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Welttag der Großeltern und älteren Menschen

Sonntag, 26. Juli 2026

Am Sonntag, 26. Juli, wird in der katholischen Kirche weltweit der Welttag der Großeltern und älteren Menschen begangen. Die Diözese Bozen-Brixen lädt die Pfarreien ein, die Gottesdienste dieses Tages bewusst im Zeichen der Begegnung zwischen den Generationen zu gestalten und dabei auch alleinstehenden Seniorinnen und Senioren besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Für die Feier hat Seniorenseelsorger Josef Torggler liturgische Hilfen vorbereitet. Sie umfassen unter anderem Gebete, Fürbitten, Predigtimpulse und Textvorschläge für die Gestaltung der Eucharistiefeier. Im Mittelpunkt stehen Dankbarkeit für das Engagement der Großeltern, die Verbundenheit zwischen den Generationen und die Sorge um ältere Menschen, die Einsamkeit erleben..

Der Welttag wurde 2021 von Papst Franziskus eingeführt und wird jeweils am vierten Sonntag im Juli, in zeitlicher Nähe zum Gedenktag der heiligen Joachim und Anna, der Großeltern Jesu, gefeiert. Er möchte das Miteinander der Generationen stärken und den wertvollen Beitrag älterer Menschen für Familien, Kirche und Gesellschaft sichtbar machen.

Zum Welttag der Großeltern

von Seniorenseelsorger Josef Torggler

Am 26. Juli wird im liturgischen Kalender der Kirche immer der Gedenktag der Großeltern Jesu Joachim und Anna gefeiert.Kalendermäßig dort in der Nähe hat Papst Franziskus den 4. Sonntag im Juli allgemein zum Welttag der Großeltern erklärt.

            Papst Franziskus will dadurch die Wichtigkeit der Großeltern auch in der heutigen Zeit hervorheben. Es soll besondere Wertschätzung und Dank an die Großeltern zum Ausdruck kommen. Zugleich möchte der Papst darauf hinweisen, wie wichtig  Großeltern für das Leben und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind.

            Es sind zunächst schon die gemeinsamen biologischen Erbanlagen durch die Großeltern und Enkel eng miteinander verbunden sind. Die Verbundenheit ergibt sich aber besonders durch die gemeinsamen Begegnungen. Großeltern erleben zumeist große Freude über ihre Enkelkinder und sind ihnen mit viel Wohlwollen zugewandt. Das spüren die Kinder und Jugendlichen und fühlen sich ihrerseits mit den Großeltern innerlich verbunden, von ihnen geschätzt und bei ihnen über das Elternhaus hinaus beheimatet.

            Man darf sagen, Großeltern spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern.  Großeltern haben den Eltern gegenüber den Vorteil, dass sie den Kindern gegenüber nicht so eng in Verantwortung stehen wie die Eltern. Deshalb können Großeltern  viel unbelasteter und großzügiger mit den Kindern umgehen. Es ist ein großer Vorteil, wenn Kinder Großeltern erleben dürfen.  Eltern müssen bei aller Liebe und umsichtigen Sorge in der Erziehung den Kindern immer wieder auch Grenzen setzen. Dem gegenüber tut es den Kindern gut, auch die oft lockere Art des Umgangs der Großeltern zu erfahren. Beide Erfahrungen sind für die Entwicklung der Kinder wichtig.    

            Aufgrund ihrer nicht immer nur leichten und unbelasteten Lebenserfahrungen haben Großeltern oft eine echte und ausgewogene Beziehung zu den Inhalten der Religion. Gerade Großeltern verstehen es oft gut, den Enkelkindern durch ihr beispielhaftes Leben und  durch gute Gespräche die in jedem Kind angelegte Offenheit für Religiosität zu fördernd. Echte religiös motivierte Lebenshaltungen sowie das Gebet und die Pflege der allgemeinen Riten und Bräuche der Religion können wichtige Lebenshilfe für das spätere Leben der Kinder werden. Hierbei spielen oft besonders die Großeltern eine wichtige Rolle.

