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Die Freiheit der Kinder Gottes

Liebe Religionslehrerinnen!
Liebe Religionslehrer!
Liebe Leser/innen!

Vermutlich geht es Ihnen gleich wie mir. Täglich flattern Zeitschriften auf den Schreibtisch, die zu studieren wert wären, sammeln sich Unterlagen an, die bearbeitet werden sollten, kommen Mails, die beantwortet werden müssten, stapeln sich Bücher, die warten gelesen zu werden und kommen Einladungen, denen nach zu gehen wäre.

Die Beschäftigung mit theologischen oder pädagogischen Inhalten ist für mich immer eine reizvolle Arbeit. In der Auseinandersetzung erfahre ich Bereicherung. Oft erschließen sich neue Sichtweisen und ist die Korrektur von Einstellungen und Anschauungen möglich.

Grundlegend für eine Weiterentwicklung von Inhalten ist eine offene, wertschätzende Art, die auf inhaltliche Grundsätze aufbaut. Unterschiedliche Meinungen tun gut und sind gute katholische Tradition, doch Schwarz-Weiß-Malerei, wie sie von manchen – allerdings sehr kleinen – Kreisen gepflegt wird, dient dem Anliegen nicht. Sie zeugt nicht von gegenseitiger Wertschätzung und ist sichern nicht christlich. Wer nur schwarz-weiß denkt, übersieht die Buntheit und damit die Bereicherung und Fülle des Glaubens und Lebens. Wer nur schwarz-weiß denkt, scheint mit Angst behaftet und ist unfrei, wo uns doch "Gott zur Freiheit berufen hat", um es mit keinem geringeren als dem Apostel Paulus zu sagen.

Für diese Freiheit der Kinder Gottes steht auch das Kind in der Krippe. Es führt uns durch das Leben mit all seinen Farben und Schattierungen, mit den Höhen und Tiefen. Es führt uns durch ein Leben ohne Angst und gibt uns eine Perspektive darüber hinaus. Dazu fällt mir ein Text ein, der mir in einem Buch von Helga Kohler-Spiegel begegnet ist: „Seit meiner Kindheit.“

Seit meiner Kindheit
bin ich den Menschen auf der Spur.
Ich frage viel.
Ich blieb sitzen, wo viele gingen.
Ich lasse die Menschen nicht aus den Augen.
Seit meiner Kindheit
bin ich den Menschen auf den Fersen.
Auf diesem Weg hab ich
viel von Gott entdeckt.

Diese Nummer ist die erste, die digital verschickt wird. Es ist ein Versuch und kleiner Beitrag zum Umweltschutz. Sollte sich die Form bewähren, werden wir in Zukunft bei dieser Form bleiben. Für Rückmeldungen sind wir sehr dankbar.

Ich wünsche allen eine besinnliche Adventzeit, ein frohes und gesegnetes Fest der Menschwerdung Gottes, einige erholsame Tage und ein gutes Neues Jahr.

Markus Felderer
Amtsleiter
Domplatz 2
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 306 205
E-Mail markus.felderer@bz-bx.net

Informationen aus dem Inspektorat

Liebe Religionslehrerinnen und -lehrer,

der diesjährige Tag der Religionslehrpersonen befasste sich im Bozner Pastoralzentrum mit der Frage, ob Bildung Religion braucht. Anlass für die Themenwahl bei der heurigen Tagung ist die Erfahrung vieler Lehrpersonen, dass der Religionsunterricht zu einem Unterrichtsfach geworden ist, das sich laufend und immer wieder grundsätzlich legitimieren muss. Religionslehrpersonen stellen sich immer öfter die Frage nach der Zukunft des katholischen Religionsunterrichtes: Wird der religionsbezogene Unterricht weiterhin seinen obligatorischen Platz im schulischen Fächerkanon behalten, oder werden in Zukunft religionskundliche bzw. wertneutrale Unterrichtsformen den konfessionellen Religionsunterricht ablösen?

