Die Kirche feiert heute das Gedenken an den Gründer des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola. Die Mitglieder des Jesuitenordens gehören zu den sogenannten Regularklerikern. Sie haben keine besondere Ordenskleidung und kein gemeinsames Chorgebet. Auch leben sie nicht in Klöstern, sondern in Gemeinschaften. Der Jesuitenorden hat über 16.000 Mitglieder. Weitere Heilige und Selige des Tages sind Germanus und Elisabeth Eppinger.
Ignatius von Loyola war ein junger adeliger Offizier aus dem spanischen Baskenland. Sein Ziel war eine Karriere beim Militär. Nach einer schweren Verletzung war Ignatius aber monatelang ans Bett gefesselt. In dieser Zeit las er religiöse Schriften und Heiligenlegenden uns so wuchs in ihm der Entschluss, sich einem geistlichen Leben zu verschreiben. Nach der Genesung lernte Ignatius Latein und ging zum Studium nach Paris. Hier schloss er sich mit sechs Gleichgesinnten zu einer Gemeinschaft zusammen mit den Gelübden der lebenslangen Armut und Keuschheit und dem Ziel der Missionsarbeit unter den Moslems im Heiligen Land - oder, falls dies unmöglich sein werde, sich dem Papst zur Verfügung zu stellen. So entstand daraus die "Gesellschaft Jesu", die Jesuiten. 1540 wurde der Orden von Papst Paul III. bestätigt und 1541 Ignatius zum Generaloberer des Ordens gewählt. Während dieser Zeit verfasste Ignatius die "Großen Ordensregeln", die aber erst nach seinem Tod fertiggestellt wurden. 1551 eröffnete Ignatius in Rom ein Kolleg aus dem später die Päpstliche Universität Gregoriana hervorging. Ignatius von Loyola starb am 31. Juli 1556 und wurde in der Kirche Al Gesù in Rom bestattet. Die Erdkugel über dem Altar dieser Kirche ist aus dem größten je gefundenen Lapislazuli gefertigt. Ignatius wurde 1609 selig- und 1622 von Papst Gregor XV. heilig gesprochen. Er ist Patron der Exerzitien und Exerzitienhäuser, der Kinder, Schwangeren und der Soldaten, sowie gegen Fieber, Zauberei und Gewissensbisse.
Germanus ist einer der meistverehrten Heiligen Frankreichs. Er trat erst im Mannesalter zum christlichen Glauben über. 418 wurde er zum Bischof seiner Geburtsstadt Auxerre ernannt. Er trennte sich von seiner Gattin und stellte sein Vermögen der Gemeinde zur Verfügung. Germanus ließ zahllose Klöster und Gotteshäuser errichten und wurde zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der frühen Kirche in Gallien. Er war der Lehrer von Patrick von Irland. Germanus starb am 31. Juli 448 in Ravenna.
Elisabeth Eppinger gründete 1849 die Genossenschaft der "Schwestern vom Allerheiligsten Heiland", die "Niederbronner Schwestern" zur Pflege von Kranken. Nach segensreichem Wirken während einer Cholera-Epidemie 1854 wurde die Gemeinschaft anerkannt und im Jahr 1866 von Papst Pius IX. bestätigt. Elisabeth starb am 31. Juli 1867 und wurde 2018 seliggesprochen. Heute nennt sich die von Elisabeth Eppinger gegründete Kongregation „Schwestern vom göttlichen Erlöser“ und ist in vielen Ländern tätig.