Wie viele andere Ordensgemeinschaften werden auch die Trappisten immer weniger. Weltweit zählte der Orden 2009 102 Klöster mit 2100 Mönchen und 72 Klöster mit 1800 Nonnen. In Italien gibt es heute noch fünf Trappistenklöster: zwei in Rom und je eines in Cuneo, Pisa und Viterbo. Im deutschsprachigen Raum ist Stift Engelszell in Oberösterreich mittlerweile das einzige noch eigenständige Trappistenkloster. Es ist vor allem bekannt wegen der hervorragenden Liköre, die von den Mönchen hergestellt werden. Die Trappisten führen ein kontemplatives Leben mit strenger Klausur. Ihr Gründer war Armand Jean Bouthillier de Rancé.
Armand Jean war der Sohn eines adligen Regierungsmitglieds in Paris. Er wurde nach dem Tod seines älteren Bruders 1637 zum Domherr an Notre Dame in Paris. 1664 legte er die Ordensgelübde ab, kurz darauf wurde er zum Abt des Klosters La Trappe gewählt. Er führte Reformen und eine strenge Askese ein, aber die Mönche lehnten mehrheitlich ihren neuen Abt und seine Regeln ab. Sie drohten ihn zu erstechen oder im Klosterteich zu ertränken. Dennoch setzte er mit den reformwilligen Mönchen die neuen Regeln durch, die er in seinem 1683 erschienenen Buch "Traktat von der Heiligkeit und vom klösterlichen Leben", beschrieb. Diese Regeln wurden so berühmt, dass die Anhänger den Namen Trappisten erhielten. La Trappe wurde zu einem Zentrum religiösen Lebens in Frankreich. Papst Innozenz XI. genehmigte 1678 die neuen Regeln, und der Trappistenorden wurde eine selbständige Gemeinschaft. Armand Lean starb am 27.Oktober 1700.
Wolfhard war Sattler in Augsburg. Um 1095 ging er nach Verona, um dort in seinem Beruf zu arbeiten. Daneben kümmerte er sich aufopferungsvoll um Notleidende und Arme. Schließlich zog er sich für mehr als 20 Jahre in einen Wald im Etschtal zurück und lebte dort als Einsiedler. 1117 ging er nach Verona zurück, trat in ein Kamalduenserkloster ein und lebte als Rekluse eingeschlossen in seiner Zelle. Wolfhard wurde schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt. Er starb am 30. April 1127 in Verona. Sein Wunsch, unbeachtet auf der Straße bestattet zu werden wurde allerdings nicht erfüllt – im Gegenteil: eine riesige Menschenmenge nahm an seiner Beisetzung teil. Am 27. Oktober 1602 wurden Teile seiner Reliquien in die neue Kapuzinerkirche nach Augsburg übertragen, andere blieben in Verona.
Sabina von Àvila, eine junge Christin, die früher große Verehrung genoss, starb um das Jahr 304 während der furchtbaren Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in ihrer Heimatstadt. Gemeinsam mit Sabina starben ihre Geschwister Christa und Vincent.