Ein Kreuz als Erinnerungszeichen im Bozner Dom
Im Bozner Dom wurde im Rahmen eines Gottesdienstes mit Bischof Ivo Muser am 12. März 2026 ein schlichtes Holzkreuz aufgestellt. Es wurde von einem Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Verantwortungsbereich der Kirche angefertigt. Das Kreuz ist als Erinnerungszeichen gedacht: für Menschen, die Gewalt erfahren haben - in der Kirche, in Familien, in Schulen, in Vereinen und in anderen Lebensbereichen.
Während der Feier wurde das Kreuz von einem Betroffenen durch den Dom getragen und anschließend beim Mayr-Nusser-Seitenaltar aufgestellt. Dort bleibt es für die kommenden Wochen sichtbar. Der Ort lädt dazu ein, innezuhalten, und Gedanken oder Gebete in ein aufliegendes Buch einzutragen.
Das Kreuz steht für Erinnerung an Leid - und zugleich für die Verpflichtung, hinzuschauen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen.
Die Aufstellung dieses Erinnerungszeichens ist Teil der Schlussphase des diözesanen Projekts „Mut zum Hinsehen“, das Aufarbeitung und Prävention von sexualisierter Gewalt in der Kirche stärken will.