Zum Hauptinhalt springen

Sonntag der Weltmission

Der Weltmissionssonntag wird am 18. Oktober 2020 gefeiert. Auch heuer sind die Gelder, die in dieser größten Solidaritätsaktion der Katholiken an diesem Tag in allen Ländern der Welt gesammelt werden, für die vielfältigen Aufgaben der Mission in den ärmsten Diözesen der Welt bestimmt.

Papst Franziskus erinnert in seinem Schreiben zum Sonntag der Weltmission daran, „dass dieser Tag ein Tag des gemeinsamen Gebetes und der Solidarität mit den jungen Kirchen, die finanziell noch nicht unabhängig sind, und mit den Kirchen der ärmsten Länder der Welt ist. Trotz der aktuellen weltweiten Wirtschaftskrise sollen wir nicht nur auf uns selber schauen, sondern jene nicht vergessen, die nur dank unserer Anteilnahme und unserer Hilfe auf ihren Beinen laufen können.“

Das Informationsmaterial zum Weltmissionssonntag und zu den anderen Sonntagen im Oktober 2020 ist hier auf der Homepage und im Sekretariat von Missio, Domplatz 2, Bozen, Tel. 0471 306213, missio(at)bz-bx.net, erhältlich.

Brief an die Seelsorger und Mitarbeiter in der Pfarrgemeinden

Bozen, den 28. September 2020

Lieber Herr Pfarrer, liebe Seelsorger, liebe MitarbeiterInnen im PGR!

Der Sonntag der Weltkirche steht vor der Tür und die weltweite, sehr bunte und vielfältige Gemeinschaft der Christen feiert ihn mit uns. Wir glauben alle an den einen Gott, den wir Vater nennen und der uns zu Geschwistern macht. Deshalb haben wir alle ein Thema, das uns Papst Franziskus vorgeschlagen hat und das die Antwort auf Gottes Frage im Buch Jesaia ist: „Wen soll ich senden?“ (Js 6,8). Der Prophet Jesaia antwortet mit dem klaren „Hier bin ich, Herr, sende mich!“. Der Ruf des Herrn geht auch heute an jeden von uns und wir alle sind eingeladen, darauf zu antworten und Gottes Liebe in unserem Leben zu bezeugen.

Eine ganz radikale Antwort auf diese Frage hat Stefano Trevisan gegeben, der heuer im Brixner Dom zum Priester geweiht wurde. Er schreibt: „Mein ‚Ja‘ auf Gottes Ruf ist mein großer Wille, mich in den Dienst des Herrn zu stellen. Ich habe verstanden, dass es keine größere und schönere Aufgabe gibt, als mit Gott zusammenzuarbeiten und mich für eine gerechtere, geschwisterliche und solidarischere Welt einzusetzen. Jeder von uns ist aber aufgerufen, ein Mitarbeiter Gottes zu sein, damit die Welt eine Welt der Gerechtigkeit und des Friedens wird.“

So wie Stefano auf den Ruf mit einem „Ja“ zum Missionar und Priester geantwortet hat, sind auch wir täglich aufgerufen, auf Gottes Stimme zu hören. Was will Gott von mir in dieser Zeit der Pandemie? Papst Franziskus schreibt in seiner Botschaft zum Sonntag der Weltkirche: „Verstehen, was Gott uns in diesen Zeiten der Pandemie sagen will, wird zu einer Herausforderung auch für die Mission der Kirche. (...) Die Unmöglichkeit, uns als Kirche zu versammeln, um die Eucharistie zu feiern, hat uns die Lage vieler christlicher Gemeinschaften teilen lassen, die die Messe nicht jeden Sonntag feiern können. In diesem Zusammenhang wird die Frage, die Gott uns stellt, ‚Wen soll ich senden?‘, erneut an uns gerichtet und erwartet von uns eine neue großzügige und überzeugte Antwort: ‚Hier bin ich, sende mich‘ (Jes 6,8). Gott fährt in der Suche fort, wen er in die Welt und zu den Völkern senden kann, um seine Liebe, seine Errettung von Sünde und Tod, seine Befreiung vom Bösen zu bezeugen (vgl. Mt 9,35-38; Lk 10,1-12).“ Die Christen in der Welt erleben die Coronapandemie auf sehr unterschiedliche, aber sehr tragische Weise. Viele sind an Covid 19 erkrankt, viele leiden Hunger und viele sind auf die Hilfe ihrer Mitchristen angewiesen. Unzählige Priester und Ordensfrauen, unsere Missionare und Missionarinnen und auch unsere Laienmissionare in der Welt helfen täglich, damit die Menschen vor Ort nicht verhungern. Und sie alle beten viel.

Papst Franziskus schreibt weiter: „Den Weltmissionstag zu begehen, hat auch den Zweck, die in meinem Namen geleistete missionarische Arbeit der Päpstlichen Missionswerke zu unterstützen, um den geistlichen und materiellen Bedürfnissen der Völker und der Kirchen auf der ganzen Welt zum Heile aller nachzukommen.“

In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihr Gebet und die Mitarbeit

 

Ihre

Irene Obexer Fortin, Amtsleiterin missio Bozen-Brixen