Zum Hauptinhalt springen

Pastoralbesuche

Zu den Grundaufgaben des Diözesanbischofs gehört es laut can. 396 CIC, seine Diözese regelmäßig zu visitieren. In der Diözese Bozen Brixen erfolgt diese Visitation auf Ebene der Seelsorgeeinheiten nach folgenden Zielsetzungen und Abläufen:

  • Der Herr Bischof stärkt die Pfarreien, indem er die Auseinandersetzung mit Grundfragen des Glaubens fördert und zu einer kooperativen Pastoral in den Seelsorgeeinheiten ermutigt.
  • Die Seelsorgeeinheiten und Pfarreien erhalten konkrete inhaltliche und methodische Impulse für ihre pastorale Arbeit.
  • Die Umsetzung der Beschlüsse sowie der Stil und die Arbeitsweise der Diözesansynode wird in den Seelsorgeeinheiten und Pfarreien vorangetrieben und gefördert.

Ablauf

  • Der Herr Bischof stärkt die Pfarreien, indem er die Auseinandersetzung mit Grundfragen des Glaubens fördert und zu einer kooperativen Pastoral in den Seelsorgeeinheiten ermutigt.
  • Die Seelsorgeeinheiten und Pfarreien erhalten konkrete inhaltliche und methodische Impulse für ihre pastorale Arbeit.
  • Die Umsetzung der Beschlüsse sowie der Stil und die Arbeitsweise der Diözesansynode wird in den Seelsorgeeinheiten und Pfarreien vorangetrieben und gefördert.
  •  Der Seelsorgeamtsleiter gibt ein Jahr vor dem Besuch des Herrn Bischofs im Pfarreienrat erste Informationen zum Pastoralbesuch (Ziele und Ablauf) und verteilt an die Vertreterinnen bzw. Vertreter jeder Pfarrei die Fragebögen, die ausgefüllt an den Leiter der Seelsorgeeinheit zurückzusenden sind.
  • Der Leiter der Seelsorgeeinheit schreibt einen Bericht zur pastoralen Situation in der Seelsorgeeinheit und erwähnt, worauf beim Pastoralbesuch besondere Aufmerksamkeit gelegt werden sollte. Dabei geht er besonders auf die religiöse Situation und auf die Frage ein, wie es bisher gelungen ist, die Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien zu fördern. Er berichtet auch, wie die Beschlüsse der Diözesansynode bisher umgesetzt wurden und wo diesbezüglich noch offene Fragen bestehen. Der Leiter der Seelsorgeeinheit leitet die Fragebögen der Pfarreien und seinen Bericht dem Herrn Bischof weiter. Ebenso übermittelt er das pastorale Programm, falls ein solches in der Seelsorgeeinheit erarbeitet wurde. Der Abgabetermin wird beim Treffen mit dem Seelsorgeamtsleiter vereinbart.
  • Ein halbes Jahr vor dem Pastoralbesuch findet in der Seelsorgeeinheit eine offene Veranstaltung statt, die vom Generalvikar geleitet wird. Auf Grundlage der Beschlüsse der Diözesansynode wird in diesem Treffen über die pastorale Situation beraten und zwei Themen festgelegt, die im Pastoralbesuch Priorität haben werden. Geladen sind die Pfarreienräte, Pfarrgemeinderäte und Vermögensverwaltungsräte, zusammen mit allen Ehrenamtlichen und Interessierten. Ort und Termin der Veranstaltung werden mit dem Seelsorgeamtsleiter in Absprache mit dem Generalvikar vereinbart. Die Veranstaltung wird von den Pfarreien bekannt gegeben und beworben.
  • Das bischöfliche Sekretariat leitet die Fragebögen, den Bericht des Leiters der Seelsorgeeinheit und das Protokoll der offenen Veranstaltung, das der Generalvikar erstellt hat, allen Mitgliedern der „Fachgruppe Pastoralbesuche“ weiter. Die Fachgruppe setzt sich zusammen aus: den Mitgliedern des Kurienrates, Referentin für Pfarrgemeinde, Referentin für Katechese, Referent für Liturgie und Verkündigung, Referentin für Pfarrgemeindeberatung, Referent für Ehe und Familie, Referent für theologische Erwachsenenbildung, Referent für Kinderseelsorge, Jugendseelsorge und Jugenddienste. Diese lesen die Texte durch und achten dabei besonders auf die Rückmeldungen zu jenem Bereich, der ihre Tätigkeit betrifft und bewerten dieselben auf dem Hintergrund der Beschlüsse der Synode.
  • Bei einer Sitzung der „Fachgruppe Pastoralbesuche“ bereiten die Amtsleiter bzw. Referatsleiter zusammen mit dem Herrn Bischof den Pastoralbesuch vor. Auf Grundlage der erhaltenen Unterlagen wird über die pastorale Situation der Seelsorgeeinheit reflektiert. Die Fachgruppe bestimmt zusätzlich zu den in der offenen Veranstaltung festgelegten zwei Themen ein drittes Thema des Pastoralbesuches und bestimmt die Referenten bzw. Amtsleiter, die die drei Themen des Pastoralbesuches betreuen.
  • Zusammen mit den beauftragten Referenten und Amtsleitern erarbeitet je eine Arbeitsgruppe vor Ort ein pastorales Programm zu den drei Themen des Pastoralbesuches. Die drei Entwürfe bilden die Grundlage der Gespräche und Treffen im Verlauf des Pastoralbesuches. Der Entwurf des pastoralen Programmes wird innerhalb zwei Wochen vor Beginn des Pastoralbesuches dem Herrn Bischof übermittelt. Der Seelsorgeamtsleiter achtet darauf, dass dies fristgerecht geschieht.
  • Die Pfarreien der Seelsorgeeinheit erbitten in den Wochen vor dem Pastoralbesuch Gottes Geist, damit der Pastoralbesuch des Herrn Bischofs gute Früchte bringt.

