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16. April 2024

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Geschichte des Wallfahrsortes Lourdes begann am 11. Februar 1858, als der damals 14-jährigen Bernadette Soubirous in der Grotte Massabielle zum ersten Mal die Muttergottes erschien. Heute gibt es keinen Wallfahrtsort, der bekannter ist als Lourdes.  Im Jahr 2018 hat die katholische Kirche die 70. Wunderheilung in Lourdes offiziell anerkannt: eine Franziskaner-Nonne war 2008 nach einer Lourdes Wallfahrt von einer Lähmung geheilt worden, nachdem sie 20 Jahre lang nicht gehen konnte. Neben diesen wirklichen und offiziell anerkannten 70 Wunderheilungen wurden aus Lourdes bisher über 30.000 Heilungen gemeldet, wovon jedoch nur ein kleiner Teil medizinisch nicht erklärlich ist.  Weitere Heilige des Tages sind Benedikt Josef Labre und Turibius von Astorga.

Bernadette Soubirous erblickte am 17.Februar 1844 im Städtchen Lourdes das Licht der Welt und wuchs in bitterster Armut auf. Am 11.Februar 1858 erschien ihr in einer Grotte auf einer golden schimmernden Wolke die Gottesmutter Maria. Sie sprach zu dem Mädchen und trug ihr auf, dass man an der Stelle eine Kapelle erbauen sollte. Die Menschen sollte sie aufrufen, Buße zu tun. Seit einer weiteren Erscheinung zwei Wochen später sprudelt die Quelle von Lourdes. Deren Wasser hat schon mehrfach auf wundersame Weise Kranke und Behinderte geheilt. Seitdem ist Lourdes der berühmteste Marienwallfahrtsort der Welt. Bernadette aber wurde nach den Erscheinungen von überall her angefeindet, bedroht, verspottet, und man bezeichnete sie als Lügnerin und Phantastin. Um der Neugier der Touristen und der Journalisten zu entgehen, trat sie 1866 in das Kloster der Kranken- und Schulschwestern ein. Im Alter von nur 35 Jahren starb sie am 16.April 1879. Ihre sterblichen Überreste ruhen in einem Glasschrein in der öffentlich zugänglichen Klosterkirche von Nevers .

Benedikt Josef Labre wurde 1748 im französischen Amettes geboren und wanderte ab 1770 als heimatloser unbekannter Pilger zu den Wallfahrtsstätten in Frankreich, Italien, der Schweiz, Spanien und Deutschland. Seine Begleiter waren schweigsames, betrachtendes Gebet und freundliche Hilfsbereitschaft. Dafür wurden ihm außergewöhnliche Gnadenerweise von Gott zuteil. Am 16. April 1783 starb Benedikt Josef – der Vagabund Gottes - in Rom. Er ist der Patron der Wallfahrer.

Turibius von Astorga lebte zunächst als Einsiedler und wurde 444 Bischof von Astorga. Er bewirkte die Bekehrung der Sueben und setzte sich mit den Anhängern des sogenannten Priscillianismus auseinander.  Bei der Eroberung Astorgas durch die Westgoten wurde Turibius gefangen genommen und nach Gallien verschleppt. Nach seiner Freilassung erwarb er sich Verdienste um den Wiederaufbau seiner Heimatstadt Liébana. Turibius starb an einem 16. April um 460.