Zum Hauptinhalt springen
Pressemitteilungen 2026

Kirchliche Dienste an Diakonatskandidaten und Seminaristen übertragen

Bei einer Eucharistiefeier im Priesterseminar in Brixen hat Bischof Ivo Muser am Samstag, 28. März 2026, neun Männer auf ihrem Weg zum kirchlichen Dienst beauftragt: Mauro Unghetto aus Steinmannwald erhielt das Lektorat, Flaviano Traccone aus Bozen das Akolythat, sieben Seminaristen aus Tansania und Indien wurden offiziell als Kandidaten für das Weihesakrament aufgenommen.

Die sogenannte Dienstübertragung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ständigen Diakonat und zum Priesteramt. Sie verbindet die persönliche Berufung der Kandidaten mit einem konkreten Auftrag in der Kirche und ist der Eintritt in eine wichtige Phase der Vorbereitung auf die Weihe.

Berufung als Weg und Auftrag

In seiner Predigt betonte Bischof Muser, dass die Übertragung der Dienste eine bewusste Entscheidung für Jesus Christus und für den Dienst in seiner Kirche ist. Die Ämter seien keine Auszeichnung oder persönlicher Besitz, sondern ein Auftrag, der aus der Beziehung zu Christus lebt und dem Aufbau der Gemeinschaft dient. Berufung sei kein fertiger Zustand, sondern ein Weg des Wachsens, der täglich neu gelebt werden müsse: im Hören auf das Wort Gottes, in der Feier der Eucharistie und in der Bereitschaft, sich in Freiheit und Verantwortung in den Dienst der Menschen zu stellen.

Lektorat und Akolythat als Etappen auf dem Weg zum Diakonat

Mit dem Lektorat wurde Mauro Unghetto aus Steinmannwald beauftragt. Der Dienst des Lektors umfasst die Verkündigung des Wortes Gottes in der Liturgie und die Mitwirkung in der Glaubensverkündigung.

Flaviano Traccone aus Bozen erhielt das Akolythat. Dieser Dienst ist eng mit der Feier der Eucharistie verbunden: Akolythen unterstützen am Altar, helfen bei der Austeilung der Kommunion und übernehmen Aufgaben im liturgischen Dienst.

Admissio für Seminaristen

Im selben Gottesdienst wurden sieben Seminaristen aus Tansania und Indien durch die sogenannte Admissio offiziell in den Kreis der Weihekandidaten aufgenommen. Es sind dies:

  • Augustino Leonard Komba (Diözese Same, Tansania)
  • Ditrick Titus Makali (Diözese Sumbawanga, Tansania)
  • Joseph Jordan Filbert (Diözese Kigoma, Tansania)
  • Madhu Kalaka (Diözese Vijayawada, Indien)
  • Oscar Peter Fredrick (Diözese Kigoma, Tansania)
  • Reuben Ibrahim Mmbaga (Diözese Same, Tansania)
  • Vicent William Kijonga (Diözese Singida, Tansania)

Dieser Schritt bedeutet, dass die Kirche ihre Berufung anerkennt und sie zur weiteren Vorbereitung auf die Weihe zulässt. Die Kandidaten erklärten öffentlich ihre Bereitschaft, ihren Weg fortzusetzen und sich in den Dienst der Kirche zu stellen. Der Bischof nahm diese Entscheidung im Namen der Kirche an und sprach ihnen Vertrauen und Ermutigung zu.

Mit dem Lektorat wurde Mauro Unghetto aus Steinmannwald beauftragt.
Flaviano Traccone aus Bozen erhielt das Akolythat.