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Anliegen

Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber erkennen, dass ihr Lebensweg ihr Glaubensweg ist.
Sie entdecken, dass Gott sie im Leben begleitet. Mithilfe von Bildern und Geschichten sprechen sie über das Geheimnis Gottes und vertiefen es.

Schwerpunkte

  • Mein bisheriges Leben
  • Meine Gegenwart und meine Zukunftsvorstellungen
  • Mein Lebensweg als Glaubensweg
  • Gott in meinem Leben – Gottesbilder
  • Firmung als persönliches Ja zu Gott

Mit unterschiedlichen Lebensgeschichten nehmen die Firmbewerberinnen und Firmbewerber, Firmkatechetinnen und Firmkatecheten sowie Firmbegleiterinnen und Firmbegleiter am Treffen teil. Jede Lebensgeschichte ist geprägt von persönlichen Erlebnissen, Verletzungen und Hoffnungen. Dabei spielen insbesondere die Beziehungen zu anderen Menschen eine bedeutende Rolle. 
Diese Lebensgeschichte beeinflusst mein Leben heute und meine Zukunftsvorstellungen: Was ist mir wichtig, wenn ich an meine Zukunft denke? Die Zukunftsvorstellungen wiederum nehmen Einfluss auf meine Motivation und somit auf mein Handeln heute. Daher tut es gut, zwischendurch bewusst innezuhalten und sich mit der eigenen Lebensgeschichte, mit der Gegenwart und den Zukunftsvorstellungen auseinanderzusetzen.

Diese Lebensgeschichte ist auch meine Glaubensgeschichte – sie gehören untrennbar zusammen: Wer gibt mir Halt und Hoffnung? Wer hat mir von Gott erzählt? Wie habe ich Gott in meinem Leben erlebt? 
Es gibt Erfahrungen in meinem Leben, die von Gottes Nähe erzählen: Es gibt Erlebnisse, die lassen mich erkennen, dass es etwas Größeres gibt, dass es Gott gibt. Ich habe gespürt, dass Gott da ist, mich begleitet und mir Kraft schenkt. Genauso kann ich aber auch Gottes Ferne in meinem Leben erleben und mich fragen: Wo ist Gott? Gibt es überhaupt einen Gott?

Die biblischen Texte erzählen von zahlreichen Gotteserfahrungen. Diese Erfahrungen werden mit Hilfe von unterschiedlichen und auch widersprüchlichen Bildernund Geschichten ausgedrückt. Die Bilder und Geschichten helfen uns, Unbeschreibbares zu beschreiben und über das Geheimnis Gottes zu sprechen. Die vielen Bilder und Geschichten laden uns ein, Gott im eigenen Leben zu entdecken, aber auch das eigene Bild von Gott kritisch zu überprüfen: Welche Gottesbilder wurden mir vermittelt? Nur einige wenige oder viele unterschiedliche? Stelle ich mir Gott so vor, wie ich ihn gerne haben möchte?

Der Glaube an Gott ist ein Geschenk, das mir anvertraut wird und mit dem ich Schritt für Schritt vertraut werde. Er prägt den Alltag und gibt Orientierung und Halt.
Das Christwerden ist ein Prozess, in dem ich wachsen kann und der Zeit braucht.
Die Feiern der Taufe und Firmung stehen eigentlich am Beginn dieses Prozesses: Gott wendet sich mir zu und begegnet mir. Und ich habe seine Spuren in meinem Leben entdeckt. Gott hat mich gerufen und ich „ant-worte“ ihm: Ja, ich glaube, dass es dich, Gott, gibt. Ja, ich glaube, dass auch ich dich, Gott, in meinem Leben erfahren habe und weiterhin erfahren werde. Ja, Gott, ich steh zu dir.
 

Welche Höhepunkte und Tiefpunkte gab es in meinem Leben?
Was erwarte bzw. erhoffe ich mir von der Zukunft?
Welche Bedeutung hat der Glaube in meinem Leben?
Wer hat meinen Glauben entscheidend mitgeprägt?
Welche Gottesbilder wurden mir vermittelt? Welche sind für mich kostbar und mit welchen habe ich Schwierigkeiten?
Wann und wie habe ich Gottes Nähe erlebt? 
Wann und wie habe ich Gottes Ferne erlebt?

Ideen für Treffen

  • Grundsätzliches

Lieder sprechen unser Innerstes an und durch Lieder werden Botschaften und Gefühle ausgedrückt. So greifen Lieder auch unterschiedliche Facetten des Lebens auf. 
Lieder können daher in ein Thema einführen oder es vertiefen, sie können Gedanken eines Treffens zusammenfassen und gesungenes Gebet sein. 

