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8 Promille für die Katholische Kirche

5 Promille für die kirchlich-sozialen Organisationen


Jeder Steuerzahler in Italien hat die Möglichkeit, mit einer Unterschrift auf der Steuererklärung acht Promille der schon einbezahlten Einkommenssteuer der Katholischen Kirche, anderen Religionsgemeinschaften oder dem Staat zufließen zu lassen. Die Gelder werden dann vom Staat aufgrund der abgegebenen Unterschriften aufgeteilt. In Südtirol werden von der katholischen Kirche mit den „8-Promille-Geldern“ unter anderem Seelsorgedienste und soziale Projekte unterstützt sowie die Priester entlohnt.

3,4 Millionen Euro für Seelsorge, Caritas, Kirchenrestaurierungen und Priester
Auch in unserer Diözese wird mit den 8-Promille-Mitteln Vieles verwirklicht und unterstützt: Etwa eine Million Euro wird in die Seelsorge im weitesten Sinn, wie zum Beispiel die Jugenddienste, die Familienberatung oder die Aus- und Weiterbildung des Klerus investiert. Die Caritas erhält ebenfalls ca. eine Million Euro aus dem 8-Promille-Fonds zugewiesen und verwendet diese Gelder für Menschen in Notsituationen, die Unterstützung und Beratung brauchen, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Zusätzlich helfen die Gelder, die Aus- und Weiterbildungen für die zahlreichen Freiwilligen zu finanzieren, die den Mitmenschen Beistand leisten und die vielen Dienste der Caritas erst ermöglichen. Pro Jahr werden damit auch Projekte in den Pfarreien, wie zum Beispiel die Sanierung von Kirchen, unterstützt. 1,3 Millionen Euro aus dem 8-Promille-Fonds fließen in die Priesterbesoldung und sind dafür eine wichtige Finanzquelle.

Unterschrift bringt keine Mehrkosten - 8 Promille auch ohne Steuererklärung
Obwohl für den Steuerzahler keine Mehrkosten anfallen, wird es immer schwieriger, Menschen zur Unterschrift dieser Zweckbestimmung zu motivieren. Vor allem jene Menschen, die keine Steuererklärung einreichen und nur das Modell CU haben, wissen oft nicht, dass auch sie die acht Promille zuweisen können. Es reicht dafür das Formblatt, das dem Modell CU beiliegt. Rentner, die kein Modell CU vom Fürsorge-Institut INPS erhalten haben, können ihre Unterschrift mittels Formular abgeben, das in allen Pfarreien aufliegt. Dieses kann dann bei der Post oder dem CAF (Steuerbeistandszentrum) des KVW abgegeben werden.

8 Promille plus weitere 5 Promille
Zusätzlich zu den 8 Promille ist es seit 2006 möglich, weitere fünf Promille sozialen Einrichtungen zuzuweisen. Auch diese Zuweisung kostet den Steuerzahler nichts, ist aber für die Einrichtungen eine große Hilfe. Viele kirchlich soziale Vereine und Verbände wie zum Beispiel die Caritas engagieren sich täglich für die Anliegen bedürftiger Menschen oder einfach im sozialen Bereich.

Ab 30. April „Precompilato“
Seit April kann die Steuererklärung bei den Steuerbeistandszentren oder beim Steuerberater abgefasst werden und ab dem 30. April ist auch die vorausgefüllte Steuererklärung („Precompilato“) online einsehbar und kann von den Steuerpflichtigen selbst abgegeben werden. Selbstverständlich kann die Unterschrift für die Zweckbestimmung der 8 Promille- sowie die 5 Promille-Zuweisung auch bei der vorausgefüllten Steuererklärung geleistet werden.

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Sie können auch auf dem enstprechenden Modell unterschreiben (Anleitung) und damit die 8 Promille der Katholischen Kirche zuweisen.

Wo unterschreiben?

Warum unterschreiben?

5 Promille

Verwendung der 8 Promille in der Diözese Bozen-Brixen (Gelder 2023)

984.071 Euro

Caritas

1.953.568 Euro

Priesterbesoldung

1.034.141 Euro

Pastorale Dienste

378.204 Euro

Erhalt Kulturgüter

Unterstützte karitative Projekte und Dienste

Vieles von dem, was die Caritas tut, ist nur dank der Zuweisungen der 5 und 8 Promille bei der Steuererklärung an die Caritas und die katholische Kirche möglich. 

Auf den ersten Blick geht es den Menschen in Südtirol gut: Es gibt kaum Arbeitslosigkeit, der Tourismus boomt und auch das Baugewerbe floriert. Doch da gibt es auch Schattenseiten: Das Leben hier ist teuer; vieles fußt auf Leistung und Konkurrenz. Die Kluft zwischen arm und reich, sozial benachteiligten und sozial erfolgreichen Menschen wird immer größer.

Die Zahl der Menschen, die sich die elementarsten Dinge wie Miete, Strom, Heizung und Wasser trotz Einkommen nicht mehr leisten können, nimmt in Südtirol zu. Das zeigt sich vor allem in den Diensten der Caritas, die sich um die Grundbedürfnisse der Menschen kümmern: Die Schulden- und Sozialberatung, die Pfarrcaritas, die Obdachlosen- und Wohnungseinrichtungen und auch die Telefonseelsorge. Denn mit der materiellen Armut wachsen auch die Sorgen und Ängste der Menschen. Unsere Caritas steht den Betroffenen mit zur Seite, berät und begleitet sie, hört ihnen zu, hilft ihnen wenn nötig finanziell unter die Arme und ist für sie da. Möglich ist dies dank der Zuweisung der 5 und 8 Promille bei den Steuererklärungen. Dank dieser Unterschrift kann vielen in Südtirol ansässigen Personen, die in Not geraten sind, geholfen werden.

 

Kontakt


Diözesaninstitut für den Unterhalt des Klerus

Domplatz 3
39100 Bozen 
Tel. 0471 306300
Fax: 0471 979465
E-Mail: diuk.idsc(at)bz-bx.net