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Das war die Lange Nacht der Kirchen 2026

53 Kirchen, 107 Veranstaltungen und tausende Begegnungen

53 Kirchen und kirchliche Orte in ganz Südtirol haben am  Freitagabend, 29. Mai 2026, zur Langen Nacht der Kirchen eingeladen. Mit insgesamt 107 Veranstaltungen bot die Aktion ein vielfältiges Programm aus Musik, Begegnung, Gebet, Kultur und Kreativität. Tausende Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Kirchenräume neu zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das heurige Motto „MUTeinander“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch den Abend.

Von Schlanders bis Oberrasen und von Salurn bis Stilfes standen gestern Abend über ganz Südtirol verteilt die Kirchentüren offen für Menschen aller Generationen. Viele Pfarreien griffen das heurige Motto „MUTeinander“ in ihren Programmen auf und luden dazu ein, miteinander Mut zu finden und einander Mut zu machen.

Musik als verbindendes Element

Besonders stark vertreten war heuer die Musik. In der evangelischen Christuskirche in Bozen begeisterten beispielsweise die unibzVoices mit ihrem Konzert, während in der evangelischen Kirche in Meran die Liedermacher Siegfried und Oliver Fietz auftraten. In Montan verband die „Latin Jazz Mass“ liturgische Elemente mit modernen musikalischen Ausdrucksformen.

Einen besonderen Weg - im wahrsten Sinne des Wortes - wählten die italienischen Pfarrchöre der Diözese in Bozen: Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf“ zogen sie singend und betend von der Kirche Mutter Teresa über die Kirche Corpus Domini bis zur Kirche Maria Heimsuchung und machten das Motto der Langen Nacht unmittelbar erfahrbar.

Mut in vielen Facetten

Wie vielfältig das Thema Mut interpretiert werden kann, zeigte sich in den unterschiedlichsten Programmpunkten. In der Pfarrkirche von Brixen stand bei einer Dankesfeier für Paare das Thema „MUTeinander – Mut zur Liebe“ im Mittelpunkt. In Mölten verband eine Soundandacht Musik, Besinnung und die Segnung von „Mutmachern“.

Kreative Zugänge boten die „Vier Adamgelisten“ mit ihrem Improvisationstheater in Andrian. In zahlreichen Kirchen luden Impulse, Gebetszeiten und Gespräche dazu ein, persönliche Erfahrungen von Mut, Hoffnung und Gemeinschaft zu teilen.

Generationen verbinden

Mehrere Veranstaltungen brachten Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Im Seniorenwohnheim Pilsenhof in Terlan wurden Fahrräder und Roller von Kindern ebenso gesegnet wie Rollatoren und Rollstühle der Bewohnerinnen und Bewohner: ein sichtbares Zeichen für das Miteinander der Generationen.

Auch Kinder und Jugendliche waren vielerorts aktiv eingebunden. So bot die Jugendkirche in Meran einen Kinoabend an, während in anderen Pfarreien kreative Angebote, Soundandachten und Begegnungsmöglichkeiten für junge Menschen auf dem Programm standen.

Kirche als Ort der Begegnung

Großen Zuspruch fanden auch die Angebote in der Alten Grieser Pfarrkirche und in der Stiftspfarrkirche Gries. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Kirchenräume neu kennenzulernen, zur Ruhe zu kommen oder mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.

„MUTeinander“ sei nicht nur ein Motto geblieben, sondern vielerorts konkret erlebbar geworden, bilanziert Projektleiterin Renate Jud Palla. Die Lange Nacht der Kirchen habe erneut gezeigt, wie vielfältig kirchliches Leben sein kann und wie Kirchenräume zu Orten der Begegnung, des Austauschs und der Hoffnung werden.

Träger der Langen Nacht der Kirchen sind die Diözese Bozen-Brixen und die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste. Unterstützt wird die Initiative von der Krankenhausseelsorge, dem Verband der Seniorenwohnheime, dem Verband für Kirchenmusik, der Caritas-Freiwilligenarbeit, der Südtiroler Bäuerinnenorganisation sowie von zahlreichen Ehrenamtlichen in den Pfarreien.