            Großeltern ihrerseits gewinnen für ihr Leben im Alter viel aus der Begegnung mit den Enkelkindern. Zunächst sind Enkelkinder für Großeltern einfach Inhalt von Lebensfreude und Genugtuung. Einen wichtigen Teil ihres Lebenssinnes erleben sie in den Enkelkindern. Großeltern fühlen sich über die Enkel geschätzt und gebraucht. In der Begegnung mit den Enkelkindern  können in den Großeltern Gefühle verspürt werden, die das Leben sehr bereichern. Die Lebendigkeit, Originalität und Liebenswürdigkeit der Enkel stärkt in den Großeltern die Freude am Leben. Das oft bedrückende Altwerden wird durch den Umgang mit den anhänglichen Enkelkindern um vieles reicher und auch leichter. Ja, die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkinder sind für beide Seiten von großer Wichtigkeit.

            Der Einladung des Papstes folgend finden in unserer Diözese in diesem Jahr  zum Welttag der Großeltern an drei verteilten Orten der Diözese Gottesdienste mit Großeltern und eventuell den Enkelkindern sowie  alleinstehende Omas oder Opas statt.   Anschließend gibt  es jeweils ein gemütliches Zusammensein.

Welttag der Großeltern und älteren Menschen: Texte und Ideen zur Gestaltung des Gottesdienstes

Ich aber werde dich niemals vergessen (Jes 49,15)

Liebe Brüder und Schwestern,

durch den Mund des Propheten Jesaja verspricht der Herr, dass er keinen von uns jemals vergessen wird. Er versichert uns, dass er uns alle eingezeichnet hat in seine Hände (vgl. Jes 49,16) und dass seine Liebe größer ist als die einer Mutter zu ihrem Kind (vgl. Jes 49,15). Der Prophet lässt uns einen innigen und intensiven Dialog erahnen, in dem Gott jeden Einzelnen und das ganze Volk mit „du“ anspricht. Auch heute können wir diese Worte auf jeden von uns beziehen, und alle dürfen sich von diesem „Ich vergesse dich nicht“ angesprochen fühlen.

Es sind Worte, die mit Trost und Zuversicht erfüllen. Sie sind die Antwort auf ein quälendes Gefühl, das das Herz bewegt: »Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen« (Jes 49,14). Wie oft in der Heiligen Schrift, insbesondere in den Psalmen, kommt das Gebet aus der Verlorenheit derer, die meinen, ihr Leben sei für niemanden von Interesse und werde vernachlässigt! Das schmerzliche Gefühl, vergessen zu sein, verbindet leider viele Menschen, und unter ihnen sind nicht wenige ältere Leute.

Die Liebe Gottes hingegen, die niemanden vergisst, erscheint als Akt der Gerechtigkeit und als Antwort auf die Anonymität, in der das menschliche Leben allzu oft verloren geht. Insbesondere über dem Leben vieler älterer Menschen scheint ein Schleier zu liegen, der ihre Gesichtszüge verschwimmen lässt und in Vergessenheit hüllt. Das geschieht in den Häusern, in denen Einsamkeit herrscht, und auch in jenen Pflegeeinrichtungen, wo die Gefahr besteht, dass die Einzigartigkeit des Menschen sich auf die Nummer seines Bettes oder sein Krankheitsbild reduziert.

