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11. Oktober 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die  katholische Kirche feiert heute den 2014 heiliggesprochenen Papst Johannes XXIII. sowie die Heiligen Brun, Alessandro Sauli, Quirin, Jakob Griesinger und Canice (Kenneth).

Papst Johannes XXIII. wurde als Angelo Giuseppe Roncalli am 25. November 1881 in Sotto il Monte in der Lombardei geboren. 1904 wurde er zum Priester geweiht, wurde Bischofssekretär, Feldgeistlicher im 1. Weltkrieg, und danach Vatikandiplomat in Bulgarien und in Griechenland. 1933 wurde er zum Apostolischen Delegaten für die Türkei bestellt, etwa 10 Jahre später Apostolischer Nuntius in Paris und 1953 Kardinal und Patriarch von Venedig. Nach dem Tod von Papst Pius XII. wurde er im Alter von 77 Jahren am 28. Oktober 1958 überraschend zum Papst gewählt. Schon drei Monate nach seinem Amtsantritt  kündigte  er das 2. Vatikanische Konzil an, weil er eine Erneuerung der  Erscheinungsform der Kirche und eine pastorale Öffnung wünschte. Er war es aber auch, der den Klerikern auferlegte, wieder den Priesterhut zu tragen und verbot, ein Stadion oder Kino zu besuchen oder mit Frauen Auto zu fahren. Unter Papst Johannes XXIII.  war es Frauen sogar verwehrt, den Altarraum von Kirchen zu betreten. In seiner Enzyklika „Pacem in Terris“, die er knapp zwei Monate vor seinem Tod publizierte, forderte er mitten im Kalten Krieg die internationale Zusammenarbeit für Frieden und Gerechtigkeit. Auch die Ökumene verdankt ihm wichtige Impulse. Papst Johannes XXIII. starb am 3. Juni 1963. Papst Johannes XXIII. war sehr mit Südtirol verbunden:  Als Patriarch verbrachte er hier öfter seinen Urlaub, er schätzte Bischof Joseph Gargitter und erkannte die Schwierigkeiten der Südtiroler Gläubigen, die damals mit der Aufteilung auf zwei Diözesen zusammenhingen.

Brun wurde im Jahr 953 zum Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen ernannt. Er bemühte sich um eine religiöse Erneuerung seiner Diözese durch die Gründung und Reform von Klöstern und Kirchen. Brun starb am 11. Oktober 965 in Reims, als er sich auf der Rückreise aus Frankreich befand, wo er innere Streitigkeiten schlichten wollte. Er liegt in seiner Gründung St. Pantaleon in Köln begraben.

Alessandro (Alexander) Sauli entstammte einer lombardischen Adelsfamilie und trat im Alter von 17 Jahren in den neuen Barnabiterorden ein. 1556 wurde er zum Priester geweiht. Ab 1563 war er Theologieprofessor in Pavia, wo er einen besonderen Ruf als Prediger erlangte. 1567 wurde er Ordensgeneral, 1569 Bischof von Aléria auf Korsika, wo die Diözese dank seines Wirkens ihre Blüte erlebte. Alessandro wird deshalb auch der "Apostel Korsikas" genannt. Ab 1591 war er Bischof von Pavia. Alessandro starb während einer Visitationsreise am 11. Oktober 1593.

Quirin war nach legendären Überlieferungen ein Priester der im Ardennen-Maas Gebiet den Glauben verkündete. Er erlitt den Martertod durch Enthauptung.

Jakob Griesinger wurde 1407 in Ulm geboren, er erlernte die Glasmalerei, machte eine Wallfahrt nach Rom und trat 141 als Laienbruder in den Dominikanerorden ein. Hier war er vor allem als Glasmaler tätig. In Bologna vollendete er das bedeutende Fenster der Cappella dei Notai in San Petronio. Jakob starb am 11. Oktober 1491. Seine Reliquien befinden sich in der Basilika San Domenico in Bologna.

Canice (Kenneth) wurde 545 zum Priester geweiht und in Rom vom Papst eingesegnet. Er ging nach Schottland zur Mission und gründete dort Kirchen, Klosterzellen und ein Oratorium, ebenso wie in Irland, wo die große Abtei Aghaboe sowie das Kloster Kilkenny, auf ihn zurückgeführt werden. Canice schrieb einen Evangelien-Kommentar, der Jahrhunderte lang im Gebrauch war.