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Krankheit und Trauer

Bischof Muser zur Kranken- und Trauerpastoral

Ich möchte nun drei weitere Themen nennen, die mir im Zusammenhang mit unserem Jahresthema am Herzen liegen: die Begleitung kranker und sterbender Menschen, die Vorbereitung auf die Sakramente und die Verantwortung für die Schöpfung.

Begleitung kranker und sterbender Menschen
Es ist ein Thema, für das uns die Pandemie noch einmal stark sensibilisiert hat. Es ist aber auch ein Thema, das durch die aktuellen Debatten um die Euthanasie und den assistierten Suizid eine ganz neue Dimension bekommt. Ich möchte mein Anliegen in dieser Sache prägnant auf den Punkt bringen: „Wir brauchen eine Richtungsentscheidung für das Leben.

Überdeutlich haben wir erlebt, was fehlt, wenn am Ende des Lebens die menschliche Nähe fehlt. Über jede medizinische Maßnahme hinaus brauchen wir den Zuspruch und den Trost, jemanden, der uns sagt: „Ich bin bei dir und steh dir bei, komme, was wolle“. Als Christinnen und Christen erfüllt uns die Hoffnung, dass das Leben auch durch Leid und Krankheit nicht seinen Sinn verliert. Von dieser Hoffnung geben wir Zeugnis, indem wir kranken und sterbenden Menschen nahe sind. Sie sollen an der Hand, nicht durch die Hand eines anderen Menschen sterben dürfen.

Der Todeswunsch eines Menschen muss unbedingt ernst genommen werden. Es sind oft schwere Schicksale und große Schmerz- und Leiderfahrungen, die einem Menschen den Lebenswillen und den Lebensmut nehmen, sodass er den Wunsch äußert zu sterben. In der Begleitung von kranken und sterbenden Menschen sowie von psychisch Kranken wäre es aber eine verführerische Alternative, hier stehen zu bleiben und den Todeswunsch einfach zu erfüllen. Oft stecken hinter dem geäußerten Todeswunsch Ängste und Sorgen, denen wir auf eine andere Weise als durch die Tötung oder Beihilfe zu Suizid begegnen müssen, z. B. die Angst vor Schmerzen, vor der Einsamkeit oder die Sorge, den Angehörigen zur Last zu fallen. Was würde aus unserer Gesellschaft, dem Gesundheits- und Sozialsystem, wenn nicht mehr die Begleitung im Leben, sondern die – unter Umständen billigere, einfachere und schnellere – Tötung eines Menschen oder die Begleitung im Suizid als Vorzeichen über der Begegnung mit kranken und verzweifelten Menschen stünde? Welchem Druck würden wir alte und schwerkranke Menschen aussetzen?

In der gesamten Debatte um Euthanasie und assistierten Suizid wird vielfach das Argument der Freiheit ins Feld geführt. Hier lohnt es sich näher hinzusehen. Die Entscheidung zum Suizid oder der Wunsch nach Sterbehilfe beruht auf einer Reihe von äußeren Faktoren und sozialen Determinanten, sodass diese nicht einfach unter dem Titel der Freiheit des Einzelnen abgehandelt werden können. Betroffene leiden in vielen Fällen gerade darunter, dass ihre Freiheit sehr eingeschränkt ist und sie oft keine Alternative mehr zum Sterben sehen. Deshalb halte ich es für entscheidend, dass wir sterbewilligen Menschen Alternativen aufzeigen, beispielsweise die Palliativmedizin oder die Sedierung im Falle von schwer erträglichen Schmerzen. Zugleich lebt Freiheit nie einfach im luftleeren Raum, sondern verwirklicht sich wesentlich im Dialog und in der gegenseitigen Verantwortung zwischen den Menschen. Nicht die Beliebigkeit, sondern die Verantwortung füreinander ist höchster Ausdruck der Freiheit.

Wir brauchen eine Richtungsentscheidung für das Leben. Ich wünsche mir, dass wir als Kirche dafür klar und deutlich einstehen. Auch politisch, aber nicht nur. Sondern vor allem auch in einer unbedingten Option für die Nähe. Kein Mensch darf allein gelassen werden, kein Hilferuf überhört werden. Es ist unsere Aufgabe als Christen, die Nähe und Liebe Gottes zu bezeugen, die auch den Tod überwindet. Indem wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, das körperliche und psychische Leiden zu lindern. Indem wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Menschen sozial einzubinden und geistlich zu begleiten. Aber auch, indem wir die Grenzen der Medizin annehmen und niemanden gegen den eigenen Willen therapieren oder aber indem Therapien abgebrochen oder unterlassen werden, wenn sie ihr Ziel nicht mehr erreichen. Jedenfalls dürfen wir niemanden für seine Entscheidungen und für sein Leid verurteilen.

