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25. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Dass es in den Schulen auf der ganzen Welt „Klassen“ gibt, in denen Kinder eines bestimmten Alters gemeinsam gelehrt werden, ist Verdienst des hl. Josef von Calasanza. Er ist der Schutzpatron der christlichen Volksschulen. Die Kirche gedenkt heute auch der hl. Patricia von Neapel und des Königs Ludwig IX.

Ludwig IX. gehörte zu den herausragenden Herrschergestalten des Mittelalters. Er wurde 1214 in Poissy geboren und war von 1226 bis 1270 König von Frankreich. Während seiner Minderjährigkeit regierte seine energische Mutter, die fromme Blanka von Kastilien. Mit neunzehn Jahren heiratete Ludwig Margarete von der Provence, die ihm elf Kinder schenkte. Ludwig war tief religiös und hatte eine hohe Auffassung von seinem Herrscheramt. Er lebte mit seiner Familie sehr einfach und war ein Freund der Armen. Er sorgte für Ordnung und Gerechtigkeit in der Verwaltung des Landes, förderte die Bettelorden und gründete zahlreiche Spitäler. Der Kirche half er bei der Durchführung der Synodalbeschlüsse, wusste aber auch seine königlichen Rechte gegenüber den Bischöfen zu wahren. Durch seine Vermittlungen in den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst auf dem 1. Konzil von Lyon gewann Ludwig großes Ansehen in ganz Europa. 1248 – kurz nachdem die Kirche Notre Dame zu Paris eingeweiht wurde – brach Ludwig zum Kreuzzug gegen Ägypten auf, welcher jedoch ein Misserfolg wurde. Auf dem Höhepunkt seiner Macht entschloss er sich 1267 zu einem zweiten Kreuzzug, der nach Nordafrika führen sollte. Ludwigs Heer und auch er selbst fielen dabei der Pest oder der Cholera zum Opfer. Ludwig starb 25. August 1270 vor den Mauern von Tunis. Bereits 1297 wurde er heiliggesprochen.

Patricia wurde im 7. Jahrhundert in Konstantinopel geboren. Nach der Überlieferung war sie eine Verwandte von Kaiser Konstanz II. und lebte an seinem Hof in Konstantinopel.  Um einer Heirat zu entgehen floh sie nach Rom. Im Jahr 665 brach sie zu einer Pilgerfahrt nach Jerusalem auf, starb allerdings schon, als ihr Schiff in Neapel anlegte. Patricia wurde im Basilianerkloster San Nicandro e Marciano in Neapel beigesetzt. Später wurde daraus das Benediktinerinnenkloster S. Patricia. Die Gebeine der Verehrten fand man 1549 wieder auf. An der Aufbewahrungsstätte sollten sich zahlreiche Blutwunder, ähnlich jenes des hl. Januarius ereignet haben.

Joseph von Calasanza stammte aus Spanien. Er studierte Theologie und Philosophie und wurde er 583 zum Priester geweiht. Nach dem Tod seines Vaters, verschenkte er sein Erbe und trat in Rom in den Dienst des Kardinals Marcantonio Colonna ein. Hier erlebte er die Verwahrlosung vieler Kinder, die ihre Eltern in vorhergegangenen Seuchen verloren hatten. So gründete er 1597 im Stadtteil Trastevere die erste unentgeltliche Volksschule Europas und teilte die Kinder nach ihrem Alter in Klassen ein, eine damals völlig neue Idee. Später gründete er die Genossenschaft der Regularkleriker der frommen Schulen, die Piaristen. Weil er seine Lehrer bei den wichtigsten Gelehrten seiner Zeit, u.a. bei Galileo Galilei ausbilden ließ, erntete er viel Kritik von der Kirchenleitung und musste viele Anfeindungen und Schicksalsschläge erdulden. Josef von Calasanza starb am 25. August 1648. Erst seine Selig- und Heiligsprechung im 18. Jahrhundert rückten Josef von Calasanza in der katholischen Kirche wieder ins rechte Licht.