Home » Ordinariat » Presseamt » Aussendungen » Pressemitteilungen 2017 » Tagung: Für eine Kultur der Aufmerksamkeit zur Prävention sexueller Gewalt 

Tagung: Für eine Kultur der Aufmerksamkeit zur Prävention sexueller Gewalt   versione testuale

„Es passiert häufig und überall“ lautet der Titel einer Tagung für eine Kultur der Aufmerksamkeit zur Prävention sexueller Gewalt. Die Tagung, die für alle Interessierten offen ist, findet am Mittwoch, 18. Oktober, von 9 bis 12.15 Uhr im Pastoralzentrum in Bozen statt.
Die Tagung „Es passiert häufig und überall“ wird von der Arbeitsgruppe „Prävention von sexuellem Missbrauch und von Gewalt“ organisiert und von Bischof Ivo Muser, der auch an der Tagung teilnehmen wird, unterstützt.
„Sexuelle Gewalt: Verbreitung, Opfer, Faktoren“ ist der Titel des ersten Vortrages, den Dr. Federica Santangelo halten wird. Sie informiert über das Phänomen der sexuellen Gewalt und sensibilisiert über deren weit verbreitete Wirklichkeit sowie über die Schwierigkeiten, Missbrauchs- und Gewalterfahrungen zur Sprache zu bringen.
Den zweiten Vortrag wird Dr. Heinrich Keupp gestaltet – er spricht zum Thema „Sexueller Missbrauch und Misshandlungen in Institutionen: Ergebnisse und Impulse für die Präventionsarbeit“ und gibt Einblick in einen spezifischen Kontext: das Heim. Der Referent berichtet dabei über die Ergebnisse der Untersuchungen, die in einigen Ordensgemeinschaften durchgeführt wurden.
Mit dieser Tagung will die Diözese zur Wachsamkeit gegenüber sexuellem Missbrauch und allen anderen Formen von Gewalt aufrufen. „Es soll ein weit verbreitetes Tabu gebrochen werden, um das Wohl der Kinder und Jugendlichen in allen Bereichen zu sichern und zu gewährleisten“, so Gottfried Ugolini von der Arbeitsgruppe „Prävention von sexuellem Missbrauch und von Gewalt“. Mit dieser Tagung soll vor allem die Aufmerksamkeit und die Verantwortung kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt werden. „Aber alle gesellschaftlichen Kräfte, vor allem die Familien, sind zur Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit dem Thema aufgefordert“, so Ugolini.