4 Jahre nach dem Tod von Daniel Comboni wurde 1895 in Milland bei Brixen das Missionshaus eröffnet. Es war die erste Niederlassung der Comboni Missionare im deutschen Sprachraum. Heute gedenkt die Kirche nicht nur des Hl. Daniel Comboni, sondern auch der heiligen Gereon, Kassius, Florentius, Viktor und Tuto.
Daniel Comboni wurde 1831 in Limone am Gardasee geboren. Er wurde Priester und gründete 1867 in Verona den "Missionsverein vom Guten Hirten". Noch im selben Jahr eröffnete er die erste Niederlassung in Kairo. 1870 unterrichtete er beim 1. Vatikanischen Konzil Papst Pius IX. von seinen Plänen zur Missionierung Afrikas. 1871 verfasste er eine Ordensregel, ein Jahr später gründete er eine Schwesterngemeinschaft sowie eine Zeitschrift für die Missionsarbeit in Afrika, die noch heute unter dem Titel "Nigrizia" erscheint. 1873 ging Daniele Comboni nach Khartum und wurde 1877 zum dortigen Bischof ernannt. Dort starb er am 10. Oktober 1881. Heute sind über 4.000 Comboni-Missionare in 24 Ländern in Afrika und Mittelamerika tätig. Daniel Comboni wurde am 5. Oktober 2003 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Gereon war einer Legende nach Offizier der Thebaischen Legion. Er wurde um 304 wegen seines christlichen Glaubens in der Nähe von Köln enthauptet. Sein Leib soll in einen Brunnen der Stadtmauer geworfen worden sein, über dem die Kaiserin Helena eine Kirche errichtete. Gereon wird in ritterlicher Rüstung mit Kreuzfahne dargestellt. Eine Darstellung des hl. Gereon gibt es im Kreuzgang in Brixen.
Kassius und Florentius haben wahrscheinlich Anfang des 3. Jhd. in Bonn ihr Martyrium erlitten. Unter dem Bonner Münster ist die ursprüngliche Gedächtnisstätte erhalten. Kassius und Florentius sind die Stadtpatrone von Bonn. Bis heute besteht dort der Brauch, dass der Oberbürgermeister jährlich am Gedenktag des beiden Heiligen im Bonner Münster zum Gedenken an die Stadtpatrone im Namen des Stadtrates eine Kerze opfert und entzündet. Sie trägt die lateinische Aufschrift „Kassius und Florentius, bittet für uns“.
Viktor war vermutlich ein Märtyrer in Xanten. Trotz verschiedenster Ansätze gibt es bis heute keine stichhaltigen Beweise für das Martyrium Viktors, das sich im 3. oder 4 Jahrhundert zugetragen haben soll. Über seinem mutmaßlichen Grab erhebt sich der prachtvolle Viktors-Dom von Xanten.
Tuto war ab 894 Bischof von Regensburg. Er unterstützte im besonders Herzog Wenzel von Böhmen in der Verbreitung des christlichen Glaubens.