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30. November 2025

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Wohl jeder von uns hat schon mal ein Andreaskreuz gesehen: Es ist ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden sich kreuzenden Balken. Andreaskreuze sind weit verbreitet in der Wappen- und Fahnenkunde, können ein Symbol für Gefahr sein und finden sich vor unbeschrankten Bahnübergängen. Das Andreaskreuz ist der Buchstabe X (chi) in der griechischen Schrift, findet sich im Christus-Monogramm und zählt zu den Grundprinzipien im Fachwerkbau.  Seinen Namen erhielt dieses Kreuz durch den Apostel Andreas. Er ist der bekannteste Heilige des heutigen Tages.

Andreas stammte aus Bethsaida. Er war der Bruder des Simon Petrus und wie dieser von Beruf Fischer. Die beiden waren die ersten, die Jesus als seine Jünger berief.  Andreas wird in der Bibel danach nur beim Abendmahl in Jerusalem, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten anwesend, sonst wird er nicht besonders genannt. Andreas verkündete später das Evangelium in Kleinasien. In Mirmidonia befreite er den gefangenen Matthäus und gab dem Geblendeten das Augenlicht wieder. In Achaia erbaute er mehrere Kirchen und bewirkte zahlreiche Bekehrungen. In Patras in Griechenland heilte Andreas Maximilla, die Frau des Statthalters Ägeas, bekehrte sie zum Christentum und riet ihr eheliche Enthaltsamkeit. Daraufhin ließ der Statthalter Andreas geißeln und an ein X-förmiges Kreuz binden, um ihn noch mehr zu quälen. Nach zwei Tagen am Kreuz, an welchen er unermüdlich zum Volk predigte, starb Andreas. Maximilla ließ Andreas mit großen Ehren bestatten.  Seine Reliquien ruhen heute im Dom San Andrea in Amalfi.  Diese Reliquien sondern das „Manna des heiligen Andreas“ ab, eine flüssige, etwas klebrige, bernsteinfarbige Substanz. Sie wird in einer Ampulle aufgefangen und mehrmals im Jahr entnommen, um den Kranken zu verabreichen. Andreas ist der Patron von Russland, Schottland, Spanien, Griechenland und Sizilien, weiters von Neapel, Ravenna, Brescia, Amalfi und rund 120 weiteren Städten und Ortschaften.  Weiters ist er der Patron der Fischer und Fischhändler, Bergleute, Seiler, Metzger und Wasserträger. Andreas wurde früher auch oft von Frauen angerufen, damit er ihnen half, einen Mann zu finden. In unserer Diözese sind dem hl. Andreas zahlreiche – vor allem alte – Kirchen geweiht, so u.a. in Klausen, St. Andrä, Marein/Kastelbell, Vals, Salurn, Oberrasen, Ratschings, Tartsch und Garn.

Die Heiligen Attroban, Benjamin, Emming, Folkard, Gerwald Willehad und Grisold wirkten als Glaubensboten bei den Sachsen. Bei deren Aufstand unter Herzog Widukind gegen Karl, den Großen, 782, wurden sie getötet.

Sapor wurde vor allem bekannt durch die Menge der Menschen, die er zum Christentum führte. 339 wurde er wegen seiner Zusammenarbeit mit den Römern als Verräter angeklagt, vom persischen König verhört und hingerichtet. Die Original-Akten des Verhörs sind heute noch erhalten.