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Omelie

Giovedì Santo: Missa "in coena domini"

Vescovo Ivo Muser

Giovedì santo, 2 aprile 2026

Cortina all'Adige

Heute Abend, an diesem besonderen Abend der Heilsgeschichte, schauen wir auf Jesus, der noch einen knappen Tag zu leben hat. Heute rundet er sein Leben ab, weil es am nächsten Tag grausam abbrechen wird. Heute soll noch einmal deutlich werden, wer er ist und wie er erinnert werden möchte. Der Evangelist Johannes drückt es ganz feierlich aus: „Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ (Joh 13,1).

Am letzten Abend seines Lebens, in der Nacht des Verrates und wenige Stunden vor seiner grausamen Hinrichtung, bricht er seinen Jüngern das Brot. Er teilt sich aus – wie immer – und doch auf ganz neue und dichte Weise. „Das bin ich für euch“, so fasst er sein Leben zusammen, „wie Brot, das geteilt wird, wie Wein, von dem alle trinken.“ 

Und wo die anderen Evangelisten vom letzten Abendmahl berichten, erzählt das Johannesevangelium von der Fußwaschung. Beide Zeichenhandlungen sind wie zwei Seiten derselben Münze: Eucharistie und Dienst am Menschen sind nicht zu trennen. In beiden Zeichen wird deutlich, wer und wie ER ist: Einer, der dient. Einer, der sich verschenkt. Einer, der sich zu den Menschen herabbückt: seit der Nacht von Betlehem, über sein ganzes Reden und Auftreten bis hin zum letzten Abend seines Lebens. So war er und so möchte er, dass sich Menschen an ihn erinnern.

Con la celebrazione di questa sera ha inizio il Triduo Pasquale di passione, morte e risurrezione del Signore Gesù, culmine e centro di tutto l’anno liturgico. Siamo al primo giorno che si apre con la cena di Gesù, nella quale egli con alcuni gesti e segni ci racconta in anticipo quello che sarebbe accaduto nelle ore e nei giorni successivi: dare liberamente la sua vita per tutta l’umanità, spinto solamente dall’amore. 

L’evangelista Giovanni, nel narrare la scena della lavanda dei piedi ci fa vedere cosa significa per Gesù pane spezzato e vino versato per noi e per tutti. Si abbassa e lava i piedi ai suoi discepoli, riassumendo tutta la sua vita di amore e di dono e prefigurando anche la sua morte. È un gesto che compiva lo schiavo, ma è anche un gesto di amore che il figlio riservava ai genitori anziani: o obbedienza o amore! Gesù lava i piedi di tutti, i piedi del discepolo amato come i piedi di Pietro che lo rinnegherà e anche i piedi di Giuda che poi lo tradirà. Un gesto che rivela la gratuità smisurata dell’amore di Gesù che si fa nostro schiavo. Egli è amore, amore che serve fino al dono della vita, chinandosi a lavare le piaghe dell’umanità. 

Mettiamo tutta la nostra fede in questa messa, che ricorda l´Ultima Cena del Signore, abbandoniamo le nostre formalità, il rischio dell’abitudine, i preconcetti, il ritualismo e immergiamo il nostro cuore nell’eucarestia. Non sono degno Signore, ma tu dirai una parola, dirai: è il mio corpo, per te! Ed io sarò salvato.

E infine, in questo Giovedì Santo dedicato anche al sacerdozio, vi chiedo una preghiera per me e per tutti i nostri sacerdoti, perché con tutti i nostri limiti e con tutte le nostre fragilità umane, possiamo essere testimoni di servizio e di amore. Preghiamo perché anche oggi ci siano giovani disposti a dire di sì alla chiamata al sacerdozio. Ne abbiamo davvero bisogno. Con affetto e gratitudine ricordo oggi i 19 sacerdoti diocesani e religiosi, che sono morti dall’ultimo Giovedì Santo. 

Ich werde jetzt das Messkleid ablegen und eine Schürze umbinden, um 12 Menschen aus eurer Gemeinschaft die Füße zu waschen. Messkleid und Schürze gehören zusammen. Sie haben die gleiche Würde. Jesus helfe mir und uns allen, dass wir nicht nur eine Kniebeuge machen vor seiner eucharistischen Gegenwart im Tabernakel, sondern dass wir auch bereit sind, in die Knie zu gehen vor seiner Gegenwart in jedem Menschen. Mutter Teresa von Kalkutta hat einmal gesagt: „Ich empfange jeden Tag zweimal die Kommunion: Einmal morgens in der Kapelle und das zweite Mal untertags draußen auf den Straßen, wenn ich Christus in den Armen und Sterbenden begegne und berühre“. Der hl. Marin, Patron dieser Kirche von Kurtinig, gibt uns mit dem Teilen seines Mantels ein deutliches Beispiel, wie Jesus sich jene vorstellt, die zu ihm gehören wollen. 

Lassen wir jetzt, heute, an diesem besonderen und einprägsamen Abend, das Zeichen der Fußwaschung sprechen, in dem Jesu Haltung und Barmherzigkeit zum Ausdruck kommen, die morgen, am Karfreitag, in der Lebenshingabe am Kreuz die Vollendung finden werden.