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Eucharistie

In den Gottesdiensten feiern wir unseren Glauben an Gott. Die Höchstform liturgischen Feierns ist die sonntägliche Eucharistiefeier. Als Glaubensgemeinschaft feiern wir gemeinsam unseren Glauben und danken Gott für alles, was er uns zum Leben schenkt und ganz besonders für Jesus Christus. Im Teilen von Brot und Wein schenkt er uns sein Leben und er ist mitten unter uns.

So werden wir in der heiligen Messe für das alltägliche Leben gestärkt und feiern unser Leben. Deshalb wird die Eucharistiefeier auch als Quelle und Höhepunkt unseres christlichen Lebens bezeichnet.

Eucharistiekatechese - Kommunionvorbereitung

Das Zweite Vatikanische Konzil betont, dass Sakramente den Glauben verdichten und besondere Orte sind, wo unser Glaube sichtbar wird.
Dementsprechend braucht es eine Hinführung und Vertiefung des Glaubens.
Die Eucharistiekatechese führt die Kinder in die Gemeinschaft (Communio) mit Jesus Christus in der Gemeinschaft der Kirche ein.
 

Die Vor- und Nachbereitung auf die erste Kommunion 

  • fördert das Gespräch über unseren Glauben,
  • stärkt die Freude am Wort Gottes,
  • führt in die Gemeinschaft und die Bedeutung der Eucharistiefeier ein.

Kommunionvorbereitung in der Corona-Krise

Die Impulse zur Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung (mit Beichtvorbereitung/Vorbereitung auf die Erstbeichte) sind zu finden unter www.bz-bx.net/vergebung-beichte

Was ist zu beachten?

In einer Zeit, in der immer wieder betont wird, dass wir Abstand halten müssen, wird die Hinführung in eine Gemeinschaft und die Feier in einer Gemeinschaft erschwert. Dies betrifft auch die Kommunionvorbereitung.

Laut Dringlichkeitsverordnung des Landeshauptmannes Nr. 28 vom 30.07.2021 und der Anlage A zum Landesgesetz Nr. 4/2020, aktualisiert am 10.08.2021 ist der „grüne Pass“ nicht notwendig bei Sitzungen, Versammlungen und Treffen in den Pfarrgemeinden.
Jedoch müssen die gewohnten Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden wie:
-    1 Meter Abstand zu anderen Personen,
-    Tragen einer chirurgischen Maske,
-    Desinfektion der Hände,
-    keine Menschenansammlungen (z.B. beim Eintritt in den Raum) und
-    Festlegung der Höchstzahl an Personen, die gleichzeitig im Raum sein dürfen.

Es sind stets die aktuellen Maßnahmen bzgl. Eindämmung der Pandemie zu beachten, d. h. inwieweit und ob Treffen in der Gruppen möglich sind.

Der Alltag in der Familie prägt das christliche Leben der Kinder, d. h. ob und wie Kinder Glaubensbotschaften, christliche Rituale und Feiern kennen und leben lernen.
Ein Kind zur Kommunion zur führen ist ein bedeutsamer Schritt.
Eine gute Begleitung und Vorbereitung kann den Familienalltag bereichern.

Den Familien können digitale Angebote und Impulse zur Verfügung gestellt werden. Diese Anregungen sollten dabei eine Einladung sein und keinen Druck erzeugen. 
Das Amt für Schule und Katechese stellt einige Anregungen zur Verfügung. Es sind neue Angebote und Angebote, die sich auf die aktuellen diözesanen Unterlagen zur Kommunionvorbereitung beziehen.
Die Verantwortlichen der jeweiligen Pfarrgemeinde wählen aus diesen Angeboten aus und leiten sie den Familien weiter bzw. führen sie in diese ein (in Präsenz, wenn Treffen in großen Räumen erlaubt sind, oder online). 
Digitale Angebote können einen gewissen Zeitraum überbrücken, aber die Erfahrung von Gemeinschaft und die Treffen in Präsenz nicht ersetzen.
Zudem könnten einige Familien mit den digitalen Angeboten auch überfordert sein.

In den Gottesdiensten können Familien und ihre Kinder im Rahmen der geltenden Vorsichtsmaßnahmen Gemeinschaft (Communio) erfahren.
Die Familien sollten in diesen Gemeindegottesdiensten auch einen Platz bekommen, z. B. durch familiengerechte Elemente.
Es kann überlegt werden, an welchem Sonntag die Familien eigens eingeladen werden und dann der Gemeindegottesdienst als "Familiengottesdienst" gestaltet wird.

Kleine Zeichen in der Kirche erinnern die Pfarrgemeinde daran, dass Familien unterwegs sind und ihre Kinder darauf vorbereiten, dass sie Teil dieser Eucharistiegemeinschaft werden.
Den Familien hingegen wird aufgezeigt, welches Ziel dieser Weg der Vorbereitung hat: Teil dieser Eucharistiegemeinschaft zu sein.
Das Amt für Schule und Katechese sammelt hierfür Anregungen, wie die Pfarrgemeinde auf dem Weg präsent sein kann.

Das Wichtigste und Herausforderndste zur Zeit ist wohl, miteinander in Kontakt zu bleiben: Hinschauen, wie es den Familien geht, Nachfragen und ein gutes Wort schenken, das tut allen gut.

Schwerpunkt Gemeinschaft

Die Bedeutung der christlichen Gemeinschaft wird aufgezeigt.
Die Kinder erleben die Familie und die Pfarrgemeinde als wertvolle christliche Gemeinschaft.

"Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. "Mt 18,20"


Eine Gemeinschaft verbindet Menschen miteinander und grenzt vonanderen ab. Sie wird gefestigt durch das "Wir -Gefühl" und schafft Identität.
Eine Gemeinschaft prägt unser Leben und unser Sein und sie fängt die einzelne Person auf. Sie kann aber auch einschränken und einengen.
Jede Gemeinschaft hat etwas Gemeinsames: gemeinsame Vorfahren oder ein gemeinsames Interesse oder eine gemeinsame Orientierung.

