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Dies Academicus über Vinzenz Gasser (1809-1879)
25. Jänner 2010

Am kommenden Freitag, 29. Jänner 2010, findet mit Beginn um 10 Uhr an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen ein Dies Academicus statt. Dabei referieren Josef Gelmi und Paolo Renner über Fürstbischof Vinzenz Gasser (1809-1879).
„Vinzenz Gasser. Konservativ und kämpferisch - gelehrt und fromm“ lautet der Titel des Vortrags von Josef Gelmi, während Paolo Renner in seinen Überlegungen der Frage nachgehen wird, inwieweit Fürstbischof Vinzenz Gasser ein Konzilstheologe (auch) für das II. Vatikanum war.
 
Vinzenz Gasser (1809-1879) stammt aus Inzing in Nordtirol. Er war 22 Jahre lang Fürstbischof von Brixen. Vor seiner Bischofsweihe im Jahre 1857 wirkte er 21 Jahre lang als Professor für Altes Testament und Dogmatik am Brixner Priesterseminar. Als Bischof visitierte er sämtliche Seelsorgestellen seiner Diözese, er verfasste zahlreiche Hirtenschreiben und rief das „Brixener Diözesanblatt“ als Mitteilungsmedium für den Klerus ins Leben. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil (1869/1870) zählte er zu den eifrigsten Befürwortern der Unfehlbarkeitslehre. Im Kampf gegen die liberale Gesetzgebung der österreichischen Regierung setzte er sich für die Beibehaltung der Glaubenseinheit in Tirol und für den Einfluss der Kirche auf das öffentliche Schul- und Bildungssystem ein. Zur Eingrenzung des Priestermangels und zur Verbesserung der Priesterausbildung gründete er 1872 ein Knabenseminar und ließ dafür am Nordrand von Brixen mit Spendengeldern aus ganz Europa ein monumentales Gebäude errichten. Das später nach ihm benannte „Vinzentinum“ zählte bereits nach einigen Jahrzehnten zu den besten Privatgymnasien der gesamten k. u. k. Monarchie.

 


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