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18. Mai 2021

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Vor allem in Ravenna und in der Toskana wird heute des heiligen Papstes Johannes I. gedacht. In der kirchlichen Kunst wird er meist dargestellt, wie er durch die Gitterstäbe eines Gefängnisses blickt. Weitere Heilige des heutigen 18. Mai sind Felix von Cantalice, Burkhard,  sowie Theodotus, Thekusa und ihre Gefährtinnen, außerdem gedenkt die Kirche der seligen Schwester Blandina Merten.

Papst Johannes I. stammte aus der Toskana. Er waltete nur drei Jahre lang, von 523 bis 526 seines Amtes. Johannes I. und der Ostgotenkönigs Theoderich, der in Ravenna residierte, hatten anfangs ein gutes Verhältnis und unterstützten sich gegenseitig. Dann aber wurde Johannes in den Machtkampf zwischen dem oströmischen Reich und den Ostgoten, die Anhänger des Arianismus waren, verwickelt. Als Theoderich den Papst zu Kaiser Justinus I. nach Konstantinopel schickte, um diesen zu bitten, er möge die Maßnahmen gegen die arianischen Goten im oströmischen Reich zurücknehmen, konnte Johannes den ihm aufgezwungenen Auftrag nicht erfüllen, die Byzantiner blieben bei ihrer Ablehnung der Irrlehre. Gleich nach der Rückkehr wurde Johannes deshalb von Theoderich festgenommen und in Ravenna gefangen gehalten. Wenige Tage später, am 18. Mai 526 starb Papst Johannes I.

Der Kapuzinerbruder Felix von Cantalice ist auch als Bruder Deogratias bekannt. Über 40 Jahre sammelte er in Rom Almosen für seinen Orden und bedankte sich immer mit dem lateinischen Wort „Deo gratias“. Felix hatte nie eine höhere Bildung genossen, er war aber eng befreundet mit Karl Borromäus und Philipp Neri. Was ihn so liebenswert machte, waren auch sein kontemplatives Gebet und seine konsequente positive Lebenseinstellung. Seine Religiösität wirkte sich nachhaltig aus. Als Felix am 18. Mai 1587 in Cittaducale starb, trauerte das ganze Volk, seinen Sarg begleiteten der Papst und viele Kardinäle.

Theodotus, Thekusa, Claudia, Alexandra, Phaina, Euphrasia, Matrona und Julitta starben Anfang des 4. Jhds. während der Christenverfolgung auf grausame Weise in der heutigen Türkei. Der hl. Claudia ist die Franziskanerkirche in Kaltern geweiht. Sie wurde 1642/43 im Auftrag der Erzherzogin Claudia an der Stelle errichtet, an der einst Schloss Rottenburg stand. 

Sr. Blandina, die als Maria Magdalena Merten geboren wurde, trat 1908 dem Ursulinenorden bei. Sie war als Lehrerin in Saarbrücken und in Trier tätig und war bekannt wegen ihrer Frömmigkeit. Als sie an Tuberkulose erkrankte ertrug sie ihr Leid mit großer Geduld und in tiefem Glauben. Sr. Blandina starb am 18. Mai 1918.