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12. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute feiert die Kirche die Heiligen Felix und Nabor, Fortunatus und Hermagoras, Johannes Gualbertus und das heilige Ehepaar Ludwig und Azélie Martin.

Felix und Nabor waren zwei christliche Soldaten aus Nordafrika. In der Christenverfolgung unter Diokletian erlitten sie wahrscheinlich im Jahr 304, zu Lodi, südlich von Mailand, das Martyrium. Dort entwickelte sich ein starker Kult um die Märtyrersoldaten.Ihre Gebeine befinden heute sich im Obergeschoss des Dreikönigsschreins im Kölner Dom, ihre Häupter wurden 1959 in der belgischen Stadt Namur gefunden und nach Mailand überführt. Felix und Nabor sind Patrone der Kinder, die schwer gehen lernen und gegen Ohrenleiden

Fortunatus war Diakon in der Kirche von Singidunum, dem heutigen Belgrad. Hermagoras war vermutlich der erste Bischof von Aquileia. Einer Legende nach soll er vom Evangelisten Markus bekehrt worden sein und später vom Apostel Petrus als Bischof eingesetzt worden sein. Als beide als Christen entlarvt wurden, wurden sie enthauptet. Reliquien der Heiligen Fortunatus und Hermagoras befinden sich heute in Grado und in Osnabrück. Sie sind die Patrone der Urpfarre Albeins, von wo aus die Missionierung des Gadertales erfolgt sein soll.

Johannes Gualbertus wurde um 995 in Florenz geboren. Am Beginn seiner Berufung stand der Mord an seinen Bruder. Johannes suchte lange nach dem Täter. Als er ihn endlich fand, fiel der ihm reumütig vor die Füße, worauf Johannes ihm verzieh statt ihn - wie ursprünglich beabsichtigt - aus Rache zu töten. Bei einem anschließenden Kirchenbesuch habe sich die Figur des Gekreuzigten sein Haupt gesegnet, woraufhin Johannes im Alter von 18 Jahren beschloss, sein ganzes Leben in den Dienst Jesu zu stellen. Im Vallombrosatal gründete er ein Kloster, dessen Regel auf der Grundlage der benediktinischen Konstitution fußte. Johannes Gualbertus starb am 12. Juli 1073.

Ludwig Martin wurde 1823 in Bordeaux in Frankreich geboren und wollte eigentlich den Augustiner Chorherren auf dem Großen St. Bernhard beitreten, wegen fehlender Lateinkenntnisse wurde er aber abgewiesen. So erlernte er den Beruf des Uhrmachers und heiratete 1858 die Spitzenhändlerin Marie Azélie Guérin. Diese hatte eigentlich Vinzentinerin werden wollen, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen nicht aufgenommen. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, von denen nur fünf Töchter das Erwachsenenalter erreichten.  Als Marie Azélie an Brustkrebs erkrankte und starb verkauft der Vater das Spitzengeschäft und zog mit seinen Töchtern nach Lisieux. Dort traten alle fünf in Ordensgemeinschaften ein. 1889 erlitt Louis Martin zwei Schlaganfälle, er lebte dann drei Jahre in einem Hospiz und ab 1892 wieder zuhause Lisieux zurück, wo ihn seine Töchter Céline und Léonie bis zu seinem Tod am 28. August 1877 pflegten. Ludwig und Azélie Martin wurden im Oktober 2015 heiliggesprochen.