Die Kirche ist auch eine Gemeinschaft: Sie verbindet der Glaube an Jesus Christus und entsteht dort, wo Menschen miteinander leben und glauben.
Kein Mensch kann alleine glauben. Wir brauchen die Gemeinschaft, um vom Glauben zu hören, um ihn kennen zu lernen, ihn leben zu lernen und gemeinsam zu feiern.
Die Kirche wird als das pilgernde Volk Gottes bezeichnet, da sie als Glaubensgemeinschaft und im Glauben unterwegs ist.
Sie hat den Auftrag, Werkzeug Gottes zu sein: Die Botschaft Gottes soll weitergetragen werden und die Zuwendung und Nähe Gottes soll auch heute erfahrbar und erlebbar sein. Dementsprechend ist sie auch das Grundsakrament mit Jesus Christus als das Ur-Sakrament.

Kirche wird erlebbar, wenn Christ*innen den Glauben bezeugen (Verkündigung/Martyria), den Glauben leben (Diakonie und Caritas) und den Glauben feiern (Liturgie).

In und durch die Taufe werde ich in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen (Kirche) aufgenommen. In den verschiedenen Taufhandlungen wird dieses Geschenk (Gabe) und die damit verbundene Verantwortung (Auf-gabe) deutlich. In der eucharistischen Mahlfeier (heilige Messe/Eucharistiefeier/ Kommunionfeier) wird durch die Gemeinschaft der versammelten Kirche die Gemeinschaft Jesu Christi immer wieder neu erfahrbar. So ist sie Höhepunkt und Quelle des christlichen Lebens.
Kommunion bedeutet übersetzt "Gemeinschaft" bzw. "gemeinsame Sorge, gemeinsamer Besitz" (lateinisch "communio").
Daher wird der Empfang der eucharistischen Gaben als Kommunion bezeichnet: Das eucharistische Mahl verbindet jeden Einzelnen mit Jesus Christus in der Gemeinschaft der Kirche.

Interessanter Hinweis: Das Wort Kirche kommt vom griechischen Wort "kyriaké": Haus des Herrn. Die Kirche ist ja die Gemeinschaft derer, die zu Jesus Christus gehören.
Das ist italienische Wort chiesa leitet sich hingegen vom griechischen bzw.lateinischen Wort "ekklesia/ecclesia" ab: Die Herausgerufenen (von Jesus Christusherausgerufen) - die Versammlung der Freien. Die Versammlung umfasst sowohl die Gesamtkirche/Weltkirche als auch die Ortskirche/Diözese bzw. die Gemeindeversammlung.

Zum Nachdenken und Vorbereiten:
Wer / Was fällt mir ein, wenn ich das Wort "Kirche" höre?
Wo erlebe ich Kirche?
Was bedeutet mir die Gemeinschaft der Kirche?
Wie erlebe ich Kirche?
Wie erleben andere durch mich Kirche?

Diese Hinführungen und weitere Anregungen sind auf dem Faltblatt "Gemeinschaft - Kommunion" zu finden.

Die Familie ist für das Kind eine wert-volle Gemeinschaft.
Nehmen wir uns Zeit für diese Gemeinschaft:
Was braucht unsere Familie? Was braucht sie zur Zeit nicht?
Was tut uns gut?


In dieser Gemeinschaft erfährt das Kind meist, dass es angenommen und geliebt ist.
In dieser Gemeinschaft hört es von Gott und erlebt es Gott.
Religiöse Rituale können uns im Familienalltag Halt und Orientierung geben.
Religiöse Rituale (durch den Tag, durch das Jahr, durch das Leben) deuten unser Leben.
Welche religiösen Rituale sind für unsere Familie wertvoll?
Bei welchen ist Veränderung notwendig?

Gemeinschaft: Impulse für Zuhause

Dieses Faltblatt finden sie unten oder hier.

Gemeinsames Essen verbindet. Beim gemeinsamen Essen wird nicht nur das Essen, sondern durch die Gespräche - das "Mit-teilen" - das Leben geteilt.
Eine Familie erlebt sich als Familie besonders beim gemeinsamen Essen.
Aufgrund unterschiedlichen Zeiten von Schule und Arbeit sind gemeinsame Mahlzeiten unter der Woche in vielen Familien kaum möglich.
Daher ein guter Vorsatz: Zumindest einmal in der Woche (bzw. wo es möglich ist: einmal am Tag) isst die Familie gemeinsam.

Im Lockdown kann das gemeinsame Essen Halt im Ablauf des Tages geben. Es kann auch zur Herausforderung werden, da Emotionen und Stimmungen dabei "auch auf den Tisch" kommen.
 

Wie wäre es mit einem gemeinsamen Spiel?

Vielleicht es wieder an der Zeit, ein altes oder beliebtes Gesellschaftsspiel hervorzuziehen, und als Familie gemeinsam zu spielen.
Gibt es ein Spiel, wo alle Familienmitglieder mitspielen können?

Spiele fördern den Gemeinschaftssinn und machen Spaß.
Manche Spiele fordern auch heraus, da es Gewinner und Verlierer gibt. Wie gehen wir damit um? 

Ein Spiel, das einlädt, über den Glauben zu sprechen und sein Glaubenswissen zu überprüfen ist das Spiel "MIO - Mit Gott unterwegs", herausgegeben und erhältlich bei der Katholischen Frauenbewegung.

Geprägte Zeiten wie die Adventszeit und die österliche Bußzeit/Fastenzeit laden ganz besonders dazu ein, als Familie zusammenzusitzen, gemeinsam das Wort Gottes zu hören, darüber nachzudenken und gemeinsam zu beten.
Aber auch außerhalb dieser geprägten Zeiten können diese Momente des gemeinsamen Betens sehr wertvoll und prägend für die ganze Familie (und nicht nur für die Kinder) sein.

Die derzeitige Krisensituation erschwert es vielen Familien den Sonntagsgottesdienst in der Pfarrgemeinde mitzufeiern. Sie sind eingeladen, einen Hausgottesdienst zu Hause zu feiern bzw. es einfach mal zu probieren. 

