Karl Borromäus zählt zu den bekanntesten Heiligen des heutigen Tages. Ihm sind in unserem Land die Kapelle beim Untersteiner in Salurn und ein Seitenaltar der Pfarrkirche in Montan geweiht. In mehreren anderen Kirchen finden sich Darstellungen des Heiligen, so in der Kirche des Priesterseminars in Brixen und im Brixner Dom. In der Erzdiözese Mailand und in Teilen der Diözese Lugano wird der heutige Tag sogar als Hochfest gefeiert.
Karl Borromäus (Carlo Borromeo) wurde 1538 als Sohn einer hochadeligen Familie geboren. Bereits mit 14 Jahren begann er das Studium der Rechte an der Universität Pavia. Mit 21 wurde er Sekretär von Papst Pius IV., mit dem er verwandt war. Er empfing die Priesterweihe und wurde mit 25 Jahren zum Erzbischof von Mailand ernannt. Er widmete sich dem Wiederaufbau der verwahrlosten Diözese und der Hebung der Religiosität bei Volk und Klerus. Auf dem Reformkonzil von Trient 1545-1563 war Karl eine der tonangebenden Persönlichkeiten der Erneuerung. Er kümmerte sich auch intensiv um Kranke und Arme, und während der Pestepidemie von 1576 betreute er monatelang persönlich Kranke und Sterbende. Im Alter von 46 Jahren, am 3.November 1584, starb Carlo Borromeo an einem Fieberanfall.
Der heilige Agricola war nach einer Legende ein christlicher Edelmann in Bologna. Unter Kaiser Diokletian wurde er um 300 gefangengenommen, weil er seinen Sklaven Vitalis zum Christentum bekehrt und freigelassen hatte. Beide wurden an ein Kreuz geschlagen.
Gregor war Abt des Basilianerklosters in Cerchiara in Kalabrien. Er war beliebt durch seine Frömmigkeit und Nächstenliebe sowie seine Wunderkraft. Kaiser Otto III. berief Gregor 996 zur Gründung des Benediktinerklosters Burtscheid bei Aachen. Dort starb Gregor um 999.
Reginhard wurde 1076 Abt im Benediktinerkloster in Siegburg. Unter seiner Anleitung wurde hier die Lebensbeschreibung des Klostergründers Anno von Köln verfasst. Reginhards Grab in der Siegburger Abteikirche wurde 1934 wieder gefunden.
Der selige Egilbert war Vertrauter von Kaiser Heinrich II. und Leiter von dessen Kanzlei. Er wurde 1005 zum Bischof von Freising ernannt, erwarb der Kirche umfangreiche Güter und gründete das Kloster Weihenstephan. Egilbert starb am 4.11.1039 zu Freising.