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Dominikanerinnenklöster in Algund und Lienz werden zusammengelegt   versione testuale

Das Kloster Maria Steinach in Algund wird mit dem Kloster Maria Heimsuchung in Lienz zusammengelegt. Dies hat der Heilige Stuhl, die Kongregation für das geweihte Leben und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, entschieden. Mit der Umsetzung der Zusammenlegung wurde Bischof Ivo Muser beauftragt.
 Die Verbindung zwischen den beiden Klöstern in Algund und Lienz ist eine historische, die bis ins Jahr 1846 zurückreicht. Damals wurde das Kloster von den Dominikanerinnen aus Lienz zurückgekauft, nachdem es Kaiser Joseph II. 1782 aufgehoben hatte. Gegründet worden war das Dominikanerinnenkloster Maria Steinach 1241 von Gräfin Adelheid, der Tochter von Graf Albert von Tirol, seit 1863 wird es wieder als selbständiges Kloster mit einer Mädchenschule geführt.

Trotz dieser Selbständigkeit wurde eine enge Zusammenarbeit mit dem Kloster Maria Heimsuchung beibehalten. 1980 etwa wohnten noch elf Schwestern im Kloster in Algund, sodass einige in den Dominikanerinnenkonvent nach Lienz übersiedelten. Unter ihnen war auch die heutige Priorin des Konvents in Lienz, Sr. Dorothea Lunger OP.
Allerdings gab es in den letzten Jahrzehnten im Kloster Maria Steinach keinen Nachwuchs mehr, sodass derzeit nur mehr Sr. Angelica Kerschbamer OP dort wohnt. Ihre einzige Mitschwester, Sr. Benvenuta Kerschbamer OP, ist bereits vor sechs Jahren verstorben, weshalb der Dominikanerorden verschiedene Überlegungen zur Verwendung der Struktur angestellt hat.

Nach der Entscheidung des Heiligen Stuhles steht nun fest, dass die Klöster in Algund und Lienz künftig nicht mehr nur zusammenarbeiten, sondern eine Einheit bilden sollen. Mit der Umsetzung dieser Zusammenlegung wurde Bischof Ivo Muser betraut, der wiederum den Leiter des Verwaltungsamtes am Bischöflichen Ordinariat, Michael Mitterhofer, mit der Klärung aller Detailfragen und der Durchführung der Entscheidung beauftragt hat. Mitterhofer wird nun die notwendigen Schritte setzen, um die Klöster gemäß den Ordenssatzungen, den kirchenrechtlichen Bestimmungen sowie den zivilrechtlichen Erfordernissen zusammenzuführen.