Zum Hauptinhalt springen

22. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Maria Magdalena ist eine sehr volkstümliche Heilige. Ihr sind in unserer Diözese rund zwanzig Kirchen geweiht. Auch tragen St. Magdalena bei Bozen und St. Magdalena in Villnöss ihren Namen.  St. Magdalena ist auch ein wichtiger Lostag, und zu St. Magdalena werden viele Almkirchtage gefeiert wie z.B. auf Gampmaul beim Latzfonser Kreuz.

Maria Magdalena, die aus Magdala am Westufer des Sees Genezareth stammte, war die erste Jüngerin Jesu, der sie von einer schweren Krankheit geheilt hatte. Sie begleitete ihn auf seinen Predigtreisen durch Galiläa, stand unter dem Kreuz und war dabei, als am Ostermorgen der Auferstandene den frommen Frauen erschien. Maria Magdalena stand im Range eines Apostels und hat vermutlich auch das Evangelium verkündet. Einer Legende nach wurde sie von christenfeindlichen Juden gemeinsam mit Lazarus und Martha mit einem Schiff ohne Segel und Steuer auf dem Meer ausgesetzt und von Wind und Wellen bis nach Südfrankreich getrieben. Dort sollen sie  das Evangelium gepredigt haben. Ihr zu Ehren entstanden später in der Provence zwei wichtige Wallfahrtsstätten. Wahrscheinlicher klingt jedoch eine andere Überlieferung: demnach soll Maria Magdalena in Ephesos gestorben und nur ihre Reliquien nach Frankreich gelangt sein.  Magdalena ist die Patronin der Verführten, der reuigen Sünderinnen, der Friseure und Kammmacher, sowie der Parfüm- und Schönheitsartikelhersteller. Im Jahr 2016 hat Papst Franziskus den gebotenen Gedenktag an Maria Magdalena zum Fest aufgewertet.

Eberhard, Graf von Berg wurde 1129 Zisterziensermönch und 1143 Abt des von seinem Schwager gegründeten Klosters Georgenthal bei Gotha. Das Kloster wurde mit Zisterziensermönchen aus Morimond besetzt und wurde zu einem Grenzbollwerk gegen ein weiteres Vordringen der Thüringer Landgrafen.  Eberhard starb zwischen 1145 und 1152.  Das Kloster Georgenthal wurde im Jahr 1531 aufgehoben.

Marcella lebte von 1480 bis 1500. Sie war die Tochter des Bürgermeisters von Volissos auf der griechischen Insel Chios und wurde sehr gottesfürchtig erzogen, betete und fastete und war aufgrund ihrer Schönheit und ihrer spirituellen Gaben viel umworben, bewahrte aber ihre Reinheit. Als einmal ihr Vater nach ihr begehrte, flüchtete sie, wurde aber von ihm eingeholt und auf grausamte Weise getötet. Der Felsen der Agia Markella  – wie die Heilige auf Griechisch heißt -  mit der ihr geweihten Kapelle ist heute noch ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Marcella ist die Patronin der Insel Chios.

Carmelo María Moyano Linares stammte aus der Gegend um Córdoba in Spanien. Im Jahr 1908 trat er den Karmelitern bei, promovierte im Rom zum Doktor und wurde 1914 zum Priester geweiht. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde er am 16. August 1936 von den regierungstreuen Truppen gefangen genommen und wenige Wochen später zusammen mit neun weiteren Priestern und Ordensleuten erschossen Carmelo María Moyano Linares und seine neun Gefährten wurden am 27. Oktober 2013 im Auftrag von Papst Franziskus seliggesprochen.