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13. Oktober 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Im Mittelalter beteten Gefangene, die gehängt werden sollte oft zum hl. Koloman. Unverheiratete Frauen, die zu seinem Grab pilgerten erbaten sich von ihm Hilfe bei der Suche nach einem Ehemann, und ander e Gläubige  erbaten sich vom heiligen Koloman die Heilung ihrer Gebrechen oder den Schutz für Pferde und Rinder. Andere Heilige des heutigen Tages sind Eduard der Bekenner, Reginbald, Simbert, Belisinda und Pantalus, Andreas, Lubentius, Gerold, Faustus, Januarius und Martialis.

Koloman war ein Pilger aus Irland, der auf dem Weg in das Heilige Land durch das Gebiet des heutigen Österreich pilgerte. Wegen seiner fremdartigen Kleidung wurde er als Spion angesehen und angeblich am 17. Juli 1012 in Stockerau östlich von Wien an einem Baum erhängt. Als man den Irrtum bemerkte, wurde Koloman schon bald als Märtyrer verehrt. Sein Leib wurde am 13. Oktober 1014 nach Melk überführt. Koloman war bis 1663 Landespatron von Österreich. Dargestellt wird der als Pilger mit Zange und Rute, sowie mit einem Strick in der Hand. Dem Hl. Koloman ist in unserer Diözese die Kirche von Oberwieleberg bei Percha geweiht.

Der englische König Eduard, der auch „der Bekenner“ genannt wird, wurde um 1003 geboren und 1042 zum König gekrönt. Eduard war politisch gesehen ein schwacher Regent, aber er förderte aus tiefem Glauben heraus klösterliche und kirchliche Einrichtungen, unter anderem erbaute er eine Benediktinerabtei, die heutige  Westminster Abtei in London. Er lebte arm, um den Armen geben zu können. Seine Frömmigkeit und Wohltätigkeit förderte das Ansehen und die Verbreitung des Christentums. Eduard starb am 5. Jänner 1066. Eduards Grab in der Westminster-Abtei ist ein Nationalheiligtum Englands. Eduard wird dargestellt in königlichen Gewändern, wie er einen Kranken trägt.

Reginbald stammte war aus adeligem Geschlecht. Er wurde Benediktinermönch im Kloster Tegernsee, 1012 ernannte ihn Bischof Brun von Augsburg zum ersten Abt in St. Ulrich und Afra in Augsburg. Danach war Reginbald Leiter des Klosters Ebersberg bei München und Lorsch in Hessen, 1032 wurde er Bischof von Speyer und Limburg. Hier war er maßgeblich am Bau des Kaiserdoms beteiligt. Reginbald starb am 13. Oktober 1039 in Speyer.

Simbert wurde um 778 zum Bischof von Augsburg erhoben. Er war ein Vertrauter Karls, des Großen, und vielleicht der Erbauer des ersten Domes von Augsburg. Simbert starb am 13. Oktober 807 und wurde in der von ihm gegründeten und geweihten Kirche St. Ulrich und Afra beigesetzt. An seinem Grab sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben.

Belisinda (Belinda) war eine fromme fränkische Christin im Gefolge Karls des Großen. Sie lebte um 800.

Pantalus soll der erste Bischof von Basel gewesen sein, vermutlich im 5. Jahrhundert. 1157 fand man in Basel seine Totentafel mit einem Hinweis auf einen Märtyrertod. Im 12. Jahrhundert wurde er zu einer Figur in der Ursula-Legende: Demnach soll Pantalus Ursula mit ihren Jungfrauen auf der Rückreise von Rom nach Köln begleitet haben und dort ebenfalls von den Hunnen getötet worden sein. Sein in Köln gefundener angeblicher Kopf kam 1272 nach Basel, heute ist er dort im Historischen Museum.

Andreas war ein Franziskanermönch und Priester. Er war berühmt für seine Gelehrsamkeit und wurde Ordensprovinzial in Österreich. Sein Todestag war der 13. Oktober 1494.

Lubentius lebte im 4. Jhdt. und soll ein Schüler des hl. Martin von Tours gewesen sein. Er kam nach Trier und wurde hier als Priester in Kobern an der Mosel eingesetzt.

Gerold, Graf von Aurillac, blieb zeitlebens unverheiratet. Er lebte nur für seine Untertanen, denen er ein gerechter und fürsorglicher Landesvater sein wollte. Mit eigenen Mitteln finanzierte der gütige Graf verschiedene karitative Einrichtungen. Er starb am 13. Oktober  909.

Faustus, Januarius und Martialis wurden als Opfer der Christenverfolgung im Jahr 304 in Córdoba in Spanien auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Als die "drei Kronen von Córdoba" genießen sie auch heute noch in Spanien hohe Verehrung.