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23. April 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Georg bzw. Georgius zählt zu den bekanntesten und am meisten verehrten Heiligen. Er ist einer der 14 Nothelfer und Patron zahlreicher Berufsstände. Rund um den Georg-Tag bzw. Jörgi-Tag hat sich ein reiches bäuerliches Brauchtum entwickelt und der Tag ist ein wichtiger Lostag. Weitere Heilige des heutigen Tages sind Adalbert und Gerhard von Toul.

Georgius war Oberst einer römischen Legion und sogar Tribun, bis sein Herr, Kaiser Diokletian, herausfand, dass der von ihm so geschätzte Mann ein Christ war. Auf kaiserlichen Befehl wurde Gregorius festgenommen und zu Tode gefoltert. Die vielen legendenhaften Erzählungen wie beispielsweise der Kampf gegen den Drachen, zeugen von der weit verbreiteten Verehrung des Heiligen. Die Patrozinien Sankt Georgs umfassen die ganze Welt. Die Merowinger sahen ihn als Stammvater ihres Königshauses an. Russland, Genua, England, die Bauern, die Ritter des Mittelalters und die Pfadfinder wählten ihn zum Patron. Georg war bis ins 17. Jahrhundert hinein Tiroler Landespatron. In Bozen wurde einst am Gedenktag des Heiligen vor der Pfarrkirche ein Drachenspiel aufgeführt.  Die ältesten Georgskirchen in Südtirol sind St. Georgen im Pustertal,  St. Georg in Taisten, in Antholz Mittertal, Afers, Lüsen, Tiers und Agums. In ganz Tirol sind dem hl. Georg 36 Filialkirchen und 8 Kapellen geweiht

Adalbert wurde 983 von Kaiser Otto III. zum Bischof von Prag berufen. Doch große Teile der slawischen Bevölkerung hingen nach wie vor der alten Götterreligion an, so dass der Bischof trotz seines Ansehens schwere Auseinandersetzungen durchstehen musste. Als auch noch seine Familie durch diese Kämpfe Schaden erlitt, legte er sein Amt zurück und ging nach Rom. Von dort aus wurde er zu den Heiden nach Ostpreußen entsandt, wo er mit der Unterstützung des Polenkönigs Boleslaw predigte und missionierte. Doch schon nach nicht einmal einem Jahr erlitt er am 23. April 997 bei Tenkitten den Märtyrertod.  Adalbert wurde zunächst in Gniezno bestattet, später kamen seine sterblichen Überreste in den Veitsdom nach Prag. Adalbert ist Patron von Preußen, Böhmen und Polen.

Gerhard wurde in Köln geboren und wuchs auch dort auf. Von Otto I. wurde er zum Bischof von Toul ernannt. Er war ein Freund und Förderer der Wissenschaften und zeichnete sich durch großen apostolischen Eifer und christliche Nächstenliebe aus.  In Toul wurde unter Gerhard mit dem Bau der Stephanskathedrale begonnen. Sein Wirken als Bischof wird auch wegen seines Einsatzes bei einer Hungersnot und Pestepidemie im Jahr 981 gelobt. Gerhard starb am 23. April 994.