Hilfen und Anregungen für Hausgottesdienste und das Innehalten Zuhause finden Sie hier

Weitere Idee: Blättern Sie gemeinsam im Begleitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" und entdecken Sie dort unterschiedliche Gebete. Welches möchten Sie gemeinsam beten?

Spuren verraten uns, wer hier vorbeigegangen ist, wer hier war.
Betrachten Sie die Seite 8 im Begleitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion". Welche Spur führt hier zu wem?

Betrachten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Ihr Zuhause (siehe Impuls auf der Familienseite).
Wo entdecken Sie Spuren von Jesus Christus in Ihrem Zuhause und in Ihrem Leben?

Die Gemeinschaft der Kirche verbindet der Glauben an Jesus Chrisuts. 
Wir als Familie gehören zur Gemeinschaft der Kirche. Deshalb sind bei uns Spuren von Jesus Christus zu finden.

Sie können mit Ihrem Kind noch das Rätsel auf der Seite 9 machen. Es sind Zeichen, die auf Jesus Christus verweisen.
Hinweis: Unter Nr. 4 ist die Rolle/Funktion dieser Person gemeint.

Gemeinschaft: Anregungen für die Pfarrgemeinde

Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass Familien Orte der Gemeinschaft erleben können. Auch wenn die Gottesdienste aufgrund der Sicherheitsauflagen anders gefeiert werden, finden wir dort eine Gemeinschaft, die sich versammelt, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern. Gemeinsam danken wir für all das Gute, das wir erfahren haben und wir werden für die Herausforderungen im Alltag gestärkt.

Ein Gemeindegottesdienst, der als Familiengottesdienst gestaltet wird, kann für alle eine Bereicherung sein.

Die Familien werden zu diesen Familiengottesdienstes eigens herzlich eingeladen.

Hinweis: Es ist zu überlegen, wie die Familien im Kirchenraum mitfeiern können (siehe auch nächste Anregung).

Die Sicherheitsauflagen im Kirchenraum erschweren es vielen Familien den Gottesdienst mitzufeiern.

Können die Familien bei uns beisammen bleiben? Sind dann die notwendigen Sicherheitsabstände zu den anderen eingehalten?

Es ist ein schönes Zeichen für die Familien, wenn einzelne Bänke für Familien reserviert sind. So können sie im Gottesdienst als Familie beisammen bleiben.
Besonders in kleineren Kirchen können dadurch bereits vorher die notwendigen Sicherheitsabstände eingeplant werden.
Wird die Bank von keiner Familie in Anspruch genommen, können immer noch andere Pfarrmitglieder in Abständen dort Platz nehmen. 

An einer geeigneten Stelle im Kirchenraum ist zum Beispiel ein Plakat zu finden, auf dem für jede Familie ein Symbol klebt.
Zum Beispiel kann ein Netz aufgezeichnet sein (oder aufgehängt werden) als Zeichen dafür, dass die Familien im Netz der Gemeinschaft aufgefangen sind.
Im Netz sind die Namen der Familien aufgehängt.

In kleineren Pfarrgemeinden kann auch für jede Familie eine Kerze aufgestellt werden, welche die Familien zu Hause selber gestaltet haben (eventuell Gestaltvorschläge und -hilfen mitgeben). Die Kerzen werden bei jedem Sonntagsgottesdienst entzündet. 

Eine Anregung aus der Pfarrei Milland/Brixen
 
Eltern von Kommunionkindern haben kurze Videos zu den wichtigsten Stationen und Feiern auf Ostern hin (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag) erstellt, um deren Inhalte und Bedeutung kindgerecht aufzubereiten. In Absprache mit den "JungscharMinis Milland" wurde die Kinderecke in der Pfarrkirche genutzt, um auf einem Bildschirm jeweils eines dieser Videos zu zeigen. Die Familien der Kommunionkinder wurden eingeladen, die Kirche untertags zu besuchen, sich die Filme anzuschauen und gleichzeitig eine besondere Gestaltung im Kirchenraum zu entdecken, welche auf den bevorstehenden Festtag hinweist (siehe die Anregung „Wir schmücken gemeinsam…einen Baum im Kirchenraum“).

Eine Anregung aus der Pfarrei Milland/Brixen
 
Im Kirchenraum stand ein Baum, welcher in Zusammenarbeit zwischen "JungscharMinis", der "KiGoGruppe", dem KVW und den (Erst-)Kommunionkindern für die Feiertage auf Ostern hin besonders geschmückt wurde: So hingen zum Beispiel am Palmsonntag weiße und gelbe Bänder an den Zweigen; am Karfreitag und Karsamstag wurde der Baum leergeräumt; für die Osternacht erstrahlte er wieder in voller Pracht mit Bändern, Erikasträußchen und verschiedenen Dekorationen von Kindern. Die Familien wurden eingeladen, jeden Tag in der Pfarrkirche vorbeizuschauen, den geschmückten Baum zu betrachten und mit ihren Kindern über die Bedeutung des Festtages zu sprechen. Dieser Baum begleitete somit  Familien durch die Karwoche bis zum Osterfest.
 

siehe gleichnamige Anregung unter "Bibel: Anregungen für die Pfarrgemeinde"

Schwerpunkt Bibel - Wort Gottes

Die Familie wird ermutigt, die Bibel zu lesen und das Wort Gottes zu entdecken.

In der Bibel finden wir Glaubensgeschichten von Menschen, die Gott in ihrem Leben erfahren haben. So begegnen uns Menschen, die leiden, hoffen, enttäuscht werden, zweifeln, sich freuen, vertrauen...Menschen wie wir.
In der Bibel finden wir Texte, die uns berühren möchten: fürs Leben stärken, uns Zuversicht schenken, uns wachrütteln und ermahnen, uns daran erinnern, dass wir wertvoll sind.

Eine Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch alle biblischen Texte: Gott ist ein Gott des Lebens, der den Menschen zum Heil führt.

Wir finden in der Bibel 72 Bücher mit verschiedenen Textgattungen. Sie werden eingeteilt in das AlteTestament (auch "Erste Testament" genannt) und das Neuen Testament.
Den größten Umfang machen dabei die Bücher des Alten Testamentes aus.

