Die bekanntesten Heilige des heutigen Tages sind Dionysius und Abraham. Außerdem stehen im Namenstagskalender die Namen Johannes Leonardi, Gunther und Emanuela Theresia.
Dionysius wurde um Mitte des 3. Jhd. von Papst Fabian nach Gallien gesandt, um das Evangelium zu verkünden. In Paris wurde Dionysius zusammen mit seinen Gefährten Rustikus und Eleutherius enthauptet. Seine Dionysius ist einer der 14 Nothelfer. Angerufen wird er vor allem bei Kopfschmerzen. Dionysius wird in bischöflichen Gewändern dargestellt, wie er sein abgeschlagenes Haupt vor sich herträgt. So eine Darstellung findet sich auch in der dem Hl. Dionysius geweihten Kirche von Morter.
Abraham zog nach dem Bericht der alten Testaments mit seiner Familie aus Ur in Südbabylonien nach Mesopotamien, und von da an weiter nach Kanaan, wo er sich in der Nähe von Hebron niederließ. Seine Frau Sara gebar Abraham nach göttlicher Verheißung den Isaak. Die von Gott befohlene Opferung Isaaks prüfte Glauben und Gehorsam Abrahams, die sich glänzend bewährten. Abraham empfing zahlreiche Verheißungen und Segungen, die ihn als Stammvater eines großen und auserwählten Volkes ankündigten. Abraham ist auf einem schönen Fresko im Kreuzgang des Klosters Neustift dargestellt.
Johannes Leonardi stammte aus der Nähe von Lucca und wurde 1573 Priester. Für die Erziehung der Jugend gründete er die Genossenschaft der Regularkleriker der Mutter Gottes, die der Seelsorge und der Unterweisung der Armen diesen sollte. Johannes Leonardi starb am 9. Oktober 1609 in Rom, wo er in der Kirche Santa Maria di Campitelli beigesetzt wurde.
Gunther von Thüringen wurde um 995 aus gräflichem Adel geboren. Er führte als Ritter zunächst ein weltliches Leben, nach einer Wallfahrt nach Rom trat er 1005 ins Kloster Herford ein. Später übernahm er die Leitung des Familienklosters in Göllingen in Thüringen, wobei er aber scheiterte. Enttäuscht ließ Gunther zusammen mit einigen Gefährten in Rinchnach im Bayerischen Wald als Einsiedler nieder und erschloss die Rachelgegend. 1040 zog er sich tiefer in den Böhmerwald zurück, wo er am 9. Oktober 1045 starb.
Prinzessin Theresia Emanuela war eine Tochter des bayrischen Kurfürsten Maximillian II. Emanuel. Mit 23 Jahren trat sie, trotz Widerstandes von allen Seiten, in das Klarissenkloster St. Jakob in München ein. Nach einem Schlaganfall blieb sie teilweise gelähmt. Sie starb im Ruf der Heiligkeit am 9. Oktober 1750. Ihre sterblichen Überreste wurden 1809 in die Münchener Frauenkirche überführt.