Zum besseren Verständnis der Situation des Katholischen Religionsunterrichtes in unserem Land, werde ich nachfolgend die aktuellen Daten zum Verzicht auf den Religionsunterricht vorlegen.

Die Quoten der Schüler und Schülerinnen, die auf den Religionsunterricht verzichten, variieren zwischen 10,5% an den Oberschulen und 2,2% an den Berufs- und Fachschulen. Die nachfolgende Tabelle gibt eine detaillierte Übersicht über die Verzichtsquote auf den Katholischen Religionsunterricht an den deutschsprachigen Schulen des Landes:

Schulstufen und Schularten* Eingeschriebene Schüler/innen Schüler/innen, die auf den RU verzichten % der Schüler/innen, die auf den RU verzichten
Grundschulen 19957 1751 8,77%
Mittelschulen 11571 849 7,34%
Oberschulen 13021 1366 10,49%
Berufs- und Fachschulen 8576 147 2,18%

*       Die Daten der Grund- und Mittelschulen stammen vom Amt für Kindergarten und Schulverwaltung, die Daten der Ober- und Berufsschulen sind aus Popcorn ausgelesen worden.

Betrachtet man die Verzichtsquote der einzelnen Schulstellen bzw. Schulen etwas genauer, stellt man fest, dass an 46 der insgesamt 269 deutschsprachigen Grundschulstellen die Verzichtsquote mehr als 10% beträgt (davon 23 Schulstellen mit über 20% und 10 Schulstellen mit über 30%). An 10 der insgesamt 57 deutschsprachigen Mittelschulen (davon 4 Mittelschulen mit mehr als 20 %) und an sieben der insgesamt 26 deutschsprachigen Oberschulen liegt die Verzichtsquote ebenfalls bei über 10%. Unter 10% hingegen liegt die Verzichtsquote an allen Berufs- und Fachschulen des Landes.

Betrachtet man die Entwicklung der Verzichtsquote der vergangenen 15 Jahre, so müssen wir feststellen, dass die Anzahl der Schüler und Schülerinnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, stetig zugenommen hat. Andererseits muss auch festgehalten werden, dass insgesamt 92 Prozent aller Schüler und Schülerinnen an den deutschsprachigen Schulen des Landes weiterhin den konfessionellen Religionsunterricht besuchen.

In der Unterstufe verzichten größtenteils Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund auf den Religionsunterricht, so dass das von den Schulen angebotene Alternativangebot größtenteils in Unterstützungs- und Fördermaßnahmen besteht. An den Oberschulen des Landes nutzen die Schüler und Schülerinnen die „freie“ Unterrichtsstunde v.a. zum eigenständigen Lernen. Knapp ein Drittel der Schüler und Schülerinnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, kommt später zum Unterricht oder verlässt während der Religionsstunde das Schulgebäude.

Die Betreuung der Schüler und Schülerinnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, ist aus organisatorischen Gründen aufwendig und ressourcenintensiv, daher hat das Amt für Kindergarten- und Schulverwaltung auf diese Herausforderung der Schulen reagiert und für die Berechnung des Zusatzkontingentes an Grund- und Mittelschulen das Kriterium aufgenommen, wonach den Schuldirektionen je 5 abgemeldeten Schülern und Schülerinnen eine zusätzliche Lehrerwochenstunde zuerkannt wird. Auf diesem Weg sind den Grundschulen für das laufende Schuljahr insgesamt 15,92 Lehrerstellen und den Mittelschulen 9,43 Lehrerstellen zu Verfügung gestellt worden.

