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18. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute begeht die Kirche den Gedenktag an die Heiligen Arnulf von Metz, Arnold von Arnoldsweiler, Radegund von Wellenburg, Bruno von Segni, und Theodosia von Konstantinopel.

Arnulf von Metz wurde um 570 in Lothringen geboren. Zunächst diente er als Hausmeier dem Frankenkönig Lothar II. und wurde von der Königsfamilie als ein mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit ausgestatteter Berater geschätzt. Arnulf sollte zum Stammvater der Karolinger werden, doch die hohen weltlichen Würden befriedigten den angesehenen Staatsmann nicht. Er lies sich zum Priester weihen und 614 wurde er zum Bischof von Metz ernannt. Doch auch das war nicht sein Ziel: nach kurzer Amtszeit verzichtete er auf die Bischofswürde und zog sich als Einsiedler in das Bergland der Vogesen zurück. Hier wollte er Gott dienen, indem er sich der Hilfsbedürftigen und Kranken annahm. Bis zu seinem Tod war sein Leben vor allem der Fürsorge um die Aussätzigen gewidmet, die er liebevoll bis zu seinem Tod im Jahr 614 pflegte.

Arnold von Arnoldsweiler stammte vermutlich aus Griechenland und war ein immer freundlicher und gut gelaunter Musiker und Sänger am Hofe Karls des Großen. Als er sah, wie arm viele Menschen waren, bat er den Kaiser einmal, im so viel Wald zu schenken, wie er während des Essens umreiten kann.  Der König gab der Bitte nach und Arnold umritt den ganzen Bürgewald nordöstlich von Düren mit 20 Dörfern. Die Menschen dieser Orte durften ab da an - mit offziellem Beschluss auf dem Reichstag  - Brennholz aus diesem Wald holen. Arnold starb am 18. Juli 793. Um seinen Gedenktag wird in Arnoldsweiler eine Arnolduswoche gefeiert, die sonntags mit einem Hochamt und einer Prozession abgeschlossen wird.

Radegund war Dienstmagd im Schloss in Wellenburg bei Augsburg. Die Legende stellt sie als Beispiel frommer Nächstenliebe dar. Sie kümmerte sich auch um Aussätzige in einem Heim am nahen Waldrand. Als sie eines Tages auf dem Weg zur Pflege der Kranken war, wurde sie von hungrigen Wölfen angefallen und tödlich verletzt. Am Ort ihrer Leiden wurde eine nach ihr benannte, erstmals 1422 erwähnte Kapelle gebaut.

Bruno von Segni stammte aus dem Piemont. Auf der Fastensynode zu Rom im Jahr 1079 verteidigte er die Lehre über das Abendmahl so beeindruckend, dass ihn Papst Gregor VII. noch im gleichen Jahr zum Bischof von Segni bestimmte. 1102 trat er als Mönch in Montecassino ein, ohne jedoch auf sein Bischofsamt zu verzichten. Wegen einer Auseinandersetzung mit Papst Pascalis II. musste Bruno Montecassino verlassen und in seine Diözese zurückkehren, wo er 1123 starb.