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27. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die neue Pfarrkirche von Plaus ist die einzige Kirche in unserer Diözese, die der hl. Monika geweiht ist. In der Kirche wird seit 2018 in einem Glasschrein auch eine Reliquie der Heiligen, und zwar ein Knochenfragment  aufbewahrt. Heute gedenkt die Kirche auch der Heiligen Gebhard und Cäsarius.

Monika wurde um das Jahr 332 in Numidien in Afrika geboren. Sie hatte christliche Eltern, war jedoch mit einem heidnischen Beamten verheiratet. Ihr großer Stolz war ihr jüngerer Sohn Augustinus, der erfolgreich studierte.  Als sie aber im Laufe der Jahre mit ansehen musste, wie sich Augustinus immer mehr vom Glauben abkehrte und ausschweifender lebte, betete sie inständig zu Gott und flehte ihn an, ihrem Sohn die Gnade des Glaubens zu schenken. Später ging Augustinus nach Mailand. Monika reiste sie ihrem Sohn nach und konnte erleben, welch positiven Einfluss Bischof Ambrosius auf ihn hatte. Augustinus ließ sich schließlich im Jahr 368 zur Freude seiner Mutter taufen. Ein halbes Jahr später begab sich Monika auf die Heimreise nach Afrika zum Hafen in Ostia, starb aber sie noch vor der Einschiffung an Fieber. Den Aufstieg ihres Sohnes zum großen Philosophen und Kirchenlehrer konnte sie somit nicht mehr erleben. Ein Teil ihres Grabdenkmales wurde 1945 in Ostia gefunden und ist jetzt in der Kathedrale zu sehen. Monika ist die Patronin der Mütter.

Gebhard stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Bregenz. Er wurde an der Domschule in Konstanz erzogen und von seinem Onkel Konrad zum Priester geweiht. Kaiser Otto II. ernannte ihn 979 zum Bischof von Konstanz am Bodensee. Gebhard war immer sehr bemüht um die armen Bewohner des Schwarzwaldes, er lies Kirchen und Klöster bauen und setzte die Reformarbeit seiner Vorgänger fort. Gebhard starb am 27.August 995. Er ist Patron gegen Halsleiden und für eine glückliche und leichte Entbindung.

Cäsarius war ab 503 Bischof von Arles. Er widmete sich vor allem der Landseelsorge und verfasste Predigtsammlungen, die bis weit hinein ins Mittelalter benutzt wurden. Im Jahr 513 reiste Cäsarius nach Rom zu Papst Symmachus um sich eine von ihm verfasste Schrift  über kirchendisziplinarische Fragen genehmigen zu lassen. Zugleich übergab ihm der Papst das Pallium  und ernannte ihn zum Primas von ganz Gallien, 514 auch zum Primas über Spanien. Cäsarius starb am 27. August 542 in Arles. Weil er durch sein Gebet eine Feuersbrunst zum Erlöschen gebracht haben soll, wird er als Patron gegen Feuersgefahr angerufen.