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Pressemitteilungen 2026

Tag der Arbeit: Arbeit ist für den Menschen da

Am 1. Mai begeht die katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Josef, des Arbeiters. „Der Mensch arbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt“, unterstreicht Johann Kiem, Referent für Arbeit und soziale Gerechtigkeit in der Diözese Bozen-Brixen und rückt damit die Würde der Arbeit und der Arbeitenden in den Mittelpunkt.

Josef, der als einfacher Zimmermann tätig war, steht exemplarisch für die Würde der menschlichen Arbeit und dient Gläubigen als Vorbild für ein arbeitsames und zugleich familienorientiertes Leben im Einklang mit dem Glauben. Als Handwerker lebte Josef ein einfaches, aber tief verwurzeltes Glaubensleben. Seine Arbeit war keine Nebensache, sondern Ausdruck seiner Verantwortung und seiner Fürsorge.

„Die Arbeit nimmt im Leben der meisten Menschen nach wie vor viel Lebenszeit in Anspruch. Der Mensch arbeitet aber vor allem, um zu leben – nicht umgekehrt. Die Arbeit ist für den Menschen da“, betont Kiem. Auf die Würde der Arbeit und der Arbeitenden verweist Kiem auch mit einem Faltblatt der diözesanen Kommission für Arbeit und soziale Gerechtigkeit, das auf der Internetseite der Diözese unter www.bz-bx.net/arbeit heruntergeladen werden kann.

Unsichtbare Arbeit stärker würdigen

Neben der klassischen Erwerbsarbeit gibt es zudem wertvolle, aber meist unbezahlte Tätigkeiten – etwa die Erziehung von Kindern oder die Betreuung alter und kranker Menschen –, die vielfach unsichtbar bleiben und in der öffentlichen Wahrnehmung oft eine geringere „Wertigkeit“ haben. „Dieser leidenschaftliche Einsatz zeigt auf besondere Weise die soziale Dimension von Arbeit und ihre Bedeutung für das Gemeinwohl und sollte mehr beachtet und wertgeschätzt werden“, so Kiem.