Zum Hauptinhalt springen

Gemeinsam Advent und Weihnachten feiern

"Gott ist nahe": Im Advent und zu Weihnachten dreht sich alles um die Nähe Gottes zu den Menschen und um die zwischenmenschliche Nähe. Kirchliche Verbände und die Diözese bieten dazu, ausgehend von der biblischen Botschaft der Sonn- und Festtage, Gedanken und vielfältige Impulse an. Woche für Woche gibt es ein Thema, das sensibel machen will für die Nähe Gottes im Leben: es  geht um Achtsamkeit, um neue, andere Wege, um das Kleine und Unscheinbare, um Überraschungen und Staunen…

Advent wird zur Einladung

Weihnachten ist das Fest, das uns wohl wie kein anderes die Nähe Gottes erfahrbar macht. Aber manchmal erleben wir alle eine Art Glaubens-Lockdown: Wir wissen zwar theoretisch um die Nähe Gottes, aber wir tun uns schwer damit, sie zu spüren, diese Nähe zu erfahren. Also kann die Adventszeit einerseits eine Vorbereitungszeit auf Weihnachten sein, in der wir uns Tag für Tag daraufhin ausrichten, dass Gott „bald“ kommen wird und er daher schon nahe ist. Andererseits geht es für uns Christinnen und Christen ja nicht so sehr um einen „Termin“, an dem Gott kommt, denn wir wissen, dass er uns immer nahe ist, in jedem Moment unseres Lebens. Es geht also nicht um ein bloßes „vorbereiten auf…“, sondern der Advent wird zur Einladung, die Nähe Gottes, hier und heute und auch schon vor dem Weihnachtstermin gemeinsam mit anderen zu entdecken, zu erfahren und zu feiern!

Die Kraft der Botschaft

"In diesem Jahr haben wir uns gefragt: Was macht denn Weihnachten in unserer heutigen Zeit eigentlich aus? Die biblischen Texte im Advent sind geprägt davon, dass Gott den Menschen nahe sein will. Und sie werfen auch die Frage auf, wie das auch unser menschliches Zusammensein verändert und verwandeln kann. Hinter den biblischen Texten haben wir für uns das Thema „Gott ist nahe!“ gefunden. Nähe ist ja gerade in diesen Corona-Zeiten alles andere als selbstverständlich. Wie oft ist Nähe zu anderen Menschen in den vergangenen Monaten nicht möglich gewesen! Und wie haben die meisten von uns es genossen, als es wieder möglich war, sich zu treffen, Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam zu essen, zu feiern…! Das hat uns sehr angesprochen. Auch haben wir gemerkt, wie andere sich von dieser Botschaft anstecken und inspirieren ließen und sich in das Projekt eingebracht haben. Das war und ist eine sehr schöne Erfahrung", führt Reinhard Demetz, Leiter des diözesanen Seelsorgeamtes, aus.

Pfarreien mit ins Boot nehmen

"Neu ist auch, dass wir verstärkt die Pfarreien mit ins Boot holen wollen. Auch sie sollen nicht so sehr „Umsetzerinnen“ eines fertigen Konzeptes sein, sondern wir möchten auch mit ihnen die Botschaft teilen und weiterdenken – und sehen, was drumherum Neues entsteht", erklärt Johanna Brunner, die Leiterin des diözesanen Amtes für Ehe und Familie, die mit Reinhard Demetz, Stefan Huber (Referent für Liturgie und Bibelpastoral) und Sonia Salamon (Referntin für Katechese) federführend am Konzept von "Gott ist nahe" mitgearbeitet hat. Die Verantwortlichen in den Pfarreien sowie die Verbände auf Ortsebene erhalten deshalb Hilfestellungen, um selber mit den Menschen ihrer Pfarrei oder anderen Zielgruppen die Angebote zu nutzen und auch eigene Initiativen entlang des Weihnachtsfestkreises zu entwickeln.

Gott ist nahe: Aktionen, Initiativen und Impulse

Gesamte Adventzeit

Impulse und Aktionen für die gesamte Adventszeit

 

Für Pfarrbrief, Schaukasten, Homepage & Co: Sujets der Aktion "Gott ist nahe"

Folgendes Bildmaterial kann von Pfarreien und kirchlichen Vereinen in der Diözese Bozen-Brixen rechtefrei verwendet werden:

 

St. Martin und Nikolaus

1. Adventwoche: Füreinander aufmerksam, denn Gott ist nahe

Schwestern und Brüder! Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit eure Herzen gestärkt werden und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, bei der Ankunft Jesu, unseres Herrn, mit allen seinen Heiligen. Amen.

(1 Thess 3,12-13 – Abschnitt aus der Lesung vom 1. Adventsonntag)

Wir leben nur einmal, darum ermahnt uns Jesus, achtsam zu sein. Leben gelingt, wo gute Beziehungen lebendig sind. Auch wenn alles andere zerbricht, sind sie ein Schatz, der uns nicht genommen werden kann. Wenn Jesus wie ein Besucher in unser Leben tritt, wird die Annahme und Umsetzung dieser Botschaft zur Nagelprobe für unsere Freundschaft mit ihm.

2. Adventwoche und Nikolaus: Geht anders, denn Gott ist nahe

Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.

(Lk 3,4-6 = Abschnitt aus dem Evangelium vom 2. Adventsonntag)

Die Fülle des Lebens können wir uns selbst nicht geben. Denn alles, was wir tun ist unvollkommen und klein. Gott hat versprochen, dass er uns heil machen wird. Da ist der Gedanke der Verwandlung mit drin: Es wird gut, wenn etwas anders wird. Das ermutigt uns, jeden Tag die möglichen Schritte zu tun, um ihm ein Stück entgegen zu gehen.

3. Adventwoche: Freut euch, denn Gott ist nahe

Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, er schweigt in seiner Liebe, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.

(Zef 3,14.17 = Abschnitt aus der 1. Lesung vom 3. Adventsonntag)

Freude über das Kommen Gottes - eines Gottes, der Liebe ist. Was ändert sich, wenn wir aus der Freude über Gott und sein Kommen leben? Wir kommen ins "Gute Tun". Freude ist mehr als "a Hetz". Die Freude über Gott lässt mich anders handeln. Freude hat mit Dankbarkeit zu tun. Gott kommt als Mensch. Es ist, als wenn ein lieber Mensch kommt - was mache ich?

4. Adventwoche: Nichts ist zu klein, denn Gott ist nahe

Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

(Lk 1,41-45 = Abschnitt aus dem Evangelium vom 4. Adventsonntag)

Gott wird Mensch - ein Baby, kein Superbaby. Für Gott ist nichts zu klein. Er kommt zu den Kleinen, den "Geringen", er fängt klein an - damit wir etwas mit ihm anfnagen können.... Gott kommt im Kleinen. Gott ist im Kleinen da. Gott - dem Kleinen nah. Gott - als Herausforderung für die (scheinbar) Großen.

Weihnachten: Lass dich überraschen, denn Gott ist da

Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

(Lk 2,10-12 = Abschnitt aus dem Evangelium Lk 2,1-14)

Lass dich überraschen … von Gott. Überraschungsmoment bei den Hirten: Ganz unerwartet, ganz überraschend nahe ist Gott - den Hirten damals und uns heute. Wer offen ist für das Neue, Unbekannte und Ungewöhnliche kann auch überrascht werden - und eine gute Erfahrung machen.