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Pfarrgemeinderatswahlen 2021


Die Kirche Christi wird vom Herrn selbst aus „lebendigen Steinen“ aufgebaut (1Petr 2,5). Aus der Taufe haben alle Christinnen und Christen Anteil am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi. Der Pfarrgemeinderat ist Ausdruck dieser gemeinsamen Sendung. Bei der Pfarrgemeinderatswahl bestimmen die Mitglieder der Pfarrgemeinde die Zusammensetzung des Pfarrgemeinderates. Dadurch bringen sie ihre Mitverantwortung zum Ausdruck und bezeugen ihre Wertschätzung für den Einsatz jener, die sich für die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat bereit erklärt haben.

Logbuch der Pfarrgemeinderatswahlen

Am 24. Oktober 2021 finden die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen statt. Um eine gute Einbindung in die Planungsarbeiten zu ermöglichen, lädt das Referat für Pfarreien und Gemeinschaften zu zwei Online-Treffen ein:

  • 7. Oktober 2020, 18:00 Uhr: Erfahrungsaustausch zu Wahlordnung, technischen und organisatorischen Fragen.
  • 9. März 2021, 18:00 Uhr: Austausch zu praktischen Fragen und Strategien in der Vorbereitung der Wahlen.

Eingeladen sind Pfarrer, Pfarrverantwortliche und Vorsitzende der Pfarrgemeinderäte. Wir bitten um Einschreibung per Mail an seelsorge.pastorale(at)bz-bx.net, wo Sie dann die Zugangsdaten zur Plattform erhalten.

Unter dem Motto: "Es mit den PGR-Wa(h)len aufnehmen" fand am Mittwoch, dem 7. Oktober 2020 ein online-Erfahrungsaustausch statt, woran ungefähr 60 PGR-Vorsitzende und Pfarrer teilgenommen haben. Die Fragestellung betraf folgende Themen: (1) die Wahlvorbereitung und die Kandidatensuche, (2) die Bedeutung der Vorwahlen, (3) die Delegierten im PGR, (4) die Wahlmodalität und (5) die Wahlbeteiligung.

Hier werden die wichtigsten Ergebnisse der Diskussion zusammengefasst:

  1. Die Vorbereitung der PGR-Wahlen und die Kandidatensuche gestaltet sich manchmal schwierig. Es fehlen vor allem Personen, die im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind. Einige Pfarreien haben 2016 auf die Wahlen verzichtet, da kaum genug Kandidaten gefunden wurden. Im Hinblick auf die PGR-Wahlen 2021 wird unter anderem empfohlen, eine Pfarrversammlung abzuhalten, um die Pfarrgemeinde über Ziele und Aufgaben des Pfarrgemeinderates sowie den damit verbundenen Zeitaufwand zu informieren. Potentielle Kandidaten für die nächsten Wahlen sind zum Beispiel Eltern von Tauf- und Erstkommunionkindern sowie Religionslehrer, Kirchenchormitglieder, Vereinsmitglieder und junge Menschen. Um Kandidaten zu finden, ist es sehr wichtig, das persönliche Gespräch zu suchen. Ideale Kandidaten für den Pfarrgemeinderat haben folgende Eigenschaften: Teamfähigkeit, Motivation, Kritikfähigkeit und eine christliche Grundeinstellung. Es gilt, die Charismen zu fördern, die in der Pfarrgemeinde schon vorhanden sind.
  2. Es stellt sich heraus, dass 2016 die Vorwahlen nur vereinzelt vorgenommen wurden. Dort, wo sie stattgefunden haben, wurden sie als wichtig und zielführend empfunden.
  3. Die Kooptierung von Delegierten im Pfarrgemeinderat hat sich als positiv herausgestellt. Dadurch wurde Quereinsteigern und neuen Gesichtern der Weg zum Pfarrgemeinderat geöffnet. Viele, die in Vergangenheit als Delegierte von Vereinen und Verbänden in den Pfarrgemeinderat kooptiert wurden, sind auch nach den darauffolgenden Wahlen geblieben.
  4. 2016 wurden Berichten zufolge Wahlzettel im Voraus bzw. beim Eintritt in die Kirche ausgeteilt und eine Wahlbox beim Ausgang der Kirche aufgestellt. Eine digitale Stimmabgabe wäre zukünftig sinnvoll. Es wird vorgeschlagen, in Zukunft einen anderen Begriff für die Wahlen zu verwenden, da diese Meinungen zufolge negativ und politisch angehaucht wären.
  5. Die Wahlbeteiligung war 2016 generell nicht so hoch. Es gilt, neue Wege der Beteiligung zu finden.

GG

Am 13. Oktober 2020 hat am Bischöflichen Ordinariat ein Vorbereitungstreffen auf die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen stattgefunden. Anwesend waren der Seelsorgeamtsleiter Reinhard Demetz, die Leiterin des Amtes für Ehe und Familie Johanna Brunner, der Leiter des Amtes für Schule und Katechese Markus Felderer, der Referent für Liturgie Stefan Huber, die Leiterin des Bereiches "Caritas und Gemeinschaft" Brigitte Hoffman und der Referent für Pfarreien und Gemeinschaften Giuseppe Ganarini. Thema des Treffens waren die verschiedenen Arbeitsgruppen des Pfarrgemeinderates und die Fachausschüsse des Pfarreienrates.

Es gilt, die Pfarrgemeinden auf alle Bereiche des pfarrlichen Lebens aufmerksam zu machen und ihnen mögliche Wege zu zeigen, wie diese betreut werden können. Dort, wo die Notwendigkeit besteht, sollten pfarrübergreifende Initiativen und Fachauschüsse auf Seelsorgeeinheitsebene die einzelnen Pfarreien entlasten. Es soll auch darum gehen, dass in den Pfarrgemeinden Freiräume geschaffen werden, in denen Begabungen entdeckt und gefördert werden.

GG

Der Pfarrgemeinderat - kurze Anmerkungen

Am 3. Dezember 1972 wurden in Südtirol erstmals Pfarrgemeinderäte gewählt. Die Weichen dazu wurden bei der Diözesansynode (1970 - 1973) gestellt. Die nächste Pfarrgemeinderatswahl fand 1975 statt. Seither wird in einem Rhythmus von fünf Jahren der Pfarrgemeinderat neu bestellt. 

Vor allem das II. Vatikanische Konzil betont die Berufung aller Getauften, Auftrag und Sendung der Kirche aktiv mitzutragen und in ihr Verantwortung zu übernehmen: im sozialen Engagement, bei der Weitergabe des Glaubens, in Lehre und Verkündigung, bei der Gestaltung der Liturgie und des kirchlichen Lebens. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates machen diese gemeinsame Verantwortung aller Gläubigen sichtbar. Sie sind gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinde und arbeiten darauf hin, dass sich Auftrag und Sendung der Kirche in der konkreten Pfarrgemeinde verwirklichen.

Kontakt

Giuseppe Ganarini
Referent für Pfarreien und Gemeinschaften | Sekretariat des Bischofs
Domplatz 2
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 306 214
E-Mail giuseppe.ganarini@bz-bx.net