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11. April 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Kirche gedenkt heute des heiligen Stanislaus von Krakau. Er ist einer der polnischen Nationalheiligen. In Bayern gilt an diesem Tag die Wetterregel „Wenn sich naht St. Stanislaus, rollen die Kartoffeln aus“. Weitere Heilige und Selige des Tages sind Gemma Galgani, Guthlac, und Rainer.

Stanislaus wurde um 1030 in Polen geboren. Er wurde Domherr und 1072 Bischof von Krakau. Weil er König Boleslaw II. aufforderte, seiner Gattin die Treue zu halten und Frauen wie Menschen zu behandeln, lies dieser ihn  während einer Messe am 11.April 1079 erschlagen. Das Volk geriet nach der Ermordung des Bischofs in große Aufruhr und vertrieb den König. Stanislaus ist der Patron von Polen und der meistverehrte Heilige des Landes

Gemma Galgani wurde 1878 nahe der Stadt Lucca geboren. Sie hatte ein sehr schwere Kindheit und arbeitete als Dienstmädchen. Am Vorabend des Herz-Jesu-Festes 1899 fiel Gemma plötzlich in Ekstase. Als sie wieder zu sich kam, trug sie an ihrem Körper die Wundmale Christi. In den folgenden vier Jahren - bis zu ihrem Tod - erlebte sie an jedem Donnerstag Geißelung und Dornenkrönung und schwitzte Blut. Lange Zeit konnte sie die Erscheinungen geheim halten und ertrug die Schmerzen als Sühneopfer für gefährdete Seelen. Gemma starb am 11. April 1903.

Guthlac stammte aus einem hohen, englischen Adelsgeschlecht. Er diente zunächst in der Armee des Königs, trat dann aber ins Kloster Repton ein. Nach zwei Jahren zog er mit vier Gefährten nach Crowland, wo er 15 Jahre lang als Büßer ein bescheidenes Leben führte. Angeblich soll er sich selbst gegeißelt haben und durch die Leiden eine so innige Vereinigung mit Gott errungen haben, dass ihm sogar die Tiere gehorchten.  Guthlac starb am 11. April 714 und wurde von seiner Schwester in Crowland bestattet. An seinem Grab ereigneten sich zahlreiche Wunder und es wurde Ziel vieler Wallfahrten. Aus Guthlacs Ensiedelei wuchs später ein Kloster, das bis Mitte des 16 Jahrhunderts bestand.

Der selige Rainer stammte aus Friesland und führte ab 1211 als Rekluse am Dom zu Osnabrück ein Leben strengster Askese: er schlief kaum, aß weder Fleisch noch Mehl und schnürte seinen Körper mit eisernen Riemen.  Schon bald nach seinem Tod am  11.April 1233 wurde er vom Volk verehrt. Seine Gebeine kamen später in den Osnabrücker Dom.