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23. Juli 2021

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute feiert die Kirche die hl. Brigitta von Schweden. Sie ist eine der Schutzheiligen Europas und Patronin von Schweden.  Die von ihr geschilderten und aufgezeichneten Visionen hatten großen Einfluss auf die Frömmigkeit der Menschen der damaligen Zeit und auf die Darstellungsweise biblischer Szenen in der Kunst. Weitere Heilige des Tages sind Johannes Cassianus und Valerianus.

Brigitta wurde 1303 als Tochter des schwedischen Landvogts Birger Pederson geboren. Schon von Kindheit an war sie mit prophetischen Gaben ausgestattet. Mit 14 heirate sie Ulf Gudmarsson, der später Chef der Verwaltung und der Rechtssprechung der Provinz Närke wurde, und gebar 8 Kinder. Als ihr Gatte Reichsrat am Hof von König Magnus Eriksson wurde, wurde Brigitta die Hofmeisterin der Gemahlin des Königs. Hier erwarb sie wertvolle Erfahrungen, die ihr später im Umgang mit vielen mächtigen Persönlichkeiten zugutekamen. Als Ulf im Jahr 1344 starb, zog sich Brigitte in die Zisterzienserbatei Alvastra zurück und führte ein leben in Armut und Gebet.  Bei einem Aufenthalt im Schloss Vadstena erhielt Brigitta eines Tages in ihren Visionen den Auftrag und die Regeln für eine Klostergründung, die zur Reform des Mönchswesens beitragen sollte. So rief Brigitta den "Erlöserorden" ins Leben und in Vadstena entstand das erste Kloster. Im Jahr 1349 begab sich Brigitta nach Rom, um im an der Feier zum Heiligen Jahr 1350 teilzunahmen und um die Anerkennung ihres Ordens zu erwirken, jedoch wurde die Ordensregel in einer für sie nicht zufriedenstellen Form approbiert.  Noch im Alter von 70 Jahren unternahm Brigitta - begleitet von ihrer Tochter Karin -  eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. Brigitte sagte unter anderem den Untergang des zypriotischen Königreichs und erahnte das Ende der neapolitanischen Königin Eleonora.  Trotzdem wollte niemand auf ihre Warnungen hören. Brigitta starb schließlich am 23. Juli 1373 in Rom. Dem Erlöserorden – auch Brigittenorden genannt – gehören weltweit rund 570 Schwestern an. Sie betreiben Gästehäuser und setzen sich für den ökumenischen Dialog ein.

Johannes Cassianus hatte eine klassische Bildung genossen, als er in jungen Jahren nach Palästina pilgerte und in Bethlehem in ein Kloster eintrat. Um 401 zog er weiter nach Konstantinopel und wurde von Johannes Chrysostomos zum Diakon geweiht. 405 wurde Johannes nach Rom geschickt, um den Schutz des Papstes Innozenz I. für den verfolgten Chrysostomos zu erwirken. Später zog es ihn in die Provence, dort gründete er um 415 bei Marseille das Kloster "St. Victor" für Männer und ein Frauenkloster. Diese Klöster wurden Zentren intellektuellen Lebens und monastischer Spiritualität und wirkten weit hinein nach Gallien und Spanien. Johannes starb um 435 in Marseille in Frankreich.

Valerianus war möglicherweise Mönch auf der Lérins-Insel St. Honorat. 439 wurde er Bischof von Cimiez, das heute ein Stadtteil von Nizza ist. Valerianus nahm an mehreren Synoden teil und  unterstützte die Wahl von Ravennius zum Bischof vonArles. In zwanzig überlieferten Predigten zeigt er seine Nähe zu mönchischen Idealen und eine große  Frömmigkeit. Valerianus starb um 461.