Pater Robert Prenner habe die Öffentlichkeit nicht gesucht und sei von seinem Charakter her zurückhaltend, fast scheu gewesen, erinnert Bischof Ivo Muser. Seine Stärke sei das geschriebene Wort gewesen: „Beim Schreiben konnte er seine Innerlichkeit, sein Wissen, seine Gründlichkeit und seine Tiefe ausdrücken und zeigen.“
In zahlreichen Beiträgen im „Katholischen Sonntagsblatt“ befasste sich der Kapuziner mit Themen des Glaubens, des Kirchenjahres, der Theologie und des Brauchtums sowie mit sozialen Fragen. „Er schrieb nicht kompliziert, sondern leicht verständlich, ansprechend und hintergründig, nie oberflächlich oder banal. Seine Artikel haben immer zu einer vertieften Auseinandersetzung eingeladen“, so Bischof Muser.
Für seine Verdienste wurde Pater Robert Prenner mit der Ehrenmedaille der Diözese Bozen-Brixen ausgezeichnet. Bei der Überreichung habe er die Auszeichnung seinen Leserinnen und Lesern gewidmet, besonders den vielen einfachen Menschen in Südtirol.
Auch Walther Werth, langjähriger Chefredakteur des „Katholischen Sonntagsblattes“, erinnert an die jahrzehntelange Mitarbeit Prenners: „Seine unzähligen Beiträge, vor allem zu den verschiedenen Themen im Kirchenjahr, schätzten die Leserinnen und Leser der Kirchenzeitung besonders.“ Pater Robert habe über ein profundes theologisches Wissen verfügt, sei belesen gewesen und zugleich in seiner bescheidenen Art ein sehr angenehmer Mitarbeiter der Redaktion gewesen.
„Sein geschriebenes Wort bleibt uns erhalten“, schreibt Bischof Muser in seinem Nachruf und erinnert an das lateinische Sprichwort „Verba volant, scripta manent“ - Worte verfliegen, Geschriebenes bleibt. „Ich danke Pater Robert für sein Sein und Wirken unter uns und wünsche ihm die Freude und das Licht des Himmels.“
Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 1. September, um 8.30 Uhr in der Kapuzinerkirche in Meran statt. Um 10 Uhr folgt die Beisetzung auf dem städtischen Friedhof von Meran.
