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Christophorussonntag 2022

Am 24. Juli ist wieder Christophorus-Sonntag. Mit der alljährlichen Aktion bemühen sich missio Bozen-Brixen und die Katholische Männerbewegung (KMB) Geld für Missionsfahrzeuge zu sammeln. Mission braucht Mobilität, Missionare brauchen Fahrzeuge, um die Frohe Botschaft verkünden zu können und auch in die entlegenen Dörfer zu bringen.

Missionare brauchen Fahrzeuge, um Hilfe und die Frohe Botschaft den Menschen bringen zu können. "Was heißt das wirklich?", fragt sich Irene Obexer Fortin, die Leiterin des diözesanen Missionsamtes. "Irgendwie können wir uns das nicht vorstellen. Bei unserer Reise nach Uganda ist mir das erst so richtig bewusst geworden. Wir haben mehrere Missionare besucht und hautnah erlebt, was es heißt, von Kapelle zu Kapelle zu fahren - der Priester hat eine Pfarrei mit 32 Außenstationen - und das auf Straßen, wo man keine 20 Meter geradeaus fahren kann, sondern immer nur versuchen muss, den Löchern auszuweichen.", sagt Obexer Fortin.

2021 konnten im Rahmen der Christophorus-Aktion 295.937,63 € gesammelt werden. Damit wurden 16 Autos, 1 Motorrad, 2 Kleinbusse und ein Schülerbus, 152 Fahrräder, ein gebrauchter Lastkraftwagen, 50 Rollstühle, 3 Esel angekauft und zudem zwei Reparaturen bezahlt.

Liebe Priester,

liebe Mitglieder der KMB,

liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im PGR!

 

Der Christophorus-Sonntag steht wieder vor der Tür und er steht auch heuer unter dem Motto: „Missionare brauchen Fahrzeuge, um Hilfe und die Frohe Botschaft den Menschen bringen zu können.“ Aber was heißt das wirklich? Irgendwie können wir uns das nicht vorstellen. Bei unserer Reise nach Uganda ist mir das so richtig bewusst geworden. Wir haben mehrere Missionare besucht und hautnah erlebt, was es heißt, von Kapelle zu Kapelle zu fahren (der Priester hat eine Pfarrei mit 32 Außenstationen) und das auf Straßen, wo man keine 20m geradeaus fahren kann, sondern immer nur versuchen muss, den Löchern auszuweichen. Dabei sind die Löcher nicht etwa klein, nein, sie sind riesig und oft handelt es sich sogar um tiefe Furchen. Beeindruckt hat mich in Uganda auch, dass das für die Menschen ganz normal ist. Nur die großen Verbindungsstraßen sind (meistens) geteert, aber kaum zweigt man links oder rechts ab, befindet man sich auf schmalen, unwegsamen und nur mit einem Geländewagen befahrbaren Erdstraßen.

Die zweite Frage ist: Warum fahren die Priester in diese Orte? Ja, wo führen die „Straßen“ hin? Sie führen zu den Menschen, den armen Menschen, den Flüchtlingen, den Verzweifelten und Verlassenen. In diesen Dörfern gibt es keine Schule, kein Gemeindehaus, keine Bank oder eine Bibliothek, keine Bar und kein Gasthaus, in dem sie sich treffen könnten; sie leben von der Landwirtschaft und von der Gemeinschaft, die sich um die Kirche oder Kapelle gebildet hat. Die Menschen vertrauen dem Priester ihre Sorgen, Nöte und vor allem die Probleme an. Er ist der Einzige, der in der großen Not hilft: gesundheitliche Probleme, bürokratische Hürden und die vielen Sorgen rund um die Kinder. Witwen, von Männern misshandelte Frauen und vor allem Familien, die das Schulgeld der Kinder nicht bezahlen können, wenden sich an den Priester oder auch an die Ordensfrauen und diese versuchen zu helfen, wo sie können.

Fahrzeuge sind deshalb sehr wichtig! Und auch heuer warten wieder viele Missionare auf Hilfe. Auf dem Faltblatt lesen Sie mehr. Dort ist auch beschrieben, woher das Medaillon kommt, das Sie an die Gläubigen verteilen können. Der hl. Christophorus möge weiterhin alle Verkehrsteilnehmer beschützen und begleiten und uns ein guter Fürsprecher sein.

