„Wie die vierzig Märtyrer das Wetter gestalten, so wird es noch vierzig Tage halten“ ist ein bekannter Wetterspruch zum heutigen Gedenktag an die 40 Märtyrer von Sebaste. Die Kirche erinnert heute auch an die Heiligen Franziska von Rom, Bruno von Querfurt und Dominikus Savio.
Franziska stammte aus einer römischen Adelsfamilie. Sie lebte von 1384 bis 1440 und war eine vorbildliche Frau und Mutter. Francesca verbrachte viel Zeit mit Gebet und kümmerte sich um die Armen und Kranken. Aus einem Teil ihres Palastes machte sie ein Krankenhaus und kümmerte sich um die Pestkranken. Im Jahr 1436, als ihr Mann starb, wurde sie Nonne in der Vorstadt Tor de' Specchi und schon bald Oberin des von ihr gegründeten weiblichen Ablegers des Olivetanerordens. Franziska war mystisch begabt: die letzten Jahre ihres Lebens sah sie ständig einen Engel an ihrer Seite. Dessen Licht machte es möglich, dass sie auch nachts lesen und schreiben konnte, Schlaf brauchte Franziska fast keinen. Nach ihrem Tod am 9. März 1440 wurde Franzsika in der Kirche Santa Maria Nuova am Forum Romanum begraben. Franziska ist neben dem hl. Christophorus Patronin der Autofahrer.
Bruno von Querfurt war ein sächsischer Adeliger. Als er Otto III. auf dessen Reise zur Kaiserkrönung nach Rom begleitet hatte, blieb er dort und trat in das Kloster Sankt Bonifatius ein. Zusammen mit Romuald ging er in eine Einsiedelei bei Ravenna, später berief ihn Otto III. als Missionar nach Polen. 1004 wurde Bruno zum Erzbischof von Magdeburg geweiht und wirkte segensreich in Siebenbürgen, Westrussland und Polen. Am 9. März 1009 wurde Bruno zusammen mit 18 Gefährten von heidnischen Preußen gefangengenommen und ermordet.
Dominikus Savio war ein Schüler des hl. Johannes Bosco in Turin. Er war sehr begabt, lebte mustergültig und starb schon mit 15 Jahren im Jahr 1857. 1954 wurde er heiliggesprochen. Er ist Patron der katholischen Jugend und wird dargestellt als Knabe beim Ministrieren oder zu Füßen des hl. Don Bosco.
Die katholische Kirche gedenkt heute auch der 40 Märtyrer von Sebaste in Armenien. Sie waren Angehörige einer Legion von Kaiser Licinius, der in der Osthälfte des römischen Reiches die Christen bekämpfte. Als die Legionäre im Jahr 322 das Streuen von Weihrauch vor den heidnischen Götter- und Kaiserstatuen verweigerten, lies sie Lucinius eine ungewöhnliche Weise hinrichten: sie wurden nackt auf einen zugefrorenen See ausgesetzt. Als sie am nächsten Tag noch lebten, wurden ihnen sämtliche Gliedmaßen gebrochen, sodass sie qualvoll starben. In Rom ist ihnen das Oratorium der 40 Märtyrer auf dem Forum Romanum geweiht.