Heute begeht die katholische Kirche das Rosenkranzfest und feiert die heiligen Bacchus und Sergius, Ernst, Georg von Pfronten-Kreuzegg und Justina
Das Rosenkranzfest erreichte nach dem Sieg der christlichen Flotte über die Türken bei Lepanto am 7. Oktober 1571 eine große Verbreitung. Papst Pius V. hatte zum Gebet des Rosenkranzes angeregt um Hilfe zu erflehen. Pius' Nachfolger Gregor XIII. legte den Tag dieses Sieges als das Rosenkranzfest fest. Mehrere Jahrhunderte lang wurde das Rosenkranzfest am ersten Sonntag im Oktober gefeiert, seit 1913 wird es am 7. Oktober begangen. Das Rosenkranzgebet in seiner heutigen Form entstand Anfang des 15. Jahrhunderts und ist seitdem nahezu unverändert geblieben.
Bacchus und Sergius waren Offiziere der römischen Armee bei den Grenztruppen in Syrien. Sie wurden wegen ihres christlichen Glaubens zu Tode gepeitscht und enthauptet. An Ihrem Grab in Resafa am Rand des Euphrattales in Nord-Zentralsyrien entstand ein reger Märtyrerkult. Die Stadt trug deshalb in der Spätantike den Namen Sergiopolis. Heute bestehen nur mehr einige Ruinen. Einige wenige Kirchen, die den Heiligen geweiht sind, gibt es heute in Russland, in der Türkei, Syrien, Ägypten und Deutschland.
Ernst kam 1119 als Benediktinermönch von Zwiefalten ins 1106 gegründete Kloster Neresheim und wurde dort der erste Abt. Als Teilnehmer am 2. Kreuzzug ins Heilige Land wurde er von den Sarazenen gefangen genommen. Am 7. Oktober 1148 starb Ernst, nachdem ihm seine Peiniger bei lebendigem Leibe die Eingeweide herausrissen.
Georg von Pfronten-Kreuzegg im Allgäu war zuerst Bäckerlehrling, später ging er auf Wanderschaft und kam 1724 nach Rom, wo er als Laienbruder dem Kapuzinerorden beitrat. Der immer fröhliche, stets hilfsbereite "Brüder Jörg" erfreute sich beim Volk bald größter Beliebtheit. Er starb am 7.Oktober 1762 in Frascati. Seine sterblichen Überreste ruhen heute in der Kapuzinerkirche von Kempten.
Justina wurde der Überlieferung nach um 300 von Maximinian Herkuläus, dem Mitkaiser Diokletians, als christliche Jungfrau in Padua zum Tode verurteilt und von einem Soldaten unmittelbar danach, noch ehe der Henker kam, mit dem Schwert durchbohrt. Über ihrem Grab wurde im 6.Jhd. die Basilika Santa Giustina errichtet.