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25. Oktober 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Als im Jahr 1185 Graf Ludwig III. von Arnstein starb, sind Berichten aus der damaligen Zeit zufolge die Leute aus allen umliegenden Dörfern nach Gommersheim herbeigeeilt, um den Klostergründer zu beweinen, so beliebt war Ludwig III. Heute sind alle von ihm gestifteten Klöster untergegangen, nur mehr Kloster Arnstein, seine ehemalige Burg, existiert noch. Weitere bekannte Heilige des heutigen Tages sind Krispin und Krispinian, Chrysanth und Daria, und Bonifatius.

Ludwig III. von  Arnstein wurde 1109 geboren. Graf Ludwig III. trat sehr früh in die Rechte seines verstorbenen Vaters ein. Durch die mangelhafte Erziehung, ohne Vater, führte er ein ausschweifendes und gewalttätiges Leben. Seine Burg war Ausgangspunkt gefürchteter Raubzüge. Um 1125 verheiratete er sich mit Gräfin Guda von Bomeneburg. Die Ehe blieb jedoch kinderlos und Ludwig III. vollzog eine radikale innere Wandlung: er beschloss seine Güter geistlichen Zwecken zu widmen und bestimmte sich selbst für den klösterlichen Stand. Auf seiner Burg errichtete er ein Prämonstratenserstift, in das er 1139 selbst eintrat. Seine Gemahlin ließ sich in der Nähe des Stifts als Reklusin nieder. Ludwig gründete im Laufe seines Lebens noch weitere Klöster. Er starb am 25. Oktober 1185.

Chrysanth stammte aus Ägypten, zusammen mit seinem Vater kam er nach Rom und ließ sich dort taufen. Er begegnete Daria, einer römischen Priesterin der Göttin Vesta, bekehrte sie und sie heirateten.  Auf Anordnung des Stadtpräfekten wurden Chrysanth und Daria wegen ihres Glaubens verhaftet.  Chrysanth wurde eingekerkert und gefoltert, Daria soll in ein Bordell gezwungen, jedoch von einem Löwen beschützt worden sein. Schließlich ließ man sie in einer Grube bei lebendigem Leib begraben und in der Via Salaria Nuova bestatten. Chrysanth und Daria sind Patrone der Richter und werden angerufen um Frieden und Harmonie in der Ehe. Ihnen ist die Kirche von Tesselberg geweiht, in Oberolang sind sie Patrone eines Seitenaltars und in Bad Valdander in Untermoj im Gadertal ist ihnen die Badlkapelle geweiht.

Krispin und Krispinian waren die Söhne einer vornehmen römischen Familie. erlitten wahrscheinlich im Jahr 287 das Martyrium in Rom. Einer Legende nach waren sie Schuhmacher. Für die Ärmsten der Stadt arbeiteten sie umsonst, wodurch sie viele für den Glauben gewannen.

Fructus wurde 682 in der Stadt Segovia in Spanien geboren. Nachdem seine Eltern schon früh starben, verteilte er den Besitz der Familie unter den Bedürftigen und führte ein Leben als Einsiedler.  Er wurde vor allem als Wundertäter bekannt. Als einmal maurische Eroberer bis zu seiner Einsiedelei vordrangen, trat Fructus ihnen entgegen und zog mit einem Stock eine Linie quer über den Felsen, der sich daraufhin spaltete. Die tiefe Kluft, die Cuchillada de San Frutos, konnte von den Eindringlingen nicht überwunden werden. Fructus starb am 25. Oktober 715. Einige Jahrhunderte später, im Jahr 1093, wurde nahe dem Felsspalt die Ermita de San Frutos, errichtetet, dessen schlichte Kirche auch heute noch steht.