Der Welttag der Kranken, von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen, stellt jedes Jahr die Menschen in den Mittelpunkt, die Krankheit, Schwäche oder Einsamkeit tragen. Das diesjährige Motto „Das Mitgefühl des Samariters: Lieben und den Schmerz des Nächsten tragen“ erinnert daran, dass echte Nächstenliebe nie auf Distanz geschieht, sondern durch konkrete Zuwendung und Begleitung. Bischof Muser unterstreicht: „Gerade rund um Welttag der Kranken kann ein Besuch zu einem geistlichen Zeichen werden: für die Kranken und für jene, die hingehen. Wer Kranke besucht, begegnet Christus selbst.“
Am gestrigen Welttag der Kranken hat Bischof Ivo Muser das psychiatrische Rehabilitationszentrum im Ansitz Gelmini in Salurn besucht und damit ein Zeichen der Nähe und Wertschätzung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und für das Pflegepersonal gesetzt. Die Einrichtung bietet stationäre und teilstationäre Angebote für Menschen mit seelischen Belastungen an und arbeitet in so genannten multiprofessionellen Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Pflegenden und Therapeutinnen. Ziel ist es, individuelle Rehabilitationsprojekte zu entwickeln und Betroffene auf ihrem Genesungsweg bestmöglich zu begleiten – vom ersten Auftreten einer Erkrankung bis hin zur sozialen Wiedereingliederung.
Gebet, Verbundenheit und konkrete Zeichen
Die Diözese Bozen-Brixen lädt die Pfarreien ein, in diesen Tagen den Welttag der Kranken im Gottesdienst aufzugreifen, Besuche bei Kranken zu organisieren und einfache Zeichen der Aufmerksamkeit zu setzen: ein Gebet, ein Segenswort, Zuhören oder Zeit schenken. In den Pfarreien werden zudem Gebetsbildchen in deutscher, italienischer und ladinischer Sprache verteilt. Sie sollen als kleine Aufmerksamkeit Trost spenden und das Gefühl vermitteln, nicht allein zu sein.
Gemeinsame Verantwortung für die Schwächsten
Der Welttag der Kranken erinnert daran, dass die Kirche überall dort besonders Kirche ist, wo sie den Schwächsten nahe ist: Menschen in Krankheit, Pflegebedürftige, Einsame und deren Angehörige.