Motto 2026: MUTeinander

In einer Zeit, die von schnellem Wandel, Unsicherheit und komplexen globalen Herausforderungen geprägt ist, braucht es Mut, um nicht in Angst oder Stillstand zu verfallen.

Die Lange Nacht der Kirchen 2026 widmet sich daher dem Jahresschwerpunkt „Mut“. Als biblisches Fundament und inhaltliche Grundlage dient die Bibelstelle:

„Fasse Mut, steh auf!“
vgl. Markus 10,49
(Die Heilung des blinden Bartimäus bei Jericho)

 

MUTeinander ist ein Wortspiel, das die Aspekte Mut und Miteinander verbindet:
miteinander – Mut – einander Mut machen.

Das Motto bringt zum Ausdruck:
Mut verstehen wir nicht als einzelkämpferische Heldenhaftigkeit, sondern als Haltung, die in der Gemeinschaft wächst – mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.

„MUTeinander“ vermittelt eine aktive und optimistische Grundhaltung – keine Forderung, sondern eine Einladung zum gemeinsamen Handeln.

Die Pfarreien sind wieder eingeladen, diese Nacht mitzugestalten und sich an der Botschaft der Hoffnung zu beteiligen – sei es durch besondere Impulse, Musik, Gebete oder Aktionen, die Menschen berühren und begeistern. Die Lange Nacht der Kirchen bietet einen Raum der Begegnung, der Ermutigung und des Austauschs, um gemeinsam auf das zu schauen, was hoffnungsvoll vor uns liegt.

Inspirationen für die Lange Nacht der Kirchen

Wie kann eine Lange Nacht der Kirchen vor Ort gestaltet werden? Was begeistert junge Menschen, Familien oder ältere Besucherinnen und Besucher?

Dieser Ideenpool sammelt erprobte Formate und kreative Ansätze aus Südtirol – vom Kirchenkino bis zur Fahrradsegnung, vom Jugendgottesdienst bis zur Besinnung mit Lichtsymbolik.

Die PDF-Vorlagen stehen als Inspiration und Arbeitshilfe für alle teilnehmenden Pfarreien zur Verfügung.

Zielgruppe: Kinder, Familien
Format: Segnung, Aktivstation mit Parcours
Beschreibung: Fahrzeuge segnen – vom Bobbycar bis zum Roller – mit anschließender Bewegungsstation und Begegnung.

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Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene
Format: Symbolischer Gottesdienst
Beschreibung: Ein Gottesdienst mit dem provokanten biblischen Bild vom Kamel im Nadelöhr – gedacht für junge Erwachsene.

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Zielgruppe: Jugendliche
Format: Workshop-Gottesdienst
Beschreibung: Ein kreativer Zugang zu Glaubensfragen und Lebensführung – interaktiv und dialogorientiert.

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Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
Format: Filmabend
Beschreibung: Kirche wird zum Kinosaal: Filme über Hoffnung, Gemeinschaft und Glaube – ein Ort der Begegnung für alle.

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Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene
Format: Besinnung mit Lichtsymbolik
Beschreibung: Impulse zu Licht, Dunkelheit und Hoffnung – spirituelle Impulse für mehrere Orte in einer Region.

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Zielgruppe: Jugendliche
Format: Jugendgottesdienst mit Musik
Beschreibung: Ein modernes Jugendformat mit Band, Diskussion und Begegnung – lebensnah und glaubensstark.

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Zielgruppe: Jugendliche
Format: Musikalische Andacht
Beschreibung: Ein meditatives Abendangebot für Jugendliche – mit Musik, Texten und Begegnung.

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Zielgruppe: Jugendliche
Format: Musikandacht
Beschreibung: Spirituelle Atmosphäre mit Klang, Licht und Text – gestaltet von und für Jugendliche.

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