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18. Juni 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Im Mittelalter war die hl. Elisabeth von Schönau weit bekannter als die hl. Hildegard von Bingen, die einige Jahrzehnte vor ihr gelebt hat. Mit ihren Visionen und der Auslegung des Gesehenen war Elisabeth typisch für die Frauenmystik des späten Mittelalters, die in dieser Zeit ihren Anfang nahm. Die Kirche gedenkt heute auch der Felicius und Simplicius, sowie der seligen Maria-Dolores.

Elisabeth von Schönau wurde 1128 in Bingen am Rhein geboren. Bereits mit 12 Jahren trat sie in das Benediktinerinnenkloster Schönau in Hessen ein und legte mit 18 Jahren die Gelübde ab. 10 Jahre später wurde sie zur Äbtissin gewählt. Elisabeth war stark in sich gekehrt und besaß die Gabe der Visionen. Die Niederschriften ihrer Visionen fanden im Mittelalter weite Verbreitung, wurden aber von kirchlicher Seite nie offiziell anerkannt. Elisabeth von Schönau starb am 18. Juni 1164.

Felicius und Simplicius lebten im 4. Jahrhundert und waren die Söhne von Potentius. Beim Besuch verschiedener heiliger Stätten kam sie auch nach Trier, wo sie von Bischof Maximin aufgenommen wurden. Auf ihren Wunsch hin, einen Platz zu nennen, wo sie ein gottgeweihtes Leben führen könnten, verwies sie Maximin nach Karden an der Mosel. Dort lebten sie bis zu ihrem Tod.

Die selige Maria-Dolores - auch Dolorosa, die Schmerzensreiche genannt - war eine Jungfrau in Brabant, im heutigen Belgien. Als sie die zudringlichen Angebote eines jungen Burschen scharf zurückwies, bezichtigte dieser sie fälschlich des schweren Diebstahls. Das Mädchen wurde zum Tode verurteilt, gepfählt und am 18. Juni 1290 bei lebendigem Leib begraben. Erst als sich an ihrem Grab zahlreiche Wunder ereignet hatten, kam die Wahrheit ans Tageslicht, man gründete eine nach Maria-Dolores benannte Bruderschaft und erbaute eine Kapelle.