Heute feiert die Kirche die Heiligen Theresa von Kalkutta, Maria Theresia von Wüllenweber, Roswitha, und Ursicinus.
Die Kirche gedenkt heute der heiligen Mutter Theresa von Kalkutta. Sie wurde in Albanien geboren hieß mit bürgerlichem Namen Agnes. Im Alter von 18 Jahren schloss sie sich den „Schwestern der Jungfrau von Loreto“ an und erhielt in Dublin eine Ausbildung als Missionarin. In Erinnerung an Theresia von Lisieux nahm sie den Ordensnamen Theresia an. Anfang 1929 kam sie nach Indien und wurde Leiterin einer höheren Schule für bengalische Mädchen in Kalkutta. Direkt neben dieser Schule lag ein großes Armenviertel. Nach geistlichen Exerzitien entschloss sich Theresia 1937 ihr Leben in Zukunft den Ärmsten der Armen zu widmen. 1950 erlaubte ihr Papst Pius XII. die Gründung der „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Die Gemeinschaft wurde rasch größer und auch die Anerkennung der Öffentlichkeit blieb nicht aus. Mutter Theresas selbstlose Nächstenliebe wurde weltbekannt und 1979 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Am 5. September 1997 starb Mutter Theresa im Alter von 87 Jahren in Kalkutta. Der Selig- und Heiligsprechungsprozess für Mutter Teresa wurde mit besonderer Erlaubnis von Papst Johannes Paul II schon 2 Jahre nach ihrem Tod eröffnet. Die Seligsprechung erfolgte am 19. Oktober 2003, die Heiligsprechung am 4. September 2016. Der hl. Mutter Theresa ist in unserem Land die neu errichtete Kirche im Bozner Stadtteil Firmian geweiht.
Maria Theresia von Wüllenweber wurde 1833 nahe Mönchengladbach geboren. Nachdem sie an mehreren Orten abgewiesen wurde, gründete sie 1888 in Tivoli bei Rom die "Schwestern vom Göttlichen Heiland", die Salvatorianerinnen, deren erste Generaloberin sie wurde. Noch Zeit ihres Lebens erlebte sie die Ausbreitung ihrer Gründung in der ganzen Welt. In Südtirol ist die Gemeinschaft der Salvatorianerinnen seit 1898 vertreten, und zwar in Meran Obermais. Maria-Theresia von Wüllenweber starb am 25. Dezember 1907. 1968 wurde sie seliggesprochen.
Roswitha wurde um 935 geboren und wurde Chorfrau im adeligen Reichsstift Gandersheim. Sie ist die erste deutsche Frau, von der uns eine Anzahl von Dichtungen in lateinischer Sprache überliefert sind. Roswitha starb Anfang des 11. Jahrhunderts. Dargestellt wird sie im Gewand einer Kanonissin mit Kreuz, Buch und Schreibfeder.
Ursicinus war ab 530 Erzbischof von Ravenna und ging als Erbauer der berühmten Basilika San Apollinare in die Geschichte ein. Ursicinus starb um 536. Beigesetzt wurde er einer Kapelle der Kirche San Vitale in Ravenna. Dort wird er noch heute verehrt. Ein Mosaik in der Basilika San Apollinare soll ein realistisches Abbild von Ursicinus sein.
Heute begeht die Kirche das Fest Mariä Geburt. Es hat seine Geschichte im Zusammenhang mit dem Bau der Kirche für die heilige Anna am See Bethesda. Dieser Ort galt als Wohnort von Anna und Joachim und somit als Heimat von Maria. Papst Sergius I. führte das Fest Mariä Geburt um 700 in Rom ein, ab dem 10. Jhd. Jahrhundert breitete es sich in der ganzen katholischen Kirche aus.