Heute gedenkt die Kirche des Ordensgründers Johannes Eudes, des Glaubensboten Sebald, des Papstes Sixtus III. und der Ordensfrau Caritas Pirckheimer.
Johannes Eudes wurde am 14. November 1601 in der Normandie geboren. Nach dem Studium trat er der Weltpriestervereinigung der Oratoraner bei und wurde 1625 zum Priester geweiht. Seine Aufgabe bestand zunächst in der Betreuung von Pestkranken in der Stadt Argentan, später kehrte nach Caen zurück, wo er zur Schule gegangen war und studiert hatte. Schwerpunkt seiner Arbeit war ab jetzt die Volksmission, die er ab 1635 leitete. Dabei bemängelte er vor allem auch den ungenügenden Bildungsstand der Priester in den Gemeinden. Er gründete deshalb die Weltpriesterkongregation der „Eudisten“, mit dem Ziel, in den Seminaren eine gediegene Priesterausbildung zu ermöglichen. Er begründete auch den Kult der Herzen Jesu und Mariens und wirkte für seine Verbreitung. Johannes Eudes starb am 19. August 1680. Im Jahr 1925 wurde er heiliggesprochen.
Sebald stammte vermutlich aus Dänemark und kam einigen Überlieferungen zufolge im 8. Jahrhundert als Glaubensbote nach Ostfranken. Sicher ist nur, dass er vor allem in und um Nürnberg predigte. Legenden erzählen, er habe die Glaubensboten Willibald und Wunibald vor dem Hungertod gerettet und ihnen Wein aus einem Fass zu trinken gegeben haben, das sich immer wieder füllte. An der Stelle, wo sich Sebalds Grab befand, steht heute die Kirche St. Peter und Paul in Fürth. Sebald ist Stadtpatron von Nürnberg.
Sixtus III. war Papst von 432 bis 440. Er unterstützte die Friedensbemühungen von Kaiser Theodosius II., die im Jahr 433 zur Einigung und zur Versöhnung der Patriarchen Johannes von Antiochia und Cyrill von Alexandria führten. In Rom entfaltete er eine rege Bautätigkeit: er ließ die beim Einfall der Westgoten verursachten Schäden beheben, die Taufkapelle San Giovanni in Fonte neu errichten, die Basilika Santa Maria Maggiore weihen und weitere Kirchen erbauen. Sixtus III. starb im Jahr 440 und wurde in der heutigen Kirche San Lorenzo fuori le mura bestattet.
Heute verehrt die Kirche auch Caritas Pirckheimer. Sie wurde 1467 in Eichstätt geboren und nach der Ausbildung im Klarissenkloster St. Klara in Nürnberg im Jahr 1503 dessen Äbtissin. Caritas stand in regem Briefwechsel mit zahlreichen Humanisten und lehrte ihre Schwestern die Bibel, Theologie und die Schriften der Kirchenväter. Als die Reichsstadt die Lehre Luthers angenommen hatte, kämpfte Caritas gegen die Auflösung ihres Klosters durch den evangelisch gewordenen Stadtrat. Dies gelang ihr nur bedingt: weil die Aufnahme von Novizinnen und der Empfang der Sakramente verboten waren, musste das Kloster schon bald aufgegeben werden. Caritas Pirckheimer starb am 19. August 1532 in Nürnberg.