All diese Bücher werden auch als Heilige Schrift bezeichnet, da in diesen Texten wird deutlich wird: Gott ist ein Gott des Lebens, der den Menschen zum Heil führt.

Wir sind überzeugt, dass durch die biblischen Texte Gott selbst zu uns Menschen spricht. Wir können seine Botschaft - sein Wort (Einzahl! nicht "Worte") entdecken. Deshalb sprechen wir auch vom Wort Gottes.

Dieses Wort Gottes hören und feiern wir im Gottesdienst. In jedem Gottesdienst (Andacht, Wort-Gottes-Feier, Eucharistiefeier) hören wir das Wort Gottes. In der Messe werden mehrere biblische Texte verkündet, die aufeinander abgestimmt sind. Es wird ein Text aus dem Alten Testament, ein Psalm (Altes Testament), ein Briefausschnitt aus dem Neuen Testament sowie ein Abschnitt aus einem Evangelium (Neues Testament) verkündet. Die Lesungstexte sind im Lektionar gesammelt.

Durch die Verkündigung des Wort Gottes im Gottesdienst werden wir daran erinnert und bestärkt: Gott ist mit uns Menschen unterwegs. So wie er damals Menschen begleitet hat, so begleitet er uns auch heute und in Zukunft. Diese Botschaft feiern wir im Gottesdienst.

Gemeinsam das Wort Gottes entdecken - kind- und bibelgerecht:

Es ist für Eltern und Kinder eine Hilfe, wenn beim Erzählen von Bibelgeschichten und anderen biblischen Texten auf eine Kinderbibel zurückgegriffen werden kann.
Das Vorlesen kann für Kinder und Eltern spannend sein. Wertvoll bleibt nach wie vor das freie Erzählen.

Die Kinderbibel ist wie die Bibel (der Erwachsenen) ein besonderes Buch und wird auch dementsprechend behandelt.
Bei Gottesdiensten Zuhause kann die Lesung auch aus der Kinderbibel vorgelesen werden.

 

Empfehlenswerte Kinderbibeln

Eine Kinderbibel kann den Lebensweg eines Menschen mit der Heiligen Schrift eröffnen. Die ersten Eindrücke, die dabei gewonnen werden, sind prägend, denn es entstehen nicht nur Kenntnisse über
biblische Texte, sondern Grundstimmungen – positiver wie negativer Art – auch für spätere Auseinandersetzungen mit der Bibel.
Eine Kinderbibel kann somit für den lebenslangen Prozess der persönlichen Glaubensentwicklung zu einem wichtigen Baustein werden.
Die Qualität einer Kinderbibel zeigt sich in der Bearbeitung des Ursprungstextes. Der „neu geschriebene“ Text soll gleichzeitig bibel- und kindgerecht sein, also sowohl dem originalen Bibeltext mit
seinem Gottes-, Welt- und Menschenbild wie auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden.
Aus der Fülle von Kinderbibeln wurde vom Amt für Schule und Katechese eine Auswahl getroffen, die exemplarisch den genannten Kriterien entspricht. Das entsprechende Faltblatt ist hier verfügbar.

Bibel: Impulse für Zuhause

Impuls für das gemeinsame Bibellesen - allgemein

Er ist zu finden auf dem Faltblatt "Wort Gottes" oder hier

 

Ich bin, der ich bin

Gott teilt seinen Namen mit

Noomi und Rut

Wohin du gehst, dahin gehe auch ich

Gott stärkt Elija

und begegnet ihm ganz anders als erwartet

Jesus lässt sich taufen

"Du bist mein geliebter Sohn"

Jesus sieht Zachäus

Heute komme ich zu dir nach Hause

Jesus feiert das Letzte Abendmahl

"Das ist mein Leib"
"Das ist mein Blut des Bundes"

weitere Bibelstellen folgen...

...in Vorbereitung: Ein Text aus dem Buch Jesaja

Bibel: Anregungen für die Pfarrgemeinde

Nach der Verkündigung des Wort Gottes wird das Lektionar an einen besonderen Platz gebracht und bleibt dort aufgeschlagen liegen.

Die anwesenden Kinder können eingeladen werden (Hinweis Sicherheitsabstand) einen Muggelstein oder einen anderen besonderes Gegenstand (goldene Sterne, ausgeschnittene Herzen...) um das Wort Gottes zu legen. Ideal wäre, wenn die Kinder bereits am Sonntag davor (bzw. über den Pfarrbrief oder anderen Medien) eingeladen werden, z. B. einen Stern zu basteln, der am Sonntag mit in die Kirche gebracht wird und dann zum Wort Gottes gelegt wird.

Diese Handlung wird an ausgewählten Sonntagen durchgeführt (nicht an jedem Sonntag). Dazu liegt das Faltblatt "Wort Gottes" auf, damit die Familien und alle Interessierten es mitnehmen können.

In der Kirche liegen abwechselnd Faltblätter aus der Reihe „Bibel bildet…“ zum Mitnehmen auf.
Besonders in der Karwoche und in der Osteroktav (Woche bis zum Weißen Sonntag) könnten die Familie angeregt werden, gemeinsam mit ihren Kindern in der Bibel zu lesen bzw. diese Bibeltexte anzuschauen. Geeignet dazu sind die Erzählungen rund um den Einzug in Jerusalem, vom Letzten Abendmahl, von der Fußwaschung, vom Leidensweg Jesu, von der Auferstehung.
Diese Faltblätter erscheinen genau in diesem Zeitraum (siehe Bibel: Impulse für Zuhause).

Diese Anregung für einen Emmausweg bzw. Stationenweg, auf dem die Geschichte von den Emmausjüngern in Erinnerung gerufen wird und gleichzeitig an bedeutende Elemente der Messfeier erinnert wird, hat die Katholische Jungschar der Diözese Linz erarbeitet. Sie kann für die Familien in der Pfarrgemeinde vorbereitet bzw. angepasst werden. 