In einer Soundandacht werden aktuelle Lieder und Hits angehört, daher wird sie manchmal als „Beten mit den Stars“ bezeichnet. Diese Lieder und Hits können mit Texten bzw. Gebeten, welche die Jugendlichen selbst verfasst haben, religiös gedeutet werden. Wie jede Andacht beginnt auch die Soundandacht mit dem Kreuzzeichen, enthält eine biblische Lesung und schließt mit dem Segenszuspruch und dem Kreuzzeichen ab. Ansonsten gibt es keine Vorgaben, weshalb sie recht frei gestaltet werden kann. Tipp: Viele Jugenddienst sowie Südtirols Katholische Jugend (SKJ) organisieren öfters Soundandachten. Vielleicht bietet sich die Gelegenheit, dort mal mitzufeiern.

Was bewegt unsere Firmbewerberinnen und Firmbewerber? Was beschäftigt sie? Mit Hilfe der Lieder, welche die Jugendlichen zurzeit viel und gerne anhören, werden ihre Lebensfragen thematisiert. 
 

  • Vorbereitung

Die Jugendlichen werden gebeten, ein Lied, das sie zurzeit viel hören bzw. das ihnen gut gefällt, zum Treffen mitzunehmen. Falls dieses Lied in einer anderen Sprache gesungen wird, dann ist es von Vorteil, wenn sie eine deutsche Übersetzung des Textes mitbringen.
Weiteres Material: 
-    Kärtchen zum Mitnotieren der Gedanken
-    Stifte
-    Pinnwand, Pinnnadeln (ansonsten auf dem Boden clustern)
-    Plakat mit persönlichen Fragen
-    3 Klebepunkte
-    technische Geräte für die Soundandacht (um Lieder abzurufen und sie in der Gruppe anzuhören)

 

  • Beschreibung

Einstieg
•    Austausch: Die Jugendlichen arbeiten zu zweit (siehe auch Methoden zur Gruppeneinteilung in der Onlineversion der Firmunterlagen).
Sie stellen sich gegenseitig ihr Lied vor: 
Wer singt dieses Lied? 
Worum geht es in diesem Lied? 
Warum gefällt mir dieses Lied?
•    Gedanken sammeln: In einem zweiten Schritt schauen sie ihre Lieder etwas konkreter an: 
Welche Botschaft vermittelt das Lied?
Welche Fragen wirft das Lied auf?
Hat dieses Lied etwas mit meinem Leben zu tun?
•    Gedanken vorstellen und clustern: Die Gedanken von der zweiten Austauschrunde werden nun in der Gruppe vorgestellt. Dabei muss das Lied nicht unbedingt verraten werden. Auf Karten werden die Gedanken mitnotiert und dann geclustert. 
•    Ergebnis betrachten: Welche Botschaften und Werte stechen hervor? Welche Fragen kommen häufig vor? Es wird der Gruppe rückgemeldet, was auffällt. Die Gruppe selbst kann auch ihre Beobachtungen mitteilen. 

Vertiefung
•   Ergebnis reflektieren:  Haben diese Lieder etwas mit eurem/mit unserem Leben zu tun? Welche dieser Werte und Botschaften sind euch besonders wichtig? Es kann sein, dass dieser Aspekt bereits im vorhergehenden Schritt von den Teilnehmenden selbst thematisiert wurde. Besonders bei diesem Austausch ist es wichtig, dass aktiv zugehört wird und die Jugendlichen spüren: „Der/Die (Leitung) nimmt mich wahr/ernst.“
•    Ergebnis bewerten:  Alle bekommen drei Klebepunkte. Sie entscheiden sich, welcher Botschaft bzw. welchem Wert sie einen Punkt geben. Mit jenen fünf Botschaften oder Werten, welche die meisten Punkte erhalten haben, wird nun weitergearbeitet. 
•    Soundandacht vorbereiten – Texte vorbereiten:  Die Jugendlichen arbeiten wieder zu zweit. Sie suchen sich einen der fünf Botschaften bzw. Werte aus und überlegen, was ihnen diese Botschaft bzw. dieser Wert bedeutet. Ihre Gedanken halten sie in ein paar Sätzen fest. Bei größeren Gruppen können mehrere Paare zu einer Botschaft bzw. zu einem Wert arbeiten. Die Leitung sollte im Blick haben, wer zu welcher Botschaft bzw. welchem Wert arbeitet und darauf achten, dass alle fünf bearbeitet werden. 
•    Soundandacht vorbereiten – Lied auswählen:  Die Paare, welche zur gleichen Botschaft/zum gleichen Wert gearbeitet haben, setzen sich zusammen und überlegen, welches ihrer Lieder angehört wird. Ebenso vereinbaren sie, in welcher Reihenfolge ihre Texte vorgelesen werden. Die Leitung sammelt diese Liedvorschläge und hält die Reihenfolge fest. Falls ein Lied öfters gewählt wurde, sucht die Leitung gemeinsam mit der Gruppe nach einer Lösung.

