Zum Hauptinhalt springen

09. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

In unserer Diözese wird heute des hl. Korbinian gedacht. Außerdem finden sich im Heiligenkalender heute die Namen Pedro, Bernhard-August, und Jacques-Désiré Laval.

Korbinian wurde in Paris geboren und baute sich nach dem Tod seines Vaters neben seinem Elternhaus eine Zelle, um als Einsiedler zu leben. Als ihn immer mehr Ratsuchende bedrängten, pilgerte er um 710 nach Rom. Papst Konstantin I. weihte ihn dort zum Bischof und sandte ihn zur Missionsarbeit ins Frankenreich. Korbinian lies sich später in Kuens bei Meran nieder, wurde aber von Grimoald nach Bayern gerufen und kam nach Freising, wo er eine Kirche zu Ehren von Stephanus erbaute. Später entstand hier die Abtei Weihenstephan. Korbinian starb an einem 8. September um 725 in Freising. Auf seinen Wunsch hin wurde er im Grab des heiligen Valentin auf dem Zenoberg in Meran beigesetzt, das heute noch zu sehen ist. Korbinian ist neben dem hl. Maurizius Kirchenpatron von Kuens, sowie zusammen mit dem hl. Kandidus Patron der Stiftskirche von Innichen. Auch die Kirche von Ulfas in Passeier ist dem hl. Korbinian geweiht.

Pedro Claver war ein spanischer Bauernsohn, der in den Jesuitenorden eingetreten war. Als Missionar wurde er nach Neu-Granada, dem späteren Kolumbien, entsandt. In Cartagena, das damals Zentrum des Handels mit afrikanischen Sklaven war, wurde er mit deren Elend konfrontiert. Davon war er so erschüttert, dass er beschloss, sein ganzes künftiges Leben der Betreuung dieser Entrechteten zu widmen. In den 40 Jahren seiner selbstlosen Tätigkeit ließen sich rund 300 000 Sklaven von ihm taufen. Pedro starb am 9. September 1654. Papst Leo XIII. sprach ihn 1888 heilig. Perdo Claver ist Landespatron von Kolumbien und Patron der Mission unter Schwarzen.

Bernhard August Thiel wurde 1850 in Elberfeld bei Wuppertal geboren. Der Sohn eines Schreinermeisters er trat in den Vinzentinerorden ein und wurde im Mutterhaus in Paris zum Priester geweiht. Als Missionar wurde er nach Quito in Ecuador gesandt, dann nach Costa Rica, wo er im Alter von nur 30 Jahren Bischof wurde. Von 1883 bis 1885 war er aus politischen Gründen aus dem Land verbannt und musste sein Amt von Panama aus wahrnehmen. Er wirkte besonders als Seelsorger und Missionar unter den Indianern und starb am 9. September 1901.

Jacques-Désiré Laval war zunächst Arzt, entschloss sich dann aber Theologie zu studieren, um der nach der Französischen Revolution angeschlagenen katholischen Kirche zu helfen. 1838 wurde er zum Priester geweiht und 3 Jahre später als Missionar nach Mauritius geschickt. Dort bildete er vor allem ehemalige Sklaven als Katecheten aus und sandte sie in verschiedene Bezirke der Insel zum Unterricht, zur Abhaltung von Wortgottesdiensten und zur Seelsorge. Bald wurde er von den Menschen als Apostel Mauritius’ bezeichnet. Er starb am 9. September 1884 in Port Louis und wurde 1979 seliggesprochen.