Das Diözesanarchiv in der Brixner Hofburg dokumentiert die jahrhundertelange Tätigkeit kirchlicher Einrichtungen: vom Hochstift als weltlicher Herrschaft des Bischofs über Konsistorium und Ordinariat bis hin zum Domkapitel. Hinzu kommen Nachlässe sowie Sonderbestände. Mit der freigeschalteten Plattform wird diese historisch gewachsene Struktur erstmals digital sichtbar und nutzbar gemacht. Auf der Webseite https://archiv.hofburg.it ist das vollständige Inventar abrufbar.
Wer im Archiv forschen möchte, kann sich vorab ein genaues Bild von den vorhandenen Beständen machen und gezielt Anfragen vorbereiten. Eine Einsicht in die Archivalien selbst erfolgt weiterhin vor Ort, da es sich nicht um eine Digitalisierung der einzelnen Dokumente, sondern um die Online-Bereitstellung des Inventars handelt.
Mehrere Zugangswege
Die Nutzer können über die Archivplansuche durch die Bestände navigieren: vom Gesamtbestand bis zum einzelnen Dokument. Zusätzlich steht eine Volltextsuche zur Verfügung. Beide Wege erleichtern die Orientierung und ermöglichen eine gezielte Vorbereitung von Archivbesuchen.
Langjährige Aufbauarbeit
Die Inventarisierung des Diözesanarchivs wurde in den späten 1940er-Jahren von Karl Wolfsgruber begonnen und von Eduard Scheiber weitergeführt. Seit 2017 wurde das Projekt unter der Leitung von Erika Kustatscher mit Unterstützung von Alexander von Hohenbühel intensiv vorangetrieben und an internationale archivwissenschaftliche Standards angepasst.
In den kommenden Jahren soll das System weiter ausgebaut werden – unter anderem durch die Einbindung weiterer Bestände wie Pfarrarchive sowie durch inhaltliche Verknüpfungen mit wissenschaftlichen Referenzwerken.
