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24. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der heutige Gedenktag an den hl. Bartholomäus ist ein wichtiger Lostag im bäuerlichen Jahr. So heißt es: „Wie sich das Wetter an Barthlmä stellt ein, so soll's den ganzen September sein“. Auch für die Gastwirte war dieser Tag einst sehr wichtig: sie konnten ihr Schankrecht verlieren, wenn sie bis zum Barthlmätag noch keinen Most aus Äpfeln oder Birnen hatten. Darum war es wichtig zu wissen, wie und wo man am besten zu einem Most kam. Daher stammt auch die Redewendung „Wissen, wo der Barthl den Most herholt“ für besonders clevere Menschen.

Bartholomäus war Apostel und wird bei den Evangelisten nur bei Lukas genannt. Auch wird nur sein Name aufgeführt, ohne dass irgendetwas aus seinem Leben erzählt wird. Nach der Überlieferung verkündete Bartholomäus den Glauben in Persien, Mesopotanien, Parthioen, und Lykaonien, möglicherweise auch in Indien, wo er demnach eine hebräische Abschrift des Matthäus-Evangeliums hinterließ. Legenden weisen ihm auch die Verbreitung des Evangeliums in Ägypten und Armenien zu, er soll auch Kranke und Besessene geheilt haben. Als Bartholomäus einmal einen bösen Geist aus einer Götzenstatue austrieb und daraufhin sämtliche Statuen in einem Tempel umstürzten, wurde er gefangengenommen und schwer misshandelt. Zuletzt ließ man ihm bei lebendigem Leib die Hautabziehen und ihn mit dem Kopf nach unten kreuzigen. Dargestellt wird Bartholomäus als Apostel mit Buch, Gerbermesser, der abgezogenen Haut und einem bezwungenen Teufel. Ihm sind in unserer Diözese die Pfarrkirchen von Montan und Aberstückl geweiht, er ist ist auch Patron und Nebenpatron einiger anderer kleinen Kirchen.

Émilie de Vialar wurde in der Zeit der französischen Revolution geboren. Als sie 12 Jahre alt war, kam sie zur Ausbildung in ein Pensionat der Zisterzienserinnen in Paris, verlies es aber drei Jahre später, weil ihre Mutter verstorben war. Émilie führte danach den Haushalt und zog ihren jüngeren Bruder groß. Weil sie eine Heirat ablehnte, gab es heftige Konflikte mit ihrer Familie, so wandte sie sich mehr und mehr dem religiösen Leben zu. 1835 gründete Émilie die Gemeinschaft "St. Joseph von der Erscheinung". Diese Schwestern widmen sich besonders der Pflege von Kranken und der Fürsorge für Arme. Der Orden breitete sich schnell aus und hat heute 159 Niederlassungen, vor allem in Nordafrika, im Nahen Osten, Australien, Indien und auf dem Balkan. Emilie de Vialar starb 1856 im Mutterhaus in Marseille. 1951 wurde sie heiliggesprochen.

Der selige Sandrad war ein Mönch in St. Maximin zu Trier und war einer der führenden Vertreter der trierisch-lothringischen Klosterreform. Im Jahr 972 wurde er von Kaiser Otto I. nach St. Gallen gesandt, um dort eine Erneuerung des klösterlichen Lebens durchführen zu lassen. Der Auftrag scheiterte jedoch am Widerstand der dortigen Mönche und Sandrad übernahm die Leitung der neugegründeten Abtei Mönchengladbach, später wurde er Abt von Weißenburg im Elsass. Sandrad starb am 24. August 986.