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23. September 2020

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Eine Umfrage unter den Lesern der katholischen Zeitschrift Famiglia Christiana hat einmal ergeben, dass die meisten italienischen Gläubigen mehr zu Padre Pio beten, als zur Mutter Gottes oder Jesus Christus. Heute gedenkt die Kirche des hl. Padre Pio, sowie des ersten Papstes der Geschichte Linus,  Thekla von Ikonion, Elisabeth, Liutwin, Petrus Cantor, Rotrud, und Gerhild.

Padre Pio wurde als Francesco Forgione 1887 in Pietrelcina in der Provinz Benevent in einer bäuerlichen Familie geboren und war zunächst Hirt. Am 6. Jänner 1903 wurde er Novize bei den Kapuzinern in Morcone und erhielt den Namen Fra Pio da Pietrelcina. Weil er kränklich war, lebte er auch noch nach der Priesterweihe 1910 bei seiner Familie. 1911 empfing er die Wundmale Christi an seinen Händen und Füßen und am Herzen. Diese Stigmata trug er bis zu seinem Tod und musste deswegen viel Verachtung erfahren. 1916 kam Padre Pio nach San Giovanni Rotondo in Apulien. In dem kleinen Kloster besserte sich sein Zustand und er entfaltete eine umfassende Tätigkeit als Beichtvater und Seelenberater. Wegen seiner Charismen der Herzensschau und der Prophezeiung wurde er bald von Tausenden Menschen umlagert. Von offizieller kirchlicher Stelle sah man sein Wirken jedoch mit viel Skepsis. So durfte er beispielsweise jahrelang keine Messe in der Öffentlichkeit feiern. Mit Spenden gründete Padre Pio 1956 die Casa Sollievo della Sofferenza in San Giovanni Rotondo, seinerzeit das modernste Krankenhaus Süd-Italiens.  Padre Pio starb am 23. September 1968. Erst im Jahr 1971 würdigte auch die katholische Kirche das Wirken Padre Pios. Papst Johannes Paul II., der ihn als Neupriester aufsuchte und dem Padre Pio prophezeit haben dürfte, dass er einmal Papst werde, sprach ihn 1999 selig und 2002 heilig. Seit 2010 befinden sich die Reliquien des Heiligen in der neuen Wallfahrtskirche von San Giovanni Rotondo, dem mittlerweile größten Wallfahrtsort Europas.

Linus war der erste Nachfolger von Petrus als Bischof von Rom und somit der erste Papst. Er soll im Jahre 67 oder 79 das Martyrium erlitten haben. Dargestellt wird er  in Kasel oder Chormantel mit Tiara, Schwert und Palme.

Thekla von Ikonion gilt als die erste christliche Märtyrin. Sie war zum Feuertod verurteilt worden, als aber plötzlich und völlig unerwartet ein heftiger Regenguss einsetzte und das Feuer auslöschte, ließen sie die erschrockenen Peiniger frei. In der Folge schloss sich die junge Frau dem Apostel Paulus an und begleitete ihn auf seinen Missionsreisen. Ein zweites Mal soll Thekla wegen ihres Bekenntnisses zum Christentum zum Tode verurteilt worden sein. Es wird berichtet, man habe sie wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen.

Elisabeth war die Mutter von Johannes dem Täufer. Sie lebte in En Kerem, dem heutigen Ain Karim bei Jerusalem. Von ihr stammt der Gruß an Maria „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes". Elisabeth starb Anfang des 1. Jhd.

Liutwin war Basins Nachfolger. Die Trierer Abteien Sankt Eucharius und Sankt Paulin verdanken ihm Landschenkungen. Liutwin starb zwischen 717 und 723 in Reims.

Petrus Cantor war zunächst Gesangsmeister an der Kathedrale in Paris, später  Professor an der Universität. 1191 wurde er Bischof von Tournay und 1196 Bischof von Paris. Im selben Jahr erhielt auch die Würde eines Dekans an der Kathedrale seiner Vaterstadt Reims. Auf einer Reise dorthin starb Petrus Cantor in Longpont im Jahre 1197.

Rotrud gilt als die erste Äbtissin des Frauenklosters Neuburg an der Donau. Das Kloster war im Jahr 1002 von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde gegründet worden.

Gerhild von Konstanz führt als Reklusin in St. Gallen ein Leben der Buße und Abtötung. Sie starb am an einem 23. September im 12. Jhd.