Gemeinsam mit der Katholischen Männerbewegung (KMB) möchten wir auch an die Dankbarkeit erinnern, wenn wir gut nach Hause kommen und an unsere Verantwortung im Straßenverkehr.

Liebe Priester, bitte helfen Sie uns wieder, die Christophorusaktion durchzuführen, segnen Sie bitte die Medaillons aus Ecuador und lassen Sie die Faltblätter aufliegen, die Sie entweder durch die KMB bekommen oder bei uns abholen können. Die Missionare sind Ihnen sehr dankbar dafür.

 

Im letzten Jahr konnten im Rahmen der Christophorus-Aktion 295.937,63 € gesammelt werden. Damit wurden 16 Autos, 1 Motorrad, 2 Kleinbusse und ein Schülerbus, 152 Fahrräder, ein gebrauchter Lastkraftwagen, 50 Rollstühle, 3 Esel angekauft und zudem zwei Reparaturen bezahlt. Auch die Frauen, die die 45.000 Medaillons hergestellt haben, haben ihren fairen Lohn erhalten.

 

Herzlichen Dank und mit lieben Grüßen
Dr. Irene Obexer Fortin, Amtsleiterin

Bozen, 6. Mai 2022

Die Christophorus-Aktion 2022

Christophorus-Medaillon aus Ecuador

Bei einem Projektbesuch in Ecuador hat Missio Bozen-Brixen eine Gruppe von 15 Familien kennen gelernt, die sich nach dem verheerenden Erdbeben von 2016 zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen hatte, um aus der Tagua-Nuss kleine Kunstwerke zu schaffen.

Die Tagua-Nuss wächst auf einer Palme im Küstengebiet des Andenstaates. Sie wird auch „pflanzliches Elfenbein“ genannt und eignet sich besonders gut, um mit einfachen Werkzeugen – wie einer Laubsäge und einer Schleifscheibe – originelle Kunstwerke zu zaubern. Nachdem die Nuss geschnitten und poliert wurde, wird mit einem Lasergerät das Bild des Hl. Christophorus eingebrannt.

Dieser Auftrag für die Christophorusaktion hat den Familien in Sosote in diesem Jahr der Pandemie über große finanzielle Schwierigkeiten hinweggeholfen und ihnen ermöglicht, für ihre Kinder auch heuer das Schulgeld zu bezahlen.

Wer wartet 2022 auf Hilfe?

» Uganda: 600 Jugendliche aus Flüchtlingslagern in Nord-Uganda konnten in den Werkstätten von Br. Erich Fischnaller in Palorinya, nahe der Grenze zum Süd-Sudan, eine Handwerksausbildung machen und stehen nun bald auf eigenen Beinen. Ein Fahrrad wird vielen von ihnen die Möglichkeit geben, die Arbeitsstelle zu erreichen, aber auch selbstständige Arbeitsaufträge auszuführen.
» Kamerun: Frauengruppen, die sich in den Dörfern rund um Shisonggebildet haben, warten auf einen Pick-up. Sie sind meist Binnenflüchtlinge und versuchen gemeinsam, Landwirtschaft zu betreiben. Um ihre Produkte auf den Markt zu bringen und sie dort verkaufen zu können, brauchen sie ein geeignetes Auto.
» Uganda und Tanzania: Drei Krankenstationen warten auf ein Ambulanzfahrzeug. 12 Priester warten auf ein Motorrad.
» Indonesien, Tanzania und Perù: Drei Schulzentren warten auf einen Schülerbus.
» 27 Priester bzw. Schwesterngemeinschaften (in Tanzania, Uganda, Sambia, Brasilien, Indien, São Tomè, Südafrika, Ghana,
Thailand und Bulgarien) brauchen Fahrzeuge, um ihre sozialen und pastoralen Dienste für die Menschen ausführen zu können.

Christophorus 2022: Materialien und Vorschläge

Die Bedeutung von Christophorus für die Katholische Männerbewegung (kmb)