Der Welttag der Großeltern und älteren Menschen ist eine Gelegenheit, neu zu entdecken, dass die Kirche dazu berufen ist, Mutter aller zu sein, und dass es in jedem Alter möglich ist, sich als ein Sohn oder eine Tochter Gottes zu erfahren. Dieser Tag sei daher ein Ansporn für alle, insbesondere für die Jüngeren, die schöne Gewohnheit wiederaufzunehmen, ihre Großeltern, die älteren Familienmitglieder und auch diejenigen zu besuchen, die keinen Besuch erhalten. Bringt ihnen mit dieser Botschaft und eurer Gegenwart die Nähe und Zuneigung des Papstes zum Ausdruck. Tut es so, dass die Worte des Propheten „Ich aber vergesse dich niemals“ in einer herzlichen und liebevollen Begegnung konkrete Gestalt annehmen. »In einer Zeit, die zu Beschleunigung und Fragmentierung neigt, verlangt der menschliche Körper weiterhin nach Fürsorge und Anerkennung durch Hände, die zu Zärtlichkeit fähig sind, durch aufmerksame Menschen und durch freundliche Worte. Die digitale Kultur vervielfacht Verbindungen und bietet neue Möglichkeiten der Begegnung; dennoch bewahrt das menschliche Herz ein unverzichtbares Bedürfnis nach Nähe« (Enzyklika Magnifica humanitas, 239).

Die Kirche kennt das Leid ihrer älteren Söhne und Töchter; sie weiß sehr wohl, dass man allzu oft mit Voreingenommenheit auf sie blickt und man sie als Last empfindet; sie ist sich bewusst, dass eine gewinnorientierte Wirtschaft die familiären Bindungen schwächt; sie weiß, dass viele ältere Menschen von ihren Kindern verlassen werden, die zur Migration gezwungen sind oder, in einigen Fällen, in den Krieg ziehen müssen. Im Blick auf all diese Gründe verkündet sie freudig das Versprechen des Herrn: „Ich aber vergesse dich niemals!“

Es ist in jedem Alter schön, aber besonders, wenn man nicht mehr jung ist, zu entdecken, dass wir, wie der selige Johannes Paul I. sagte, »von Gott mit einer unvergänglichen Liebe beschenkt sind. Wir wissen: Er hat immer seine Augen auf uns gerichtet, auch wenn es Nacht zu sein scheint. Er ist Vater; noch mehr ist er Mutter« (Angelus, 10. September 1978). Auch wenn uns dieser Gedanke ungewohnt erscheinen mag, so ist es doch wahr, dass wir auch im Alter nicht aufhören, Söhne und Töchter zu sein, und so bleibt die Einladung, in die Arme Gottes zurückzukehren, dessen Liebe zugleich väterlich und mütterlich ist, jeden Tag gültig.

Viele entdecken erst im Laufe ihres Lebens die Zärtlichkeit Gottes, manchmal gerade auf dem letzten Lebensabschnitt. Denn anders als früher geschieht es immer häufiger, dass Menschen älter werden, ohne je eine echte Glaubenserfahrung gemacht zu haben. In diesem Fall kann das fortgeschrittene Alter, ausgehend von den Fragen, die man sich in dieser Lebensphase mit größerer Dringlichkeit stellt, zur günstigen Gelegenheit werden, um ein geistliches Leben zu beginnen oder wiederaufzunehmen. Auf diesem neuen Weg kann man erkennen, dass Gott, wie der heilige Augustinus sagt, „Mutter ist, weil er wärmt, weil er nährt, weil er stillt, weil er behütet“ (Kommentar zum Psalm 26, II, 18). Dieses Bewusstsein hilft, sich der aufkommenden Gebrechlichkeit nicht zu schämen und zu verstehen, dass wir stets einander brauchen und dass wir alle um Aufmerksamkeit und Fürsorge „betteln“. Zu Gott, der uns seine Nähe schenkt und den wir in seiner Zärtlichkeit immer besser kennenlernen, können wir nun mit kindlichem Vertrauen beten. Es ist nie zu spät, sich an ihn zu wenden. Das kann ein großes Geschenk für alle sein.  

