Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Willehald, Gregor, Gottfried und Johannes Duns Skotus.
Willehald war der erste Bischof von Bremen. Geboren wurde er um 740 im angelsächsischen Königreich Northumbrien, wurde schon als Kind einem Kloster übergeben und später an der Domschule von York ausgebildet. Durch eine von König Ahlred einberufenen Synode ließ er sich zur Mission bei den Friesen und Sachsen entsenden. 780 berief ihn Karl der Große an die untere Weser, um dort die Frohbotschaft zu verkünden. Während des Sachsenaufstandes musste Willehald fliehen und pilgerte nach Rom. Einige Jahre später kehrte er in sein Missionsgebiet zurück und wurde 787 zum Bischof von Worms geweiht. Seinen Sitz richtete er in Bremen ein und dort weihte er am 1. November 789 auch den ersten Dom der Stadt. Nur eine Woche nach der Domweihe starb Willehald.
Gregor, ebenfalls ein geborener Angelsachse, wurde 949 Mönch und 964der dritte Abt des Klosters Einsiedeln. Er lies die Klosterkirche vergrößern und schickte einige seiner Mönche zum Aufbau des Klosters Petershausen bei Konstanz. Gregor starb am 8. November 996. Die von ihm aufgezeichneten Gewohnheiten des Klosters wurden von seinem Schüler Wolfgang von Regensburg verbreitet und waren von großem Einfluss auf die süddeutschen Klöster.
Gottfried war ein Sohn adeliger Eltern. Nach seiner Ausbildung und Priesterweihe war er ab 1104 Bischof von Amien. Er zeigt sich von großer Güte und Mildtätigkeit gegen die Armen, Kranken und Bedrängten. In den Auseinandersetzungen zwischen den Bürgern und dem königlichen Vogt stand er auf der Seite der Bürger und musste deshalb 1114 in die große Karthause flüchten. Im darauffolgenden Jahr wurde er zur Rückkehr in sein Bistum gezwungen. Er starb am 8. November 1115 in Soissons. Dargestellt ist er als Bischof mit einem Hund. Dazu erzählt eine Legende, dass Gottfried, als er einen Mordanschlag auf sich vermutete, seinem Hund ein Stück ein Brot gab, das er zuvor in den Wein getunkt hatte. Tatsächlich war der Wein vergiftet und der Hund fiel tot um.
Johannes Duns Skotus wurde in Schottland geboren, er wurde Minorit und erhielt 1291 die Priesterweihe. Nach dem Studium in Paris und Oxford ging er 1307 nach Köln. Er war ein scharfsinniger Theologe und Vorkämpfer für den Christköniggedanken und für die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens. Johannes Duns Skotus starb am 8. November 1308 in Köln und liegt dort in der Minoritenkirche begraben.