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Welttag der Großeltern und älteren Menschen

Sonntag, 28. Juli 2024

Heuer ruft der Vatikan zum dritten Mal dazu auf, den "Welttag der Großeltern" am vierten Sonntag im Juli (heuer: Sonntag, 28. Juli) mit älteren Menschen zu verbringen. "Die Großeltern sind das Bindeglied zwischen den Generationen", betont Papst Franziskus. Oft würden sie vergessen. Dabei sei ihre Stimme so wertvoll, weil sie die Völker an ihre Wurzeln erinnerten. "Es ist wichtig, dass sich die Großeltern mit den Enkeln treffen" - und umgekehrt, so der Papst.

"Großeltern-Gottesdienste" in der Diözese

Die Arbeitsgruppe Seniorenpastoral der Diözese Bozen-Brixen hat heuer erstmals eine speziellen Aktion zum „Welttag der Großeltern und alleinstehende Senioren“ vorbereitet: an drei Orten werden an drei verschiedenen Tagen rund um den Welttag speziell Großeltern mit ihren Enkelkindern sowie alleinstehenden Senioren zu Gottesdiensten mit dem diözesanen Seniorenseelsorger Josef Torggler eingeladen.
 

  • Laas im Vinschgau | Pfarrkirche | Samstag, 15. Juli 2023, 10 Uhr

Messfeier mit Josef Torggler; eine Initiative der Seniorenpastoral der Diözese Bozen-Brixen. Mitgestaltung: Katholischer Familienverband (KFS) Zweigstelle Laas, KVW, Katholische Frauenbewegung und Pfarrei Laas.  Anschließend Umtrunk und geselliges Beisammensein.

  • Maria Trens | Sonntag, 16. Juli 2023, 10 Uhr

Messfeier mit Josef Torggler; eine Initiative der Seniorenpastoral der Diözese Bozen-Brixen. Mitgestaltung: Pfarrei rens; Religionslehrer Martin Ellemunt gestaltet den Gottesdienst mit. Anschließend Umtrunk auf dem Festplatz.

  • Aufkirchen/Toblach | Samstag, 22. Juli 2023, 10 Uhr

Messfeier mit Josef Torggler; eine Initiative der Seniorenpastoral der Diözese Bozen-Brixen. Mitgestaltung: Familienverband, Frauenbewegung und Pfarrgemeinderat Toblach. Anschließend gemeinsames Beisammensein im nahen Gasthaus „Kirchenwirt“.

Zum Welttag der Großeltern 2023

von Seniorenseelsorger Josef Torggler

Am 26. Juli wird im liturgischen Kalender der Kirche immer der Gedenktag der Großeltern Jesu Joachim und Anna gefeiert.Kalendermäßig dort in der Nähe hat Papst Franziskus vor 3 Jahren den 4. Sonntag im Juli allgemein zum Welttag der Großeltern erklärt.

            Papst Franziskus will dadurch die Wichtigkeit der Großeltern auch in der heutigen Zeit hervorheben. Es soll besondere Wertschätzung und Dank an die Großeltern zum Ausdruck kommen. Zugleich möchte der Papst darauf hinweisen, wie wichtig  Großeltern für das Leben und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind.

            Es sind zunächst schon die gemeinsamen biologischen Erbanlagen durch die Großeltern und Enkel eng miteinander verbunden sind. Die Verbundenheit ergibt sich aber besonders durch die gemeinsamen Begegnungen. Großeltern erleben zumeist große Freude über ihre Enkelkinder und sind ihnen mit viel Wohlwollen zugewandt. Das spüren die Kinder und Jugendlichen und fühlen sich ihrerseits mit den Großeltern innerlich verbunden, von ihnen geschätzt und bei ihnen über das Elternhaus hinaus beheimatet.

            Man darf sagen, Großeltern spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern.  Großeltern haben den Eltern gegenüber den Vorteil, dass sie den Kindern gegenüber nicht so eng in Verantwortung stehen wie die Eltern. Deshalb können Großeltern  viel unbelasteter und großzügiger mit den Kindern umgehen. Es ist ein großer Vorteil, wenn Kinder Großeltern erleben dürfen.  Eltern müssen bei aller Liebe und umsichtigen Sorge in der Erziehung den Kindern immer wieder auch Grenzen setzen. Dem gegenüber tut es den Kindern gut, auch die oft lockere Art des Umgangs der Großeltern zu erfahren. Beide Erfahrungen sind für die Entwicklung der Kinder wichtig.    

            Aufgrund ihrer nicht immer nur leichten und unbelasteten Lebenserfahrungen haben Großeltern oft eine echte und ausgewogene Beziehung zu den Inhalten der Religion. Gerade Großeltern verstehen es oft gut, den Enkelkindern durch ihr beispielhaftes Leben und  durch gute Gespräche die in jedem Kind angelegte Offenheit für Religiosität zu fördernd. Echte religiös motivierte Lebenshaltungen sowie das Gebet und die Pflege der allgemeinen Riten und Bräuche der Religion können wichtige Lebenshilfe für das spätere Leben der Kinder werden. Hierbei spielen oft besonders die Großeltern eine wichtige Rolle.

            Großeltern ihrerseits gewinnen für ihr Leben im Alter viel aus der Begegnung mit den Enkelkindern. Zunächst sind Enkelkinder für Großeltern einfach Inhalt von Lebensfreude und Genugtuung. Einen wichtigen Teil ihres Lebenssinnes erleben sie in den Enkelkindern. Großeltern fühlen sich über die Enkel geschätzt und gebraucht. In der Begegnung mit den Enkelkindern  können in den Großeltern Gefühle verspürt werden, die das Leben sehr bereichern. Die Lebendigkeit, Originalität und Liebenswürdigkeit der Enkel stärkt in den Großeltern die Freude am Leben. Das oft bedrückende Altwerden wird durch den Umgang mit den anhänglichen Enkelkindern um vieles reicher und auch leichter. Ja, die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkinder sind für beide Seiten von großer Wichtigkeit.

            Der Einladung des Papstes folgend finden in unserer Diözese in diesem Jahr  zum Welttag der Großeltern an drei verteilten Orten der Diözese Gottesdienste mit Großeltern und eventuell den Enkelkindern sowie  alleinstehende Omas oder Opas statt.   Anschließend gibt  es jeweils ein gemütliches Zusammensein.