Lazarus von Bethanien zählt zu den bekanntesten Gestalten des neuen Testamants. Er war es, den Jesus nach dem Evangelium von Johannes von den Toten auferweckt hat. Lazarus wird oft dargestellt mit Tüchern umwickelt und aus einem Grab steigend. Die Kirche gedenkt heute auch seiner Schwester Martha, sowie des heiligen Königs Olaf II.
Lazarus lebte im 1. Jhd. in Bethanien und war ein Freund Jesu. Als Lazarus gestorben war, erweckte ihn Jesus vier Tage nach dem Tod zum Leben. Danach nahm Lazarus am Festmahl im Haus von Simon dem Aussätzigen teil und viele Leute kamen, um den Geretteten zu sehen. Im Johannesevangelium wird dieses Ereignis als der Höhepunkt der Zeichenhandlungen Jesu dargestellt. Über das weitere Leben des Lazarus gibt es nur Legenden: demnach wurde er auf ein Schiff ohne Ruder und Segel gebracht und nach Marseille getrieben, wo er Bischof wurde. Andere Legenden lassen ihn unter Kaiser Claudius um das Jahr 50 friedlich entschlafen und wieder andere berichten, er sei unter Kaiser Domitian hingerichtet worden. Das Lazarusgrab in Bethanien, das seit dem 4. Jahrhundert bezeugt ist, könnte jenes Grab sein, in den Lazarus vier Tage lang gelegen hat. In einem Spital vor den Mauern der Stadt Jerusalem wurden um das Jahr 370 Leprakranke von einer christlichen "Bruderschaft des Lazarus" gepflegt. Später wurde die Bruderschaft in einen christlichen Ritterorden mgewandelt. Die Aussätzigen-Krankenhäuser des Lazaristen-Missionsordens des Vinzenz von Paul wurden später „Lazarett“ genannt. Dieser Name hat sich auch auf die Krankenstationen des Militärs übertragen. Im Diözesanmuseum in Brixen ist Lazarus auf einem Tafelbild dargestellt.
Martha von Bethanien war die Schwester von Lazarus und Maria. Sie bemühte sich als sorgende Hausfrau sehr um das Wohl ihres Gastes Jesus. Nach dem Tod des Lazarus setzte Martha ihre ganze Hoffnung auf Jesus und bekannte ihren Glauben an ihn als den Messias und Gottessohn. Einer Legende nach soll Martha mit ihren Geschwistern später in die Provence gefahren sein, wo ihr Grab in Tarascon sein soll. Martha ist Patronin der Hausfrauen, Köchinnen, Hausangestellten sowie der Gastwirte, Hoteliers und des gesamten Gast- und Hotelpersonals.
Olaf II., Haraldsson wurde 995 geboren. Mit 12 Jahren fuhr er erstmals als Wikinger auf Raubzüge. Dabei lernte er in der Normandie das Christentum kennen, das ihn tief beeindruckte. 1014 ließ er sich taufen, kehrte in seine Heimat zurück und einte als König im Kampf gegen die Dänen wieder das ganze norwegische Reich. Olaf unterstützte die christlichen Missionare und wurde zum Vollender der Christianisierung Norwegens. Von der heidnischen Partei vertrieben, fiel Olaf beim Versuch, sein Land wiederzugewinnen, am 29. Juli 1029.