufgetragen worden, ihren Mitmenschen den Ruf zu Umkehr, Buße und Rosenkranzgebet zu verkünden.
Ein Höhepunkt der Ereignisse war das sogenannte „Sonnenwunder“ am 13.Oktober 1917. Damals waren mehr als 50.000 Menschen den drei Hirtenkindern zur Grotte Cova da Iria gefolgt. Sämtliche Anwesende bezeugten in der Folge das „Sonnenwunder“: Nach einem Regenguss brachen die Wolken auf, die Sonne schien sich zu drehen, strahlte weniger hell als gewöhnlich und vollzog ungewöhnliche Bewegungen. Mit diesem Ereignis endet die Marienerscheinung von Fatima.
Die beiden Kinder Francisco und Jacinta starben wenige Jahre nach den Erscheinungen. Lucia, die älteste der drei Kinder, trat in einen Orden ein, wechselt später in den Orden der Karmeliten in Coimbra, wo sie am 13. Februar 2005 mit 97 Jahren verstarb.