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23. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die heilige Rosa von Lima war 1671 die erste Frau aus der neuen Welt, die heiliggesprochen wurde. Sie ist die Patronin Südamerikas und der peruanischen Hauptstadt Lima, sowie Patronin der karibischen Inseln, der Gärtner und der Blumenhändler. Heute gedenkt die Kirche auch des Hl. Antonius von gerace und der seligen Richildis von Hohenwart.

Rosa, deren Taufname Isabella war, wurde am 20. April 1586 in Lima in Perú geboren. Schon als Kind bewies sie übergroße Selbstbeherrschung und zeigte Zeichen einer mystischen Anlage. Ihre Eltern wollten sie mit einem wohlhabenden jungen Mann verheiraten, aber Rosa hatte sich für einen anderen Lebensweg entschieden: Sie wollte Ordensfrau werden. Von ihrer Mutter wurde sie daraufhin gezüchtigt und misshandelt, Rosa blieb aber bei ihrem Entschluß und wurde 1606 Terziarin des Dominikanerordens. Sie führte fortan ein leben, dass durch große köperliche und seelische Schmerzen gekennzeichnet war, so fastete sie drei Tage in der Woche, schlief auf einem Lager aus Holz und Scherben, verbrannte sich die Hände mit ungeloschenem Kalk und trug eine eiserne Dornenkrone. Bei der Arbeit im Kloster betete und meditierte sie, und sie kritisierte den grausamen Umgang der Kolonialherren mit den Indios. Im Jahr 1614 gründete Rosa das erste kontemplative Kloster Südamerikas, sie selbst betätigte sich in der Krankenpflege und in der Glaubensverkündigung. Kurz nach ihrem 31. Geburtstag starb Rosa am 24. August 1617. Bestattet wurde sie in der Dominikanerkirche von Lima.

Antonius lebte im 10. Jahrhundert. Er stammte aus Gerace in Kalabrien und war ein Basilianermönch im Kloster San Filippo d’Argiro. Schon zu Lebzeiten wurde er dank der Wunder, die er wirkte, hoch verehrt. Das Kloster wurde  beim großen Erdbeben von Messina im Jahr 1783 zerstört.  Jedes Jahr gibt es in Gerace am heutigen Gedenktag des hl. Antonius eine Prozession mit seiner Holzbüste.

Die selige Richildis lebte als Reklusin im Benediktinerinnenkloster Hohenwart in Oberbayern. Ihr Todestag war vermutlich der 23. August 1100. Die Zelle, in der sie bestattet wurde, und wo sich zahlreiche Wunder ereignet haben sollen, wurde 1225 in eine Kapelle umgewandelt.  Die seit Ende des 15. Jahrhunderts nachweisbare Wallfahrt ist auch heute noch lebendig. Erde von Richildis Garb gilt als Schutz gegen Blitz und Unwetter.