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Am 22. Juli: Christophorus-Aktion   versione testuale

Am Christophorus-Sonntag, dem 22. Juli, werden in den Pfarreien der Diözese Bozen-Brixen wieder Spenden für Missionare und Entwicklungshelfer gesammelt, die für ihre Tätigkeit ein Fahrzeug benötigen. Als Dank für die Spende werden von südsudanesischen Flüchtlingsfrauen angefertigte Segenskärtchen verteilt.
Die Christophorus-Aktion wird von den Pfarreien in Zusammenarbeit mit „missio“, dem Amt für weltkirchliche Aufgaben der Diözese Bozen-Brixen, durchgeführt. Die Christophorus-Sammlung selbst wird gemeinsam mit der Katholischen Männerbewegung durchgeführt, die in den Pfarreien die Segenskärtchen verteilen. Mit dem Erlös aus der Spendensammlung beschafft „missio“ Fahrzeuge für die Mission und die Entwicklungszusammenarbeit in zahlreichen Ländern.
 
Seit 1965
Die Christophorus-Aktion wird in Südtirol seit 1965 durchgeführt. In den vergangen fünf Jahrzehnten ist die Aktion zu einem wesentlichen Bestandteil der Missionsarbeit geworden. Am Christophorus-Sonntag geht es jedoch nicht nur um das Einsammeln von Spenden, sondern auch um die Dankbarkeit für unfallfreies Fahren, die Solidarität mit den Missionaren, den Boten des Evangeliums, sowie um die Besinnung auf unsere moralische Verantwortung im Straßenverkehr.
2017 wurden 270.600 Euro gespendet
2017 konnte mit den Spenden, die sich auf etwa 270.600 Euro beliefen, 25 Autos, ein Motorrad, der Versand eines Containers mit landwirtschaftlichen Geräten und verschiedene Fahrzeugreparaturen finanziert werden.
30 Fahrzeuge benötigt
Heuer liegen bei „missio“ bereits etwa 30 Anfragen für Fahrzeuge vor. Die Autos und Motorräder werden für die soziale und pastorale Arbeit, für die medizinische Versorgung und für den Schülertransport gebraucht. Die Ansuchen kommen aus Indien, Indonesien, Pakistan, Ecuador, Tansania, Kongo, Kenya, Uganda, Kamerun und Süd-Sudan. „Der Missionar ist als Bote der guten Nachricht die erste Voraussetzung für die Evangelisierung. Aber wie sollen ein Priester oder eine Schwester ihren Aufgaben nachkommen, wie sollen Hilfsgüter an ihre Bestimmungsorte gelangen, wie ein Kranker ins nächste Spital, wie der Entwicklungshelfer an die Basis, wenn eine Pfarre so groß ist wie unser ganzes Land? Das Auto, das Motorrad, das Fahrrad, das Motorboot werden da zum unentbehrlichen Hilfsmittel für die Missionare“, erklärt Wolfgang Penn, der Leiter von „missio“ Bozen-Brixen.
50.000 Segenskärtchen aus Bananenblättern
Wie jedes Jahr werden auch 2018 wieder als Dank für die Spende handgefertigte Kunstwerke, heuer sind es Kärtchen aus Bananenblättern, verteilt. Die Idee dazu hat der Combonimissionar Erich Fischnaller, der bis 2017 13 Jahre im Südsudan tätig war, an „missio“-Leiter Wolfgang Penn herangetragen. 2017 ist im Südsudan wieder ein Bürgerkrieg ausgebrochen, der praktisch alle Menschen zur Flucht nach Norduganda nötigte. Bruder Erich folgte den Flüchtlingen und hilft jetzt im Flüchtlingslager im Norden Urgandas „seinen“ Leuten so gut er kann.
Ein großes Problem in den Lagern ist das Nichtstun. Bruder Erich hat sich mit den Frauen beraten und diese baten ihn darum, sie Kärtchen mit Bananenblättern gestalten zu lassen. Der Missionar fand die Idee gut und bat die Diözese Bozen-Brixen um Hilfe. „missio“ ließ daraufhin zusammen mit der Männerbewegung für die heurige Christophorus-Aktion 50.000 Kärtchen anfertigen. Ein Riesenauftrag für die Frauen in den Flüchtlingslagern. Sie sammelten Bananenblätter, ließen sie trocknen und stellten mit viel Fingerspitzengefühl diese kleinen Kunstwerke her, die am Christophorus-Sonntag als Segenskärtchen verteilt werden.
Christophorus-Aktion 2018 auf RAI Südtirol
RAI Südtirol zeigt am kommenden Freitag, 20. Juli 2018, nach der Tagesschau ab 20.20 Uhr eine Filmdokumentation über die Christophorus-Aktion 2018. Weitere Informationen gibt’s auf der Homepage der Diözese: www.bz-bx.net