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07. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

„An St. Afra Regen, ist für Bauern ungelegen“ lautet eine Bauernregel am heutigen Gedenktag an die hl. Afra, die Patronin der deutschen Stadt Augsburg und der reuigen Dirnen. Die Kirche feiert heute auch den hl. Papst Sixtus II. und den hl. Kajetan.

Afra soll eine Tochter des Königs von Zypern gewesen sein. Als ihr Vater ermordet wurde, floh sie mit ihrer Mutter nach Rom und kam später nach Augsburg. Dort richtete sie ein Freudenhaus ein. Als eine Tages Bischof Narcissus während der Christenverfolgung unwissend in dem Haus Herberg suchte bereitete ihm Afra eine Mahlzeit zu. Als er das Tischgebet sprach, wurde Afra so erschüttert, dass sie ihm zu Füßen fiel und sich bekehren und taufen lies. Weil sie daraufhin das Bordell schloss, wurde sie im Jahr 304 von enttäuschten Bürgern als Christin angezeigt, festgenommen und schließlich enthauptet. Der Sarkophag mit den Reliquien Afras befindet sich heute unter dem Afra-Altar der Kirche St. Ulrich und Afra in Augsburg. In Südtirol ist eine Darstellung der hl. Afra auf dem Altarbild von St. Karpophorus in Tarsch im Vinschgau zu sehen, welches der Maler Simon Ybertrachter 1743 fertiggestellt hat.

Sixtus II.  war ab 257 Papst. In der viele Jahre lang geführten Auseinandersetzung mit Cyprian von Karthago und der nordafrikanischen Kirche, bei der es um die Frage ging, ob  eine von Ketzern durchgeführte Taufe gültig sei, schwenkte Sixtus auf die Position der Afrikaner ein und anerkannte diese Taufen nicht.  Er stellte auch die von seinem Vorgänger abgebrochenen Kontakte zu den Bischöfen in Nordafrika und in Kleinasien wieder her. Am 6. August 258, in der Zeit der Verfolgung der Christen unter Valerian, wurde er zusammen mit anderen Christen bei einem Gottesdienst überfallen und sogleich enthauptet. Seine Beisetzung fand in der Kalixtus Katakombe statt.

Kajetan wurde 1480 in Vicenza geboren. Er trat nach dem Jurastudium in den Dienst der römischen Kurie und wurde 1516 Priester. Kajetan war Mitbegründer der Kongregation der Theatiner. Ihr Leben und Wirken richtet sich nach einem Jesuswort aus der Bergpredigt: Suchet zuerst Gottes Reich und seine Gerechtigkeit, dann werden euch alle Dinge hinzugefügt werden. Kajetans Dienst stand ganz im Zeichen der Reform für den Klerus. In Neapel gründete Kajetan 1533 ein Institut zur Eindämmung der Anhänger der Reformation, später wirkte er in Verona und in Venedig.  Kajetan starb am 7. August 1547 in Neapel, wo er in der Kirche San Paolo Maggiore beigesetzt wurde.