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Eucharistiekatechese

Das Zweite Vatikanische Konzil betont, dass Sakramente den Glauben verdichten und besondere Orte sind, wo unser Glaube sichtbar wird.
Dementsprechend braucht es eine Hinführung und Vertiefung des Glaubens.
Die Eucharistiekatechese führt die Kinder in die Gemeinschaft (Communio) mit Jesus Christus in der Gemeinschaft der Kirche ein.
Die Eucharistiefeier ist Höhepunkt und Quelle unseres christlichen Lebens: Wir feiern unseren Glauben und danken Gott für alles, was er uns zum Leben schenkt und ganz besonders für Jesus Christus.
In der Feier der Eucharistie werden wir für das alltägliche Leben gestärkt.

Durch die Vor- und Nachbereitung auf die erste Kommunion soll

  • das Gespräch über unseren Glauben gefördert werden,
  • die Freude am Wort Gottes gestärkt werden,
  • die Bedeutung des Gottesdienstes, besonders der sonntäglichen Eucharistiefeier, bewusst gemacht werden.

Die Vor- und Nachbereitung auf die Feier Eucharistie liegt in den Händen der Pfarrgemeinden, sie führt ja auch in das Leben und in die Gemeinschaft der Pfarrgemeinde ein bzw. vertieft diese Beziehung.
Für ein gutes Gelingen und zum Verteilen der Arbeiten ist es sinnvoll eine, der Größe der Pfarrgemeinde entsprechende, Arbeitsgruppe zu bilden (siehe Arbeitsgruppe Eucharistiekatechese), und Pfarrmitglieder als Sakramentenkatechetinnen und Sakramentenkatecheten zu gewinnen und ihre Aus- und Fortbildung zu stützen (siehe SakramentenkatechetInnen).
Um gemeinsam Ressourcen zu nutzen und das Pfarrleben vor Ort zu stärken, arbeiten Pfarrgemeinden in Seelsorgeeinheiten zusammen (siehe Fachausschuss Sakramentenkatechese).

Die Pfarrgemeinde ist verantwortlich für die Sakramentenkatechese.
Um gemeinsam Ressourcen zu nutzen und das Pfarrleben vor Ort zu stärken, arbeiten Pfarrgemeinden in Seelsorgeeinheiten zusammen.
In diesem Sinne braucht es einen Fachausschuss Sakramentenkatechese auf Ebene der Seelsorgeeinheit:

  • Er erarbeitet und überarbeitet das Konzept der Sakramentenkatechese,
  • erarbeitet gemeinsame Schwerpunkte (konkrete Weg: Anzahl und Inhalte der Gruppentreffen, Anzahl und Inhalte der Elternabende, Aktionen und Projekte, liturgische Feiern auf dem Weg; konkrete Zusammenarbeit auf Ebene der Seelsorgeeinheit)
  • und koordiniert die Sakramentenkatechese in der Seelsorgeeinheit (Termin der Firmung, Erstkommunion, Start der Eucharistie- bzw. Firmkatechese, Firmalter, Taufsonntage, Taufnachmittage...).

Das Konzept wird dem Pfarreienrat (welcher aus den VertreterInnen der Pfarrgemeinden besteht) zur Genehmigung vorgelegt.
Für die Umsetzung vor Ort wird die Errichtung von Arbeitsgruppen empfohlen.
Mitglieder des Fachausschusses sind der Leiter der Seelsorgeeinheit (oder eine von ihm beauftragte Person), mindestens ein Mitglied des Pfarreienrates, ein/e SakramentenkatechetIn aus jeder Pfarrgemeinde (oder die/der Verantwortliche für Sakramentenkatechese im Pfarrgemeinderat).
Die Größe des Fachausschusses ist von der Anzahl der Pfarrgemeinden abhängig.
Der Fachausschuss wird vom Pfarreienrat errichtet.

Für ein gutes Gelingen und zum Verteilen der Arbeiten ist es sinnvoll eine, der Größe der Pfarrgemeinde entsprechende, Arbeitsgruppe zu bilden.
Der Arbeitsgruppe soll der Pfarrer (oder eine von ihm beauftragte Person), die/der Verantwortliche für Sakramentenkatechese im Pfarrgemeinderat, die Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten und Mitarbeitende in der Eucharistiekatechese angehören.
Grundsätzlich sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe bereit, über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) in der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten, damit eine Kontinuität in der (Erst-)Eucharistiekatechese besteht.

