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10. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

IKEA Fans ist sicherlich der „Knut Schlussverkauf“ bekannt. Dass dahinter der hl. König Kanut bzw. Knud steckt, dürfte jedoch kaum bekannt sein. Königs Knud der im 11. Jahrhundert lebte, ordnete nämlich an, dass die Weihnachtszeit in Skandinavien 20 Tage lang dauern sollte. Deshalb werden dort die Christbäume erst am Knuts-Tag, dem 13. Jänner abgeräumt und oft alle gemeinsam verbrannt werden.  Weitere Heilige und Selige des Tages sind Landfried, Rufina und Secunda, sowie Engelbert Kolland.

Der heilige Knud IV. wurde um 1040 geboren. Nach dem Tod seines Bruders Harald wurde er 1080 König von Dänemark. Im selben Jahr heiratete er die fünfzehnjährige Adela, die Tochter des Grafen Robert I. von Flandern. Aus dieser Ehe ging der Sohn Karl der Gute hervor. Knud war ein tatkräftiger und weitblickender Herrscher. Knud wirkte auch segensreich für die Kirche seines Landes, er ließ Reformen durchführen und viele neue Gotteshäuser errichten. Der christliche Glaube wurde zum Maßstab für seine Regierung.  Sein Bestreben, die Königsmacht zu stärken, stieß beim Adel jedoch auf Widerstand und so fiel Knud am 10. Juli 1086 während eines Gottesdienstes in Odense einem Mordanschlag zum Opfer.  Seine Verehrung war im Mittelalter weit verbreitet.

Landfried war ein Benediktinermönch, der im 8. oder 9. Jahrhundert lebte. Er soll im Auftrag des hl. Bonifatius das Kloster Benediktbeuren gegründet haben und dessen erster Abt gewesen sein.

Rufina und Secunda waren christliche Märtyrinnen im 1. Jahrhundert. Sie wurden nach dem glaubwürdigen Zeugnis ihrer Leidensgeschichte in einem Wald nahe der heutigen Ortschaft Boccea hingerichtet. Ihr Grab in einer Kirche am 13. Meilenstein der Via Cornelia ist gut bezeugt. Bei Ausgrabungen wurden Reste der  der Kirche und eine Katakombe gefunden.

Engelbert Kolland wurde 1827 in Ramsau im Zillertal geboren. Seine Eltern waren arme Bauersleute, die zu den Protestanten gehörten, die seit der Reformation ihren Glauben im Geheimen lebten. 1837 befahl Ferdinand I. allen Zillertalern, die am Augsburger Bekenntnis festhielten, die Auswanderung. So zog die Familie in die Steiermark. Engelbert jedoch kam nach Salzburg, wo er das erzbischöfliche Gymnasium besuchen durfte. 1847 trat er in den Franziskanerorden ein, wurde 1851 von Johann Nepumuk Tschiderer zum Priester geweiht und ging einige Jahre später als Missionar nach Syrien. Dort war er als Seelsorger unter den christlichen Arabern tätig.  Engelbert starb gemeinsam mit sieben anderen Franziskanern am 10. Juli 1860 bei einem Überfall fanatischer Drusen auf sein Kloster. Sein Grab befindet sich im Pauluskloster in Damaskus. Engelbert Kolland wurde 1926 seliggesprochen.