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Dr. Alessandra Zendron   versione testuale

Im Einsatz für die Kranken

Ich möchte Sie alle im Namen der Südtiroler Gesellschaft für Parkinson und verwandte Erkrankungen sehr herzlich begrüßen. Mit mir sind heute weitere Mitglieder des Vorstandes, der sich aus Betroffenen und Angehörigen zusammensetzt, anwesend. Die Südtiroler Gesellschaft für Parkinson ist vor zwanzig Jahren von einer Gruppe Parkinson-Erkrankter und Angehöriger, zusammen mit Dr. Peter Pramstaller gegründet und über lange Zeit vom Neurologen und selbst Betroffenem Dr. Alfred Kuntner begleitet worden. Ihre Ziele waren und sind die bestmögliche Therapie für die damals noch wenig bekannte Krankheit zu finden, den Erkrankten und ihren Familien zu helfen, die Öffentlichkeit zu informieren und zu sensibilisieren, sowie die wissenschaftliche Forschung zu unterstützen.

Heute haben wir neun Selbsthilfegruppen in verschiedenen Orten Südtirols, eine Gruppe für junge Betroffene und eine vor kurzem gegründete für Angehörige und Betreuerinnen.

Unsere Tätigkeit ist nicht immer einfach. Wir sind fast alle ehrenamtlich tätig und stellen unsere Zeit und unsere Leidenschaft zur Verfügung, um die Parkinson Betroffenen und ihre Familien zu unterstützen. Wir bieten rehabilitative und komplementäre Therapien, die oft von der öffentlichen Sanität nicht zur Genüge angeboten werden, an, organisieren Erholungswochen, Vorträge, gesellschaftliche Veranstaltungen, gewährleisten psychologische Beratung usw. Unser primärer Einsatz gilt der Einführung einer multidisziplinären Behandlung der Parkinson Krankheit in Südtirol.

Wir können nicht verleugnen, dass wir seinerzeit die Ankündigung der Gründung der „Bischof Dr. Karl Golser Stiftung“ mit Sorge vernommen hatten – viele haben gefragt: wozu eine zweite Parkinson Gesellschaft in Südtirol? Wir befürchteten gerade in dieser Zeit der finanziellen Krise einen Rückgang der Spendengelder. Allerdings müssen wir es als positive Nachricht ansehen, dass der Einsatz für die Betroffenen, sowie für die Forschung der Parkinson Krankheit wächst, denn wir alle hoffen, dass es bald eine bessere Methode zur Behandlung oder gar Heilung der Krankheit geben wird.

Daher wünschen wir Euch einen guten Erfolg und überbringen unseren sehnlichsten Wunsch, dass sich unter unseren Vereinigungen eine gute Zusammenarbeit, zugunsten der Parkinsonbetroffenen und ihrer Familien, etabliert.