Abschluss
Das Treffen wird mit der Soundandacht abgeschlossen. Dafür kann ein geeigneter Ort gewählt oder der Raum besonders hergerichtet werden.

 

  • Grundsätzliches

In der Bibel finden wir Glaubensgeschichten von Menschen, die Gott in ihrem Leben erfahren haben. Die Arbeit mit der Bibel eröffnet einen Zugang zu diesen zentralen Texten unseres Glaubens. Diese Texte wurden zwar in einer anderen Zeit aufgeschrieben, aber darin begegnen uns Menschen, die leiden, hoffen, enttäuscht werden, zweifeln, sich freuen, vertrauen…wie wir heute.  Eine Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch alle biblischen Texte zieht, ist: Gott ist ein Gott des Lebens, der den Menschen zum Heil führt. Dieser Glaubensschatz kann gemeinsam entdeckt werden – durch unterschiedliche Methoden der Bibelarbeit. 

Kreative Schreibmethoden wie das Schreibgespräch eröffnen einen persönlichen Zugang zum Thema. Dabei geht es nicht um ein „korrektes“ Schreiben im Sinne der Rechtschreibung und Grammatik, sondern es geht darum, eigene Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Besonders jene Gedanken, welche in einer Gruppe kaum bis gar nicht angesprochen werden, können anhand kreativer Schreibmethoden zur Sprache kommen.

In der Erzählung aus Ex 3,1-15 wird Mose berufen, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. In diesem Zusammenhang wird der Name Gottes offenbart und das biblische Gottesverständnis deutlich (siehe „Einführung in den Bibeltext aus Ex 3,1-15“ im folgenden Materialteil).
Der Name Gottes lädt ein, über Gottesvorstellungen zu sprechen, ohne dabei Gott auf ein bestimmtes Gottesbild festzulegen. Gott ist immer mehr und ganz anders, als ich mit Worten und Bildern ausdrücken kann.
 

  • Vorbereitung

-    bei Einstieg – Möglichkeit 1: Bilder oder „Die Symbol-Kartei“ von R. Oberthür (ausleihbar in der Bibliothek und Medienstelle im Pastoralzentrum)
-    bei Einstieg – Möglichkeit 2: sieben Plakate (auf jedem ein Gottesbild notieren), 14 rote Stifte, 14 schwarze Stifte
-    Bibel
-    Karten und Stifte zum Sammeln der Gedanken
-    vorbereitete Karten zur Deutung der Bibelstelle
-    eventuell Satzanfänge für das Bekenntnis
-    Papier oder die Impulskarte aus der Firmbox
-    Schreibmaterial
-    eventuell technische Hilfsmittel für Word-Cloud oder Papier und Farben

 

  • Beschreibung

Einstieg
•     Möglichkeit 1 - Symbolbilder: In der Mitte werden Bilder ausgelegt (aus Kalender, Zeitungen usw.). Besonders gut eignet sich hier die Symbol-Kartei von R. Oberthür. Die Jugendlichen wählen zwei Bilder aus, die sie mit Gott verbinden (und eventuell ein Bild, das sie überhaupt nicht mit Gott verbinden können). Die restlichen Bilder werden weggeräumt. Jede/r stellt seine Bilder kurz vor und legt sie wieder in die Mitte (Gott ist…Gott ist wie….).
Es folgt der Hinweis, dass wir nun einen Bibeltext hören, der uns Wichtiges über Gott mitteilt. Die Erzählung aus Ex 3,1-15 wird vorgelesen.
•    Möglichkeit 2 - Schreibgespräch:Die Leitung bereitet bis zu sieben Plakate mit bekannten und weniger bekannten Gottesbildern bzw. Gottesvorstellungen vor (z. B. Vater, Mutter, König, Hirte, Retter, Kriegsmann, Licht). Bei jedem Plakat liegen ein roter und ein schwarzer Stift. Mit schwarzem Stift werden auf dem Plakat Gedanken festgehalten, die diesem Gottesbild zustimmen. Mit rotem Stift werden Gedanken oder Fragen festgehalten, welche diese Gottesvorstellung in Frage stellen. Die Jugendlichen gehen im Raum herum, ohne miteinander zu sprechen. Sie können sich aussuchen, zu welchem Plakat sie gehen wollen und bei welchem Plakat sie was dazuschreiben möchten. Es ist auch möglich, zu den Kommentaren der anderen was dazuzuschreiben (Fragen, Ergänzungen, andere Stellungnahme…).
Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut und besprochen.

