Die Kirche gedenkt heute der ersten Märtyrer. Der Tag erinnert an die Verfolgung der ersten Christen in Rom unter Kaiser Nero, besonders nach dem den Christen in die Schuhe geschobenen Stadtbrand im Jahr 64. Hieronymus berichtete von 979 solchen Märtyrern. Das Fest wurde erstmals 1923 in Rom gefeiert und 1969 für die gesamte katholische Kirche eingeführt. Heilige des Tages sind Otto von Bamberg.
Otto wurde um 1060 aus einer schwäbischen Adelsfamilie geboren und in Eichstätt erzogen. Er war zunächst Kaplan am Hof des Polenherzogs Władisław-Hermann. 1092 kam er an den kaiserlichen Hof, wurde Mitglied der Hofkapelle und Bauleiter am Dom in Speyer. Kaiser Heinrich IV. machte ihn dann 1102 zum achten Bischof von Bamberg. Als Boleslaw von Polen 1121 Pommern bezwang, zog Otto dorthin, um den christlichen Glauben zu verbreiten. Otto setzte sich auch für den Ausgleich zwischen König Lothar III. und den Staufern ein. Er schaffte die Grundlagen des Bamberger Bischofsgebietes im Frankenwald, im Steigerwald sowie in der Fränkischen Schweiz. Er gründete oder reformierte über 30 Klöster, Stifte und Spitäler. In der dramatischen Endphase des Investiturstreites versuchte Otto zu vermitteln. Otto starb am 30. Juni 1139 in Bamberg. Dort befindet sich sein Grab ist in der Klosterkirche St. Michael.
Erentrud stammte aus Worms und begleitete bereits als gottgeweihte Jungfrau um 696 ihren Onkel Rupert nach Salzburg, wo Rupert als Abtbischof wirkte. Er beauftragte Erentrud mit der Leitung des von ihm gegründeten Klosters auf dem Nonnberg. Erentrud starb im Alter von etwa 55 Jahren am 30. Juni 718. Ihre Reliquien befinden sich in der Krypta der Klosterkirche.
Donatus war ein Katakombenheiliger, dem dieser Name beigelegt wurde. Als die Reliquien dieses Unbekannten nach Münstereifel kamen, verwandelte sich strömender Regen in strahlenden Sonnenschein, in Euskirchen wurde am Tag des Überbringens der vom Blitz getroffene Pater durch Anrufen des "Donatus" genannten Heiligen geheilt. "Donatus" gilt seither als Wetterheiliger und wird besonders in der Eifel und im Raum Köln verehrt.
Gennaro Maria Sarnelli wurde 1702 in Neapel geboren. Er studierte zunächst Rechtswissenschaft und Kirchenrecht, später Theologie. 1732 wurde er zum Priester geweiht. Gennaro widmete sich neben den Besuchen im Krankenhaus auch dem Religionsunterricht, der Fürsorge für arme Kinder und den kranken Galeerensträflingen im Hafen von Neapel. Nach seinem Eintritt bei den Redemptoristen 1736 arbeitete er bei Volksmissionen mit und gab Schriften heraus zur Verteidigung gefährdeter Mädchen und zur Erbauung der Gläubigen. Völlig erschöpft starb Gennaro Maria Sarnelli am 30. Juni 1744. Im Frühjahr 1996 wurde er von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.