Zum Hauptinhalt springen

Krankheit und Trauer

Bischof Muser zur Kranken- und Trauerpastoral

Das Ungenügen einer abstrakten, körperlosen Innerlichkeit hat sich gerade auch in der schweren Zeit des totalen Lockdown gezeigt, als Kranke und Sterbende nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt besucht werden konnten, als die körperliche Nähe zu Trauernden nicht möglich war und Begräbnisse nur im engsten Kreis stattfinden konnten. Nirgendwo sonst ist Jesus im Evangelium so oft anzutreffen, wie bei den Kranken, den Angeschlagenen, den Verletzten und Trauernden.

Schon seit längerer Zeit beobachten wir eine schleichende Privatisierung und eine zunehmende Sprachlosigkeit angesichts von Krankheit und Tod. Die Corona-Pandemie hat schonungslos aufgezeigt, was passiert, wenn wir in Krankheit und Trauer das Netz der menschlichen Nähe verlieren. Sie hat uns die Dringlichkeit einer neuen Kranken- und Trauerpastoral aufgezeigt. Unsere Priester leisten hier nach wie vor eine wichtige Arbeit. Über diesen konkreten, stillen Seelsorgedienst, der keine Schlagzeilen macht, reden wir zu wenig. Die pastorale Sorge für die Kranken, die Senioren, die Sterbenden, die Trauernden kann und soll nicht allein an den Pfarrer delegiert werden. Sie muss Anliegen der ganzen Pfarrgemeinde sein. Bei der Oktobertagung, am 23. Oktober, werden wir diesen wichtigen Aspekt des Pfarrlebens vertiefen und Modelle für die Praxis aufzeigen.

Ich wünsche mir, dass dieses wichtige Anliegen von den Pfarrgemeinderäten und Pastoralteams in den Pfarreien aufgegriffen und von vielen Helfern und Helferinnen fortgeführt wird. Die Nähe zu kranken, alten und trauernden Menschen ist eine der konkretesten Arten, wie wir eine geerdete Spiritualität in der Nachfolge Jesu leben können.

„Innehalten – darsi tempo per…“: Was damit gemeint ist, kommt zum Ausdruck in der Haltung des „für“. Unser Innehalten darf keine Nabelschau sein, während die Welt weitergeht. Die Not der Menschen, ihre Einsamkeit, ihre Verletzlichkeit warten nicht, bis wir innerlich bereit und gerüstet sind. Bei Christus innehalten heißt beim leidenden Menschen innehalten; sich für verletzliche Menschen Zeit nehmen heißt, sich für Christus selber Zeit nehmen.

Bischof Ivo Muser

Bildungsangebote

10 mögliche Schritte in der Pfarrei

Ab November 2020 eine EQUIPE in Ihrer Pfarrei /Seelsorgeeinheit bilden!

Kontakte: catherine.mutzig(at)caritas.bz.it, karmen.rienzner(at)caritas.bz.it, seelsorge.pastorale(at)bz-bx.net

Ehrenamtlich tätig sein

Selbst- und verantwortungsbewusst ehrenamtlich tätig sein: Finden Sie die richtigen Ausbildungsmöglichkeiten für sich!

 

Online-Kurse

Denen, die lieber online unterwegs sind, bietet das Nationalamt für Krankenpastoral der CEI viele Ausbildungsmöglichkeiten in italienischer Sprache an. Termine checken und den Newsletter abonnieren: so verpassen Sie keine Updates!

Krankenhausseelsorger/in werden?

Hauptamtlich auf Mission… Wie?
Die Krankenhausseelsorge ist ein Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Er wird von seelsorglich ausgebildeten Frauen und Männern getragen, die von der Diözese damit betraut worden sind. Nehmen Sie mit einem Krankenhausseelsorger Kontakt auf!

Wege der Zusammenarbeit

Das Referat Kranken- und Trauerpastoral arbeitet mit der Krankenhausseelsorge (KHS), der Caritas-Hospizbewegung, Unitalsi und anderen auf Ehrenamtlichkeit basierenden Verbänden eng zusammen. Innerhalb des bischöflichen Ordinariates arbeitet es mit dem Referat für Liturgie (vor allem im Zusammenhang mit der Krankensalbung, dem Sterbesegen und den Begräbnisfeiern) und mit dem Amt für Medien und Kommunikation zusammen. Außerdem ist es mit dem Bozner Betrieb für Sozialdienste (BSB), dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, den Gesundheitsbezirken, dem Dachverband für Soziales und Gesundheit (DSG) und verschiedenen Stadt- und Landesräten vernetzt.

Nicht zu vergessen sind öffentliche und private Einrichtungen, die sich auf unterschiedliche Weise um das Wohlergehen, die Pflege und die Unterstützung von Menschen kümmern, die kurz- oder langzeitkrank sind.

Dem Referat ist die Kommission für Kranken- und Trauerpastoral zugeordnet, in welcher verschiedene Verbände vertreten sind und deren Mitglieder eine bischöfliche Beauftragung haben. Im Laufe des Pastoraljahres trifft sich die Kommission viermal (ein zusätzliches Treffen ist möglich). Sie bleibt fünf Jahre im Amt. Das aktuelle Mandat gilt bis 2022. Weitere Informationen zur Kommission für Kranken- und Trauerpastoral gibt's hier.

Radiosendung "PREZIOSO E FRAGILE"

Paola Vismara gibt einmal pro Woche den Kranken und Behinderten sowie den Vereinigungen und Verbänden, die für sie eintreten, eine Stimme.  Vismara legt in der Sendung auch einen Fokus auf die Seelsorge mit behinderten Menschen und die Gesundheits- und Trauerseelsorge.

Die Sendung in italienischer Sprache wird am Mittwoch um 19.10 Uhr und am Samstag um 13.10 Uhr von Radio Sacra Famiglia inBlu übertragen.

Kontakt

Paola Vismara
Referentin für Behinderten-, Einwanderer- und Nomadenseelsorge
Domplatz 2
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 306 235
Mobil. +39 342 7756606
E-Mail paola.vismara@bz-bx.net
Renate Torggler
Koordinatorin der Krankenhausseelsorge Südtirol
Lorenz-Böhler-Straße 5 (Krankenhaus)
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 908 254
E-Mail renate.torggler@sabes.it