Heute feiert die Kirche den hl. Cristobal und seine Gefährten, den seligen Franz Jägerstätter und den seligen Erenfrid.
Cristobal Magellan stammte aus dem mexikanischen Bundesstaat Jalisco und war in seiner Jugend als Hirte tätig. Im Alter von 19 Jahren kam er 1888 ans Priesterseminar Guadalajara. Nach der Priesterweihe gründete er in seiner Heimat mehrere Schulen, eine Zeitung, katechetische Zentren für Kinder und Erwachsene, eine Agrargenossenschaft, Schreinereien und eine elektrische Anlage zur Versorgung der Mühlen. Als die Regierung, die schon seit 1915 eine antikirchliche Politik betrieb, das Kirchengut verstaatlichte, den Klerikern das Wahlrecht entzog, die ausländischen Missionare auswies und schließlich auch alle Priesterseminare schließen ließ, sammelte Crstobal die vertriebenen Seminaristen und gründete sein eigenes Priesterseminar. Am 21. Mai 1927 wurde er unter dem Vorwurf, den Aufstand der Anhänger der Kirche - der Cristeros - unterstützt zu haben, verhaftet. Ohne Gerichtsverfahren wurde Christobal wenige Tage später erschossen. Er und weitere Seminaristen, die bei dem Kämpfen ums Leben kamen wurden im Jahr 2000 heiliggesprochen.
Franz Jägerstätter wurde 1907 in St. Radegund in Oberösterreich geboren. Weil seine Eltern zu arm waren und einen Haushalt zu gründen, wurde er von seiner Großmutter erzogen, seine Mutter heiratete später den Bauern Heinrich Jägerstätter. Weil diese Ehe kinderlos blieb, erbte Franz den Bauernhof und heiratete eine Bauerntochter auch dem Nachbarort. Nach der Hochzeit änderte er sein Leben: er besuchte täglich die Messe und war Mesner in seiner Heimatpfarrei. Weil Nationalsozialismus und Christentum für ihn unvereinbar waren, stimmte er bei der Abstimmung zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich mit „Nein“. 1940 wurde er in der deutschen Wehrmacht einberufen, konnte aber bald schon wieder zu seiner Familie zurückkehren, weil er von seiner Gemeinde als unabkömmlich eingestuft wurde. Im Dezember desselben Jahres trat er in den Dritten Orden des hl. Franziskus ein. Im 1943 wurde Franz Jägerstätter erneut einberufen. Diesmal lehnte er jedoch den Wehrdienst mit der Waffe ab. Daraufhin wurde er inhaftiert, wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 9. August 1943 enthauptet. 2007 sprach ihn Papst Benedikt XVI. selig.
Der selige Erenfrid war Pfalzgraf in Lothringen und vermählt mit Mathilde, der Tochter von Kaiser Otto II. Zusammen mit ihr gründete er 1024 das Benediktinerkloster Brauweiler bei Köln. Am 21. Mai 1035 starb Erenfried in Saalfeld in Thüringen. Das Kloster Brauweiler bestand bis zur Säkularisation im Jahr 1802.