Heute gedenkt die Kirche der heiligen Claudia und ihrer Gefährtinnen, Irmgard von Tours, Cuthbert von Lindisfarne, und Wolfram.
Claudia, Alexandra und ihre Gefährtinnen waren junge christliche Frauen aus Amisium in Kleinasien. Sie starben um 300 unter Maximian, dem Mitregenten des berüchtigten Christenverfolgers Kaiser Diokletian, einen besonders furchtbaren Tod: Die Mädchen wurden zuerst mit Ruten ausgepeitscht, dann wie geschlachtete Tiere aufgehängt und derart zerfleischt, dass ihnen die Gedärme herausquollen. Zuletzt warf man sie, ganz gleich, ob sie noch Lebenszeichen von sich gaben oder schon tot waren, in einen Ofen.
Irmgard von Tours war die Gattin von Kaiser Lothar I.. Sie war die Gründerin des Klosters Erstein im Elsaß und eine große Förderin der Kirche. Für ihr Kloster erhielt sie aus Rom kostbare Reliquienschätze. Nach ihrem Tod am 20. März 851wurde sie in einem Hochgrab beigesetzt, welches aber während der Französischen Revolution zerstört wurde. Kloster Ernstein erlebte seine Blüte im 13. Jahrhundert. Finanzielle Schwierigkeiten und die strenge Anwendung der Ordensregel führten später zur Auflassung des Klosters und schließlich zu dessen Verfall.
Der heilige Cuthbert von Lindisfarne gehört zu den bekanntesten Heiligen Englands. 651 wurde er Mönch in Melrose, 664 Prior des berühmten Klosters Lindisfarne. Er machte sich vor allem durch seine mitreißenden Predigten beim Volk einen Namen. 685 wurde Cuthbert Bischof von Lindisfarne und starb zwei Jahre später am 20. März 687. Sein Leichnam soll mehrere Jahrhunderte lang nicht verwest sein. Während der Reformation wurde der Totenschrein zerstört und Cuthberts Gebeine unter dem Kirchenschiff begraben. Er gilt als der Wundertäter von Britannien.
Wolfram war Priester am Hofe der Merowinger. Um 688 wurde er zum Bischof von Sens gewählt, ging jedoch schon bald als Glaubensbote nach Friesland. Dort war sein Wirken jedoch nicht sehr erfolgreich und er kehrte nach Frankreich zurück, wo er an einem 20. März um 700 starb.