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06. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Ein reges Brauchtum gab es einst in unserem Land am heutigen Gedenktag des hl. Magnus. Außerdem finden wir im Heiligenkalender heute die Namen Eskil, Gundolf, Theobald, Alexius, Bernhardin und Zachäus.

Der hl. Magnus wird vor allem in Tirol, in der Schweiz, in Altbayern und in Schwaben verehrt und wird manchmal auch zu den 14 Nothelfern gezählt. Magnus lebte Anfang des 8. Jahrhunderts. Von seiner Jugend und Erziehung gibt es keine Informationen, man weiß nur, dass er um 730 im zu jener Zeit gegründeten Kloster in St. Gallen lebte und dessen Verwalter wurde. Um 746 soll er das Klosterleben aufgegeben und den Glauben im Allgäu und danach am oberen Lech verkündet haben. In Füssen errichtete er ein Kloster, welches von Pippin dem Jüngeren ausgestattet wurde. Magnus wird als der Apostel des Allgäus bezeichnet. Einer Legende nach starb er am 6. September 756. Besondere Wunderkraft wurde einst dem St. Mang-Stab zugesprochen, einer Nachbildung des Bischofsstabes mit Reliquien des Heiligen Magnus. Der Stab wurde auch in Südtirol wiederholt zur Segnung der Felder und Weinberge und zur Vertilgung schädlichen Ungeziefers vom Stifte Füssen erbeten, so im Jahr 1641 wegen einer ungewöhnlichen „Gossenplage“ in der Bozner Gegend. 1700 und 1756 kam der Magnusstab nach Lana, wo er in einer feierlichen Prozession nach St. Agatha getragen wurde. Auch die Meraner Gegend wurde um 1700 mit dem Magnusstab gesegnet. Dem hl. Magnus sind in Südtirol die Kirchen von Gagers am Eingang ins Ultental und Breiteben in Passeier geweiht.

Eskil von Lund war ein Vorkämpfer für kirchliche Reformen. Er sicherte die Unabhängigkeit der nordischen Kirche von Bremen-Hamburg und wurde 1156 als Primas von Schweden vom Papst anerkannt. 1177 verzichtete Eskil wegen seines hohen Alters auf sein Bistum und zog sich nach Clairvaux zurück. Er starb am 6. oder 7. September 1181.

Gundolf war ab etwa 816 Bischof von Metz. 821 wurde auf seine Initiative hin die Synode von Dietenhofen gehalten, die Maßregeln gegen die Bedrücker der Kirche beschloss. Gundolf starb um 822.

Theobald, Alexius, Bernhardin und Zachäus waren Laienbrüder des Franziskanerordens. Während der Belagerung Wiens durch die Türken im Jahr 1529 wurden sie im Wiener Wald von den Türken gefangengenommen und getötet.