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60 Jahre Mesner-Gemeinschaft: Jubiläumstag in Brixen

Mit einem festlichen Gottesdienst und einer gut besuchten Vollversammlung beging die Mesner-Gemeinschaft der Diözese Bozen-Brixen am Donnerstag, 12. Februar 2026, in Brixen ihr 60-jähriges Bestehen. Mehr als 150 Mesnerinnen und Mesner nahmen am Mesnertag teil.

Der Jubiläumstag begann mit einem Gottesdienst im Brixner Dom mit Bischof Ivo Muser. Mit ihm feierten die geistlichen Assistenten Hermann Senoner und Gottfried Fuchs sowie Bischofsekretär Michael Horrer. Für die musikalische Gestaltung sorgten Prof. Heinrich Walder an der Orgel und Kantor Peter; den Lektorendienst übernahm Mesnerin Elisabeth aus Lajen.

In seiner Ansprache erinnerte Bischof Muser an die Worte seines Vorgängers Josef Gargitter bei der Gründung der Mesner-Gemeinschaft am 3. Februar 1966. Mesnerinnen und Mesner seien aufgerufen, ihren Dienst als Dienst an Christus zu verstehen. Liturgie lebe von Menschen, die im Hintergrund Verantwortung übernehmen und für Würde und Ordnung sorgen.

Zu Beginn der Feier erreichte die Gemeinschaft zudem die Nachricht vom Tod des langjährigen Ehrendiözesanleiters Lorenz Niedermair, dessen in besonderer Weise gedacht wurde.

Vollversammlung und Rückblick

Im Anschluss fand im großen Saal des Priesterseminars die Vollversammlung statt. Diözesanleiter Richard Peer begrüßte zahlreiche Ehren- und Ehrengäste, darunter Bischof Ivo Muser sowie Vertreter der Österreichischen Mesner-Gemeinschaft und der Erzdiözese Trient.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2025 hob Peer die wichtigsten Veranstaltungen hervor und gab einen Ausblick auf die geplanten Treffen und Wallfahrten im laufenden Jahr. Vorgesehen sind unter anderem ein Kreuzweg zur Gleifkirche in Eppan, eine Wallfahrt nach Maria Saal am Ritten sowie eine mehrtägige Wallfahrt nach Treviso und Padua. Im Herbst folgen Gebietsschulungen zum Thema Glocken.

Der Mesnerdienst als Brückenbauer

Den Festvortrag hielt Pastoralassistentin Patrizia Major Schwienbacher unter dem Titel „Der Mesnerdienst als Brückenbauer“. Sie würdigte den Mesnerdienst als Beruf, Berufung und geistlichen Dienst im Herzen der Kirche.

Mesnerinnen und Mesner trügen wesentlich dazu bei, dass liturgische Feiern würdig und geordnet stattfinden. Zugleich seien sie oft erste Ansprechpersonen für Menschen bei Taufen, Hochzeiten oder Begräbnissen. So entstehe eine Brücke zwischen Kirchenraum und Alltag, zwischen Tradition und Gegenwart.

Ein Kurzreferat von Pastoralassistent Alex Lamprecht zum respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Ministrantinnen und Ministranten ergänzte das Programm.

Ehrungen und Gemeinschaft

Ein Höhepunkt des Tages war die Ehrung langjähriger Mesnerjubilare. Zum Abschluss lud die Mesner-Gemeinschaft zum gemeinsamen Mittagessen ein.

Seit 1966 versteht sich die Mesner-Gemeinschaft als Zusammenschluss von Frauen und Männern, die durch ihren oft stillen, aber unverzichtbaren Dienst das kirchliche Leben in den Pfarreien der Diözese Bozen-Brixen mittragen.