Weiteres unter Miteinander unterwegs - voll.bunt | Magazin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz

Schwerpunkt Taufe

Der Zusammenhang von Taufe und Kommunion wird aufgezeigt.

In der Taufe feiern wir die Zuwendung Gottes durch die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden. Wir feiern das Ja Gottes zum Menschen und gleichzeitig die Antwort des Menschen auf diese Zusage Gottes.
Die Taufe ist die Entscheidung für Jesus Christus. Durch die Taufe wird der Mensch in die Gemeinschaft mit Jesus Christus und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.
Getaufte sind zu einem Leben als Christ*in berufen, befähigt und beauftragt.

Dies wird in den Zeichenhandlungen der Tauffeier sichtbar und erlebbar:
Bezeichnet mit dem Kreuz – Ich bin von Jesus Christus gerufen. Daher werde ich mit dem Kreuz, dem christlichen Zeichen der Hoffnung und des Heiles bezeichnet.
Mit Wasser getauft – Von mir wird mit lebendigem Wasser abgewaschen all das, was mich von Gott trennt. Das Wasser wird zum Zeichen des neuen Lebens in Jesus Christus mit der Gemeinschaft der Kirche.
Mit Chrisam gesalbt – Ich bin gesalbt zum sichtbaren Zeichen Jesu Christi (Christus = Gesalbter). Ich bin Teil des Volkes Gottes. 
Das weiße Kleid angezogen – Ich habe Jesus Christus als Gewand angezogen. Ich nehme seine Haltung an und will danach leben.
Das Licht überreicht – Mir wird das österliche Licht, das Licht des Auferstanden überreicht. Ich bin nun Licht in der Welt.
Effata! Ohr und Mund geöffnet – Ich bin aufgefordert, die frohe Botschaft zu hören und zu verkünden, zum Heil der Menschen und zum Lob Gottes.

Wer die Zeichenhandlungen zur Taufe etwas vertiefen möchte, findet hier verschiedene Impulse.


In der Feier der Kindertaufe bekennen die Eltern, Patinnen und Paten sowie alle Mitfeiernden den Glauben der Kirche. Die Kinder werden in diese Gemeinschaft aufgenommen, die auch Verantwortung dafür trägt, dass diese Kinder mit dem christlichen Glauben vertraut werden. 
Firmung und Eucharistie (in der Praxis in umgekehrter Reihenfolge) schließen den Prozess der Eingliederung in die Kirche ab.
 

Taufe: Impulse für Zuhause

Die Bibelkatechese "Jesus lässt sich taufen" aus der Reihe "Bibel bildet" ist hier zu finden und unter dem Schwerpunkt Bibel-Wort Gottes.

Schauen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Fotos dessen Tauffeier an und erzählen Sie ihm davon.
Was war an diesem Tag besonderes? An was können Sie sich besonders erinnern?
Wer hat mitgefeiert?
Was hat Ihnen die Taufe Ihres Kindes bedeutet? Weshalb haben Sie es zur Kirche zur Taufe gebracht?
Wieso haben Sie als Eltern diesen Taufpaten/diese Taufpatin ausgesucht?

Kinder hören meist gerne Geschichten über ihr eigenes Leben.

Dazu können auf der Familienseite 21 im Begleitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" die persönlichen Daten zur Taufe festgehalten werden.

Auf den Familienseiten 20 bis 21 sind Rätsel zur Taufe zu finden.
Sprechen Sie zuerst bzw. gleichzeitig über die Bedeutung der Taufsymbole.

Dazu kann auch die Vorlage unter dem Punkt "Taufsymbole und ihre Bedeutung" eine Hilfe sein bzw. die Impulse zur Taufvorbereitung zu Hause.

Mögliche Schritte: 

1. Drucken Sie die diese Datei aus (zum Öffnen der Datei auf "diese Datei" klicken).
2. Schneiden Sie die Bilder und die einzelnen Textstreifen aus. 
3. Die Karten mit viel Text werden auf die Seite gelegt. Zunächst brauchen Sie die Bilder und die Textkarten mit den kurzen Sätzen.
3. Legen Sie die Bilder vor sich auf dem Tisch.
4. Lesen Sie nun gemeinsam die kurzen Sätze. Welche Sätze gehören zu welchem Bild?
5. Nachdem alle Sätze zugeorndet sind, lesen Sie nochmals die kurzen Sätze laut vor. Dann wird erklärt, welche Bedeutung dieses Symbol in der Tauffeier hat (auf den Karten mit viel Text ist die jeweilige Bedeutung zu finden).

Falls das Rätsel auf der Familienseite 20 im Belgeitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" noch nicht gemacht wurde, kann es nun gemeinsam ausgefüllt werden.

Beten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Gebet auf Seite 19 im Begleitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion".

Wie wäre es mit einem Spaziergang (oder einem Ausflug) zur Taufkirche Ihres Kindes?
Erzählen Sie dort von der Taufe Ihres Kindes.
Am Taufbecken können Sie Ihr Kind in Erinnerung an die Taufe segnen. 
Sie können auch gemeinsam das Gebet auf Seite 19 im Begleitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" beten.

Diese Idee ist natürlich nur umsetzbar, wenn es die Situation der Pandemie und die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen zulassen.

Das Kreuzzeichen mit Weihwasser erinnert an die Taufe. 

Segnen Sie Ihr Kind mit folgenden (oder ähnlichen) Worten: "Gott segne dich" und zeichnen Sie dabei das Kreuz auf die Stirn.
Lassen Sie sich auch von Ihrem Kind segnen.

Weitere Anregungen zum Segnen finden Sie auf dem Faltblatt "Segen-Segnen".

Taufe: Anregungen für die Pfarrgemeinde

Das Taufwasser, das in der Osternacht gesegnet wurde, kann in kleinen Flaschen abgefüllt werden. Am Ostersonntag stehen diese zum Mitnehmen an einem geeigneten Ort bereit.
Besonders die Familien mit Kommunionkindern werden eingeladen, eine Flasche mitzunehmen bzw. in der Kirche (oder Kapelle) zu holen.
Sie werden angeregt, ihr Kind mit dem Taufwasser zu segnen bzw. auch sich segnen zu lassen als Erinnerung an die eigene Taufe (siehe auch Faltblatt "Segen - Segnen" unter Eucharistiefeier-Kommunion: Impulse für Zuhause).

