Der bekannteste Heilige des heutigen Tages ist zweifelsohne der hl. Florian. Er zählt als Patron der Feuerwehren und gegen Hochwasser zu den volkstümlichsten Heiligen. Florian ist der erste österreichische Märtyrer und Heilige und er ist einer der 14 Nothelfer. Ihm zu Ehren wurden in Österreich und den Nachbarländern zahlreiche Kirchen erbaut. Besonders verbreitet ist die Verehrung des hl. Florian in Österreich, Bayern, Südtirol und Böhmen.
Florian stammte aus der römischen Provinz Norikum, zu dem einst weite Gebiete Österreichs gehörten. Er hatte im römischen Heer eine hohe Offiziersstelle inne und war zuletzt zum Leiter der Kanzlei des kaiserlichen Statthalters ernannt worden. Damit war er der höchste Beamte der Provinz. Als unter Kaiser Diokletian auch in der Gegend um das heutige Lorch 40 Christen aufgespürt wurden, wollte Florian den Unglücklichen helfen und plante ihre Befreiung. Bei dem Versuch, heimlich in den Kerker zu gelangen, wurde er aber festgenommen und vor den Statthalter, seinem direkten Vorgesetzten, gebracht. Da Florian sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören und den Göttern zu opfern, der Statthalter ihn aber wie die anderen Christen behandeln musste, wurde er gefoltert und mit einem Mühlstein um den Hals am 4. Mai 304 in die Enns geworfen. Sein Leichnam wurde von der christlichen Witwe Valeria geborgen. Im 8.Jahrhundert ließen Passauer Bischöfe über der Begräbnisstätte Florians und der Märtyrer von Lorch, für die er sein Leben eingesetzt und verloren hatte, das Stift Sankt Florian errichten, das heute ein berühmtes Augustiner-Chorherrenstift ist.
Briktius war ein dänischer Prinz. Er soll im 10. Jhd. auf dem Rückweg von einer Wallfahrt ins Heilige Land eine Ampulle mit wundertätigem Blut, das aus einem geschändeten Kreuz geflossen sein soll, bei sich geführt haben. In der Gegend um das heutige Heiligenblut wurde er von einer Lawine verschüttet. Aus dem Schnee sollen drei Ähren herausgewachsen sein, so dass man den Pilger fand und bestatten konnte. An der besagten Stelle entstanden in der Folge die Kirche und der Ort Heiligenblut. Briktius wird dargestellt als Pilger mit Krone zu Füßen und mit drei Ähren.
Aribo oder auch Arbeo wurde um 723 in der Nähe von Meran geboren. Er war ein Schüler des hl. Korbinian und wurde 763 zum ersten Abt des Klosters Scharnitz in Oberbayern, zwei Jahre später zum Bischof von Freising ernannt. Er gilt als Verfasser des ersten lateinisch-deutschen Wörterbuches. Aribo zählte er zu den angesehensten Kirchenpersönlichkeiten seiner Zeit. Mehrere neue Klöster, so auch das Kloster Innichen sind Aribos Gründungen. Aribo starb am 4. Mai 783 .