Heute stehen im Namenstags- und Heiligenkalender die Namen Orlando, Oranna, Notburg von Hochhausen, Caterina von Genua, Nicomedes, und Josef von Kentenich, der Gründer der Schönstatt-Bewegung. Auch ist heute das Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens.
Das Marienfest "Dolores", das Fest zum Gedächtnis der "Sieben Schmerzen Mariens", das heute gefeiert wird, war in Köln schon 1423 bekannt. Ab dem 15. Jahrhundert stellte die Kunst die volkstümliche "Mater dolorosa" mit Schwertern in der Brust dar. Von Papst Pius VII. wurde das Fest 1814 zum Dank für seine geglückte Heimkehr aus der fünfjährigen Gefangenschaft durch die Franzosen für die ganze Kirche verfügt. Dem Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens sind in unserer Diözese zahlreiche Kirchen und Kapellen geweiht, so unter anderem die Kirchen von Weißenstein, Maria Trost in Untermais, die Zipperlekapelle in Obergummer und das Pfaffenbergerstöckl bei St. Lorenzen.
Orlando de Medici lebte als Einsiedler in den Wäldern von Salsomaggiore. Er soll 25 Jahre lang schweigend, in strengster Entsagung und Meditation gelebt haben. Orlando starb am 15. September 1386 in Bargone. An seinem Grab sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben. Orlando ist der Patron gegen Kopfschmerzen.
Oranna lebte vermutlich im 6.Jhd. Sie war nach einer Legende eine schottische Königstochter, die vom Vater wegen ihrer Schwerhörigkeit verstoßen wurde; andere Quellen nennen als ihren Vater einen Herzog in Lothringen. Oranna kam mit Mönchen in die Gegend von Berus bei Saarlouis, wurde auf wundersame Weise geheilt und lebte dann als Einsiedlerin und Glaubensbotin im Gebiet der oberen Mosel und der Saar im Saarland.
Caterina von Genua war die Tochter der adligen Familie Fieschi, aus der auch die beiden Päpste Innozenz IV. und Hadrian V. stammten. Mit 16 Jahren heiratete sie den Genueser Edelmann Giuliano Adorno. Die Ehe verlief jedoch rund 10 Jahre lang sehr unglücklich. Als Caterina einmal ihre Schwester im einem Konvent in Genua besuchte, erfuhr sie die erste Erleuchtung, was sich nach ihrer Rückkehr nach Hause fortsetzte. Ihre wundervollen Offenbarungen gab sie in ihren beiden Büchern "Dialoge von Seele und Körper" und "Abhandlung über das Fegefeuer" wieder. Caterina starb am 15. September 1510.
Nicomedes war ein römischer Märtyrer. Die Legende bezeichnet ihn als Schüler des Petrus und als den Priester, der Felicula, die zu Tode gemarterte Gespielin der Petronilla, aus der Kloake zog und begrub. Als er den Heiden nicht opfern wollte, wurde er mit einer Keule totgeschlagen. Über seinem Grab entstand an der Via Nomentana in Rom eine Kirche.
Josef Kentenich wurde 1885 in Gymnich in der Nähe von Köln geboren. 1914 legte er in der Gnadenkapelle in Schönstatt das Liebesbündnis mit der „dreimal wunderbaren Mutter“ ab und damit den Grundstein zur Schönstatt-Bewegung, die sich rasch ausbreitete. Im Dritten Reich wurde Josef Kentenich 1941 bis 1945 im Konzentrationslager Dachau gefangen gehalten. Nach dem Krieg musste er sich auf Geheiß der Kirche von seinem Werk trennen, bis er 1965 rehabilitiert und wieder in seine Ämter eingesetzt wurde. Josef Kentenich starb am 15. September 1968 und wurde in der von ihm erbauten Anbetungskirche auf Berg Schönstatt bei Valendar am Rhein bestattet. Der Seligsprechungsprozess wurde 1975 eingeleitet.