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Pressemitteilungen 2026

Schöpfungszeit: Diözese lädt zu Philosophietagen und Pilgerwanderungen

Am 1. September beginnt für Christinnen und Christen die Schöpfungszeit. Bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, lädt sie dazu ein, den eigenen Umgang mit Natur und Ressourcen zu hinterfragen. Auch in der Diözese Bozen-Brixen stehen in den kommenden Wochen mehrere Veranstaltungen und Pilgerangebote im Zeichen von Verantwortung für die Schöpfung, Nachhaltigkeit und der Verbundenheit von Mensch und Natur.

Das Motto des ökumenischen Tages der Schöpfung lautet heuer „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18). Es erinnert daran, dass die Schöpfung nicht dem Menschen gehört, sondern der Mensch selbst Teil von ihr und mit allem Leben verbunden ist. Damit verbindet die Schöpfungszeit eine geistliche Perspektive mit der Frage nach gesellschaftlicher und persönlicher Verantwortung.

Papst Leo XIV. weist in seiner Botschaft zur Schöpfungszeit besonders auf die sozialen und ökologischen Folgen bewaffneter Konflikte hin und ruft zu einer „Bekehrung des Herzens“ auf. „Tatsächlich ist die Zwietracht, die wir in der Welt sehen - wie Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung -, nicht einfach das Ergebnis mangelhafter Systeme oder Strukturen; sie hängt mit der ,tiefer liegenden Störung des Gleichgewichts zusammen, die im Herzen des Menschen ihren Ursprung hat‘ (Gaudium et Spes, 10)“, schreibt der Papst. Weiter heißt es: „Um eine friedliche Gesellschaft zu schaffen, müssen wir daher nicht nur Strukturen reformieren, sondern auch unsere Herzen erneuern.“

Brixner Philosophietage über Tourismus und Natur

In der Diözese Bozen-Brixen befassen sich vom 31. August bis 1. September die Brixner Philosophietage an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen mit dem Thema „Tourismus im Spannungsfeld zwischen Genuss und Belastung der Natur“.

Overtourism, große Beherbergungsstrukturen und steigende Preise werfen die Frage auf, wie Tourismus gesellschaftlich verträglich und umweltethisch verantwortlich gestaltet werden kann. Beiträge aus Philosophie, Recht, Ökologie, Ökonomie und Kulturwissenschaft beleuchten das Spannungsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven.

Auf den Spuren des heiligen Franziskus

Anlässlich des 800. Todestages des heiligen Franziskus organisiert das diözesane Pilgerbüro vom 31. August bis zum 4. September eine Pilgerwanderung auf seinen Spuren. Begleitet wird die Reise von Generalvikar Eugen Runggaldier. Die Route führt nach Rieti und zu den franziskanischen Orten Greccio, La Foresta, Poggio Bustone und Fontecolombo. Auf dem Programm stehen außerdem die Marmore-Wasserfälle und Assisi.

Zu Fuß von Pflersch nach Meransen

Eine weitere Pilgerwanderung beginnt am 6. September in Pflersch. In den vergangenen Jahren führte diese mehrtägige Fußwallfahrt von Innichen durch die Dolomiten und erreichte 2025 Pflersch. Heuer geht es von dort über den Brennerpass und das ehemalige Skigebiet Zirog nach Pfitsch, weiter zum Marienwallfahrtsort Trens sowie über Vals nach Meransen. Dort endet die Pilgerwanderung am 10. September.

Morgendliche Besinnungen und Messfeiern sowie der Wechsel von Stille, Gebet und Gespräch prägen die Fußwallfahrt. Begleitet wird sie wie in den vergangenen Jahren vom Priester und Naturkenner Markus Moling sowie von der ausgebildeten Wanderleiterin und Counsellorin Anna Maria Obrist.