Am heutigen 1. Juni feiert die Kirche folgende Heilige und Selige: Justinus, Kuno I. von Trier, Theobald Roggeri, und Karoline Agnes Ellenberger
Justinus stammte aus einer heidnisch-römischen Familie. In seiner Jugend studierte er Philosophie und fand so zum Christentum. Unter Kaiser Antonius Pius kam er nach Rom und schon bald bildete sich um ihn ein Schülerkreis. Justinus verfasste vor allem Apologien, also Bücher, die die Richtigkeit der christlichen Lehre darlegen. Auch stammen von Justinus die ersten Aufzeichnungen römischer Liturgie. Als Justinus einmal lauthals gegen die Christenverfolgungen protestierte, wurde er zusammen mit sechs seiner Schüler verhaftet und eingesperrt und schließlich, als er sich weigerte heidnischen Göttern zu opfern im Jahr 165 enthauptet.
Kuno I. von Trier – oft auch Konrad genannt - wurde um 1066 unter Missachtung der Mitwirkungsrechte der Ortskirche von Heinrich IV. zum Erzbischof von Trier ernannt. Einer Überlieferung zufolge soll er deshalb auf dem Weg nach Trier von Gegnern gefangengenommen und ermordet worden sein. Sein Grab in der Abteikirche von Tholey wurde 1960 wiedergefunden.
Der selige Theobald Roggeri war der Sohn einer reichen und vornehmen Familie. Die Lektüre der Evangelien bewog ihn, ein einfaches Leben zu führen. Er arbeitete als Schuster, aber anstatt die Tochter seines Meisters zu heiraten und das Geschäft zu übernehmen, unternahm er eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela. Danach arbeitete er als Lastenträger. Eine Überlieferung berichtet, dass Theobald das Korn und das Mehl, das er zu tragen hatte, den Armen statt den Empfängern brachte. Theobald starb 1150 in Alba.
Karoline Agnes Ellenberger wurde 1838 in Wetzlar in Hessen geboren und wuchs in einer streng evangelischen Familie auf. , Am Tag nach ihrem 25. Geburtstag konvertierte sie zum katholischen Glauben. Ein Jahr später trat sie in Koblenz in die "Schwesternschaft vom Heiligen Geist" ein, wo sie den Namen Agnes annahm. 1891 wurde sie zur Generaloberin ernannt und innerhalb weniger Jahre wuchs unter ihrer Leitung die Gemeinschaft um 13 Niederlassungen. Im Jahr 1903 trat Agnes vom Amt zurück und lebte dann bis zum Tod im Ordenshaus in Güls. Schwester Agnes starb am 1. Juni 1906.