Bischof Muser besucht von der Diözese unterstützte Projekte in Peru
Begegnungen statt Besichtigungen: Von 16. bis 24. August reist Bischof Ivo Muser gemeinsam mit einer Delegation von missio Bozen-Brixen nach Peru. Im Mittelpunkt stehen Besuche bei Menschen und Projekten, die von der Diözese unterstützt werden: von Pfarrgemeinden und Missionsstationen bis hin zu Bildungs-, Sozial- und Wasserprojekten.
Die Delegation möchte erleben, wie die Hilfe aus Südtirol vor Ort wirkt, welche Herausforderungen die Menschen beschäftigen und wo weiterhin Unterstützung notwendig ist. Für Bischof Muser ist die Reise zugleich Ausdruck der weltweiten Verbundenheit der Kirche: „Solche Reisen sind Ausdruck unseres Katholisch-Seins. Wir gehören zusammen, wir können voneinander lernen und wir dürfen geben und empfangen. Wir sind keine Nationalkirche, sondern eine weltweite Glaubensgemeinschaft.“
Am heutigen Freitag, 7. August, werden um 15 Uhr in ganz Südtirol die Kirchenglocken läuten und zwar länger und lauter als sonst. Mit dieser Aktion unterstützen die Pfarrgemeinden auf ausdrücklichen Wunsch des Bischofs hin die Caritas-Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ und setzen damit ein Zeichen der Solidarität mit den von Hunger betroffenen Menschen in Afrika. „Das Läuten der Glocken soll nicht nur unsere Ohren, sondern auch unsere Herzen erreichen“, sagt Bischof Ivo Muser. „Zur Todesstunde Jesu erinnern sie uns an die Millionen Menschen, denen es am Lebensnotwendigsten fehlt. Hunger und Armut dürfen uns nicht gleichgültig lassen. Christlicher Glaube zeigt sich auch darin, dass wir Not sehen, Verantwortung übernehmen und solidarisch handeln.“
Bereits zum dritten Mal haben sich Frauen und Männer der Katholischen Frauenbewegung (kfb) und der Katholischen Männerbewegung (kmb) zu einem gemeinsamen Begegnungstag getroffen. Ziel des Vormittags in Algund war es, miteinander ins Gespräch zu kommen, den persönlichen Glauben zu reflektieren und die Verbundenheit zwischen den beiden Bewegungen zu stärken.
Unter dem Motto „Mein Glaube im Wandel“ führte der Weg durch drei Stationen: von den ersten Glaubenserfahrungen in der Kindheit über die Begegnung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenheims Mathias Ladurner bis hin zur Frage, welche Hoffnung der Glaube heute und für die Zukunft schenkt. Persönliche Gespräche und gemeinsame Erfahrungen standen dabei im Mittelpunkt.
Autorin Erika Kustatscher mit Johannes Laichner, Fabian Tirler und Domdekan Ulrich Fistill (von links). Foto: Paolo Ferrari.
Wer waren die Priester, die über Jahrhunderte am Brixner Dom lebten und wirkten? Welche Aufgaben hatten sie, wie sah ihr Alltag aus und welchen Beitrag leisteten sie für Kirche, Kultur und Wissenschaft? Diesen Fragen geht die neue Monographie der Diözesanarchivarin Erika Kustatscher nach.
Das Buch zeichnet die Geschichte der Kanoniker und Kapläne am Brixner Dom über einen Zeitraum von rund 750 Jahren nach. Es zeigt, dass viele von ihnen nicht nur den Gottesdienst gestalteten, sondern sich auch in Musik, Kunst und Wissenschaft einen Namen machten. Gleichzeitig vermittelt die Publikation spannende Einblicke in das Leben und Arbeiten an der Kathedrale – von den Wohnverhältnissen bis zum Bildungsweg der Geistlichen.
Vorankündigung: Pastoraltagung am 17. und 18. September - Jetzt anmelden!
Wie gestaltet Liturgie unsere Gemeinden? Welche Kraft liegt im gemeinsamen Feiern, im Hören auf das Wort Gottes und in den Zeichen unseres Glaubens? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Pastoraltagung am Donnerstag, 17., und Freitag, 18. September, in der Cusanus-Akademie Brixen. Neu ist heuer, dass die Tagung bereits am Donnerstag beginnt und am Freitag endet – und nicht wie bisher am Freitag und Samstag stattfindet. Mit Impulsen von renommierten Referentinnen und Referenten sowie praxisorientierten Workshops verbindet die Tagung theologisches Nachdenken mit konkreten Anregungen für den pastoralen Alltag.
Auf dem Programm stehen Vorträge, zehn Workshops und die Verleihung der diözesanen Ehrungen. Den Abschluss bildet das programmatische Referat von Bischof Ivo Muser, der den Blick auf das neue pastorale Arbeitsjahr richtet. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Für alle Teilnehmenden sind das Abendessen am Donnerstag und das Mittagessen am Freitag inbegriffen.
Die Reliquienbüsten der Diözesanheiligen Kassian und Vigilius.
Seit 2023 feiert die Diözese Bozen-Brixen das Hochfest der Diözesanpatrone Kassian und Vigilius am 13. August. Mit der Verlegung vom bisherigen Termin in der Osterzeit sollte das Fest mehr Aufmerksamkeit erhalten und von den Gläubigen besser mitgefeiert werden. Fällt der 13. August - wie heuer - nicht auf einen Sonntag, wird das Hochfest am vorausgehenden Sonntag, heuer also am 9. August, begangen.
Wer mehr über die beiden Diözesanpatrone und die Bedeutung dieses Festes erfahren möchte, findet im Gespräch mit dem diözesanen Liturgiereferenten Tobias Simonini bei Radio Grüne Welle spannende Einblicke. Er erklärt die Geschichte von Kassian und Vigilius und zeigt, wie sich der festliche Charakter des Hochfestes in der Liturgie ausdrückt – von den Glocken über die liturgische Farbe Rot bis zu den eigenen Lesungstexten.
Das Evangelium zum Hochfest der beiden Diözesanpatrone in einem Gedanken
»Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, dann bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.« Joh 12,24
Was darf mir die Beziehung zu Jesus und auch zur Glaubensgemeinschaft der Kirche kosten? Was tue ich, damit diese Beziehung in mir und unter uns lebendig bleibt? Ist mir bewusst, dass die anderen meinen Glauben brauchen, damit sie glauben können? Aus der Predigt von Bischof Ivo Muser (10. August 2025)