Dennoch melden Schuldirektionen der Unterstufe immer häufiger zurück, dass sie an ihre Grenzen stoßen. Dies führt dazu, dass Schulen die Betreuung der abgemeldeten Schüler und Schülerinnen nur mehr dadurch garantieren können, dass sie Schüler und Schülerinnen während des Religionsunterrichtes entweder in den Klassen belassen oder in Parallelklassen (bzw. anderen Klassen) unterbringen. Diese Vorgehensweise ist durchaus nachvollziehbar, sie entspricht aber nicht den rechtlichen Vorgaben, weil sie gegen den Grundsatz der Nichtdiskriminierung verstößt. Bisher war diese Argumentation nicht wirklich relevant, da dies v.a. Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund betraf. Anders stellt sich die Sachlage dar, wenn zunehmend auch einheimische Schüler und Schülerinnen auf den Religionsunterricht verzichten.

In der Oberschule beschäftigen sich die Schüler und Schülerinnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, eigenständig, so dass der Betreuungsaufwand für die Schulen nicht gegeben ist. Daher ist dort für die Berechnung des Zusatzkontingentes auch kein entsprechendes Kriterium aufgenommen worden.

Zusammenlegung von Klassen: aktueller Stand

Wie in der vorhergehenden Nummer des RL-Forums angekündigt, ist die entsprechende Diskussionsgrundlage einer Gruppe von Schulführungskräften vorgestellt worden. Es war ein gutes Gespräch und ein konstruktiver Austausch. Die Direktoren und Direktorinnen waren sich der Herausforderungen für die Religionslehrpersonen durchaus bewusst: steigende Abmeldezahlen, Reduzierungen durch die Erhöhung von Bewegung und Sport, Zusammenlegung von Klassen u.ä.m. Dennoch lehnten die Direktoren und Direktorinnen die vorgelegten Kriterien mit Hinweis auf die autonomen Zuständigkeiten ab. Vielmehr sollte darauf hingewirkt werden, dass Schulführungskräfte in diesem Bereich sehr sensibel vorgehen sollten. Die Schulführungskräfte stimmten dem Anliegen zu, dass die handelnden Personen vor Ort in die Entscheidungsfindung bei Klassenzusammenlegungen eingebunden werden sollten. Auch hielten sie es für sinnvoll, das Amt für Schule und Katechese über die getroffenen Entscheidungen vor Ort zu informieren. Alle Direktoren und Direktorinnen orteten einen großen Handlungsbedarf im Bereich der ethisch-moralischen Bildung aller Schüler und Schülerinnen. Ohne ein Mindestmaß an Verständnis für die kulturellen und religiösen Traditionen, Riten und Gebräuche in unserem Land, ist eine gelingende Integration nicht möglich.

Insgesamt war während der gesamten Diskussion spürbar, dass die Zeit für eine bildungspolitische Diskussion zum Religionsunterricht und die Einführung eines verpflichtenden Alternativfaches zeitnah zu führen ist. Auch haben sich die Schulführungskräfte bereit erklärt, an der Weiterentwicklung dieser Überlegungen mitzuwirken.

Sobald auch die Ergebnisse der Diskussion an der italienischen und ladinischen Bildungsdirektion vorliegen, wird die Kommission für den Religionsunterricht die weitere Vorgehensweise festlegen.

 

Christian Alber | Schulinspektor

Statistik der Religionslehrer und Religionslehrerinnen 2019/20

Religionslehrpersonen an den deutschen, ladinischen, gesetzlich gleichgestellten und privaten Schulen, sowie Landesberufsschulen und Landesfachschulen in Südtirol im Schuljahr 2019/20
  Anzahl %
Laien 380 98%
Frauen 298 78%
Männer 81 21%
Weltpriester + Ordensleute 9 2%
Insgesamt 388 100%
Religionslehrpersonen an den deutschen Schulen
  Grundschule Mittelschule Oberschule Insgesamt
Frauen 187 52 23 262
Männer 16 23 22 61
Weltpriester + Ordensleute 1 2 1 4
Insgesamt 204 77 46 327
Religionslehrpersonen an den ladinischen Schulen
  Grundschule Mittelschule Oberschule Insgesamt
Frauen 12 5 2 19
Männer 1 1 1 3
Insgesamt 13 6 3 22
Religionslehrpersonen an den Berufsschulen
Frauen 13
Männer 12
Weltpriester + Ordensleute 2
Insgesamt 27
Religionslehrpersonen an den gesetzlich gleichgestellten Schulen
  Mittelschule Oberschule Insgesamt
Frauen 3   3
Männer 2 3 5
Weltpriester + Ordensleute   3 3
Insgesamt 5 6 11

Zum Nachdenken - von Josef Torggler

Der Mensch ein blinder Passagier der Evolution?