Liebe ältere Männer und Frauen, Papst Franziskus sprach von euch als einem „neuen Volk“ (Katechese, 23. Februar 2022), da die Zahl der Menschen im fortgeschrittenen Alter in der Geschichte der Menschheit noch nie so hoch war wie heute. Es ist daher wichtiger denn je, mit euch, dem „neuen Volk“, darüber nachzudenken, worin unsere Berufung bestehen könnte, wenn die Gebrechlichkeit, die den Menschen von Geburt an begleitet, die Oberhand zu gewinnen scheint. Ich möchte euch sagen: Fürchtet euch nicht vor der Gebrechlichkeit! Gerade diese Schwäche birgt ein neues Potenzial, das auch die anderen Lebensabschnitte erhellt. Denn wenn sie angenommen und anerkannt wird, macht die Gebrechlichkeit »das Herz offen für gegenseitige Unterstützung und für die Anrufung Gottes, der das schenken kann, was keine menschliche Macht garantieren kann: die tiefe Versöhnung der Herzen und damit den wahren Frieden« (Begegnung mit der algerischen Gemeinschaft,Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika, Algier, 13. April 2026).

So können wir als Christen das Alter leben: „gebrechlich“, aber zugleich „berufen“. Ein Mann und eine Frau können nämlich noch im Alter wiedergeboren werden (vgl. Joh 3,4–6) und mit dem Propheten ausrufen: »Durch Umkehr und Ruhe werdet ihr gerettet, im Stillhalten und Vertrauen liegt eure Kraft« (Jes 30,15). Eine Kraft, die zur Einladung werden kann, nicht auf Arroganz und Macht zurückzugreifen, um das menschliche Zusammenleben zu sichern, sondern auf Versöhnung und wahren Frieden. In dieser Zeit, die so schwer von kriegerischer und sozialer Gewalt geprägt ist, fragen sich viele, wie die Welt aussehen wird, in der ihre Enkelkinder aufwachsen werden. Ich fordere euch, liebe Brüder und Schwestern, dazu auf, mit mir beständig um einen baldigen Frieden in der ganzen Welt zu beten.

Liebe ältere Schwestern und Brüder, ich danke euch, dass ihr mich jeden Tag mit euren Gebeten unterstützt, besonders wenn ihr den Rosenkranz betet. Auch ich versichere euch von Herzen meines Gebets und wünsche euch, dass der Herr, der uns niemals vergisst, uns stets im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe erneuern möge!

Aus dem Vatikan, am 15. Juni 2026

LEO PP. XIV

Tagesgebet:

Gott, von Dir kommt alles Leben.

Du lässt das Leben über die Generationen weitergehen.

Von den Vorfahren über die Großeltern 

zu den  jungen Eltern und

weiter zu den Enkelkindern. 

Wir danken Dir für unsere Eltern und Großeltern 

und für die Kinder.

Wir bitten Dich: Lass uns und alle Menschen 

untereinander in Wohlwollen und Frieden leben.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

 

Gabengebet:

Gott unser Vater, sieh wohlwollend auf uns alle 

und nimm unsere Gaben an. 

Lass uns dem Herzen nach  gute Menschen sein 

und Dankbarkeit und Freude in unseren Familien fördern. 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  Amen.    

 

Schlussgebet:

Herr unser Gott,

wir danken Dir für unsere Familien,

für die Kinder, für die Eltern und besonders auch für die Großeltern.

Wir bitten Dich, bleib Du mit uns allen

wohlwollend und segnend auf dem Weg, 

bis wir bei Dir unsere endgültige Heimat finden.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  Amen. 

Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, / freut euch, ihr Berge! Denn der HERR hat sein Volk getröstet / und erbarmt sich seiner Armen.

Doch Zion sagt: Der HERR hat mich verlassen, / Gott hat mich vergessen.

Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, / ohne Erbarmen sein gegenüber ihrem leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergisst: / Ich vergesse dich nicht.

1.      Wir freuen uns über diesen besonderen Tag der Großeltern und ihre Enkel sowie über alleinstehende ältere Menschen. Papst Franziskus hat ihn eingeführt. 

2.      Den Großeltern gilt ein großer Dank für das viele, das sie für ihre Familien und Enkelkinder tun und getan habe. Man kann vieles aufzähle.