Die Aufgaben der Arbeitsgruppe Eucharistiekatechese sind:

  • das Konzept der Eucharistiekatechese in der Pfarrei umsetzen
  • die gesammelten Erfahrungen auswerten und den verantwortlichen Gremien rückmelden
  • Mitverantwortung in der Vorbereitung und Gestaltung der liturgischen Feiern auf dem Weg der Kommunionvorbereitung tragen
  • organisatorische Fragen klären und die Eltern darüber informieren

Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten tragen Mitverantwortung in der Vor- und Nachbereitung der Sakramente Eucharistie und Versöhnung.
Sie sind Mitglied in der Arbeitsgruppe Eucharistiekatechese.

Aufgaben:

  • Begleitung der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter:
    Diese Begleitung ist sehr wichtig, denn dadurch erhalten die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter Sicherheit und werden zur Mitarbeit motiviert. Bei den Treffen mit den Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter werden die jeweils nächsten Gruppenstunden besprochen, Methoden erklärt und bereits gemachte Erfahrungen ausgetauscht. 
  • Weiters können Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten in der Vorbereitung und Umsetzung von liturgischen Feiern auf dem Weg der Kommunionvorbereitung, Elternabenden, Aktionen und Projekten Mitverantwortung tragen.

Jede Pfarrei (bzw. Seelsorgeeinheit) sollte nach Möglichkeit kompetente Personen für diese Aufgabe gewinnen und ausbilden lassen.
Das Amt für Schule und Katechese bietet nach entsprechenden Anfragen Ausbildungen für Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten an.

Elternabende sind ein sehr wichtiges Element in der Vorbereitung auf die Eucharistie und auf das Sakrament der Versöhnung. Dabei sollte der Schwerpunkt auf die inhaltliche (religiöse) Begleitung gesetzt werden und organisatorische Fragen sollten zweitrangig sein.
 
Mögliche Themen für solche Abende können sein:

  • Kinder - religiöse Erziehung und Rituale
  • Ziel, Form und Aufgabe der Eucharistiekatechese
  • In Jesus zeigt uns Gott sein Gesicht (Gottesbild)
  • Vergebung und  Versöhnung
  • Gemeinsam Eucharistie feiern
  • Was feiern wir bei der Erstkommunion?
  • Sakramente
  • Das Gebet
  • Erzähl mir von Jesus (Christus) - Bibeltexte kindgerecht und bibelgerecht erzählen
  • Das Wort Gottes - Gotteswort in Menschenwort
  • Unsere Pfarrkirche (eine Exkursion - ein Elternabend einmal anders...)

Für die Elternabende kann auch ein Büchertisch vorbereitet werden mit:
Kinderbibeln, religiöse Kinderzeitschriften, der Heftreihe des Familienreferates: Familien feiern Feste, Kindergebeten, Tischgebeten, Leporellos mit religiösem Thema, Adventkalender.
 
In einzelnen Pfarreien unserer Diözese wird ein eigener Abend für die Väter angeboten. Dieser kann für die Väter der Erstkommunionkinder und der Firmlinge gemeinsam gestaltet werden. Als Thema kann ein allgemeines Glaubensthema gewählt werden.

Der Pastoraltheologe Albert Biesinger, der seit Jahren die Vorbereitung der Kinder auf die Eucharistie in seiner Heimatpfarrei begleitet, hat gerade durch die Einbeziehung der Eltern in diesen Weg des Glaubens durchwegs positive Erfahrungen gemacht. Durch die monatlichen Elternabende ist es ihm gelungen, Gemeinschaft unter den Familien zu stiften und „Lernorte des Glaubens“ zu schaffen. Die meisten Eltern kommen gern und regelmäßig zu diesen Treffen.
Da in vielen Familien im Hinblick auf die religiöse Erziehung auch die Großeltern eine immer wichtigere Rolle spielen, kann es sinnvoll sein, auch diese zu einem eigenen Treffen (evtl. zusammen mit der Patin bzw. dem Paten) einzuladen, bei welchem ihnen Hilfen für ihre Aufgabe in der Begleitung ihrer Enkelkinder bzw. Patenkinder geboten werden.

Die Elternbriefe bieten eine gute Gelegenheit, die Eltern regelmäßig zu informieren und inhaltliche Hinweise und Anregungen für das Gebet und das religiöse Leben in der Familie zu geben.
Sie können persönlich übergeben oder mit der Post zugeschickt oder (wenn möglich) in der Schule ausgeteilt werden.

Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter werden von den Sakramentenkatechetinnen und Sakramentenkatecheten begleitet. Bei den gemeinsamen Treffen werden die jeweils nächsten Kindergurppentreffen besprochen: Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter werden in die Anliegen und Inhalte der Kindergruppentreffen eingeführt; es werden mögliche Methoden angeschaut und gemachte Erfahrungen ausgetauscht.
Für die Vorbereitung der zehn Kindergruppentreffen sind vier bis fünf Vorbereitungstreffen sinnvoll.
 