            Wenn Planeten sprechen könnten: Die Venus kommt eines Tages der Erde sehr nahe und sagt zu ihr: „Du bist so blass geworden. Fehlt dir etwas?“ Die Erde antwortet: „Ja, ich habe Krebs. Die Menschheit breitet sich auf mir aus.“ Die Venus antwortet: „Warte ab, das vergeht schon wieder. Krebszellen fressen sich irgendwann gegenseitig selbst auf.“

            Vor einiger Zeit sagte ein Naturwissenschaftler bei einem Vortrag in Bozen in einem Nebensatz: “....bevor der Schimmelpilz der Menschheit sich über die Erde ausbreitete....“ Ich war entrüstet über diese Aussage. Die Menschen mit einem Schimmelpilz vergleichen!? Die Menschen sind doch die „Krone der Schöpfung“. Sie haben Bewusstsein, Intelligenz und Freiheit. Über alles können sie nachdenken, alles können sie erforschen, zu allem können sie Beziehung herstellen, unendlich Vieles können sie machen und technisch gestalten.

            Ja, irgendwann haben die menschlichen Wesen gemerkt, wozu sie alles fähig sind. Das hat sie in der Folge dazu verleitet, sich selbst als „Gott ebenbildlich“ zu erklären. Allerdings steht dabei auch die Warnung: Nehmt euch nicht zu wichtig, bedenkt eure Grenzen und haltet euch daran. Sonst müsst ihr sterben. Die Warnung der Genesisgeschichte wird immer aktueller, je weiter wir unsere Fähigkeiten in der Beherrschung der Welt unbegrenzt und unbedacht vorantreiben.

            Zurzeit ist Jung und Alt beim Nachdenken über die sich verändernden Lebensbedingungen auf der Erde. Bedrohliche Veränderungen werden beobachtet. Fachleute warnen ernsthaft. Junge Leute gehen auf die Straßen. Politiker überlegen, was alles zu tun und zu verändern wäre.

            Üblicherweise sagt man, die Einsicht in ein Problem, ist bereits der erste wichtige Schritt zur Lösung. Ob wir angeblich großartige Menschen aber imstande sind, unsere triebhaften Begierden und Ansprüche, unsere Neugierde, unseren „homo faber“-Trieb und unsere Bequemlichkeit der Vernunft unterzuordnen, bleibt eine offene Frage. Erwachsene und Jugendliche, Wissenschaftler und Unternehmer, Bürger und Politiker müssten nicht nur radikal umdenken, sondern vor allem auf äußerst Vieles verzichten und ganz anders leben und handeln. Hier besteht die Sorge, dass der Mensch dazu zu schwach ist. Das Rad kann möglicherweise nicht aufgehalten und erst recht nicht zurück gedreht werden.

            Anscheinend ist der Mensch doch nicht so großartig, wie wir immer meinen. Er ist und bleibt mit all seiner Vernunft und Freiheit, mit all seinem Wissen und Können vielleicht doch nur ein blinder Teil der absolut übergeordneten Natur. Mittels des Menschen selbst stört die Natur die Lebensbedingungen des selbstherrlich gewordenen Menschen auf der Erde. Wir sind der Evolution untergeordnet und haben keine Ahnung, in welcher Phase der Evolution wir uns gerade befinden.

