In Lima besuchte die Delegation Pfarrgemeinden, soziale Einrichtungen und Projekte, die auch mit Unterstützung aus Südtirol verwirklicht werden. In der Pfarrei „Cristo Misionero del Padre“ in Chorrillos etwa engagieren sich rund 500 pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 150 Katechetinnen und Katecheten für eine Bevölkerung von rund 100.000 Menschen.
Weitere Stationen führten zu Gemeinschaftsküchen, Bildungs- und Umweltprojekten sowie zu Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen. Dabei ging es auch darum zu sehen, wie die von missio Bozen-Brixen und vielen Südtirolerinnen und Südtirolern bereitgestellten Mittel vor Ort eingesetzt werden.
Südtiroler Spuren in den Anden
Besonders sichtbar wurde die lange Verbindung zwischen Südtirol und Peru in Huaraz und Chacas. In Huaraz besuchte die Delegation das Zentrum „Lucia Lintner“, das an das Wirken der Südtiroler Missionarin Luzi Lintner erinnert und bis heute Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten schafft.
Eine zentrale Begegnung war jene mit Matteo Prinoth aus St. Ulrich in Gröden, der seit rund 30 Jahren in Peru lebt. Der Holzschnitzer und Laienmissionar vermittelt jungen Menschen sein handwerkliches und künstlerisches Wissen. Gemeinsam mit ihm besuchte die Delegation Werkstätten der Operazione Mato Grosso, in denen junge Menschen unter anderem in Holzschnitzerei, Steinbearbeitung und Mosaikkunst ausgebildet werden.
In Chacas machte die Delegation auch am Grab von P. Ugo De Censi, dem Gründer und langjährigen Motor der Operazione Mato Grosso, Halt. Besucht wurden zudem soziale Einrichtungen wie die Casa San Danielito für Menschen mit Behinderung und die Casa Santa Teresita für ältere Menschen.
„Gesichter und Menschen werden in Erinnerung bleiben“
Für Bischof Muser sind es vor allem die persönlichen Begegnungen, die diese Reise prägen: „Von dieser beeindruckenden Reise durch Peru werden mir vor allem Gesichter und Menschen in Erinnerung bleiben.“ Entscheidend sei, Menschen mit Würde und Respekt zu begegnen. Besonders beeindrucke ihn, „wie die Menschen hier ihr Leben in die Hand nehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen“.
Damit bestätigt sich auch ein Gedanke, den der Bischof bereits vor der Abreise formuliert hatte: „Wir gehören zusammen, wir können voneinander lernen, wir haben zu geben und zu empfangen. Wir sind keine Nationalkirche, sondern eine weltweite Glaubensgemeinschaft.“
Zum Abschluss führt die Reise in die Diözese Chiclayo, in der Papst Leo XIV. viele Jahre als Augustiner-Missionar und später als Bischof gewirkt hat. Am Montag, 24. August, tritt die Delegation die Rückreise an.
Die Bildergalerie zeigt Eindrücke von den Begegnungen, Projekten, Gottesdiensten und Stationen der Reise durch Peru.