Zwei oder drei Mütter bzw. Väter (oder Patinnen bzw. Paten) können auch gemeinsam die Kindergruppen leiten. Aus beruflichen Gründen können Mütter bzw. Väter oft nicht bei allen Kindergruppentreffen anwesend sein. Eine gewisse Kontinuität ist allerdings vorteilhaft und wichtig.

Das Begleit- und Erinnerungsbuch zu Eucharistie und Versöhnung "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" möchte eine Hilfe sein, religiöse Themen und Inhalte zu erschließen und diese den Kindern verständlich zu machen.
Es besteht aus 51 graphisch ansprechenden Seiten und die Texte sind in einer kindgerechten Sprache geschrieben. Es enthält Bibeltexte, Rätsel, Gebete, Geschichten, Arbeitsaufgaben und viele Anregungen zum Schreiben, Malen, Zeichnen und Gestalten. Zudem besteht mit den Familienseiten die Möglichkeit, die in der Gruppe besprochenen Themen zu Hause, anhand kleiner Impulse, noch einmal zu reflektieren. Im Anhang sind auch die Gebete zur heiligen Messe und die Grundgebete angeführt. Es ist genügend Platz vorhanden zum Einkleben von Erinnerungsfotos.
 
Der dazugehörende Leitfaden für Gruppenleiter/innen gibt thematische Informationen und Vorschläge zur Gestaltung der einzelnen Kindergruppentreffen.

Zum Leitfaden:
Die ersten Seiten beinhalten wertvolle Tipps zur Vorbereitung und Durchführung der Treffen. Anschließend werde die Vorschläge für die 10 Kindergruppentreffen inhaltlich wie methodisch vorgestellt. Diese sind in 2 Themenbereiche zu jeweils 5 Treffen unterteilt:

  1. Themenkreis: Feier der Versöhnung - Die Beichte
  2. Themenkreis: Die Feier der Gemeinschaft - die Eucharistie /die Kommunion

Die Dauer der einzelnen Kindergruppentreffen kann aufgrund des Inhaltes unterschiedlich ausfallen, soll aber in der Regel die 90 Minuten nicht überschreiten.
Es ist den Gruppenleiter/innen selbst überlassen, den Inhalt eines Treffens eventuell auf zwei Gruppenstunden aufzuteilen oder die Kindergruppentreffen nach Belieben zu erweitern.
 
Anliegen und hinführende Informationen erklären den Schwerpunkt des Treffens und eine Material-Kontrollliste erinnert daran, was vorzubereiten ist.
Alle weiteren Anleitungen und Vorschläge zu den Aktivitäten und verschiedenen Elementen, wie
Bibeltexte, Geschichten, Spiele, Lieder, Aufgabenstellungen, Rätselauflösungen, Bastel- und
Kopiervorlagen usw., sind ebenfalls im Leitfaden enthalten.
 
Die Lieder sind (mit Instrumentalbegleitung) auf der gleichnamigen CD "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" zu finden.

In einigen Pfarreien wird die Gebetspatenschaft gepflegt. 
Es ist dies eine Begleitung der Kommunionkinder und ihren Eltern im Gebet. 
Die Mitglieder der Pfarrgemeinde können über das Ziehen von Namenskärtchen - z. B. bei einem Gottesdienst - eine solche Gebetspatenschaft übernehmen. 
So kann über die Gruppen hinaus solidarische Begleitung im Glauben entstehen. Glaubensgemeinschaft als Gemeinschaft im Gebet drückt sich durch die Gebetspatenschaft in besonderer Weise aus. Sie kann anonym bleiben oder den Kindern mitgeteilt werden.

Die Sakramentenkatechese hat ihren Platz in der Pfarrgemeinde und in den Familien. Wichtig und sinnvoll ist es, in der Vorbereitung und speziell in der Vertiefung und Nachbereitung die Katholische Jungschar ein zu beziehen. Dies setzt voraus, dass es in der Pfarrgemeinde eine Jungschargruppe gibt. Eine spezielle und zugleich sehr passende Form der Nachbereitung ist die Einladung und Vorbereitung zum Ministrantendienst.

Liebe Eltern!
Hier finden Sie einige Hinweise zur eigenen Vertiefung und zur religiösen Begleitung Ihrer Kinder im Rahmen der Familie, besonders in der Zeit der Vorbereitung auf die Sakramente.

  • Literaturhinweise Familie und Glaube im Alltag
  • Altersgerechte Bibeln
  • Die Messe - Bedeutung und Elemente