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Generalvikar Josef Matzneller   versione testuale

Ein großes Anliegen

Wenn eine Stiftung gegründet wird, steht ein starkes Anliegen dahinter. Das Anliegen der „Bischof Dr. Karl Golser Stiftung“ ist mit der Person Karl Golser verbunden, mit seinem Lebensweg als Priester und Bischof, als Professor für Ethik und Moraltheologie und mit seiner Erkrankung an einem atypischen Parkinsonsyndrom. Die Wertschätzung und die Anerkennung für das Lebenswerk von Bischof Karl Golser ist der Diözesanleitung von Bozen-Brixen Anlass, sich aufgrund seiner Krankheit für diese Stiftung einzusetzen, auch wenn sie nicht direkt die Trägerschaft dafür übernimmt.

Wer hätte am 8. März 2009, als Karl Golser zum Bischof geweiht wurde, daran gedacht, dass sein bischöflicher Dienst nur rund zwei Jahre dauern würde? Schon ein Jahr nach seiner Bischofsweihe zeigten sich erste Symptome von Störungen beim Sprechen und in der Bewegung. Seine Handschrift wurde zunehmend unleserlich, auch seine Unterschrift unkenntlich. Es stellte sich bald heraus, dass es sich bei Bischof Golser nicht um das übliche Krankheitsbild des Morbus Parkinson handelte, sondern leider um eine besondere, atypische Parkinson-Erkrankung, die aggressiv und radikal ihm immer mehr die Sprechfähigkeit und die Beweglichkeit raubte und die auch durch beste ärztliche Kunst nicht zu stoppen war.

Bischof Karl Golser nahm seine Krankheit mit großer innerer Kraft und mit Mut an und trägt sie mit großem Gottvertrauen. Ausdruck dieser inneren Haltung ist sein letzter Hirtenbrief zur Fastenzeit 2011. Er beginnt mit den Worten: „Als die Diagnose meiner Krankheit feststand, habe ich versucht, mit Jesus am Ölberg zu beten: ‚Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.‘ Wir wissen, es gibt Leute, die sagen: ‚Das ist einfach Schicksal.’ Eine solche Haltung wäre Ausdruck eines blinden Fatalismus. Wir glauben aber an einen Gott, der die Liebe ist, der Pläne hat zu unserem Heil. … Unser Leben ist nicht einem blinden Schicksal ausgeliefert, sondern ganz von der Hand Gottes umschlossen.“

Da atypische Parkinson-Syndrome gemessen an der Gesamtzahl der Parkinsonpatienten einen kleinen Prozentsatz darstellen, ist die Erforschung von Behandlungsmethoden und Medikamenten noch zu keinem Durchbruch gekommen. So regte Prof. Gregor K. Wenning im Zusammenhang mit der Erkrankung von Bischof Golser an, die universitäre Forschung über eine Stiftung zu unterstützen. Bischof Golser signalisierte sein volles Einverständnis zu diesem Vorschlag.

Con grande impegno il professor Gregor K. Wenning ha creato i presupposti per la Fondazione, cercando le persone adatte per il Comitato di promozione, per il Consiglio della Fondazione ed il Consiglio scientifico. Dobbiamo ringraziare di cuore tutte queste persone che sostengono la Fondazione ed esprimiamo i nostri più fervidi auguri affinché la “Fondazione Vescovo Mons. Karl Golser” possa aiutare efficientemente le persone che sono afflitte da questa forma atipica della sindrome di Parkinson.