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Internationaler Tag der Familie: Aufgabe für die ganze Gesellschaft   versione testuale

Den 15. Mai haben die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Familie ausgerufen. „Familien sind ein Geschenk und eine Aufgabe – für die ganze Gesellschaft“, sagt Johanna Brunner, die Leiterin des diözesanen Amtes für Ehe und Familie, zu diesem Anlass.

Den Familien werden heute von allen Seiten Ratschläge gegeben und im öffentlichen Diskurs wird darüber gesprochen, was für Familien, für die Kinder, für die Zukunft der Gesellschaft gut sei, sagt Johanna Brunner. „Alle scheinen zu wissen, was Familien brauchen und was nicht, um ihrer Aufgabe nachzukommen, die Zukunft zu gestalten, gute Bürgerinnen und Bürger heranzuziehen und auch morgen den Sozialstaat abzusichern. Aber bei den ganz konkreten Herausforderungen der Familien, dann wenn am Ende des Monats die Rechnung gemacht wird, wenn die oft fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Erschöpfung führt, wenn Zeit knapp und der Stress groß ist, wenn die ganz konkreten Fragen und Schwierigkeiten im Erziehungsalltag auftauchen, dann auf einmal wird Familie zur Privatsache. Das müsse dann jede Familie für sich wissen, wie sie das bewältigen, schließlich sei es ja mehr oder weniger eine freie Entscheidung, Kinder zu haben oder eben auch nicht“, weist Brunner auf den oft widersprüchlichen gesellschaftlichen Diskurs hin.
„Was Familien brauchen, sind gute Rahmenbedingungen, sind finanzielle Ressourcen, ist die Möglichkeit, zeitlich halbwegs flexibel auf die Anforderungen des Familienalltags reagieren zu können. Und was Familien noch brauchen, ist eine Gesellschaft, die sie wertschätzt, die sie unterstützt, auch im Kleinen und Konkreten, ja, gerade dort. Was Familien brauchen, ist Ermutigung und Befähigung, wenn die Kinder ‚Sorgen‘ machen und keine besserwisserischen Kommentare. Was sie brauchen ist Solidarität wenn’s eng wird und nicht der schadenfrohe Gedanke der Umstehenden ‚bei den Anderen läuft’s Gott sei Dank auch nicht besser‘. Was Familien brauchen, sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, denen Schwangere mit Freude sagen dürfen, dass sie ein Kind erwarten und nicht kleinlaut und in Erwartung, dass der Chef oder die Chefin, die Kollegen und Kolleginnen damit ‚keine Freude‘ haben werden“, ist Johanna Brunner überzeugt.