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04. Oktober 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute ist der Gedenktag des hl. Franz von Assisi. Er ist einer der bekanntesten Heiligen. Außer seinem Namen finden wir heute im Heiligenkalender auch die Namen Aurea, Ammon, Petronius, Damaris, Jiovanus, und Quintinius.

Franziskus wurde 1181/1182 als Sohn reicher Eltern geboren und war in seiner Jugend ein sehr lebenslustiger Mensch. Nach einer Haft und einer Krankheit erfuhr er eine geistige Umwandlung, und er entschloss sich, vollkommen in der Nachfolge Christi in Armut und Gebet zu wandeln. Schnell fand Franz Gefährten, für die er eine kurze Regel entwarf, die Papst Innozenz III. im Jahr 1209 bestätigte. 1212 entstand der Klarissenorden, und 1221 rief Franz den Tertiarorden ins Leben. Franz von Assisi unternahm Predigt- und Missionsreisen im ganzen westlichen Mittelmeerraum. Seine enge Verbindung zu Christus wurde 1224 durch die geschichtlich sicher bezeugte Stigmatisation besiegelt. Franz starb am 3. Oktober 1226 zu Assisi und wurde schon zwei Jahre später heiliggesprochen. Seine Gebeine ruhen in der dortigen Kirche San Francesco, die zu den sieben ranghöchsten Gotteshäusern  der katholischen Kirche gehört. Dargestellt wird der hl. Franz von Assisi als Naturfreund, der mit Fischen und Vögeln redet. Sein Sonnengesang nimmt vor allem in der italienischen Literatur einen besonderen Rang ein. Franz von Assisi ist Patron Italiens und für den Umweltschutz. In Südtirol gibt es mehr als 20 Klöster, in denen er als Ordensgründer verehrt wird. Er ist Kirchenpatron in Holen bei Aldein, in der Franziskanerkirche in Bozen, und zusammen mit der hl. Klara Patron der Burgkapelle auf dem Tobl im Reintal.  Der Franziskusweg, der von Sand in Taufers zur Tobl-Kapelle führt, zählt zu den beliebtesten Wallfahrten Südtirols.

Aurea wurde 633 zur Äbtissin eines Klosters von Eligius von Noyon in Paris berufen. Sie starb vermutlich 665 an einer Seuche.

Ammon verlor schon früh beide Eltern. Nach 18 Jahren Ehe in Keuschheit ging Ammon als Einsiedler in die Wüste zum Berg Nitria südlich von Alexandria, seine Frau gründete eine Lebensgemeinschaft von Frauen. Schon bald bildete sich eine Ansammlung von 50 Klöstern mit 5.000 Mönchen, die "Gottesstadt" genannt wurde. Zusammen mit Antonius dem Großen gilt Ammon deshalb als Vater des Mönchtums.

Petronius war ab 432 Bischof von Bologna. Er ließ die Basilika S. Stefano als Nachbildung der Grabeskirche in Jerusalem erbauen und errichtete das gleichnamige Kloster.

Damaris war eine Frau, die nach einer Erzählung in der Apostelgeschichte um das Jahr 55 durch Paulus' Predigt auf dem Areopag in Athen bekehrt wurde.

Jovianus soll in der Diokletianischen Verfolgung in Trier als Märtyrer gestorben sein. Seine Gebeine wurden 1071 / 1072 in die Pauluskirche in Trier übertragen.

Quintinius lebte Anfang des 6. Jahrhunderts. Der Überlieferung nach war er Christ und ein Diener am Hof von König Chlodwig I. Als die Schwiegertochter seines Herrn ihm unsittliche Anträge machte und er sie zurückwies wurde er ermordet.