Bildungsangebote

10 mögliche Schritte in der Pfarrei

Als knapper Leitfaden könne die „10 Schritte“ vielleicht eine bescheidene Hilfe für Pfarreien oder Seelsorgeeinheiten sein, die einen Weg in diese Richtung beginnen oder ausbauen möchten. Die "10 Schritte" sollen helfen, die Themen auf den Punkt zu bringen, die in der Kranken- und Trauerpastoral zu berücksichtigen sind.

Kontakte: catherine.mutzig(at)caritas.bz.it, karmen.rienzner(at)caritas.bz.it, seelsorge.pastorale(at)bz-bx.net

Ehrenamtlich tätig sein

Selbst- und verantwortungsbewusst ehrenamtlich tätig sein: Finden Sie die richtigen Ausbildungsmöglichkeiten für sich!

Kurse des Referats Krankenpastorale der CEI

Denen, die lieber online unterwegs sind, bietet das Nationalamt für Krankenpastoral der CEI viele Ausbildungsmöglichkeiten in italienischer Sprache an. Termine checken und den Newsletter abonnieren: so verpassen Sie keine Updates!

Krankenhausseelsorger/in werden?

Hauptamtlich auf Mission… Wie?
Die Krankenhausseelsorge ist ein Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Er wird von seelsorglich ausgebildeten Frauen und Männern getragen, die von der Diözese damit betraut worden sind. Nehmen Sie mit einem Krankenhausseelsorger Kontakt auf!

Kurse in der Diözese

Entdecke die Ausbildungsangebote für die Trauerpastoral in den Pfarreien und Seelsorgeeinheiten.

Trauerpastoral

Liturgische Handreichungen der Diözese Bozen-Brixen

  • Die Feier der Verabschiedung
  • Die Feier der Urnenbeisetzung
  • Die Feier des Sterbesegens (Buch)

Die Handreichungen sind im Seelsorgeamt erhältlich.

Allgemeine Publikationen

(in italienischer Sprache)

  • Una presenza per una speranza affidabile
  • Alla sera della vita
  • La guida dedicata ai ragazzi che vivono un lutto
  • La morte si fa social
  • Le parole per dirlo
  • La morte spiegata ai bambini
  • Perché non c’è più?
  • Che cos’è la morte, nonnino?

Gehalten und getröstet

Eine Handreichung in der Trauer

Die Broschüre „Gehalten und getröstet“ informiert über Trauer als ein Lebensthema eines jeden Menschen und schafft Verständnis für diesen schmerzhaften Prozess.

Netzwerk Suizidprävention

Um die bereits vorhandenen Angebote und Kompetenzen in diesem Bereich besser bündeln und weiterentwickeln zu können, haben mehrere Südtiroler Organisationen und Einrichtungen 2017 ein landesweites Netzwerk zur Suizidprävention ins Leben gerufen.

Sollten Sie selbst dringend Hilfe benötigen, können Sie sich direkt an die Caritas Telefonseelsorge wenden: Sie ist täglich, auch sonn und feiertags erreichbar: telefonisch unter der Nummer 0471 052 052 oder online unter telefonseelsorge-online.bz.it (Erstantwort innerhalb von 48 Stunden).

Hospizbewegung der Caritas

Schwerkranke und sterbende Menschen haben besondere Bedürfnisse. Sie brauchen neben Schmerzlinderung und Pflege vor allem Zuwendung, Aufmerksamkeit und Verständnis. Die Hospizbewegung der Caritas will Ihnen Raum geben, damit sie ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt und würdevoll erleben können. Ob zu Hause, auf der Palliativstation, im Krankenhaus oder im Altenheim: die Hospizbewegung besucht sterbende Menschen dort, wo sie es wünschen. Die Hospizbewegung hat Zeit zum Reden, zum Zuhören oder einfach nur zum da sein. Der Beistand gilt auch den Angehörigen.

Heilige und Selige

...wenn Krankheit - die von anderen Menschen und die eigene - ein Weg zur Heiligkeit ist.

