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02. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der Orden der Eucharistiner hat heute weltweit etwa 895 Mitglieder. Auch in unserer Diözese ist diese Ordensgemeinschaft vertreten: Die Eucharistinerklöster in Bozen und Meran gehören zur italienischen Ordensprovinz „Unsere liebe Frau vom heiligsten Sakrament“ mit Sitz in Prato. Gründer der Eucharistiner ist der Franzose Petrus Julian Eymard, dessen Gedenktag die Kirche heute feiert. Weitere Heilige und Selige des heutigen Tages sind Eusebius und Gundekar.

Petrus Julian Eymard war der Sohn eines Schneiders. Er zeichnete sich schon in jungen Jahren durch seine Intelligenz und die große Verehrung Jesu aus. Eigentlich wollte er Priester werden, das ließ sein Vater aber nicht zu und so lernte Petrus in aller Heimlichkeit Latein. Nach einer langen Krankheit und dem Tod seines Vaters trat er in das Priesterseminar in Grenoble ein und wurde 1834 zum Priester geweiht. Im Jahr 1839 trat er bei den Marianisten ein, verließ die Gemeinschaft aber nach einigen Jahren wieder, weil seiner Ansicht nach die Verehrung der Gaben der Eucharistie zu kurz kam. 1856 gründete Petrus Julian Eymard in Paris die Gemeinschaft der Priester vom heiligen Sakrament, die Eucharistiner zur Förderung des heiligsten Sakraments, einige Jahre später folgte der weibliche Ordenszweig. Eymards Leben und Wirken waren fortan geprägt durch die ewige Anbetung, das vierzigstündige Gebet, die Kommunion und die Veranstaltung eucharistischer Kongresse. Petrus Julian Eymard starb am 1. August 1868. Papst Johannes XXIII. sprach ihn 1962 heilig.

Eusebius stammte aus Sardinien. Er kam als Kind mit seinen Eltern nach Rom, wurde hervorragend ausgebildet und zum Priester geweiht. 340 wurde er erster Bischof von Vercelli. Hier führte er als erster im Abendland die ihm anvertrauten Geistlichen der Kathedralkirche in ein gemeinsames Leben ein. 355 wurde Eusebius für sein Eintreten gegen den Arianisus vom Kaiser für sieben Jahre in die Wüste nach Palästina verbannt. Nach seiner Rückkehr in seine Diözese setzte er seinen Kampf gegen den Arianismus fort. Eusebius starb am 1. August 371.

Gundekar – oder Gunzo - wurde 1019 geboren und in der Domschule von Eichstätt ausgebildet. Er wurde Domherr, danach Hofkaplan bei Agnes, der Frau von König Heinrich III. und 1057 Bischof von Eichstätt. Im Investiturstreit hielt er dem Kaiser die Treue, mischte sich aber nicht weiter in die Politik ein und konzentrierte sich voll auf die Seelsorge. Während seiner Amtszeit weihte er 126 Kirchen, sowie zahlreiche Kapellen und Altäre. Das von ihm geschriebene „Pontifikale Gundecarianum“ ist eine einzigartige Quelle zur Eichstätter Bistumsgeschichte und Liturgie. Gundekar starb am 2. August 1075 und wurde im Dom von Eichstätt bestattet.