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Texte und Berichte

Die Macht der Worte

Worte sind sehr wirkmächtig. Man spricht sogar von der „Magie der Worte“. Worte können erfreuen, beruhigen, trösten, versöhnen, aufrichten, ermutigen. Worte können aber auch verletzen, demütigen, ausgrenzen, entmutigen, Streit herbeiführen und verschärfen, verleumden.

Wer mit Worten verletzt wird, kann oft für einige Stunden, sogar für Tage in sich ein schlechtes Lebensgefühl haben. Wenn Menschen (z. B. Ehe- und Lebenspartner) sich immer wieder verletzende Worte sagen, kann sich zwischen ihnen allmählich eine Wand aufbauen, die irgendwann nicht mehr zu überwinden ist.

Wenn Kinder und Jugendliche von klein auf immer wieder verletzende Worte gesagt bekommen, wird in ihnen angemessenes Selbstwertgefühl, mutige Lebensfreude und Vertrauen geschwächt oder gar zerstört.

Es liegt an uns und an unseren Worten, welches Lebensgefühl Menschen neben uns entwickeln.

Wir sind durch unsere Worte entscheidend mitverantwortlich für die Lebensqualität der anderen Menschen. Es liegt an uns und unseren Worten, ob der andere neben uns in seinem Leben etwas von der Qualität des „Himmels“ oder des „Fegfeuers“ erlebt.

Auch Worte der Lehrer können in den Schülern viel Hilfreiches bewirken oder manchmal auch lebenslang nicht heilende Wunden zufügen.

Nicht zu vergessen: Das Wort Gottes ist – auch wenn es bisweilen Kritik und Zurechtweisung ausdrückt – letztlich immer ein gutes und ermutigendes Wort, auf das wir besonders hinhören mögen und das wir weitergeben können.

Josef Torggler
erschienen im RL-Forum am 10.8.2019

Texte und Berichte von Seniorenseelsorger Josef Torggler

Worte sind sehr wirkmächtig. Man spricht sogar von der „Magie der Worte“. Worte können erfreuen, beruhigen, trösten, versöhnen, aufrichten, ermutigen. Worte können aber auch verletzen, demütigen, ausgrenzen, entmutigen, Streit herbeiführen und verschärfen, verleumden.

Wer mit Worten verletzt wird, kann oft für einige Stunden, sogar für Tage in sich ein schlechtes Lebensgefühl haben. Wenn Menschen (z. B. Ehe- und Lebenspartner) sich immer wieder verletzende Worte sagen, kann sich zwischen ihnen allmählich eine Wand aufbauen, die irgendwann nicht mehr zu überwinden ist.

Wenn Kinder und Jugendliche von klein auf immer wieder verletzende Worte gesagt bekommen, wird in ihnen angemessenes Selbstwertgefühl, mutige Lebensfreude und Vertrauen geschwächt oder gar zerstört.

Es liegt an uns und an unseren Worten, welches Lebensgefühl Menschen neben uns entwickeln.

Wir sind durch unsere Worte entscheidend mitverantwortlich für die Lebensqualität der anderen Menschen. Es liegt an uns und unseren Worten, ob der andere neben uns in seinem Leben etwas von der Qualität des „Himmels“ oder des „Fegfeuers“ erlebt.

Auch Worte der Lehrer können in den Schülern viel Hilfreiches bewirken oder manchmal auch lebenslang nicht heilende Wunden zufügen.

Nicht zu vergessen: Das Wort Gottes ist – auch wenn es bisweilen Kritik und Zurechtweisung ausdrückt – letztlich immer ein gutes und ermutigendes Wort, auf das wir besonders hinhören mögen und das wir weitergeben können.

Josef Torggler

Wir wissen, dass wir alle aufeinander angewiesen sind. Warum gibt es dann doch immer wieder auch Streit und Auseinandersetzungen? Eigentlich möchte jeder Frieden und Ruhe haben. Streit bringt viel Leiden in das Zusammenleben.

Damit eine Gemeinschaft lebendig bleibt, muss jeder seine Individualität, seine Ideen, seine Bedürfnisse und Vorstellungen einbringen. Jeder muss seine Individualität erhalten und zum Ausdruck bringen. Da stoßen dann gegensätzliche Meinungen und Interessen aufeinander. In Familien, Verwandtschaften, Vereinen und politischen Parteien, in Wirtschaft und Politik und sogar in kirchlichen Gemeinschaften. Faire Auseinandersetzungen sind notwendig, arten oft aber im destruktiven Streit aus.

Auch Tiere gleicher Art tragen untereinander Aggressionen aus. Diese Auseinandersetzungen haben immer einen wichtigen Sinn: Brutpflege, Futtersicherung, Arterhaltung. Genauso haben auch die Streitigkeiten zwischen Menschen stets einen sinnvollen Grund, den es zu erkennen und zu benennen gilt.

Aufgrund ihres Instinktes lassen Tiere gleicher Art von der Aggression sofort ab, sobald der Grund der Aggression geklärt ist. Tiere halten sich auch nach heftigen Auseinandersetzungen von der Tötung der Artgenossen instinktiv zurück. Sie töten normalerweise nie Tiere der gleichen Gattung.

Aggressionen und Auseinandersetzungen zwischen Menschen aber können über den sinnvollen Kontext hinausgehen und sehr destruktiv werden, bis hin zu dauernden Unversöhntheiten und Feindschaften. Sie können sogar zu Morden führen. So gesehen haben die Tiere durch ihren Instinkt uns gegenüber einen Vorteil.

Menschen müssen den teilweisen Verlust der Instinktgesichertheit mit ihrer Vernunft ausgleichen. Es braucht vernünftige Erziehung und Moral, gerechte Gesetze, Gerichte und Polizei wie besonders auch Kultur und Religion. Um destruktiven Streit zu vermindern, gibt es Schulungen, psychologische Beratungen und Mediation. Vom Kindergarten an sollte konstruktives Streiten gelernt werden.

Innere Bereitschaft und Arbeit an sich selbst

Es erstaunt, dass Jesus im Evangelium sagt: „Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, nicht Frieden, sondern Spaltung.“ Er meint zunächst, dass um der Wahrheit und um des Gemeinwohles willen auch gestritten werden darf und muss. Er zählt dann beispielhaft alltägliche Streitsituationen auf, wie sie mit dem konkurrierenden Verhalten im alltäglichen Lebensprozess gegeben sind.

So gesehen hat nicht erst Jesus Spaltung und Streit gebracht. Vielmehr weist er darauf hin, wie es von Anfang an unter den Menschen zugeht. Er selbst stand im tragischem Konflikt mit einer Gruppe uneinsichtiger und populistisch agierender Pharisäer. Dies führte sogar zu seiner ungerechten Tötung.

Es bleibt wichtige und nicht einfache Aufgabe, destruktive Streitsituationen zu vermeiden und konstruktive Formen des Streitens zu finden. Dies setzt viel innere Bereitschaft und Arbeit an sich selbst voraus.