Nach einer unbekümmerten Jugend und ehrgeizigen Träumen von hohen Ritterwürden wurde Franz von Assisi 1205 durch das Miterleben eines Kriegszuges in Apulien krank und innerlich umgewandelt. Bei einem Gebet in San Damiano fühlte er sich von der dortigen Kreuzikone persönlich angesprochen. Die Legende berichtet, Christi Stimme habe zu ihm gesprochen: "Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät." Sodann führte Franz von Assisi ein mönchisches Büßerleben in Gebet und strengem Verzicht und stellte zerfallene Kapellen in seiner alten Heimat wieder her.

Fortan zog er als Wanderprediger durch das Land, wie einst Jesus in Armut und Demut. Bei den einen, insbesondere auch dem hohen Klerus, erntete er dafür nur Hohn und Spott, andere schlossen sich ihm an: Sie trugen das Gewand der armen Leute - eine grobe Tunika mit Kapuze und einen Strick als Gürtel.

  • Gedenktag katholisch: 4. Oktober

  • Patron von Italien und Assisi; der Armen, Lahmen, Blinden, Strafgefangenen, Schiffbrüchigen und Umweltschützer; der Weber, Tuchhändler, Schneider, Kaufleute, Flachshändler, Tapetenhändler, Sozialarbeiter; der Sozialarbeit und des Umweltschutzes; gegen Kopfweh und Pest

Er war Ritter und Lebemann, doch dann änderte eine schwere Verletzung sein Leben: Ignatius von Loyola wurde Pilger, Seelenführer, Priester.

Loyola wird im Mai 1521 bei der Verteidigung der nordspanischen Stadt Pamplona gegen die Franzosen von einem Geschoss getroffen und schwer verletzt. Jedoch: Während seiner Genesung auf dem elterlichen Schloss wendet sich der eitle und ruhmsüchtige Lebemann religiösen Schriften und Heiligenlegenden zu.

Nach seiner Genesung zieht sich Ignatius in das Kloster Montserrat unweit von Barcelona zurück, wo er eine - angeblich drei Tage andauernde - Lebensbeichte ablegt. Anschließend begibt sich der geläuterte Frauenheld, Glücksspieler und Waffennarr als Büßer in die Einsamkeit der nahe gelegenen Stadt Manresa. Dort setzt er sich über mehrere Monate hinweg äußerster Armut aus, verharrt im ständigen Gebet und kasteit sich in beinahe selbstmörderischer Askese.

  • Gedenktag: 31. Juli
  • Patron der Exerzitien und Exerzitienhäuser; der Kinder, Schwangeren und Soldaten; gegen Fieber, Zauberei, Gewissensbisse, Skrupel, schwere Geburt, Viehkrankheiten, Pest und Cholera

 

 

Weil Camillo de Lellis Mutter früh starb und sein Vater als Offizier in neapolitanischen und französischen Diensten stand, wuchs er verwahrlost auf. Camillo meldete sich daher bereits als Jugendlicher zum Heer. 1568–1574 diente er als Soldat in venezianischen und spanischen Truppen im Kampf gegen die Türken. Im Militärdienst wurde er zu einem leidenschaftlichen Spieler. Mehr als einmal verspielte er sein ganzes Hab und Gut und geriet dadurch in bittere Not. Als er in einer solchen Situation einen freundlichen Franziskaner-Bettelmönch kennenlernte, kam er auf die Idee, im Orden um Aufnahme anzusuchen; aber er wurde abgelehnt. Er ging nach Rom und nahm eine Arbeit im St.-Jakob-Spital (Ospedale di San Giacomo degli Incurabili) an, einem Spital für unheilbar Kranke. Er hoffte auch, dass er selbst dort behandelt werde, weil er an den Füßen Wunden hatte, die nicht heilen wollten. Aber wegen seines zänkischen Verhaltens und seiner Spielsucht wurde er von dort bald wieder entlassen.

Später machte er sich erneut auf nach Rom ins St.-Jakob-Spital, wo er – nachdem sich seine Wunde vorübergehend geschlossen hatte – vier Jahre lang als Krankenpfleger arbeitete. Dann ging er wieder ins Kloster zurück und begann erneut mit dem Noviziat. Als aber seine Wunde neuerlich aufbrach, wurde er dann endgültig aus dem Orden entlassen. Da erkannte Kamillus, dass sein – von Gott gewollter – Platz bei den Kranken sei, und reiste erneut nach Rom, um im St.-Jakob-Spital zu arbeiten.

