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20. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Eine der merkwürdigsten Heiligengestalten, die man auch hierzulande lange verehrt hat, ist die hl. Wilgefortis, besser bekannt als die hl. Kümmernis. Sie wird dargestellt mit prunkvollen Kleidern, einem Schleier und kostbarem Schmuck. Nichts Ungewöhnliches für eine Frau, wenn da nicht der Bart wäre und sie an einem Kreuz hängen würde. 

Wil­ge­for­tis ist eine le­gen­dä­re Volks­hei­li­ge, deren Wur­zeln in der Früh­zeit der Chris­tia­ni­sierung Deutsch­lands lie­gen und deren Legende einst weit verbreitet war. Wilgefortis war demnach Tochter eines heidnischen, portugiesischen Königs. Vom Vater unbemerkt konvertierte sie zum Christentum und gelobte, so jungfräulich zu bleiben wie die Gottesmutter Maria. Als ihr Vater Wilgefortis gegen ihren Willen verheiraten wollte, begehrte sie gegen die erzwungene Heirat auf. Sie betete zu Gott er möge sie verunstalten, damit sie der Heirat mit dem ungläubigen Heiden entgehen könne. Und es geschah: Gott erhörte das Flehen der jungen Frau und lies ihr einen dichten Bart wachsen. Der erzürnte Vater lies die junge Frau daraufhin in Lumpen kleiden und an ein Kreuz schlagen. Vom Kreuz herab soll die standhafte junge Frau noch drei Tage lang tausende Heiden zum Christentum bekehrt haben, auch ihren Vater. Wilgefortis wurde ab 1584 die erste speziell von Frauen angerufene Heilige, vor allem von Frauen mit Gewalt- oder Inzesterfahrungen. Wilgefortis wurde – weil ihr Leben nicht historisch belegt werden kann – 1969 aus dem Martyriologum Romanum gelöscht.  Darstellungen der hl. Kümmernis gibt es bei uns im Kreuzgang in Brixen, auf einem Fresko an der Pfarrkirche von Dietenheim und auf einem Fresko in der Pfarrkirche von Kaltern.

Margareta stammte vermutlich aus Antiochia in Pisidien und soll die Tochter eines heidnischen Priesters gewesen sein. Eine christliche Amme erzog sie zum Glauben. Der Vater verstieß deswegen seine Tochter und denunzierte sie beim Stadtpräfekten. Sie floh, wurde aber gefunden und vor Gericht gestellt. Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Daraufhin wurde Margareta enthauptet. 

Apollinaris war nach alten Legenden mit Petrus aus Antiochia nach Rom gekommen und wurde von diesem ausgesandt, um als Glaubensbote in Ravenna zu wirken. Zwanzig Jahre lang war Apollinaris dort im Amt, bis er von Heiden überfallen, misshandelt und getötet wurde. Über seinem Grab in Ravenna wurde die weltberühmte dreischiffige Basilika S. Apollinare in Classe gebaut und 549 geweiht. Eine Bauernregel besagt heute: „Klar muss Apollinaris sein, dann bringt man gute Ernte heim“.

Elia war der größte Prophet im Nordreich Israel. Die Berichte über ihn sind überliefert in den beiden Büchern der Könige. Er wirkte um 850 vor Christus, in der Zeit heftiger Auseinandersetzungen zwischen dem alten Baals-Kult und dem Glauben an Jahwe, den Gott Israels.