            Der Satz bei Jesaja bleibt bedeutsam: „So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch sind meine Gedanken über eure Gedanken und meine Wege über euren Wegen...“

Möglicherweise wird die Natur selbst vermittelt durch die Menschen einen kräftigen und äußerst verlustreichen Faustschlag ausführen, damit vielleicht ein Umdenken bei den wenigen, die übrig bleiben, zustande kommt und Neues entstehen kann.

            Woran erinnert uns die christliche Religion? Jeder Einzelne möge bescheiden bleiben und an seine eigene Vergänglichkeit in der Welt denken. Hinter allem Materiellen steht als Ermöglichung des Materiellen die geistige Wirklichkeit, zu der der Mensch mit seinem tieferen geistigen Zentrum gehört. Von dieser Wirklichkeit kann er nicht herausfallen, auch wenn er die materielle Welt verlässt. Tiefer als alle Vergänglichkeit lebt in ihm das Unvergängliche. Die Welt bleibt Ort der Bewährung und der Reifung.

 

Josef Torggler

Informationen aus der Bibliothek und Medienstelle

  • Bibel kreativ - Methodenbuch. Einfach Workshops gestalten Mit 12 Modellentwürfen und zahlreichen Kreativideen. Franziska Strecker, Sonja Pohl, Jacqueline Metzlaff, Michaela Mokry; Anna-Katharina Stahl. Stuttgart: Katholisches Bibelwerk; 2019 - 208 Seiten. Das Methodenbuch bietet eine Einführung in die kreative Bibelarbeit sowie Vorlagen für kreative Stunden mit der Bibel in Gruppen: Gebete, Impulse zu Bibelstellen, Zeitpläne, praktische Basteltipps, Kopiervorlagen und kostenlose Downloads machen den Einstieg in die kreative Bibelstunde leicht.
  • Glauben, vertrauen, zweifeln Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I mit CD-ROM. Andreas Gloy und Thorsten Knauth unter Mitarbeit von Rachel Her-weg [und 4 weiteren] 1. Auflage, 2. Druck, [Berlin]: Kösel Schulbuch, 2016 - 128 Seiten (Interreligiös-dialogisches Lernen; 6) Für 9./10. Schuljahr. Im Mittelpunkt dieser Unterrichtsmaterialien stehen die großen Fragen nach Sinn und Sinnlosigkeit, Glück und einem guten Leben sowie die Suche nach Identität. Die Reihe Interreligiös-dialogisches Lernen ermöglicht eine produktive Auseinandersetzung mit den Religionen durch konsequent interreligiös angelegte Unterrichtsmaterialien.
  • Labyrinthe mit Kindern erleben Ideen zum Entdecken, Gestalten und Entspannen: für Kita, Schule und Gemeinde. Gernot Candolini. München: Don Bosco; 2019 - 96 Seiten. Für Kinder sind Labyrinthe unwiderstehliche Rätsel, die es zu lösen gilt: Konzentriert fahren sie die feinen Linien eines Fingerlabyrinths ab. Und im Bodenlabyrinth flitzen sie durch die verschlungenen Wege, treffen dabei überraschend auf Freunde und freuen sich über das Erreichen der Mitte. Das Praxisbuch bietet vielfältige Ideen, mit Kindern Labyrinthe zu zeichnen, zu bauen und zu erleben.
  • Stationenlernen Religion Abraham und Sara. Britta Vaorin; Illustrationen: Petra Lefin. München: Don Bosco; 2019 - 46 Seiten + 21 Blätter, 10 Papiertüten. Das Erzähltheater Kamishibai hat im Religionsunterricht der Grundschule seinen festen Platz: Es bietet Lehrkräften eine ideale Methode, um Bibelgeschichten zu erzählen und zu visualisieren. Abgestimmt auf die Bildfolge „Abraham und Sara“ liefert dieser Band ein methodenreiches Material in drei Niveaustufen für den differenzierten Unterricht. Das Arbeitsmaterial "Abraham und Sara" enthält u.a. Legematerial und Kopiervorlagen.
  • Komm mit, wir entdecken die Weltreligionen Stephan Schlensog, Carmen Hochmann. Stuttgart: Gabriel; 2019 - 12 Seiten. Ob Taufe, Zuckerfest, Bar Mitzwa, Vesakh oder Divali: in den großen wimmeligen Bildern lernen Kinder die wichtigsten Feste und Rituale von Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus in Deutschland kennen. Ein kleines Mädchen weist auf jeder Seite den Weg. Mit den Motiven auf den Bildleisten und erklärenden Texten auf den Ausklappseiten ist Suchspaß und spielerisches Lernen garantiert. Entwickelt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Weltethos.