3.      Für die Großeltern sind die Enkelkinder mit ihrer Fröhlichkeit und Lebendigkeit eine große Bereicherung in ihrem Leben. Enkelkinder schätzen und lieben ihre Großeltern und sind gerne bei ihnen. Großeltern tragen in vieler Hinsicht Wichtiges bei für die Entwicklung der Enkelkinder. 

4.      Das Motto, das Papst Leo diesem Tag vorangestellt hat lautet: Gott sagt: „Ich aber werde dich niemals vergessen.“ (Jes 49,15) Diese Aussage ist für krisenhafte Situationen gesagt, die es in jeder Familie gibt.  Es ist aber besonders auch älteren Menschen gegenüber gesagt, die manchmal Zeiten der Einsamkeit und der Verlassenheit erleben können.

5.      In der Welt gibt es ein ständiges Kommen und Gehen. Die Großeltern und Senior: innen haben die Welt geprägt und gestaltet. Die Jungen übernehmen ein großes Erbe und gestalten es in ihrem Sinn weiter. 

6.      Immer aber bleibt der verborgen anwesend, der alle Lebendigkeit des Lebens über alle Generationen hindurch erhält, begleitet und zum Gelingen führt.  „Ich werde Dich/Euch niemals vergessen.“ 

 

Priester:

Guter Gott, in dieser besonderen Stunde der Messfeier mit vielen Großeltern und Enkelkindern, sowie alleinstehende Senioren:innen richten wir unsere Bitten vertrauensvoll an Dich: 

 

Lektor/in: 

1. Für alle hier anwesenden Großeltern. Wir danken Ihnen für alles, das sie sich gegenseitig in all den Jahre ihrer Ehe Gutes getan haben und für alles, das sie ihren Familien geschenkt haben. Erhalte ihnen Lebensfreude und gute Gesundheit. 

Alle: Wir bitten Dich erhöre uns. 

 

2. Wir danken den vielen Großeltern besonders für all die Liebe und Zuwendung, die sie ihren Enkelkindern schenken. Wir bitten darum, dass ihr Beispiel und ihr Leben den Kindern und Jugendlichen Hilfe und Vorbild sein möge. 

Alle: Wir bitten Dich erhöre uns. 

 

3. Wir beten für alle alleinstehenden Omas und Opas: Hilf ihnen ihr Alleinsein anzunehmen und schenke ihnen Genugtuung und Freude beim Gedanken an all das, was sie für ihre Familien, für ihre Kinder und Enkelkinder getan haben und immer noch tun.

Alle: Wir bitten Dich erhöre uns. 

 

4. Wir bitten für die Enkelkinder der hier anwesenden Großeltern und für alle Kinder: Lass sie im Leben Geborgenheit und Liebe erleben und zu glücklichen und verantwortungsbewussten Menschen heranreifen.

Alle: Wir bitten Dich erhöre uns. 

 

5. ??? Viele Kinder aus der Ukraine sind nach Russland verschleppt worden. Ihre Eltern und Großeltern trauern darüber und leben in Sorge. Lass die Bemühungen vieler erfolgreich sein und die Kinder wieder zu ihren Eltern und Großeltern

Alle: Wir bitten Dich erhöre uns. 

 

6. Für diejenigen Großeltern, denen es nicht mehr so gut geht und die in Altersheimen oder Pflegheimen leben. Dass wir sie nicht vergessen und dass sie angemessenen Beistand erfahren.

Alle: Wir bitten Dich erhöre uns. 

 

Priester:

Herr Du hast Deinem Sohn Jesus gute Großeltern gegeben: Anna und Joachim. Wir danken Dir für alle Großeltern und ihre Familien durch Christus unseren Herrn.

Amen. 

Ich danke Dir, Herr,

für den Trost Deiner Gegenwart:

auch in Zeiten der Einsamkeit

bist du meine Hoffnung und meine Zuversicht.

