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04. Dezember 2020

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Das Kassian-Tschiderer-Werk unterstützt junge Menschen in Südtirol, die sich auf den Priesterberuf vorbereiten. Benennt ist die im Volksmund als Tschiderer-Werk bekannte Einrichtung nach dem seligen Bischof Johann Nepomuk von Tschiderer, dem heute in unserer Diözese gedacht wird. Eine weitere sehr bekannte Heilige des heutigen Tages ist Barbara. Am Barbaratag ist es Brauch,  einen Kirschzweig zu pflücken und einzufrischen, damit er an Weihnachten blüht. Ist dies der Fall, gibt es in der Familie im darauffolgenden Jahr eine Hochzeit.  Die Kirche gedenkt heute auch des Seligen Adolph Kolping.

Johann Nepomuk von Tschiderer zu Gleifheim wurde am 15. April 1777 in Bozen geboren. Nach dem Besuch des Franziskanergymnasiums in Bozen studierte er in Innsbruck Theologie. 1800 wurde Johann Nepomuk in Trient zum Priester geweiht und wirkte als Kooperator in Rom, Unterinn am Ritten und Ulten. In Trient studierte er später Moral- und Pastoraltheologie, wurde Pfarrer im Sarntal und Dekan von Meran. Als Schulinspektor förderte er den Schulunterricht im ganzen Land und gründete das Johanneum in Dorf Tirol. 1834 wurde Johann Nepomuk von Tschiderer als Domherr nach Trient berufen. Er machte sich vor allem als Restaurator nach den napoleonischen Wirren und wegen seines Einsatzes für die Glaubenseinheit Tirols verdient und  übte eine ausgleichende Haltung gegenüber den beiden Volksgruppen in seiner Diözese.  Als ein Höhepunkt seiner Tätigkeit gilt das 1845 gefeierte Konzilsjubiläum. Johann Nepomuk von Tschiderer starb am 3. Dezember 1860 in Trient und wurde im dortigen Dom begraben. Am 30. April 1995 wurde Johann Nepomuk von Tschiderer durch Papst Johannes Paul II. in Trient seliggesprochen.

Barbara ist eine historisch eher unwahrscheinliche Figur, dennoch ist sie eine der bekanntesten christlichen Heiligen. Legenden zufolge lebte sie zu Beginn des 4. Jahrhunderts. Sie wurde sie von ihrem eigenen Vater in einen Turm gesperrt, weil er auf seine bildschöne und verführerisch junge Tochter eifersüchtig war und sie am Heiraten hindern wollte. Während ihr Vater einmal auf Reisen war, ließ sich Barbara taufen. Daraufhin wurde sie von ihrem Vater dem römischen Statthalter Marcianus ausgeliefert, gegeißelt und schließlich hingerichtet. Barbara gehört zu den 14 Nothelfern. Sie ist Patronin der Bergleute, der Artilleristen und der Sterbenden. Ihr sind die achteckige Kirche neben der Pfarrkirche von Meran, die Knappenkapellen in Gossensass, Alt-Wengen und Rabenstein, sowie die Kapelle des E-Werks in Kastelbell geweiht.

Adolf Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Als Schumachergeselle auf Wanderschaft lernte er das Elend der Handwerksgesellen lernen. Nach einem mühevollen Studium wurde er 1845 Priester. Als Domvikar von Köln gründete er 1849 einen Gesellenverein. Diese seine Idee breitete sich rasch im gesamten deutschen Sprachraum und in Nordamerika aus. Kolpings Ziele waren die Weckung des Familiengeistes, Erziehung zur Ehre und Berufstüchtigkeit. Adolf Kolping starb am 4. Dezember 1865 in Köln und wurde 1991 seliggesprochen. Das Kolpingwerk ist heute weltweit in 60 Ländern vertreten und hat über 350.000 Mitglieder, davon 1500 in Südtirol. Hierzulande gibt es auch 5 Kolpinghäuser mit Einrichtungen für Unterkunft, Bildung und Freizeit.