Es folgt der Hinweis, dass wir nun einen Bibeltext hören, der uns Wichtiges über Gott mitteilt. Vielleicht kann er uns auch Antworten auf Fragen geben, die in diesem Schreibgespräch aufgetaucht sind. 
Die Erzählung aus Ex 3,1-15 wird vorgelesen.

Vertiefung
•    Gedanken sammeln: Alle nennen zwei Begriffe, die ihnen „hängengeblieben“ sind. Die Leitung schreibt die Begriffe auf Karten und legt sie in Kreisform nieder. Dabei versucht sie, die Begriffe in jener Reihenfolge niederzulegen, wie sie im Bibeltext vorkommen.
•    Einführung in den Bibeltext: Die Leitung legt zu den Begriffen der Jugendlichen vorbereitete Karten dazu, welche in die Bedeutung des Bibeltextes einführen (siehe „Einführung in den Bibeltext Ex 3,1-15“ im folgenden Materialteil). 
•    Gemeinsame Reflexion: Unsere Gottesvorstellungen – dem Geheimnis Gottes auf der Spur oder einengend? 
Wurde als Einstieg die Möglichkeit 1 gewählt, dann werden nun die Gottesbilder gemeinsam angeschaut. Was fällt auf? Betonen sie etwas sehr stark? Legen sie Gott auf ein bestimmtes Bild fest?
Wurde als Einstieg die Möglichkeit 2 gewählt, dann werden nun die Plakate gemeinsam angeschaut. Eventuell mit jenen drei starten, auf denen viel in Rot festgehalten wurde oder wo kaum Notizen zu finden sind. Einige Hinweise zu den vorgeschlagenen Gottesbildern sind im folgenden Materialteil enthalten.
•    Persönliche Reflexion: Hier bieten sich wiederum zwei Möglichkeiten an.
     Möglichkeit 1:Bekenntnis formulieren
Die Gottesvorstellungen, die gemeinsam reflektiert wurden, können nun eine Hilfe sein, um ein persönliches Bekenntnis zu formulieren: Gott ist für mich…, Ich glaube, dass Gott…
Diese Satzanfänge werden als Hilfe zu den Gottesvorstellungen gelegt. Jedes Gruppenmitglied erhält ein Blatt Papier oder die Karte aus der Firmbox und kann einen Platz aussuchen, an dem es unbeobachtet schreiben kann. Dabei kann im Hintergrund meditative Musik gespielt werden. Genauso kann diese persönliche Vertiefung im Freien stattfinden.
     Möglichkeit 2: Word-Cloud gestalten
Cloud heißt übersetzt Wolke. Word-Cloud ist eine Form von Darstellung: Wörter, die wichtig sind bzw. in einem Text oft vorkommen, werden groß geschrieben. Desto wichtiger ein Wort, desto größer wird es geschrieben. Für diese Vertiefung kann auch auf eine digitale Hilfe zurückgegriffen (z. B.https://www.wortwolken.com/  bzw. Umfragetool https://pingo.coactum.de/) werden.
Wenn in einer Gruppe Gottesvorstellungen gesammelt werden, dann werden häufig Nomen genannt. Dabei werden in der Bibel vor allem Verben (z. B. erschaffen, erhören, führen…) verwendet, um Gottesvorstellungen zum Ausdruck zu bringen.
Nachdem bei diesem Treffen bisher vor allem Nomen für Gott im Mittelpunkt standen, überlegt sich nun jede und jeder, welche Verben zu Gott passen. Dazu wird auf einem Blatt Papier ein Cloud gestaltet: Je wichtiger ein Verb ist, desto größer wird es geschrieben. 