Im Laufe des Pastoralbesuches feiert der Herr Bischof in jeder Pfarrei der Seelsorgeeinheit eine Eucharistiefeier. Der Sekretär des Herrn Bischofs organisiert zusammen mit dem Leiter der Seelsorgeeinheit den Besuch des Herrn Bischofs vor Ort. Die drei Themen des Pastoralbesuchs sind Hauptinhalt der Gespräche und bilden das Kriterium für die Auswahl der variablen Begegnungen.
 
Der Herr Bischof eröffnet seinen Besuch in der Seelsorgeeinheit, indem er am Freitag in die Seelsorgeeinheit kommt. Auf dem Programm steht an diesem Tag Folgendes:

  • Vormittag: Einzelgespräche mit den Priestern, Diakonen, Pfarrverantwortlichen und Pastoralassistentinnen und –assistenten (falls nicht vorher erfolgt).
  • Besuch der Ordensgemeinschaften in der Seelsorgeeinheit, eventuell mit gemeinsamem Mittagessen (der Besuch kann auch an einem anderen Tag erfolgen).
  • Freitagnachmittag:
    • Ab 14.30 Uhr: Treffen und Begegnungen, die orientiert an den Themen des Pastoralbesuches ausgewählt werden.
    • 18.00 Uhr: Vesper bzw. Abendgebet oder Anbetungsstunde mit Jugendlichen der Seelsorgeeinheit (nur dort, wo dies Sinn macht und möglich ist – die Feier kann gegebenenfalls auch an einem anderen Tag stattfinden).
  • Am Samstag steht Folgendes auf dem Programm des Pastoralbesuches:
    • 09.00 Uhr: Besuch des Herrn Bischofs von sozialen Einrichtungen in der Seelsorgeeinheit wie Alten- und Pflegeheime.
    • 11.00 Uhr: Aussprache des Herrn Bischofs mit den Bürgermeisterinnen bzw. Bürgermeistern. Der Sekretär des Bischofs verfasst ein Protokoll von der Aussprache.
    • 14.30 Uhr: Treffen des Herrn Bischofs mit dem Pfarreienrat sowie den Pfarrgemeinderäten der Seelsorgeeinheit. Schwerpunkt sind die drei Themen des Pastoralbesuches sowie die Glaubensweitergabe und die Kooperation der Pfarreien der Seelsorgeeinheit. Ein Moderator/eine Moderatorin übernimmt die Gesprächsleitung (Vorsitzender/r des Pfarreienrates). Am Gespräch nehmen die Priester, Diakone und Pastoralassistent/inn/en, die in der Seelsorgeeinheit tätig sind, nicht teil. Der Sekretär des Bischofs führt vom Gespräch ein Protokoll.
  • Am Samstagabend und am Sonntagvormittag feiert der Herr Bischof die Eucharistie in zwei verschiedenen Pfarreien der Seelsorgeeinheit und trifft sich anschließend mit den Gläubigen der Pfarrei. Zu diesem Treffen sind besonders auch die Vereine und Verbände eingeladen.
  • An den folgenden Samstagen und Sonntagen besucht der Herr Bischof die anderen Pfarreien der Seelsorgeeinheit, feiert die Eucharistie und trifft sich mit der Pfarrbevölkerung. Wenn nötig, holt er am Samstagvormittag Besuche und Gespräche nach, die bisher nicht erfolgt sind (soziale Einrichtungen, Jugenddienste, Bürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen).
