Sowohl in der Religion, als auch in der Medizin ist der Name „Hildegard von Bingen“ ein Begriff. Es heißt, Hildegards Wissen stammte aus göttlichen Visionen. Die katholische Kirche gedenkt am heutigen Tag dieser großen Heiligen und Kirchenlehrerin. Außer der hl. Hildegard finden wir im Heiligenkalender heute die Namen Robert Bellarmin, Lambert, Ariane, Colomba, und Anton Maria Schwarz.
Hildegard von Bingen wurde um 1098 in Bermersheim geboren. Ab ihrem 8. Lebensjahr wurde sie bei ihrer Verwandten Jutta von Sponheim in deren Klause erzogen, aus der dann das Benediktinerinnenkloster Disibodenberg wuchs. Nach Juttas Tod 1136 wurde Hildegard deren Nachfolgerin als Priorin. Einige Jahre später entschied sie aber, über dem Grab von Rupert von Bingen ihr eigenes Kloster zu gründen. Hildegard hatte schon von Kindheit an Visionen und trotz ihrer Kränklichkeiten unternahm sie Reisen nach Köln, Trier und nach Süddeutschland. Sie besaß erstaunliche Kenntnisse in der Medizin und den Naturwissenschaften. Ihre vielen Briefe zeigen sie als Ratgeberin von Päpsten, Fürsten und anderen Ständen. Hildegard von Bingen starb am 17. September 1179. Erst im Jahr 2012 wurde sie heiliggesprochen und zur Kirchenlehrerin erhoben.
Robert Bellarmin wurde 1542 geboren. Mit 18 Jahren trat er in den Jesuitenorden ein. Neun Jahre später sandte ihn der Orden nach Löwen in das heutige Belgien. Dort erlangte er als Prediger bald großes Ansehen. Später rief ihn Papst Gregor XIII. nach Rom zurück und setzte ihn als Theologieprofessor am Collegium Romanum ein. Neben Predigt und Unterricht fand Robert Bellarmin auch noch Zeit, sich als Kirchenschriftsteller zu betätigen. 1597 veröffentlichte der Theologe seinen "Kleinen Katechismus für das Volk", der 400 Auflagen erreichte und in 60 Sprachen übersetzt wurde. Robert wurde 1599 zum Kardinal und 1602 zum Erzbischof von Capua erhoben. Am 17. September 1621 starb Robert in Rom. 1930 sprach ihn Papst Pius XI. heilig, ein Jahr später wurde er zum Kirchenlehrer ernannt.
Lambert war ab etwa 672 Bischof von Tongern-Maastricht. Als er gegen den Grafen Dodo die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von diesem am 17. September 705 ermordet. Lambert wurde vor allem im Erzbistum Köln verehrt.
Ariane war die Sklavin des Heiden Tertullus, dem man vorwarf, er habe Christen in seinem Haus versteckt. Das Sklavenmädchen selbst wurde zum Tode verurteilt und starb um 140 als Märtyrin. Die Akten über den Prozess gegen die junge Christin sowie gegen ihren Herrn sind heute noch erhalten.
Colomba lebte zur Zeit der Araberherrschaft im 9.Jhd. in einem Kloster in der spanischen Stadt Córdoba. Als Mohammed I. ihr Kloster zerstören ließ, mussten die Ordensfrauen fliehen. Da sich Colomba aber offen zu ihrem Glauben bekannte, wurde sie am 17.September 853 öffentlich hingerichtet.
Anton Maria Schwarz wurde 1852 in Baden bei Wien geboren und 1875 zum Priester geweiht. Aufgerüttelt vom sozialen Elend der Großstadt gründete er 1882 den „Katholischen Lehrlingsverein“, erschuf ein Asylheim für Lehrlinge und eröffnete ein Büro, das kostenlos Lehrstellen vermittelte. 1889 gründete er die Kongregation für die christlichen Arbeiter vom hl. Josef Kalasanz. Anton Maria Schwarz starb am 15. September 1929 und wurde 1998 seliggesprochen. Er gilt als der Apostel der Arbeiter und Lehrlinge.