Zum Hauptinhalt springen

31. Mai 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Am heutigen 31. Mai feiern die italienischen Pfarrgemeinden in unserem Land das Fest „Maria Heimsuchung“. Im deutschen Sprachraum wird dieses Fest am 2. Juli gefeiert. Die Kirche gedenkt heute der hl. Petronilla, der hl. Baptista von Varano, der seligen Mechthildis von Dießen, und des Siegwin, der den Beinamen „Der Fromme“ trägt.

Petronilla starb in frühchristlicher Zeit als Märtyrin in Rom. Geschichtliche Nachrichten über ihr Leben sind nicht überliefert. In der Leidensgeschichte von nereus und Achilleus wird sie als Tochter des Petrusbezeichnet.  Ihr Grab befand sich bis 757 in der Domitilla-Katakombe neben Achilleus und Nereus, danach wurde der Sarkophag mit Petronillas Gebeinen in das Mausoleum der Peterskirche übertragen.

Baptista – die den Taufnamen Camilla trug – war eine Tochter des Herzogs Julius Cäsar von Camerino. Als sie einmal als Kind eine beeindruckende Predigt des Franziskaners Dominik von Leonessa hörte, entschloss sie sich,  ihr Leben dem Gedenken der Passion Christi zu widmen. Sie trat 1481 in den Klarissenorden ein, gründete später mit Unterstützung ihres Vaters ein Kloster in Camerino und wurde dessen Äbtissin. Baptista wurden immer wieder mystische Erfahrungen zuteil, oft sprach der gekreuzigte Christus zu ihr. Ab 1483 war sie als Schriftstellerin tätig und verfasste unter anderen einen Bericht über ihre innere Umkehr mit dem Titel „La vita spirituale“. Baptista starb am 31. Mai 1524. Papst Benedikt XVI. sprach sie 2010 heilig.

Mechthildis war die Tochter des Grafen Berthold II. von Andechs. Schon als Kind wurde sie zur Erziehung ins Augustinerkloster nach Dießen gegeben. Dort wurde sie Priorin, 1153 dann auf Veranlassung des damaligen Papstes Anastasius IV. Äbtissin im Kloster Edelstetten bei Krumbach. Dort sollte Mechthildis tiefgreifende Reformen durchführen. Bald schon kehrte sie aber kränklich nach Dießen zurück, wo sie am 31. Mai 1160 starb.

Siegewin wurde 1076 Dechant in Köln und 1079 Erzbischof von Köln. Im Investiturstreit stand er treu auf der Seite von König Heinrichs IV.  Siegewin führte als zweiter deutscher Bischof in seinem Gebiet gegen das Fehdeunwesen den "Gottesfrieden" durch. 1085 baute er die abgebrannte Stiftskirche St. Maria ad gradus wieder auf. Siegewin starb am 31. Mai 1089.