Zum Hauptinhalt springen

03. Juni 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Als der „afrikanische Holocaust“ wird die Hinrichtung von Karl Lwanga und seiner Gefährten im Jahr 1886 bezeichnet. Sie sind als die ersten Märtyrer Schwarz-Afrikas in die Geschichte eingegangen. Die Kirche gedenkt heute auch des hl. Morand und des Missionars Vital-Justin Grandin.

Karl Lwanga wurde 1865 zu Bulimu in Uganda geboren. Er und seine Gefährten – alle zwischen 12 und 30 Jahre alt -  waren christliche Pagen am Hof von König Mwanga. Dieser war dem christlichen Glauben anfangs zugetan, seine Beamten und Ratgeber aber lehnten das Christentum als eine Fremdreligion ab und hielten die europäischen Missionare für Spione.  Der König befolgte deren Rat und erklärte eines Tages, er wolle alle töten lassen, die beten. Als Karl Lwanga vom Entschluss seines Königs hörte, versammelte er seine Kameraden zu einem langen Nachtgebet, um sie auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Vier Jungen, die noch im Glauben unterwiesen wurden, empfingen in aller Eile die Taufe. Am nächsten Morgen berief der König eine Gerichtssitzung ein und erklärte, dass alle, die nicht beten, an seiner Seite bleiben dürfen. Karl Lwanga und 15 weitere Pagen bekannten sich aber zu ihrem Glauben und wurden ins Gefängnis abgeführt. In den darauffolgenden Tagen Ende Mai 1886 wurden sie nacheinander sie auf grausamte Weise getötet. Sie wurde 1964 heiliggesprochen. Karl Lwanga ist Patron der katholischen Aktion und der Jugend Afrikas.

Morand stammte aus der Umgebung von Worms, wurde an der Domschule ausgebildet und zum Priester geweiht. Er war zuerst Mönch in der Reformabtei Cluny. Dann kam er ins Elsass, wo er eine so hingebungsvolle seelsorgerische Tätigkeit ausübte, dass man ihn bald den "Apostel des Sundgaus" nannte.  Morand starb an einem 3. Juni um 1115. Morand ist Patron der Winzer und des Weines, weil er sich während der Fastenzeit stets mit nur einer Traube ernährt haben soll. Früher war er auch einer der Hauspatrone der Habsburger.

Vital-Justin Grandin stammte aus Frankreich und wurde 1854 als Missionar nach Kanada gesandt. Dort wirkte er in der Diözese St. Boniface, die ungefähr so groß war wie Europa, aber nur 12 Priester hatte. Er missionierte an den Ufern des Athabasca-Sees und zog päter unter Lebensgefahr durch die endlosen Eiswüsten des Nordwestens Kanadas bis zur Grenze von Alaska. Die Indianer nannten ihn den großen Häuptling des Gebets. Nach der Teilung der Diözese St. Boniface wurde Vital-Justin 1871 Bischof von St. Albert, einem Bistum von der doppelten Größe Frankreichs. Er errichtete zahlreiche Kirchen, Schulen, Krankenhäuser, Klöster und Seminare. Der „Heilige des Nordwestens“, wie Vital-Justin genannt wurde, starb am 3. Juni 1902.