Auch Päpste haben nicht immer nur Freunde, dies beweist das Attentat auf Papst Leo III.. Ihm wurden vom römischen Adel schwere Vergehen vorgeworfen, unter anderem Meineid und Ehebruch. Während der Markus-Prozession am 25. April 799 wurde der Papst überfallen, vom Pferd gezerrt, niedergeschlagen und ausgeraubt. Einigen Quellen zufolge schnitt man ihm sogar die Zunge heraus und blendete ihn. Der Papst aber überlebte das Attentat und so begann eine Reihe von Geschehnissen, die zu einem der bekanntesten Meilensteine des abendländischen Mittelalters führen sollten: der Kaiserkrönung Karls des Großen.
Papst Leo III. war - bevor er 795 Papst wurde - Kleriker und Gewandmeister an der Basilika San Giovanni in Laterano, sowie später Priester und Kardinal. Überlieferungen nach wurde er noch am Tag der Bestattung von Papst Hadrian I. einstimmig zum Papst gewählt. Leo III. war jener Papst, der Karl den Großen als Schutzherrn von Rom anerkannte und ihm die Schlüssel zum Grab des hl. Petrus und ein Banner Roms sandte. Am Weihnachtstag des Jahres 800 krönte er Karl den Großen zum römischen Kaiser. Damit wurde die Grundlage für die Verbindung des deutschen Königtums und römischem Kaisertum geschaffen. Unter Papst Leo III. begann in Rom auch eine rege Kirchenbautätigkeit und in Europa nahm die Entwicklung zu einer Gesellschaft ihren Anfang, in welcher der Kaiser die weltliche und der Papst die geistliche Macht inne hatte. Papst Leo III. starb am 12. Juni 816.
Odulf wurde nach seiner Ausbildung an der Domschule von Utrecht zum Priester geweiht und wurde später Mönch im Kathedralkloster St. Martin. Bischof Friedrich sandte ihn dann als Seelsorger an die neue Kirche zu Stavoren, wo er bis fast zum Ende seines Lebens hin wirkte. Zurück in seinem Heimatkloster starb Odulf um etwa 854.
Der selige Guido Vagnotelli wurde um 1190 im Städtchen Cortona hoch über dem Trasimeno-See geboren. Sein Lehrmeister war kein Geringerer als Franz von Assisi, welcher ihn schon bald zum Prediger wählte. Guido, den ein starkes Charisma umgab und um dessen Person sich augenscheinliche Wunder ereigneten, wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. Am 12. Juni 1250 starb er, und sein Grab war lange Zeit das Ziel vieler Wallfahrer. Der Sarg mit dem Leichnam des seligen Guido Vagnotelli war jahrhundertelang verschollen, erst 1945 wurde er wiederentdeckt.
Florida Cevoli wurde in Siena geboren und war eine mystisch begnadete Kapuzinernonne. 25 Jahre lang leitete sie das Kloster Cittá di Castello und galt als kluge Ratgeberin für viele bedeutende Persönlichkeiten. Florida hinterließ eine Vielzahl geistlicher Schriften. Ihr Todestag war der 12. Juni 1767. Papst Johannes Paul II. sprach sie 1993 selig.