Abschluss
Ein Satz aus dem Bekenntnis wird vorgelesen oder die Word-Clouds werden den anderen gezeigt. Bei der Vorstellung der Word-Clouds können jene Begriffe, welche ganz groß geschrieben wurden, vorgelesen werden.
Dann wird ein Lied gesungen (siehe Liedvorschläge unter Kapitel 6), oder ein Gebet wird gesprochen.

 

  • Materialteil

Einführung in Exodus 3

Gottesvorstellungen - eine Auswahl aus der Vielfalt

  • Grundsätzliches

Wenn Jugendliche und Erwachsene über den eigenen Lebensweg nachdenken sollen, kann es hilfreich sein, wenn sie zunächst eingeladen werden, sich auf eine Gedankenreise zu machen. Die Gedankenreise kann helfen, sich an bedeutende Ereignisse und Menschen zu erinnern und über Hoffnungen und Zukunftsvorstellungen nachzudenken.

 

  • Vorbereitung

-    Gedankenreise (Text)
-    Material für Gestaltung des persönlichen Lebensweges (Papier, Farben, Wollfaden…)
-    Briefkuverts und Briefpapier
-    Bibel, große Kerze, kleine Kerzen für den Abschluss

 

  • Beschreibung

Einstieg
•    Gedankenreise: Die Jugendlichen setzen sich bequem hin bzw. sie können auch liegen. Wer die Möglichkeit hat, ungestört im Freien zu arbeiten, kann sich auch dort mit der Gruppe einen bequemen Platz suchen.
Wer möchte, kann die Augen schließen. Die Leitung sorgt für die Sicherheit der einzelnen Gruppenmitglieder (dass diese nicht von anderen gestört werden und dass jene, die die Augen nicht schließen, sich nicht über die anderen lustig machen).
Die Leitung liest den Text für die Gedankenreise langsam vor.
 

Vertiefung
•    Mein Leben im Symbol des Weges – persönliche Vertiefung: Alle nehmen ein Blatt zur Hand und zeichnen dort ihren persönlichen Lebensweg auf: Dieser kann in Form eines Weges oder in Form von Fußabdrücken oder mit Hilfe eines Wollfadens gestaltet werden. Dabei beginnt der Lebensweg mit der Geburt und „endet“ beim Heute. Alle überlegen für sich, welche wichtigen Ereignisse sie bisher erlebt haben (schöne Erlebnisse, schmerzhafte Erlebnisse), welche Personen für sie wichtig waren bzw. sind und halten dies auf ihrer Zeichnung fest. Dafür kann ein Schlagwort notiert oder ein Symbol gezeichnet werden.
•    Gott auf meinem Lebensweg - persönliche Vertiefung: In einem weiteren Schritt wird die Frage gestellt: „Und welche Rolle spielte Gott in deinem bisherigen Leben? Gab es Momente und Ereignisse, wo Gott dir ganz nahe bzw. ganz wichtig war? Gab es Momente und Ereignisse, wo du Gott ganz fern bzw. als unwichtig erlebt hast?
Auf dem Lebensweg wird mithilfe eines Zeichens festgehalten, wann Gott einem ganz nah/wichtig (ein Zeichen) und wann Gott einem ganz fern/unwichtig (ein anderes Zeichen) war. Die Fußabdrücke können dabei auch in unterschiedlichen Farben angemalt werden (eine Farbe für „Gott ganz nah/wichtig“ und eine andere Farbe für Gott ganz fern/unwichtig“).
•    Meine Zukunftsvorstellungen – persönliche Vertiefung: Alle bekommen ein Blatt Papier und einen Briefumschlag. Nachdem über die Vergangenheit nachgedacht wurde, soll der Blick nun in die Zukunft gerichtet werden:
Wie stelle ich mir die Zukunft vor?
Was erwarte ich mir von der Zukunft?
Was ist mir wichtig, wenn ich an meine Zukunft denke?

Als Hilfe kann auch folgender Auftrag helfen: „Mein Leben in 20 Jahren“ oder „Stell dir vor, in 20 Jahren ist ein Betrag über dich im Lexikon/auf wikipedia zu finden. Was steht dort über dich?“
Der Brief wird später in die Firmbox gelegt. Er kann auch zugeklebt werden.

Weitere Idee:
Wenn es die Leitung zeitlich schafft, dann kann auch vorgeschlagen werden, dass jede und jeder einen Brief an sich selbst schreibt, welchen er/sie bekommen wird
-    zur Firmung oder
-    falls alle jünger sind als 18, dann zur Volljährigkeit oder
-    nach 3 Jahren.
Dazu wird auf dem Briefumschlag die eigene Adresse festgehalten.
Hinweis: Im Leitfaden finden Sie unter „Gute Zeichen – 2. Im Zeichen der Firmung“ eine ähnliche Idee. Im Vorfeld ist deshalb zu entscheiden, bei welchem Thema diese Idee aufgegriffen wird.