Schon seit seiner Bekehrung lebte Kamillus ein sehr strenges Leben, diente den Kranken Tag und Nacht und stand den Sterbenden bei. Wegen seines außergewöhnlichen Arbeitseifers und seiner unübersehbaren Liebe zu den Kranken wurde er dort nach seiner zweiten Rückkehr vom Kapuzinerkloster 1579 zum Direktor des Spitals ernannt. 

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  • Gedenktag: 14. Juli
  • Zusammen mit Johannes von Gott Patron der Kranken und der Krankenhäuser; Patron aller Krankenschwestern, Krankenpfleger und ihrer Vereinigungen.

 

 

Josef Moscati hatte schon in seiner Jugend Keuschheit gelobt. 1903 wurde er an der Universität in Neapel zum Doktor der Medizin promoviert, 1922 auch in klinischer Chemie. Er arbeitete als Arzt im Ospedale degli Incurabili, dem Spital der Unheilbaren in Neapel und setzte sich in seinem Beruf unermüdlich für Kranke und Sterbende ein, besonders nach dem Ausbruch des Vesuvs 1906 und bei einer Cholera-Epidemie 1911. Ein besonderes Herz hatte er für die Armen, für die er jederzeit zur Verfügung stand. Bald schon wurde er außerordentlich populär. Er war auch mit mystischen Gaben ausgestattet.

Josef Moscati starb am Gründonnerstag in seinem Spital der Unheilbaren bei der Arbeit.

  • Moscati wurde 1975 von Papst Paul VI. selig und 1987 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
  • Sein Festtag ist der 16. November.

 

Livia, die aus einer armen und christlichen Familie stammte, schloss sich am 23. März 1886 mit 21 Jahren den Barmherzigen Schwestern der Heiligen Johanna Antida de Thouret an und nahm den Namen Augustina (lat. Die Erhabene) an.

Innerhalb der Ordensgemeinschaft war sie als Pflegerin von Tuberkulosekranken im Spital Santo Spirito in Rom tätig. Als 30-Jährige wurde sie von dem gerade entlassenen Patienten Giuseppe Romanelli ermordet. Sie wurde auf dem Campo Verano beigesetzt.

  • Papst Paul VI. sprach Augustina 1972 selig, und am 18. April 1999 erfolgte ihre Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II.
  • Ihr Gedenktag ist der 13. November.

Lukas stammte vermutlich aus Antiochia, war Heidenchrist und der Überlieferung nach von Beruf Arzt (Kolosserbrief 4, 14) - im 2. Jahrhundert wird er auch als Jurist bezeichnet; er lebte in Böotien, dem Landstrich um Theben - dem heutigen Thiva in Griechenland. Über seine Bekehrung zum Christentum ist nichts bekannt. Lukas schloss sich demnach in (Alexandria) Troas - heute Ruinen bei Dalyan - Paulus an und begleitete diesen als Gefährte und treuer Freund auf dessen zweiter und dritter Reise, auf der Reise nach Rom und während der Gefangenschaft dort (Phlilemonbrief 24; 2. Timotheusbrief 4, 11).

Es gibt eine Reihe von Berufsgruppen, die ihn zu ihrem Schutzheiligen erkoren haben: Ärzte, Maler, Bildschnitzer, Drucker, Glaser. Seit dem 15. Jahrhundert existieren so genannte Lukas-Gilden – Vereinigungen christlicher Ärzte.

Auch im Brauchtum hat der 18. Oktober, der Lukas-Tag, eine gewisse Bedeutung. Früher gaben Bauersleute dem Vieh geweihte Zettel mit Versen aus dem Lukas-Evangelium zum Fressen. Es sollte sie vor Seuchen und Unfällen schützen. Lukas-Zettel sollten auch unheilbar Kranken oder Frauen bei einer schweren Geburt helfen.

  • Gedenktag: 18. Oktober
  • Patron von Bologna, Padua und Reutlingen; der Ärzte, Chirurgen, Kranken, Künstler, Goldschmiede, Glasmaler, Bildhauer, Sticker, Buchbinder, Notare und Metzger; der christlichen Kunst; des Viehs und des Wetters.

