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26. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Eine ganze Reihe von Kirchen in Südtirol sind den Heiligen Kosmas und Damian geweiht, deren Gedenktag heute gefeiert wird. Er ist der Patron der Ärzte. Weiters stehen im Namenstags- und Heiligenkalender die Namen Justine, Kaspar Stangassinger, Eugenia, Benito, René, und Maria Victoria Couderc

Kosmas und Damian waren einer Legende nach Ärzte aus Syrien. Sie behandelten Kranke kostenlos und bekehrten dadurch viele zum Christentum. In der Verfolgung unter Kaiser Diokletian erlitten sie den Martertod. Wenn auch sichere Nachrichten über Kosmas und Damian fehlen, so lässt sich doch schon Anfang des 5. Jhd. eine Verehrung der beiden im Orient nachweisen. Ihre Reliquien wurden im 9. Jhd. nach Essen und Hildesheim, im 14. Jhd. dann nach München gebracht. Sie werden dargestellt in vornehmer Kleidung mit Schlangenstab, ärztlichen Geräten und Arzneigefäßen. An Kosmas und Damian erinnern in Südtirol die Kirchen von Mitterbad in Ulten, Glen bei Montan, Kosmas und Damian oberhalb von Siebeneich, St. Cäsarius im Ortsteil Flutsch in Laatsch und Martinsbrunn in Meran/Gratsch. Außerdem sind sie Nebenpatrone der Pfarrkirchen von Verdins, Schenna und Stuls.

Justine war die Tochter eines heidnischen Priesters in Nicomedien in der heutigen Türkei. Sie bekannte sich zum Christentum und erlitt deshalb um 304 das Martyrium.  Der heiligen Justina sind die Pfarrkirchen von St. Pauls in Eppan und von Rentsch in Bozen geweiht.

Kaspar Stangassinger wurde am 12. Jänner 1871 in Berchtesgaden geboren. Schon als 10-jähriger hegte er den Wunsch Priester zu werden, mit 16 legte er privat das Gelübde der Keuschheit ab. Er trat trotz des heftigen Widerstandes seines Vaters 1892 bei den Redemptoristen ein und empfing 1895 die Priesterweihe. Kaspar wurde Lehrer und Erzieher der Ordensjugend. Er  war ein vorbildlicher Seelsorger, der die Jugend begeisterte und mit unermüdlichem Opfergeist und hingebender Liebe wirkte. Wenige Tage nach seiner Ernennung zum Direktor des Ordensseminars in Gars am Inn starb Stangassinger am 26. September 1899 an einer Bauchfellentzündung. 1935 wurden seine Gebeine erhoben. Papst Johannes Paul II. sprach Kaspar Stangassinger 1988 selig und ernannte ihn zum Patron der Priesterseminare.

Eugenia war eine Töchter von Herzog Adalbert. Sie wurde nach ihrer Tante Odilia Äbtissin im Kloster Hohenburg. Eugenia starb um 735 und wurde in einer Kapelle des Klosters beigesetzt. Ein Großteil ihrer Reliquien gingen während des 30-jährigen Krieges verloren.

Benito Jerónimo stammte aus Galizien. Er war Benediktiner und lehrte als Professor für Theologie und Philosophie an der Universität von Oviedo. Mit seinen Essays und Theaterkritiken wirkte er im Spanien des 18. Jahrhunderts Sprachstil-bildend. Benito Jerónimo starb am 26. September 1764 in Oviedo in Asturien.

René Goupil war als Arzt und Missionshelfer bei den Huronen in Kanada tätig. Im August 1642 fiel er gemeinsam mit Isaak Jogues und mehreren christlichen Indianern in die Hände der feindlichen Irokesen. Dort wurden die beiden Missionare grausam gequält. Nach mehrmonatiger Gefangenschaft wurde René Goupil am 26.September 1642 von einem Irokesenkrieger der Kopf gespalten, als dieser gesehen hatte, wie der Missionar einem Kind das Kreuzzeichen auf die Stirn drückte.

Maria Victoria Theresia Couderc war 1827 die Gründerin der Kongregation der "Schwestern vom heiligen Coenaculum" ("Saal des Abendmahles"). Ihre Aufgabe waren das Chorgebet und Exerzitien für Frauen. Sie starb am 26. September 1885 und wurde 1970 heiliggesprochen.