In der Bibliothek und Medienstelle gibt es wieder den  Bücher- und Medienflohmarkt.

Alle sind herzlich eingeladen, vorbei zu schauen, zu stöbern und gegen eine freiwillige Spende mitzunehmen, was gefällt.

Caritas: Geistliche BetreuerInnen für die Erlebniswochen in Caorle gesucht!

Die Caritas organisiert auch heuer wieder Kinder- und Familienaufenthalte am Meer (Caorle, VE). Um diese Ferien durchführen zu können, bedarf es vieler MitarbeiterInnen vor Ort. Vor allem suchen wir sowohl für das Kinderferiendorf als auch für das Familienhaus geistliche BetreuerInnen (Priester oder Laien), die unsere Gäste während der zweiwöchigen Ferienaufenthalte religiös betreuen.
Konkret beinhaltet die Aufgabe: Gestaltung des Morgengebets, Vorbereitung und Feiern von Gottesdiensten (Eucharistiefeier und/oder Wortgottesdienst), Angebote anderer liturgischer Formen wie Morgenlob, Besinnungsangebote, Gesprächsangebote für Gruppen und Einzelpersonen usw.
Wer gerne mitarbeiten möchte, sich in einem jungen Team wohl fühlt und im Sommer zwei unvergessliche Wochen am Meer verbringen möchte, der ist eingeladen, sich bei uns zu melden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Caritas Diözese Bozen-Brixen

Lisa Comploi
Sparkassenstraße 1
39100 Bozen
Tel. 0471 304337
E-Mail: lisa.comploi(at)caritas.bz.it

Hofburg Brixen: Lernen im Museum? Ein Besuch der Hofburg in Brixen

Die Hofburg in Brixen zählt zu den bedeutendsten Bauten unseres Landes. Von hier aus prägten die Fürstbischöfe von Brixen jahrhundertelang maßgeblich die Geschichte der Stadt und der Diözese.

Heute beherbergt die Hofburg das Diözesanmuseum mit seiner reichen Sammlung an kirchlicher Kunst von Mittelalter bis in die Neuzeit. Liturgische Gefäße und kostbare Textilien, wie die Adlerkasel aus dem 10. Jahrhundert, können im Domschatz besichtigt werden. Die Wohnräume mit den historischen Möbeln und Kachelöfen geben einen Einblick in die Wohnkultur der Bischöfe. Sehenswert ist die umfangreiche Krippensammlung, die neben Weihnachtskrippen auch die Jahreskrippe der Brüder Probst mit mehr als 5.000 kleinen Holzfiguren zeigt.

Im Rahmen altersgemäßer Führungen für Schulklassen aller Jahrgangsstufen können in einer anderen Lernumgebung abseits des Klassenraums bereits Gelerntes vertieft und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Gerade in der Hofburg bieten sich Führungen zu unterschiedlichen Schwerpunkten (religiös, kunsthistorisch, historisch) an. In Absprache zwischen Lehrpersonen und Kunstvermittlern lassen sie sich individuell an die Themen des Unterrichts anpassen.