Gemma Galgani ist vor allem wegen ihrer mystischen Visionen bekannt. Schon sehr jung fühlte sie sich zu einem gottgeweihten Leben berufen. Mehrmals versuchte sie, in ein Kloster einzutreten, doch wegen ihrer schwachen Gesundheit wurde sie immer wieder abgewiesen. Sie legte daher ein Privatgelübde ewiger Jungfräulichkeit ab.

Schon in jungen Jahren erlebte Gemma, wie erst die Mutter, dann ihr Bruder, schließlich nach geschäftlichen Misserfolgen ihr Vater starb. Sie selbst war oft krank und empfing 21-jährig die letzte Ölung durch ihren Beichtvater, den Passionistenpater Germanus vom heiligen Stanislaus. Doch nach plötzlicher Heilung konnte sie als Dienstmädchen arbeiten. Am Vorabend des Herz-Jesu-Festes 1899 fiel sie in Ekstase, ihrem Körper wurden die Wundmale Christi zugefügt. Vier Jahre lang bis zu ihrem Tod erlebte Gemma dies unter Schmerzen jeden Donnerstag aufs Neue, dazu noch die Geißelung, die Krönung mit Dornen und den Blutschweiß. Eines Tages krümmten sich auch drei Rippen vor ihrem Herzen im rechten Winkel nach außen. Sie starb am Karsamstag 1903.

  • Gemma Galgani wurde 1933 von Papst Pius XI. seliggesprochen; 1940 sprach sie Papst Pius XII. heilig. Pius XII. bezeichnete die Heilige als „Stern seines Pontifikates“.
  • Ihr Gedenktag in der Liturgie ist der 16. Mai

Gabriel von der schmerzhaften Muttergottes (italienisch S. Gabriele dell’Addolorata), geboren als Francesco Possenti (* 1. März 1838 in Assisi; † 27. Februar 1862 in Isola del Gran Sasso d’Italia), war ein italienischer Ordensbruder. Er wurde in Spoleto durch die Brüder der christlichen Schulen und dann im Jesuitenkolleg erzogen, führte aber ein sehr lockeres Leben. 1856 wandelte er sich nach dem Anblick eines Marienbildes. Er wurde in sich gekehrt und trat in Morrovalle bei Macerata in den Passionistenorden ein, nahm den Ordensnamen Gabriel von der schmerzensreichen Jungfrau an und studierte Theologie und Philosophie. Er hatte große Bereitschaft zur Buße und war ein glühender Marienverehrer. Demütig und geduldig ergab er sich seiner tödlichen Erkrankung.

  • Am 31. Mai 1908 wurde Gabriel von der schmerzensreichen Jungfrau durch Papst Pius X. selig- und am 13. Mai 1920 von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen.
  • Gedenktag: 27. Februar

Marthe Robin wurde als sechstes Kind kleiner Bauern geboren. 1918 erkrankte sie schwer - vermutlich an einer Gehirnlähmung - und wurde bettlägrig. Nach zwischenzeitlicher Besserung waren ab 1928 ihre Beine gelähmt und sie war wieder ans Bett gefesselt, litt an Rheuma, Kopf- und Magenschmerzen, vertrug kein Licht, konnte keine Nahrung mehr aufnehmen, kaum mehr schlafen und war auf Pflege angewiesen. Außer der Kommunion nahm sie keine Nahrung mehr zu sich und konnte nicht mehr schlafen. Ab 1929 waren auch ihre Hände gelähmt, 1940 erblindete sie.

1928 trat sie in den Dritten Orden der Franziskaner ein, 1929 empfing sie die Stigmatisierung durch die Wundmale Jesu und erlebte jeweils von Donnerstag bis Freitag das Leiden Christi so intensiv, dass ihr - den Berichten nach - Blut aus der Stirn und den Augen austrat. Tausende besuchten sie in ihrem Krankenzimmer und suchten ihren Rat.

1934 wurde auf ihre Bitten hin eine christliche Schule für Mädchen eröffnet, der später eine Realschule und eine Hauswirtschaftschule folgten. Auf Grund ihrer Anregung wurden 1936 zusammen mit Abbé Finet die "Foyers de Charité", "Heimstätten der Nächstenliebe" gegründet als Gemeinschaften von Priestern und Laien, die in der Welt Zeugnis für die Nächsten- und Gottesliebe geben und dazu Exerzitien abhalten und die sich weltweit ausbreitete. 1948 wurde in Châteauneuf-de-Galaure hierzu ein eigenes Gebäude erstellt.

