Heute feiert die Kirche unter anderem die Heiligen Severin, Erhard und Gudula.
Severin war Sohn einer vornehmen Germanenfamilie. Er lebte einige Zeit als Eremit im Orient und kam während der Völkerwanderung nach dem Tod von Hunnenführer Attila in die römische Provinz nach Norikum, dem Gebiet des heutigen Österreich. Severin bemühte sich um einen Ausgleich der Spannungen zwischen den eingesessenen Romanen und den Germanen, die im römischen Reich neue Wohnsitze suchten. Durch groß angelegte Hilfsmaßnahmen wurde er zum Retter der Not leidenden Bevölkerung. Severin starb im Jahr 482. Er wird dargestellt in Pilgerkleidung mit Buch und Kreuz oder mit einem Hund. Er ist Patron der Pfarrkirche von Völlan.
Erhard stammte vermutlich aus Südfrankreich und war im Elsass als Wanderbischof tätig. Er war es vermutlich, der die heilige Odilia getauft haben soll. Um 700 wirkte Erhard als Bischof von Regensburg. Dort soll er einem legendarischen Bericht zufolge er mit bloßen Händen den Klosterbrunnen von Niedermünster gegraben haben. Erhard starb im Jahr 719. Im Mittelalter wurde er besonders im Elsass verehrt. Viele Krankenhäuser stehen unter seinem Patronat.
Gudula entstammte einer adeligen Familie und wurde im Kloster Nivelles erzogen. Später ging sie wahrscheinlich nach Ham bei Alost, wo sie ein Leben des Gebets und der Nächstenliebe führte. Bekannt ist vor allem das Kerzenwunder von Moorsel: Als Gudula eines Nachts zur Kirche aufbrach um zu beten, versuchte der Teufel wiederholt, die Laterne der ihr vorangehenden Magd auszulöschen, doch zündete ein Engel diese stets wieder an. Gudula starb der Überlieferung nach im Jahr 712. Sie ist Patronin der belgischen Hauptstadt Brüssel.