Zudem gibt es folgende Führungen für Schulklassen

  1. Bibelquiz
    Das Bibelquiz greift biblische Geschichten auf, die in der Jahreskrippe der Gebrüder Probst bzw. in den Weihnachtskrippen dargestellt sind. Anhand von Steckbriefen suchen die Schüler Gestalten aus der Bibel. Themen: Weihnachtsgeschichte, Johannes der Täufer in der Wüste, öffentliches Wirken von Jesus, Passion und Auferstehung Christi, Pfingsten. Die Auswahl der Themen erfolgt bei Anmeldung. Für 2.–5. Klasse Grundschule.
  2. Krippenschauen in der Hofburg
    Die Hofburg in Brixen beherbergt eine bedeutende Krippensammlung. Die Krippen sind in verschiedenen Techniken gefertigt (Holz, Ton, Papier, Wachs, bekleidete Krippenfiguren). Die Führung kann zum Thema Weihnachten (Verkündigung an Maria bis Flucht nach Ägypten) oder Ostern (Einzug in Jerusalem, Passion, Auferstehung, Pfingsten) oder zu Themen nach Wahl gebucht werden. Für 1.–5. Klasse Grundschule, 1. Klasse Mittelschule.
  3. Erstkommunikanten in der Hofburg
    Mit der Hofburg besuchen die Erstkommunikanten den ehemaligen Sitz der Bischöfe. Wie die (Erst-) Kommunion mit dem Letzten Abendmahl von Jesus und den Apostel zusammenhängt und wie letzteres in die Karwoche eingebunden ist, zeigen Bilder und Figuren im Museum. Im Domschatz sehen die Kinder kostbare Gefäße aus Gold und Silber, welche, wie der Kelch, das Ziborium oder die Monstranz, noch heute in der Liturgie Verwendung finden. Nebenbei sammeln sie an den verschiedenen Stationen Puzzlestücke, die am Ende des Rundgangs ein Bild ergeben. Für 2. Klasse Grundschule.

Führungen dauern 50–60 Minuten und können ab 16. März 2020 von Dienstag bis Freitag 10–17 Uhr gebucht werden. Für Schulklassen sind nach Vereinbarung auch Führungen ab 8 Uhr und an Montagen möglich. Anmeldung und Information im Diözesanmuseum (Tel. 0472 830505, info(at)hofburg.it, www.hofburg.it). Kosten: 2,50 € pro Schüler/in. Die Hofburg in Brixen ist mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar.

Katholische Jungschar Südtirols: Aktion Sternsingen

Jedes Jahr überbringen ca. 5.000 Sternsingerinnen und Sternsinger Segenswünsche für das Neue Jahr und sammeln Spenden für notleidende Menschen. Damit engagieren sich Kinder und Jugendliche für rund 100 karitative Projekte weltweit im sozialen, pastoralen und Bildungsbereich. Eines dieser Projekte wird jedes Jahr von den Jungschar-Vorsitzenden und einem Filmteam im Laufe des Jahres besucht. So wird ersichtlich, wie das Geld vor Ort eingesetzt wird.

Dieses Jahr ging die Reise nach Ecuador, wo 2 Bildungseinrichtungen besucht wurden. Im Bildungssektor gibt es in Ecuador große Unterschiede zwischen der Stadt und dem Land. Ländliche Gebiete sind meist unterversorgt und die spärlichen Privatschulen können sich die Wenigsten leisten. Während Bildung bei uns als selbstverständlich wahrgenommen wird, kann sie in vielen Ländern noch nicht für alle gewährleistet werden.

In Puerto Murialdo werden mit den Spendengeldern der Aktion Sternsingen die bestehenden Klassenräume renoviert und der Bau neuer Räume finanziert. In der Stadt Tena wird einer Sonderschule der Ankauf von didaktischem und geeignetem Lehrmaterial ermöglicht.

Ende Dezember wird der Film zur Aktion Sternsingen über Rai Südtirol ausgestrahlt werden.