Beim Marthes Begräbnis konzelebrierten vier Bischöfe und mehr als 200 Priester vor etwa 7000 Menschen. Marthes Zimmer in Châteauneuf-de-Galaure wurde zum Wallfahrtsort.

Die Unterlagen ihres Seligsprechungsprozesses befinden sich seit 1998 beim Heiligen Stuhl.

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Chiara Badano kam 1971 in Sassello, einem kleinen Dorf in Norditalien, zur Welt. Im Januar des Jahres 1989 wurde bei Chiara ein aggressiver Knochenkrebs diagnostiziert. Es folgten Operationen, Chemotherapie, verschiedene Therapien, Hoffnungen, Enttäuschungen. Die Art, wie Chiara ihren Umgang mit ihrer Familie, ihren Freundinnen und Bekannten und auch mit ihrer Erkrankung gestaltete, war von einer tiefen Beziehung zu Jesus geprägt. Ihr Verhalten weckte Erstaunen, ihre innere Klarheit und die tiefe Freude in ihren Augen wirkten berührend und anziehend. Den Beinamen „Luce“ („Licht“) bekam sie von Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolar-Bewegung, mit der sie in engem Briefkontakt stand. Als Chiara Badano am 7. Oktober 1990 starb, blieb das Zeugnis eines jungen Menschen, der den Alltäglichkeiten des Lebens eine große Bedeutung geben konnte.

  • Chiara Badano wurde am 25. September 2010 im Santuario della Madonna del Divino Amore in Rom seliggesprochen. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 29. Oktober. Anders als bei anderen Seligen üblich wurde ihr Geburtstag, nicht ihr Sterbetag gewählt.

Filme und TV-Serien

...die sich um Krankheit, dem Leben im Krankenhaus, Nahtoderfahrungen drehen

  • Braccialetti rossi (Kinder im Krankenhaus, vorzeitiger Tod, Reaktionen der Eltern, Ärzte...)

  • La linea verticale (Situation in italienischen Krankenhäusern, wie ein Patient seine Zeit im Krankenhaus erlebt, Reaktionen, Charaktere, Persönlichkeit...)

  • I ragazzi del Bambino Gesù (das tägliche Leben von zehn jungen Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden und auf Genesung hoffen)

  • Doc - nelle tue mani: Chefarzt Andrea Fanti verliert durch ein Hirntrauma die Erinnerung an die letzten zwölf Jahre seines Lebens und findet sich zum ersten Mal nicht mehr als der brillante und autoritäre Arzt wieder, der er immer war, sondern als einfacher Patient. Mit seinem Leben ohne Erinnerungen taucht der Mann in eine unbekannte Welt ein, in der seine Lieben plötzlich zu Fremden geworden sind und das Krankenhaus der einzige Ort ist, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt

     

  • Still Alice: ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2014. Es basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage der Schriftstellerin Lisa Genova.

    In der Hauptrolle ist Julianne Moore zu sehen, die für ihre Leistung mit einem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Hauptthemen des Films sind der Umgang mit der Diagnose Alzheimer und die dadurch verursachten Veränderungen im Leben. Tragende Rollen sind mit Alec Baldwin, Kristen Stewart und Kate Bosworth besetzt.

  • Away from her: Der Film spielt in einer verschneiten kanadischen Landschaft. Das Ehepaar Fiona und Grant Anderson lebt seit 20 Jahren im ehemaligen Haus von Fionas Großeltern inmitten der Natur. Fiona erkrankt an Alzheimer. Erste Vergesslichkeiten stellen sich ein. Als sie nach einem Skiausflug nicht mehr nach Hause kommt und Grant sie nach langer Suche desorientiert im Ort findet, scheint klar, dass ihr nur noch ärztliche Betreuung helfen kann.

  • Patch Adams: Der Film zeigt das Leben des Arztes Patch Adams und basiert auf seinem Buch Good Health Is a Laughing Matter. Nach einem Selbsttötungsversuch lässt sich Hunter „Patch“ Adams freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen. Dort lernt er, dass anderen Menschen zu helfen ihn von seinen eigenen Problemen ablenken kann. Der hochintelligente Adams gewinnt so seine Einstellung von einer guten Lebensqualität als bestes Heilmittel und bekommt den Wunsch, Arzt zu werden...