Unter Du bist ein Segen! - voll.bunt | Magazin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz finden Sie Anregungen für einen Stationenweg zum Thema Segnen.
Wählen Sie aus diesen vielen Stationen aus und stellen Sie einen Stationenweg für Ihre Pfarrei zusammen.
Alle Kinder mit Familien können eingeladen werden, diesen Stationenweg zu gehen – ganz besonders die Familien mit Kommunionkindern.
Wichtig ist hier, dass die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Schwerpunkt Eucharistiefeier - Kommunion

Die Kinder werden zur Eucharistiefeier hingeführt.
Es wird ihnen aufgezeigt, dass diese Feier eine besondere Feier der Begegnung mit Jesus und untereinander ist.
Die verschiedenen Elemente der Messfeier lassen dieses Geheimnis erahnen und erleben.

...dazu Impulse aus dem Begleitbuch "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion"

Seit uralten Zeiten ist Brot für die Menschen kostbar. Allerdings entsteht heutzutage manchmal der Eindruck, dass die Bedeutung des Brotes zurückgedrängt wurde.

Die Familienseiten 38-39 laden ein, gemeinsam das kostbare Brot (wieder) zu entdecken.

Ergänzend dazu eignet sich das Faltblatt "Gaben Brot und Wein" (siehe oben).

Brot ist Symbol des Lebens und des Lebensnotwendigen: Es schenkt und erhält Leben - so wie Jesus Christus.
Jesus Christus kann für uns zum Brot des Lebens werden.

Es ist wichtig, dass die Kinder Jesus Christus kennengelernt haben und einige Erzählungen von Jesus gehört haben. Nur so können Jesus als Brot des Lebens erfahren bzw. sich diesem Geheimnis nähern. 

Die Seite 41 im Begleitbuch lädt dazu ein, Jesus als Brot des Lebens zu entdecken.

Dieses Gebet ist für uns ein zentrales Gebet. Jesus selbst hat uns gelehrt, so zu beten.
Das Vaterunser wird auch als Tischgebet gebetet.
 

Auf den Familienseiten 44-45 finden Sie dieses Gebet. Kinder beten gern mit dem ganzen Körper. Daher finden Sie auf diesen Seiten einen Vorschlag, wie es mit bestimmten Körperhaltungen und Gesten gebetet werden kann.

Kinder, welche den Sonntagsgottesdienst mitfeiern, werden mit den Gebeten und Texten des Gottesdienstes vertraut. Sie kennen auch den Ablauf der heiligen Messe in groben Zügen.

Auf den letzten Seiten des Begleitbuches finden Sie Texte und Gebete des Gottesdientes.

Auf der Familienseite 49 im Begleitbuch sehen Sie den Ort des Wortgottesdienstes: der Ambo.
Welchen Satz aus dem Sonntagsevangelium habe ich mir heute gemerkt?
Nach einem Sonntagsgottesdienst kann dieser Satz auf dieser Seite (Seite 49) festgehalten werden.

Weitere Anregung:

  • Erzählen Sie Ihrem Kind auch, welcher Satz Ihnen hängen geblieben ist.
  • Welche Bedeutung haben diese Sätze wohl? Hat der Pfarrer/Priester sie vielleicht auch in seiner Predigt aufgegriffen?
  • Faltblatt "Wort Gottes" (siehe oben)

 

Der Ort der Eucharistiefeier ist der Altar: Wir danken Gott für das Leben und ganz besonders für Jesus Christus. Brot (Symbol des Lebens) und Wein (Symbol der Freude und Fülle) werden zu Zeichen Jesu Christi, der in unserer Mitte ist. Im gemeinsamen Mahlhalten erfahren wir Jesus Christus selbst.

Auf der Familienseite 51 sind die fehlenden Wörter einzutragen.

Ergänzend dazu eignet sich besonders das Faltblatt "Gabenbereitung" und das Faltblatt "Mahlfeier" (siehe oben) sowie die Bibelkatechese "Jesus feiert das Letzte Abendmahl" (unter Schwerpunkt Bibel - Wort Gottes).
 

Eucharistiefeier - Kommunion: Anregungen für die Pfarrgemeinde

Kinder und Familien werden mit der Eucharistiefeier vertraut, wenn sie Eucharistiefeiern mitfeiern.
Familiengottesdienste sprechen dabei Familien besonders an. Sie können zudem für alle eine Bereicherung sein.

Bei einem Familiengottesdienst kann in der Predigt oder an einer anderen geeigneten Stelle kurz (!) ein Element der Messfeier aufgegriffen werden. Dazu liegt das entsprechende Faltblatt (siehe oben) zum Mitnehmen auf. Zuhause kann dieses Element gemeinsam vertieft werden.

Weitere Hinweise zu Familien im Gottesdienst: siehe Anregungen für die Pfarrgemeinden unter Schwerpunkt Gemeinschaft

Unter Komm mit, wir suchen den Schatz der Erstkommunion! - voll.bunt | Magazin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz finden Sie eine Vorlage für einen Stationenweg zur Bedeutung der Eucharistefeier/Kommunionfeier. Er kann auch so angepasst werden, dass alle eingeladen sind, diesen Stationenweg zu gehen. 

siehe gleichnamige Anregung unter "Bibel: Anregungen für die Pfarrgemeinde"

Informationen und Hinweise rund um die Kommunionkatechese

Die Vor- und Nachbereitung auf die Feier Eucharistie liegt in den Händen der Pfarrgemeinden, sie führt ja auch in das Leben dieser Eucharistiegemeinschaft  ein bzw. vertieft diese Beziehung.

