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17. Oktober 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der Begriff „katholisch“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „allumfassend, total, universell“. Schon Aristoteles und Polybios, aber auch einige früh-christliche Schriftsteller verwendeten diesen Begriff. Die Wortverbindung „katholische Kirche“ wurde erstmals von Ignatius von Antiochien verwendet. Er ist der bekannteste Heilige des heutigen Tages.

Ignatius war Bischof von Antiochien. Er gilt als Schüler des Apostels Johannes und wurde wohl um 35 nach Christus geboren. Er zählt zu  den Apostolischen Vätern, also zur zweiten Generation nach den Aposteln. Für die Entwicklung der Theologie hat er große Bedeutung: Er betonte die Geburt Jesu aus der jungfräulichen Maria. Auch wendete er als erster den Begriff „katholisch“ auf die Kirche an.  Vor allem festigte er die junge Kirche durch seine Theologie des Bischofsamtes. Unter Kaiser Trajan wurde er zusammen mit mehreren Gefährten nach Rom gebracht, wo er um 117 n. Chr. im flavischen Amphitheater den Martertod erlitt.  Von Ignatius sind sieben Briefe erhalten, in denen er seine Sehnsucht nach dem Martyrium für Christus zum Ausdruck bringt.

Jadwiga bzw. Hedwig war die jüngste Tochter von Ludwig von Anjou, "dem Großen", dem König von Ungarn und Polen. Gleich nach ihrer Geburt wurde sie mit Wilhelm von Österreich verlobt.  1384 wurde Jadwiga in Krakau zur Königin erhoben. Als solche war Jadwiga besonders bedacht auf die Mission in Litauen. Sie gründete Klöster, das Bistum Vilnius und die theologische Fakultät der Universität in Krakau. Besonderes Anliegen war ihr die politische Verständigung mit dem Deutschen Orden und mit Ungarn. Jadwiga starb am 17. Juli 1399 nach der Geburt ihres ersten Sohnes, der ebenfalls nicht überlebte. 1997 wurde Jadwiga von Papst Johannes Paul II. in Krakau heiliggesprochen.

Contardo Ferrini wurde 1859 in Mailand geboren. Er studierte Jura in Pavia und Berlin. 1882 wurde er Privatdozent in Pavia, dann Professor für Kirchenrecht in Pavia, Messina und Modena und schließlich in Paris. 1882 trat er in den Dritten Orden der Franziskaner ein. Contardo lebte ehelos, er besuchte täglich die Messe und wirkte engagiert in der Jugend- und Männerarbeit mit. Am 17. Oktober 1902 starb er in Verbania-Suna (Lombardei) an Typhus. 1947 wurde er selig gesprochen.

Balduin wurde Mönch im Zisterzienserkloster Ford-Abbey, 1180 Bischof von Worcester und 1184 Primas von Canterbury. Balduin beteiligte sich am Kreuzzug Kaiser Friedrich Barbarossas mit dem Einsatz seiner Person und seines gesamten Vermögens. Er starb während der Belagerung von Akkon 1190.