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19. April 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Papst Leo IX. gilt als der bedeutendste der fünf aus der kaiserlichen Reichskirche hervorgegangenen „deutschen“ Päpste der Jahre 1046 bis 1058. Er ist Patron der Organisten und der Musiker. Weitere Heilige und Selige des Tages sind Gerold von Groß-Walsertal und Marcel Callo.

Leo IX. wurde 1002 im Elsass geboren und an der Domschule Toul erzogen. Ab 1026 war er Bischof von Toul. Er war ein entschiedener Verfechter der Reformen von Cluny und förderte deren Einführung in mehreren Klöstern. Leo musste sein Bistum auch immer wieder gegenüber dem Erzbistum verteidigen, was ihm erfolgreich gelang. Außerdem stärkte er sein Bistum nach innen durch viele Visitationen und leitete zahlreiche Synoden. 1048 bestimmte ihn Kaiser Heinrich III. zum Papst.  In diesem Amt leitete Leo die später nach Papst Gregor VII. benannte gregorianische Reform der Kirche ein und war der Begründer des Kardinalskollegiums in seiner bis heute praktizierten Form. Die Verwaltung des Bistums Rom wurde damit zur Kurie der Weltkirche. Leo  kämpfte auch gegen die Priesterehe und die Käuflichkeit kirchlicher Ämter. Er konnte aber nicht verhindern, dass sich die griechische Kirche von Rom löste. Leo IX. starb am 19. April 1054 und wurde in St. Peter in Rom bestattet.

Gerold war ein reicher Adeliger im Großen Walsertal im heutigen Vorarlberg. Er verschenkte seinen ganzen Besitz und gründete die Propstei Frisun im Walgau, die später nach ihm St. Gerold benannt wurde. Eine Legende erzählt, dass ihm ein Bär zu Diensten war und dass Gerold der Bevölkerung durch Predigt, Versorgung und Wundertaten half. Er selber lebte zurückgezogen  in der Einsamkeit der Bergwelt des Großen Walsertals und starb an einem 10.April um 978.

Marcel Callo wurde 1921 in Rennes in Frankreich geboren. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen verhalf er vielen Franzosen, die zur Zwangsarbeit abkommandiert waren, zur Flucht in die freie Zone des Landes. Er selbst aber wurde im Frühjahr 1943 im Rahmen des Zwangsarbeitsdienstes nach Deutschland verschleppt. Dort musste er im Arbeitslager Zella-Mehlis trotz seiner angeschlagenen Gesundheit zehn bis elf Stunden am Tag  in einem Rüstungsunternehmen arbeiten. Trotzdem fand er die Zeit, eine katholische Aktionsgruppe zu gründen, er sammelte zum Gottesdienst, wirkte als Chorleiter und als Krankenpfleger. Im April 1944 wurde er wegen seines religiösen Einsatzes verhaftet und zunächst in ein Gefängnis und danach ins KZ Mauthausen gebracht. Marcel Callo starb völlig entkräftet an den Folgen von Entbehrungen und Misshandlungen am 19. März 1945. Am 4. Oktober 1987 wurde er seliggesprochen.