Für ein gutes Gelingen und zum Verteilen der Arbeiten ist es sinnvoll eine, der Größe der Pfarrgemeinde entsprechende, Arbeitsgruppe zu bilden (siehe Arbeitsgruppe Eucharistiekatechese), und Pfarrmitglieder als Sakramentenkatechetinnen und Sakramentenkatecheten zu gewinnen und ihre Aus- und Fortbildung zu stützen (siehe SakramentenkatechetInnen).
Um gemeinsam Ressourcen zu nutzen und das Pfarrleben vor Ort zu stärken, arbeiten Pfarrgemeinden in Seelsorgeeinheiten zusammen (siehe Fachausschuss Sakramentenkatechese).

Das Begleit- und Erinnerungsbuch zu Eucharistie und Versöhnung "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" möchte eine Hilfe sein, religiöse Themen und Inhalte zu erschließen und diese den Kindern verständlich zu machen.
Es besteht aus 51 graphisch ansprechenden Seiten und die Texte sind in einer kindgerechten Sprache geschrieben. Es enthält Bibeltexte, Rätsel, Gebete, Geschichten, Arbeitsaufgaben und viele Anregungen zum Schreiben, Malen, Zeichnen und Gestalten. Zudem besteht mit den Familienseiten die Möglichkeit, die in der Gruppe besprochenen Themen zu Hause, anhand kleiner Impulse, noch einmal zu reflektieren. Im Anhang sind auch die Gebete zur heiligen Messe und die Grundgebete angeführt. Es ist genügend Platz vorhanden zum Einkleben von Erinnerungsfotos.
 
Der dazugehörende Leitfaden für Gruppenleiter/innen gibt thematische Informationen und Vorschläge zur Gestaltung der einzelnen Kindergruppentreffen.

Zum Leitfaden:
Die ersten Seiten beinhalten wertvolle Tipps zur Vorbereitung und Durchführung der Treffen. Anschließend werde die Vorschläge für die 10 Kindergruppentreffen inhaltlich wie methodisch vorgestellt. Diese sind in 2 Themenbereiche zu jeweils 5 Treffen unterteilt:

  1. Themenkreis: Feier der Versöhnung - Die Beichte
  2. Themenkreis: Die Feier der Gemeinschaft - die Eucharistie /die Kommunion

Die Dauer der einzelnen Kindergruppentreffen kann aufgrund des Inhaltes unterschiedlich ausfallen, soll aber in der Regel die 90 Minuten nicht überschreiten.
Es ist den Gruppenleiter/innen selbst überlassen, den Inhalt eines Treffens eventuell auf zwei Gruppenstunden aufzuteilen oder die Kindergruppentreffen nach Belieben zu erweitern.
 
Anliegen und hinführende Informationen erklären den Schwerpunkt des Treffens und eine Material-Kontrollliste erinnert daran, was vorzubereiten ist.
Alle weiteren Anleitungen und Vorschläge zu den Aktivitäten und verschiedenen Elementen, wie
Bibeltexte, Geschichten, Spiele, Lieder, Aufgabenstellungen, Rätselauflösungen, Bastel- und
Kopiervorlagen usw., sind ebenfalls im Leitfaden enthalten.
 
Die Lieder sind (mit Instrumentalbegleitung) auf der gleichnamigen CD "Jesus begegnen in der heiligen Kommunion" zu finden.

Elternabende sind ein sehr wichtiges Element in der Vorbereitung auf die Eucharistie und auf das Sakrament der Versöhnung. Dabei sollte der Schwerpunkt auf die inhaltliche (religiöse) Begleitung gesetzt werden und organisatorische Fragen sollten zweitrangig sein.
 
Mögliche Themen für solche Abende können sein:

  • Kinder - religiöse Erziehung und Rituale
  • Ziel, Form und Aufgabe der Eucharistiekatechese
  • In Jesus zeigt uns Gott sein Gesicht (Gottesbild)
  • Vergebung und  Versöhnung
  • Gemeinsam Eucharistie feiern
  • Was feiern wir bei der Erstkommunion?
  • Sakramente
  • Das Gebet
  • Erzähl mir von Jesus (Christus) - Bibeltexte kindgerecht und bibelgerecht erzählen
  • Das Wort Gottes - Gotteswort in Menschenwort
  • Unsere Pfarrkirche (eine Exkursion - ein Elternabend einmal anders...)

Für die Elternabende kann auch ein Büchertisch vorbereitet werden mit:
Kinderbibeln, religiöse Kinderzeitschriften, der Heftreihe des Familienreferates: Familien feiern Feste, Kindergebeten, Tischgebeten, Leporellos mit religiösem Thema, Adventkalender.
 
In einzelnen Pfarreien unserer Diözese wird ein eigener Abend für die Väter angeboten. Dieser kann für die Väter der Erstkommunionkinder und der Firmlinge gemeinsam gestaltet werden. Als Thema kann ein allgemeines Glaubensthema gewählt werden.

Der Pastoraltheologe Albert Biesinger, der seit Jahren die Vorbereitung der Kinder auf die Eucharistie in seiner Heimatpfarrei begleitet, hat gerade durch die Einbeziehung der Eltern in diesen Weg des Glaubens durchwegs positive Erfahrungen gemacht. Durch die monatlichen Elternabende ist es ihm gelungen, Gemeinschaft unter den Familien zu stiften und „Lernorte des Glaubens“ zu schaffen. Die meisten Eltern kommen gern und regelmäßig zu diesen Treffen.
Da in vielen Familien im Hinblick auf die religiöse Erziehung auch die Großeltern eine immer wichtigere Rolle spielen, kann es sinnvoll sein, auch diese zu einem eigenen Treffen (evtl. zusammen mit der Patin bzw. dem Paten) einzuladen, bei welchem ihnen Hilfen für ihre Aufgabe in der Begleitung ihrer Enkelkinder bzw. Patenkinder geboten werden.

Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter werden von den Sakramentenkatechetinnen und Sakramentenkatecheten begleitet. Bei den gemeinsamen Treffen werden die jeweils nächsten Kindergurppentreffen besprochen: Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter werden in die Anliegen und Inhalte der Kindergruppentreffen eingeführt; es werden mögliche Methoden angeschaut und gemachte Erfahrungen ausgetauscht.
Für die Vorbereitung der zehn Kindergruppentreffen sind vier bis fünf Vorbereitungstreffen sinnvoll.
 