•    Mein Lebensweg – gemeinsame Reflexion: Nach diesem persönlichen Festhalten versammelt sich die Gruppe im Kreis. In die Mitte wird eine Kerze gestellt. Die Briefumschläge mit dem Namen werden um die Kerze (in Kreisform) gelegt. Wer möchte, kann der Gruppe mitteilen, wie es ihm/ihr ergangen ist: Sind diese Übungen mir leicht gefallen? Was ist mir persönlich aufgefallen? Habe ich bereits konkrete Vorstellungen und Wünsche von meiner Zukunft?
Nach dieser persönlichen Rückmeldung kann auch folgende Frage aufgeworfen werden: Welche Rolle spielt Gott in meinem Leben? Kommt in meiner Zukunft auch Gott vor?
Besonders wertvoll ist es an dieser Stelle, wenn die Leitung ein persönliches Zeugnis abgibt: An was kann sie sich besonders erinnern, als sie im Alter der Jugendlichen war? Welche Rolle hat Gott in ihrem Leben gespielt? Welche Rolle spielt Gott jetzt in ihrem Leben?
Bei dieser gemeinsamen Reflexion kann auch aufgezeigt werden, weshalb dieser Themenschwerpunkt auf dem Weg der Firmvorbereitung wichtig ist.


Abschluss
Die Kerze in der Mitte wird entzündet. Die Bibelstelle Rut 1,14-19a wird vorgelesen.
Dann wird eine kleine Kerze an der großen Kerze in der Mitte entzündet. Die kleine Kerze wird zu einem Gruppenmitglied getragen. Der Vers aus Rut 1,16 (siehe Bibelvers auf der Karte in der Firmbox) kann dem Gruppenmitglied zugesprochen werden. Nun kann entweder dieses Gruppenmitglied eine kleine Kerze nehmen, sie an der der großen Kerze entzünden und sie einem anderen Gruppenmitglied mit dem biblischen Zuspruch übergeben oder die Leitung macht dies jeweils (Entscheidung hängt von der Gruppendynamik ab).
Wenn alle Gruppenmitglieder eine kleine Kerze erhalten haben, wird gemeinsam ein Lied gesungen (siehe Liedvorschläge) und/oder ein Segensgebet gesprochen.

 

  • Materialteil

Gedankenreise

  • Grundsätzliches

Allgemeine Hinweise zur Vorbereitung von Stationenwegen finden Sie hier unter Stationenweg.
Diese Stationen werden in einer bestimmten Reihenfolge vorbereitet.
Bei einer größeren Gruppe wird entschieden,
-    ob die Jugendlichen sich als Paar auf den Weg machen und einander die persönlichen Gedanken mitteilen oder/und
-    ob die Stationen doppelt vorbereitet werden, sodass sich alle ein wenig verteilen.

 

  • Vorbereitung

-    Einstieg
-    Stationen (Impulse vorbereiten, Orte aussuchen und vorbereiten)
-    Gemeinsamer Abschluss (Gottesdienst)
 

  • Beschreibung

Einstieg
Bei einem gemeinsamen Einstieg wird das Anliegen des Stationenweges und dessen Ablauf erklärt.


Vertiefung
Die Stationen laden zum persönlichen Nachdenken über den eigenen Lebens- und Glaubensweg ein.
Sobald alle am abschließenden Treffpunkt angelangt sind, kann eine kurze Reflexionsrunde stattfinden (Wie ist es euch ergangen? Welche Stationen waren für euch interessant? Welche herausfordernd? Welche waren nicht verständlich?).
Es wird nochmals an das Anliegen dieses Stationenweges erinnert.


Abschluss
Abschließend wir gemeinsam ein Gottesdienst (Andacht oder Wort-Gottes-Feier) gefeiert, bei dem die persönlichen Begriffe und Bilder für Gott aufgegriffen werden.
 

  • Materialteil

Stationenweg "Mein Leben - Mein Glaube" - Impulskarten

Als liturgische Feier auf dem Weg...

… könnte nach der Auseinandersetzung mit diesem Thema eine Tauferinnerung gefeiert werden (siehe hier unter "Prozessunterstützende Riten und Feiern").