Gruppenstunde zu den heiligen drei Königen

Wer mit seiner Klasse eine Stunde zu den heiligen drei Königen oder zur Aktion Sternsingen gestalten möchte, findet hier Informationen, Unterrichtsmodelle und Ideen.

Südtirols Katholische Jugend: Themenkoffer zum Ausleihen

Südtirols Katholische Jugend hat zu verschiedenen Themen Koffer ausgearbeitet. Diese eignen sich sehr gut für Schulklassen oder Jugendgruppen und sind für Jugendliche ab 14 Jahren gedacht. Einfach telefonisch Tel. 0471 970890  oder per Email: info(at)skj.bz.it reservieren und im SKJ-Büro am Silvius-Magnago-Platz 7 in Bozen abholen. Die Koffer sind ohne Referententeam verfügbar.

Im Koffer finden sich Methoden, Bücher, Vorschläge für religiöse Feiern und allgemeine Informationen zum Thema „Tod und Trauer im Jugendalter“. Mit verschiedenen Unterlagen werden Anregungen geschaffen, das Thema mit der Gruppe aufzugreifen, zu vertiefen und so zu enttabuisieren. Dabei geht es auch darum Gefühle wahrzunehmen, es geht um Resilienzförderung und Präventionsarbeit. Es befinden sich zudem eine Reihe von Kontaktadressen für weitere Hilfe im Koffer.

Der Filmekoffer beinhaltet DVDs rund um gesellschaftskritische Themen, wie Rassismus, Identität, Zivilcourage, Konsum, Umwelt und zu den Themen „Glaube“ und „Solidarität“. Außerdem finden sich im Koffer Methodenvorschläge zur Arbeit mit den Filmen. Die Filme werden laufend aktualisiert, also einfach nachfragen, welchen Film wir zu den Themen auf Lager haben.

Der Koffer regt zum Nachdenken an und ist in drei Themen gegliedert:

  1. Josef Mayr-Nusser: praktische Methoden, die zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Person Josef Mayr-Nusser und mit seiner religiösen Überzeugung dienen.
  2. Nationalsozialismus: zwei DVDs („Im toten Winkel - Hitlers Sekretärin“ und „Die Welle“), welche das Thema Nationalsozialismus aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln aufgreifen.
  3. Zivilcourage: Spiele, welche das Nein-Sagen und die Zivilcourage fördern.

Im Taizé-Koffer findest du nicht nur Kerzen, CDs, Tücher, Liederbücher, Texte, ein Kreuz und die Freundschaftsikone für die Gestaltung eines Taizégebetes, sondern auch umfassende Informationen über Taizé. So kann der kleine Ort in Frankreich mit seinem besonderen Kloster, das offen ist für Jugendliche aus aller Welt und allen Konfessionen, kennengelernt werden und ein Taizégebet individuell gestaltet und erfahren werden. Außerdem enthält der Koffer Filme über Taizétreffen.

Amt für Schule und Katechese: Öffnungszeiten an Weihnachten

 

Vom  23. Dezember 2019  zu Mittag bis zum 6. Jänner 2020
sind das Amt für Schule und Katechese und die Bibliothek und Medienstelle geschlossen.

 

Weihnachtsgruß aus dem Amt

Warten

Ich habe auf das Licht gewartet
aber vielleicht
ist das Warten schon das Licht;
ich habe auf die Erfüllung gewartet
aber vielleicht
ist die Sehnsucht schon die Erfüllung;
ich habe auf die Freude gewartet
aber vielleicht
waren die Tränen schon Zeichen des Lebens;
ich habe auf Gott gewartet
und ein Kind kommt zur Welt.

(Helmut Mees)

Wir wünschen ein frohes und gesegnetes Fest der Menschwerdung Gottes und ein gutes Neues Jahr.

Don Gigi Cassaro, Benedetta Michelini, Sara Mentzel Mura; Sonia Salamon Breitenberger, Karin Warasin, Markus Felderer