Zwei oder drei Mütter bzw. Väter (oder Patinnen bzw. Paten) können auch gemeinsam die Kindergruppen leiten. Aus beruflichen Gründen können Mütter bzw. Väter oft nicht bei allen Kindergruppentreffen anwesend sein. Eine gewisse Kontinuität ist allerdings vorteilhaft und wichtig.

Die Pfarrgemeinde ist verantwortlich für die Sakramentenkatechese.
Um gemeinsam Ressourcen zu nutzen und das Pfarrleben vor Ort zu stärken, arbeiten Pfarrgemeinden in Seelsorgeeinheiten zusammen.
In diesem Sinne braucht es einen Fachausschuss Sakramentenkatechese auf Ebene der Seelsorgeeinheit:

  • Er erarbeitet und überarbeitet das Konzept der Sakramentenkatechese,
  • erarbeitet gemeinsame Schwerpunkte (konkrete Weg: Anzahl und Inhalte der Gruppentreffen, Anzahl und Inhalte der Elternabende, Aktionen und Projekte, liturgische Feiern auf dem Weg; konkrete Zusammenarbeit auf Ebene der Seelsorgeeinheit)
  • und koordiniert die Sakramentenkatechese in der Seelsorgeeinheit (Termin der Firmung, Erstkommunion, Start der Eucharistie- bzw. Firmkatechese, Firmalter, Taufsonntage, Taufnachmittage...).

Das Konzept wird dem Pfarreienrat (welcher aus den VertreterInnen der Pfarrgemeinden besteht) zur Genehmigung vorgelegt.
Für die Umsetzung vor Ort wird die Errichtung von Arbeitsgruppen empfohlen.
Mitglieder des Fachausschusses sind der Leiter der Seelsorgeeinheit (oder eine von ihm beauftragte Person), mindestens ein Mitglied des Pfarreienrates, ein/e SakramentenkatechetIn aus jeder Pfarrgemeinde (oder die/der Verantwortliche für Sakramentenkatechese im Pfarrgemeinderat).
Die Größe des Fachausschusses ist von der Anzahl der Pfarrgemeinden abhängig.
Der Fachausschuss wird vom Pfarreienrat errichtet.

Für ein gutes Gelingen und zum Verteilen der Arbeiten ist es sinnvoll eine, der Größe der Pfarrgemeinde entsprechende, Arbeitsgruppe zu bilden.
Der Arbeitsgruppe soll der Pfarrer (oder eine von ihm beauftragte Person), die/der Verantwortliche für Sakramentenkatechese im Pfarrgemeinderat, die Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten und Mitarbeitende in der Eucharistiekatechese angehören.
Grundsätzlich sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe bereit, über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) in der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten, damit eine Kontinuität in der (Erst-)Eucharistiekatechese besteht.

Die Aufgaben der Arbeitsgruppe Eucharistiekatechese sind:

  • das Konzept der Eucharistiekatechese in der Pfarrei umsetzen
  • die gesammelten Erfahrungen auswerten und den verantwortlichen Gremien rückmelden
  • Mitverantwortung in der Vorbereitung und Gestaltung der liturgischen Feiern auf dem Weg der Kommunionvorbereitung tragen
  • organisatorische Fragen klären und die Eltern darüber informieren

Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten tragen Mitverantwortung in der Vor- und Nachbereitung der Sakramente Eucharistie und Versöhnung.
Sie sind Mitglied in der Arbeitsgruppe Eucharistiekatechese.

Aufgaben:

  • Begleitung der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter:
    Diese Begleitung ist sehr wichtig, denn dadurch erhalten die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter Sicherheit und werden zur Mitarbeit motiviert. Bei den Treffen mit den Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter werden die jeweils nächsten Gruppenstunden besprochen, Methoden erklärt und bereits gemachte Erfahrungen ausgetauscht. 
  • Weiters können Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten in der Vorbereitung und Umsetzung von liturgischen Feiern auf dem Weg der Kommunionvorbereitung, Elternabenden, Aktionen und Projekten Mitverantwortung tragen.

Jede Pfarrei (bzw. Seelsorgeeinheit) sollte nach Möglichkeit kompetente Personen für diese Aufgabe gewinnen und ausbilden lassen.
Das Amt für Schule und Katechese bietet nach entsprechenden Anfragen Ausbildungen für Eucharistiekatechetinnen und Eucharistiekatecheten an.

In einigen Pfarreien wird die Gebetspatenschaft gepflegt. 
Es ist dies eine Begleitung der Kommunionkinder und ihren Eltern im Gebet. 
Die Mitglieder der Pfarrgemeinde können über das Ziehen von Namenskärtchen - z. B. bei einem Gottesdienst - eine solche Gebetspatenschaft übernehmen. 
So kann über die Gruppen hinaus solidarische Begleitung im Glauben entstehen. Glaubensgemeinschaft als Gemeinschaft im Gebet drückt sich durch die Gebetspatenschaft in besonderer Weise aus. Sie kann anonym bleiben oder den Kindern mitgeteilt werden.

Die Sakramentenkatechese hat ihren Platz in der Pfarrgemeinde und in den Familien. Wichtig und sinnvoll ist es, in der Vorbereitung und speziell in der Vertiefung und Nachbereitung die Katholische Jungschar ein zu beziehen. Dies setzt voraus, dass es in der Pfarrgemeinde eine Jungschargruppe gibt. Eine spezielle und zugleich sehr passende Form der Nachbereitung ist die Einladung und Vorbereitung zum Ministrantendienst.

Kontakt Eucharistiekatechese (Kommunionvorbereitung, Erstkommunion)

Amt für Schule und Katechese

Domplatz 2
39100 Bozen
Tel. +39 0471 306 205
(Schule und Religionsunterricht)
Tel. +39 0471 306 352 (Katechese)

E-Mail Schule und Religionsunterricht: schule.scuola(at)bz-bx.net
E-Mail Katechese: katechese.catechesi(at)bz-bx.net