  • Zusammen mit der „Fachgruppe Pastoralbesuche“ hält der Herr Bischof einen Rückblick auf den Pastoralbesuch. Der Bischof berichtet von den Gesprächen und Erfahrungen und gibt, wo nötig, den Ämtern Anweisungen für Interventionen oder besondere Augenmerke. Insbesondere werden Rückmeldungen zu den drei Themen des Pastoralbesuches und zu den erarbeiteten pastoralen Programmen besprochen. Schließlich werden Anregungen für den Abschlussbrief des Herrn Bischofs gesammelt.
  • Die drei in der Erarbeitung der pastoralen Programme involvierten Ämter und Referate besuchen noch einmal die Arbeitsgruppe in der Seelsorgeeinheit. Aufgrund der Rückmeldungen und Erfahrungen aus dem Pastoralbesuch werden die Programme überarbeitet. Konkrete Schritte und Verantwortliche für die Umsetzung werden benannt. Die pastoralen Programme werden dem Bischof vorgelegt.
  • In einer Sitzung des Pfarreienrates wird Rückschau auf den Pastoralbesuch gehalten und die konkreten Schritte zur Umsetzung der pastoralen Programme beschlossen. Es werden Verantwortliche oder Arbeitsgruppen bestimmt, die sich um die Umsetzung der drei Programmes in der Seelsorgeeinheit kümmern.
  • Der Herr Bischof erstellt den Abschlussbrief. In diesem wird das pastorale Programm bestätigt und je nach Bedarf weitere Akzente gesetzt. Der Brief wird allen Pfarrern und den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte und des Pfarreienrates zugestellt.
  • Ein Jahr nach Erhalt des Briefes besuchen die beauftragten Amtsleiter und Referenten die Seelsorgeeinheit. Der Stand der Umsetzung der pastoralen Programme wird mit den jeweiligen Verantwortlichen erörtert. Wo nötig wird Hilfestellung gegeben und weitere Schritte vereinbart.
  • Zwei Jahre nach dem Bischofsbesuch bittet das bischöfliche Sekretariat den Pfarreienrat, dem Herrn Bischof zu berichten, wie es gelungen ist, die pastoralen Programme und die Anregungen des Herrn Bischofs umzusetzen. Der Bericht soll innerhalb von zwei Monaten abgegeben werden.
  • Nach dem Bischofsbesuch bzw. parallel dazu erfolgt die Visitation der Vermögensverwaltung der einzelnen Pfarreien durch den Leiter des Verwaltungsamtes.

Termine

  • 2012 SE Toblach
  • 2013 SE Kurtatsch
  • 2013 SE Laas
  • 2013-2014 SE Wipptal
  • 2014 SE St. Johann in Ahrn
  • 2015 SE Graun i. V.
  • 2015 SE Gröden
  • 2015 SE Naturns
  • 2015 SE Schenna
  • 2016 SE Unteres Eisacktal
  • 2016 SE Hinterpasseier
  • 2017 “Unité pastorala Val Badia“
  • 2018 SE Olang-Rasen-Antholz

  
Seelsorgeeinheit Latsch Martell
09.-10. November, 16.-17. November 2019


SE Partschins+Marling/Albund
18.-19. Jänner, 25.-26. Jänner 2020


Seelsorgeeinheit Etschtal-Tschögglberg
14.-16. Februar, 07.-08. März, 14.-15. März, 28.-29. März 2020