  • Elly & John: Parkinson (sehr starke Bindung und Mord/Selbstmord)
  • Annie Parker (2013): die wahre Geschichte einer Frau, die dreimal den Krebs besiegte. Sie kämpfte gegen Brustkrebs (im Film die heikle Balance zwischen Fiktion, Mélo und wissenschaftlicher Offenlegung der umstrittenen erblich-genetischen Theorie bestimmter Krebsarten). In dem Film Annie Parker wird Annie von der Schauspielerin Samantha Morton gespielt. Während Dr. Mary-Claire King, die das BRCA-Gen lange und erfolgreich untersucht hat, von Helen Hunt gespielt wird.
  • Die selige Chiara Luce Badano: Der Film über das Leben der seligen Chiara Luce Badano. Junges Mädchen, erkrankte an Krebs (Osteosarkom) und starb mit 18 Jahren.
  • Extraordinary Measures (2010): Basierend auf dem Buch "The Cure" der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Autorin Geeta Anand, erzählt der Film von John Crowley, der den außergewöhnlichen Versuch unternimmt, ein Heilmittel für seine zwei von drei Kindern zu finden und zu entwickeln, bei denen die Pompe-Krankheit diagnostiziert wurde
  • Miracles from Heaven (2016):  Der Film basiert auf dem Buch "Miracles from Heaven" von Christy Beam, die die wahre Geschichte ihrer jungen Tochter erzählt, die eine Nahtoderfahrung hatte und später von einer unheilbaren Krankheit genesen ist. Über unheilbare Kinderkrankheit und Wunderheilung; Familienzusammenhalt, Kraft des gemeinsamen Gebets ...

Radiosendung "PREZIOSO E FRAGILE"

Paola Vismara gibt einmal pro Woche den Kranken und Behinderten sowie den Vereinigungen und Verbänden, die für sie eintreten, eine Stimme.  Vismara legt in der Sendung auch einen Fokus auf die Seelsorge mit behinderten Menschen und die Gesundheits- und Trauerseelsorge.

Die Sendung in italienischer Sprache wird am Mittwoch um 19.10 Uhr und am Samstag um 13.10 Uhr von Radio Sacra Famiglia inBlu übertragen.

Wege der Zusammenarbeit

Das Referat Kranken- und Trauerpastoral arbeitet mit der Krankenhausseelsorge (KHS), der Caritas (Dienststelle Caritas und Gemeinschaft und Hospizbewegung), Unitalsi und anderen auf Ehrenamtlichkeit basierenden Verbänden eng zusammen. Innerhalb des bischöflichen Ordinariates arbeitet es mit dem Referat für Liturgie (vor allem im Zusammenhang mit der Krankensalbung, dem Sterbesegen und den Begräbnisfeiern) und mit dem Amt für Medien und Kommunikation zusammen. Außerdem ist es mit dem Bozner Betrieb für Sozialdienste (BSB), dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, den Gesundheitsbezirken, dem Dachverband für Soziales und Gesundheit (DSG) und verschiedenen Stadt- und Landesräten vernetzt.

Nicht zu vergessen sind öffentliche und private Einrichtungen, die sich auf unterschiedliche Weise um das Wohlergehen, die Pflege und die Unterstützung von Menschen kümmern, die kurz- oder langzeitkrank sind.

Dem Referat ist die Kommission für Kranken- und Trauerpastoral zugeordnet, in welcher verschiedene Verbände vertreten sind und deren Mitglieder eine bischöfliche Beauftragung haben. Im Laufe des Pastoraljahres trifft sich die Kommission viermal (ein zusätzliches Treffen ist möglich). Sie bleibt fünf Jahre im Amt. Das aktuelle Mandat gilt bis 2022. Weitere Informationen zur Kommission für Kranken- und Trauerpastoral gibt's hier.

Kontakt

Paola Vismara
Referentin für Behinderten-, Einwanderer- und Nomadenseelsorge
Domplatz 2
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 306 235
Mobil. +39 342 7756606
E-Mail paola.vismara@bz-bx.net
Renate Torggler
Koordinatorin der Krankenhausseelsorge Südtirol | Krankenhausseelsorgerin im Krankenhaus Bozen
Krankenhaus Bozen, neue Klinik, über Stiegenhaus bzw. Aufzug C in den 3. Stock
I-39100 Bozen

Tel. 0471 438 254
Mobil. 334 683 9886
E-Mail renate.torggler@sabes.it