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Die Pfarrgemeinde ist verantwortlich für die Sakramentenkatechese.
Um gemeinsam Ressourcen zu nutzen und das Pfarrleben vor Ort zu stärken, arbeiten Pfarrgemeinden in Seelsorgeeinheiten zusammen.
In diesem Sinne braucht es einen Fachausschuss Sakramentenkatechese auf Ebene der Seelsorgeeinheit:

  • Er erarbeitet und überarbeitet das Konzept der Sakramentenkatechese,
  • erarbeitet gemeinsame Schwerpunkte (konkrete Weg: Anzahl und Inhalte der Gruppentreffen, Anzahl und Inhalte der Elternabende, Aktionen und Projekte, liturgische Feiern auf dem Weg; konkrete Zusammenarbeit auf Ebene der Seelsorgeeinheit)
  • und koordiniert die Sakramentenkatechese in der Seelsorgeeinheit (Termin der Firmung, Erstkommunion, Start der Eucharistie- bzw. Firmkatechese, Firmalter, Taufsonntage, Taufnachmittage...).

Das Konzept wird dem Pfarreienrat (welcher aus den VertreterInnen der Pfarrgemeinden besteht) zur Genehmigung vorgelegt.
Für die Umsetzung vor Ort wird die Errichtung von Arbeitsgruppen empfohlen.
Mitglieder des Fachausschusses sind der Leiter der Seelsorgeeinheit (oder eine von ihm beauftragte Person), mindestens ein Mitglied des Pfarreienrates, ein/e SakramentenkatechetIn aus jeder Pfarrgemeinde (oder die/der Verantwortliche für Sakramentenkatechese im Pfarrgemeinderat).
Die Größe des Fachausschusses ist von der Anzahl der Pfarrgemeinden abhängig.
Der Fachausschuss wird vom Pfarreienrat errichtet.

Für ein gutes Gelingen und zum Verteilen der Arbeiten ist es sinnvoll eine, der Größe der Pfarrgemeinde entsprechende, Arbeitsgruppe zu bilden.
Der Arbeitsgruppe Taufkatechese soll der Pfarrer (oder eine von ihm beauftragte Person), die Verantwortliche für Sakramentenkatechese im Pfarrgemeinderat, die Taufkatechetinnen und Taufkatecheten und Mitarbeitende in der Taufkatechese angehören.
Grundsätzlich sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe bereit, über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) in der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten, damit eine Kontinuität in der Taufkatechese besteht.

Die Aufgaben der Arbeitsgruppe Taufkatechese sind:

  • das Konzept der Taufkatechese in der Pfarrei umsetzen (z. B. Taufnachmittage)
  • die gesammelten Erfahrungen auswerten und den verantwortlichen Gremien rückmelden
  • Mitverantwortung in der Vorbereitung und Gestaltung der liturgischen Feiern tragen
  • organisatorische Fragen klären und die betroffenen Personen darüber informieren

Wo die Taufkatechese erst im Aufbau ist, kann die Arbeitsgruppe Taufkatechese auch auf Ebene der Seelsorgeeinheit gebildet werden.

Die Erwachsenen werden schrittweise in den christlichen Glauben und dadurch in die Gemeinschaft der Getauften, der Kirche, eingeführt. Dieser Prozess braucht Zeit, damit die eigene Lebensgeschichte reflektiert werden kann und die Gottesbeziehung gefestigt wird, sodass die Erwachsenen in ihrem lebensentscheidenden Bekenntnis gestärkt sind.
Die Zeit der Vorbereitung gliedert sich in mehreren Phasen: Zeit der Erstverkündigung, Katechumenat (Zeit der entfernten Vorbereitung, Zeit der näheren Vorbereitung) und mystagogische Vertiefung. Dementsprechend dauert sie mindestens ein halbes Jahr. Bedeutend sind die liturgischen Feiern auf dem Weg des Christwerdens.
Am Nachmittag des ersten Fastensonntages wird in der Bischofskirche unter der Leitung des Bischofs die Zulassung zur Taufe gefeiert.
 
Der Prozess des Christwerdens erreicht seinen Höhepunkt in der Feier der Osternacht: Taufe, Firmung und Eucharistie werden als Einheit und in der ursprünglichen Reihenfolge gefeiert.
 
Das Amt für Katechese und Religionsunterricht stellt Unterlagen zur Begleitung der Katechumenen zur Verfügung und führt in den Aufbau und Gestaltung des Katechumenats ein.
 
Wichtiger Hinweis für die Pfarrer:
Gemäß can. 863 CIC ist die Taufe jener, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, dem Diözesanbischof anzutragen. Der zuständige Pfarrer stellt das schriftliche Ansuchen an den Generalvikar. Falls es der Wunsch der Taufbewerber/innen ist, in der Pfarrgemeinde die Sakramente des Christwerdens zu feiern, so ist dies im Ansuchen anzuführen, da hierfür eine Beauftragung des Bischofs notwendig ist. Die Pfarrer sind gebeten, bis Allerheiligen im Generalvikariat zu melden, dass es Taufbewerber/innen in ihrer Pfarrei gibt.