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11. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Obwohl recht unscheinbar ist die Benediktskirche in Mals eines der bedeutendsten Kunstdenkmäler Europas. Sie stammt aus der Zeit der Karolinger und beherbergt Fresken und Stuckdekoration von unschätzbarem Wert. Sie ist – ebenso wie die Kirche von Nauders in Rodeneck - dem hl. Benedikt von Nursia geweiht, dessen die Kirche heute gedenkt. Weitere Heilige des Tages sind Olga, sowie Placidus und Sigisbert.

Der hl. Benedikt von Nursia wird der "Vater des abendländischen Mönchtums" genannt. Geboren wurde er um 480 in den Bergen von Umbrien. Als Benedikt zur Ausbildung nach Rom kam, fühlte er sich bald vom lauten und sittenlosen Leben seiner Mitstudenten abgestoßen und zog sich in ein abgelegenes Tal bei Subiaco als Einsiedler zurück. Nach und nach sammelten sich andere Männer um den Eremiten, und so bildeten sich mit der Zeit zwölf kleine Mönchsgemeinschaften, die alle von Benedikt organisiert wurden. Im Jahr 529 errichtete Benedikt auf den Überresten eines heidnischen Tempels auf dem Monte Cassino das gleichnamige, heute weltberühmte Kloster. Hier arbeitete er seine Ordensregel aus, die man auf einen Satz zusammenfassen kann: "Ora et labora!", d.h. "Bete und arbeite!“ Die benediktinische Ordensregel wurde in der Westkirche schließlich zur vorherrschenden regel. Benedikt starb am Gründonnerstag, dem 21. März 547. Das Doppelgrab von Benedikt und seiner Schwester Scolastika wurde 1950 beim Wiederaufbau des vom Bomben zerstörten Klosters Montecassino entdeckt. Bei der Weihe der neuen Klosterkirche erklärte Papst Pius XII. Benedikt zum „Vater Europas“,  Papst Paul VI. ernannte ihn zum Schutzpatron Europas. Benediktinerklöster gibt es in unserer Diözese in Marienberg, Gries bei Bozen und auf Säben oberhalb von Klausen.

Olga war die Frau von Igor I. von Moskovien und Großfürstin von Russland. Nach der Ermordung ihres Mannes führte sie in den Jahren von 945 bis 962 für den minderjährigen Sohn die Regierungsgeschäfte. Nachdem Olge ihm die Herrschaft übergeben hatte, ging sie nach Konstantinopel und lies sich im Alter von 70 Jahren taufen. Ab da an nannte sie sich Elena. Zurück in der Heimat versuchte sie missionarisch zu wirken, blieb jedoch weitgehend erfolglos. Olga starb am 11. Juli 969 in Kiew.

Placidus war ein Gefährte und Helfer von Abt Sigisbert. Sie wirkten in der Umgebung von Disents in der Schweiz. Als Placidus einmal versuchte, den Statthalter von Chur zu einem besseren, christlichen Leben zu bekehren, lies ihn der herrschsüchtige Mann ermorden. Sigisbert, dessen Gedenktag wir heute ebenfalls begehen, bestattete seinen Freund in der Nähe seiner Zelle. Er selbst wurde nach seinem Tod neben Placidus beigesetzt. Über den Grabstätten der beiden entstand später das Benediktinerkloster Disentis.