Fratel Massimiliano de Franceschi mit Bischof Ivo Muser bei seiner Professfeier am 19. Jänner 2024. Foto: Diözese/Thomas Ohnewein
Wie lebt eigentlich ein Eremit heute? Fratel Massimiliano de Franceschi gibt darauf künftig einmal im Monat eine persönliche Antwort. In einer neuen Reihe berichtet der Diözesan-Eremit über seine Berufung, seinen Alltag und darüber, was Stille, Gebet und Rückzug für ihn bedeuten.
Die ersten beiden Beiträge führen in diese besondere Lebensform ein: Zunächst erklärt Fratel Massimiliano, was einen Diözesan-Eremiten ausmacht und warum Rückzug für ihn keine Flucht aus der Welt bedeutet. Danach beschreibt er seinen Tagesrhythmus, der von Gebet, Arbeit, geistlicher Lektüre und Einfachheit geprägt ist.
Die neue Reihe lädt dazu ein, eine wenig bekannte geistliche Berufung näher kennenzulernen und vielleicht auch selbst neu über Stille, Glauben und das Wesentliche im Leben nachzudenken.
Mit 1. September 2026 hat in der Diözese Bozen-Brixen das neue Arbeitsjahr begonnen. Zugleich wurde ein Großteil der von Bischof Ivo Muser vorgenommenen Personalentscheidungen wirksam. Zu den wichtigsten Veränderungen zählen die Ernennungen von P. Jolly Joseph Chakkalakkal zum Dekan von Schlanders sowie von Martin Kammerer, Christian Pallhuber und Klaus Sottsas zu Dekanen in Klausen-Kastelruth, Taufers und im Gadertal. Die Personalveränderungen und Ernennungen des Jahres 2026 im Überblick.
Acht Tage lang war Bischof Ivo Muser mit einer Delegation von missio Bozen-Brixen in Peru unterwegs. Bei Besuchen in Pfarrgemeinden sowie sozialen und pastoralen Projekten wurde sichtbar, wie Unterstützung aus Südtirol vor Ort wirkt und welche Herausforderungen die Menschen beschäftigen.
„Viele Gespräche, Begegnungen und Eindrücke werden mich noch lange begleiten“, sagt Bischof Muser. Die Reise führte von Lima über Huaraz und Chacas bis nach Chiclayo und machte die langjährige Verbindung zwischen Südtirol und Peru sichtbar.
Caritas in Caorle: Seit 50 Jahren Urlaub für Familien
Seit 50 Jahren ist die Villa Oasis in Caorle ein Ort für Familien, Erholung und Gemeinschaft. Was 1974 mit einer großzügigen Schenkung begann, hat sich zu einem Ferienhaus entwickelt, das jährlich rund 2000 Gäste aus Südtirol willkommen heißt. Seit der Eröffnung haben rund 34.500 Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Beeinträchtigung Ferien in der Villa Oasis verbracht.
Zum Jubiläum blickte die Caritas Diözese Bozen-Brixen auf die Geschichte des Hauses zurück. Die Villa Oasis sollte von Anfang an mehr sein als ein Ferienort: ein Platz, an dem Familien unabhängig von ihrer finanziellen Situation gemeinsame Zeit verbringen können. Heute gehören ein Privatstrand, Schwimmbad, Grünflächen und vielfältige Freizeitangebote dazu.
„Sonntagsblatt“-Autor Pater Robert Prenner verstorben
Kapuzinerpater Robert (Anton) Prenner ist am 26. August 2026 im Alter von 90 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte wirkte er als Autor des „Katholischen Sonntagsblattes“. Bischof Ivo Muser würdigt ihn als zurückhaltenden Ordensmann und profunden Kenner theologischer und gesellschaftlicher Fragen.
Wie gestaltet Liturgie unsere Gemeinden? Welche Kraft liegt im gemeinsamen Feiern, im Hören auf das Wort Gottes und in den Zeichen unseres Glaubens? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Pastoraltagung am Donnerstag, 17., und Freitag, 18. September 2026, in der Cusanus-Akademie Brixen. Neu ist heuer, dass die Tagung bereits am Donnerstag beginnt und am Freitag endet – und nicht wie bisher am Freitag und Samstag stattfindet. Mit Impulsen von renommierten Referentinnen und Referenten sowie praxisorientierten Workshops verbindet die Tagung theologisches Nachdenken mit konkreten Anregungen für den pastoralen Alltag.
Auf dem Programm stehen Vorträge, zehn Workshops und die Verleihung der diözesanen Ehrungen. Den Abschluss bildet das programmatische Referat von Bischof Ivo Muser, der den Blick auf das neue pastorale Arbeitsjahr richtet. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Für alle Teilnehmenden sind das Abendessen am Donnerstag und das Mittagessen am Freitag inbegriffen.
Unter welchen Bedingungen arbeiten die Menschen, die Südtirols Tourismus Tag für Tag möglich machen? Darüber diskutieren am Donnerstag, 10. September, um 19.30 Uhr in der Cusanus-Akademie Brixen unter anderem Landeshauptmann Arno Kompatscher, KVW-Landesvorsitzender Werner Steiner, HGV-Präsident Klaus Berger, Heimatpflege-Obfrau Claudia Plaikner und Hotelier Michil Costa. Die Podiumsdiskussion ist öffentlich zugänglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Diskussionsrunde ist Teil einer internationalen Tagung vom 10. bis 12. September, zu der die Europäische Bewegung Christlicher Arbeitnehmer:innen (EBCA) nach Brixen einlädt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern beschäftigen sich mit Arbeitsbedingungen, Arbeitnehmerrechten und den sozialen Herausforderungen des Tourismus. Vorträge, Praxisbesuche und der internationale Erfahrungsaustausch sollen auch konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Tourismus aufzeigen.
Einblicke in die Welt von Kloster Säben
Zum 340. Jahrestag der Gründung von Kloster Säben hat die Katholische Frauenbewegung (kfb) eine neue Publikation herausgegeben. Autorin ist Ingrid Facchinelli, langjährige Archivarin des Klosters.
Das 160-seitige Buch gibt mit Bildern und authentischen Textausschnitten Einblick in den klösterlichen Alltag und das Leben hinter den Klostermauern. So soll die Erinnerung an das Frauenkloster auf Säben und sein Wirken auch für kommende Generationen erhalten bleiben.
»Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht.« Mt 18,15
Wenn etwas zwischen Menschen steht, gibt Jesus einen erstaunlich einfachen Rat: Geh hin und rede mit ihm. Nicht über ihn, sondern mit ihm. Nicht um ihn bloßzustellen, sondern um ihn zurückzugewinnen. Das Evangelium nimmt Konflikte ernst, aber es gibt keinen Menschen vorschnell verloren. Es geht Schritt für Schritt und sucht immer wieder neu den Weg zum anderen. Darin liegt ein wichtiger Maßstab für christliche Gemeinschaft: nicht, dass es keine Konflikte gibt, sondern darin, wie wir mit ihnen umgehen. Wo wir aufeinander zugehen, einander zuhören und um Verständigung ringen, kann etwas von jener Gegenwart Christi erfahrbar werden, die er am Ende des Evangeliums verspricht: “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.”