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26. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

„Wenn es an Joachim regnet, dann folgt ein warmer Winter“ lautet eine Bauernregel am heutigen Tag des Gedenkens an Joachim und Anna, weiters feiert die Kirche heute die heilige Bartolomea Capitanio, die hl. Gloriosa und den seligen Ratpero von Rötsee.

Joachim und Anna sind nach dem apokryphen Jakobusevangelium aus dem Jahr 150  die Namen der Eltern Marias und somit die Großeltern Jesu. Joachim war demnach ein frommer, reicher, freigiebiger Greis, der mit seiner Frau Anna in Jerusalem lebte.  Zwanzig Jahre lang war das Ehepaar kinderlos geblieben. Als der Hohepriester ihre Opfergabe im Tempel zurückwies, weil sie das Volk Gottes nicht gemehrt hatten, fühlte sich Joachim zutiefst gedemütigt und floh zu seinen Herden im Gebirge. Doch bald darauf soll ihm ein Engel erschienen sein, der die Geburt eines Kindes verkündete. Anna wurde schon von Anfang an als Ideal und Vorbild der christlichen Mütter angesehen, ab dem 6. Jahrhundert wurde sie in der Ostkirche verehrt, im 8. und 9. Jahrhundert verbreitete sich die Verehrung auch im Westen, vor allem durch die Kreuzfahrer und später durch die Franziskaner.  Seit 1584 wird der Gedenktag an die hl. Anna als Fest gefeiert. Joachim und Anna sind die Patrone der Eheleute. Ihnen sind in unserer Diözese die Kirche von Kampenn und die Kapuzinerkirche in Lana geweiht, sowie noch zahlreiche weitere kleine Kirche und Kapellen.

Bartolomea Capitanio wurde 1807 in Lovere am Iseosee, östlich von Bergamo geboren. Nach der Ausbildung im örtlichen Klarissenkolleg wurde sie schon mit 16 Jahren Lehrerin, später trat sie bei den Klarissen ein und übernahm die Leitung eines Krankenhauses. 1832 gründete sie die Kongregation der Schwestern der Liebe vom Kinde Maria. Dieser Orden widmet sich vor allem der Krankenhilfe, sowie des Unterrichts an Armen und dem Schutz von Kindern und Mädchen. Bartolomea starb  im Alter von nur 26 Jahren 1833 in ihrem Heimatort. Im Jahr 1950 wurde sie durch Papst Pius XII. heiliggesprochen.

Gloriosa soll nach einer Überlieferung zusammen mit mehreren Gefährten in der Verfolgung unter Kaiser Diokletian Anfang des 4. Jahrhunderts in Laodicea den Märtyrertod erlitten haben.

Der selige Ratpero stammte aus einem Thüringer Adelsgeschlecht. Auf einer Reise mit seinem Bischof kam er ins Allgäu und ließ sich als Einsiedler in Rötsee nieder. Dort begann er ein Stück Land zu bearbeiten und erbaute eine Kapelle. Laut einer Legende sollen einige Leute, die ihm nicht wohl gesinnt waren, versucht haben sein Landstück zu verwüsten. So bat Ratpero den Herrn, er möge ihn schützen und seine Pflanzungen mit Wasser umgeben. So soll der Rötsee entstanden sein, der einst viel größer war als heute, und in welchem sich laut historischen Urkunden tatsächlich eine Insel mit einem ein Weiler drauf befand. Ratpero starb um 1034. Sein Grab wurde erst 1953 wiederentdeckt.