Du bist mein Fels und meine Festung seit meiner Jugend!

 

Ich danke Dir, dass Du mir eine Familie gegeben hast

und dass Du mich mit einem langen Leben gesegnet hast.

Ich danke Dir für freudige wie schwierige Momente,

für die Träume, die sich in meinem Leben bereits erfüllt haben

und für die, die noch vor mir liegen.

Ich danke Dir für diese Zeit der erneuten Fruchtbarkeit,

zu der Du mich rufst.

 

Stärke, oh Herr, meinen Glauben,

mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

lehre mich, diejenigen zu umarmen, die stärker leiden als ich,

lehre mich, nie aufzuhören zu träumen

und den neuen Generationen von deinen Wundern zu erzählen.

 

Beschütze und leite Papst Franziskus und die Kirche,

damit das Licht des Evangeliums auch die Enden der Erde erhellen möge.

Sende aus Deinen Geist, oh Herr, um die Welt zu erneuern,

damit der Sturm der Pandemie sich beruhigt,

die Armen getröstet und alle Kriege beendet werden.

 

Stütze mich in meiner Schwäche

und schenke mir die Gnade, das Leben in Fülle zu leben

in jedem Augenblick, den Du mir schenkst,

in der Gewissheit, dass Du jeden Tag bei mir bist,

sogar bis zum Ende der Welt.

Amen.

Lebendiger Gott! Ob jung oder alt, ob gesund oder krank – alle Menschen sind deine Geschöpfe. Jeder einzelne ist einmalig und kostbar. Hilf uns, diese Einmaligkeit zu sehen, in der Beziehung zu dir unseren Wert zu erkennen und daraus Selbstvertrauen zu schöpfen. 

Kostbar, mein Leben

Kostbar, mein junges Leben

Kostbar, mein altes Leben

Kostbar, mein Leben gestern

Kostbar, mein Leben heute

Kostbar, mein Leben jetzt

 

Kostbar mein Leben mit aller Freude

Kostbar, mein Leben mit allem Leid

Kostbar, mein Leben mit aller Trauer

Kostbar mein Leben mit allem Scheitern

Kostbar, mein Leben mit allem Erreichten

Kostbar. Mein Leben mit allem Gelingen

 

Mein Leben,

Schatz im zerbrechlichen Gefäß,

Gott sieh es an, wie es geworden ist in all den Jahren!

Erfülle mein Leben

Lass es bleiben in deiner Liebe

Erhalte es durch deine Liebe 

Vollende es in deiner Liebe

Gib, dass es deine Liebe erwidert.

 _____

Eine Oma oder ein Opa liest vor, 

oder eine Oma und ein Opa abwechselnd:

 

Herr, segne unsere Enkel.

Alle wiederholen: 

Herr, segne unsere Enkel. 

 

            Dass sie sehn lernen mit Deinen Augen,

            die Liebe der Eltern und Großeltern,

            die Schönheit Deiner Schöpfung,

            die Farben der Blumen,

            den Schnee auf den Bergen,

            die Weite des Meeres.

 

Herr, segne unsere Enkel.

Alle: Herr segne unsere Enkel.

 

            Dass sie lernen, auf Deine Stimme zu hören,

            auf den Klang Deines Namens,

            auf den Ruf des Lebens,

            auf die Sprache Deiner Liebe,

            und das Wort Deiner Verheißung.

 

Herr, segne unsere Enkel.

Alle: Herr segne unsere Enkel.

 

            Dass sie reden lernen 

            Von den Freuden und Sorgen,

            von den Wundern des Lebens,

            von Liebe und Wohlwollen.

 

Herr, segne unsere Enkel.

Alle: Herr segne unsere Enkel.

 

            Dass sie gehen lernen,

            auf eigenen Füßen,

            auf den Strassen des Lebens,

            auf den Wegen des Friedens,

            in das Land Deiner Verheißung.

 

Herr, segne unsere Enkel.

Alle: Herr segne unsere Enkel.