Heute feiert die Kirche die Gründerin des Salesianerinnenordens Johanna-Franziska von Chantal, den heiligen Euplus, sowie die Seligen Innozenz XI. und Karl Leisner.
Johanna-Franziska von Chantal stammte aus Dijon in Frankreich und war die Tochter des Parlamentspräsidenten Frémyot von Burgund. Verheiratet war sie mit Christophe de Rabutin, dem Baron von Chantal, mit dem sie sechs Kinder hatte. Als er im Jahr 1601 bei einem Jagdunfall starb, zog sich Johanna Franziska zurück und führte ein Leben in Gebet und Buße und schon bald traten erste mystische Erfahrungen und Visionen auf. Unter anderem wurde ihr ihr zukünftiger Seelenführer geoffenbart. 1604 begegnete sie zum ersten Mal Franz von Sales und erkannte in ihm den in der Vision geoffenbarten Mann. Zwischen den beiden entwickelte sich eine innige Freundschaft und ein noch heute erhaltener Briefwechsel. Als sie Klarheit über ihre Berufung erhalten hatte, gründete Johanna-Franziska im Jahr 1610 zusammen mit Franz von Sales den Orden von der Heimsuchung Mariens, die Salesianerinnen. Dessen Mitglieder sollten ein heiligmäßiges Leben führen, aber ohne die formalisierte Strenge anderer Orden. Der Orden wuchs schnell und beim Tod von Johanna-Franziska von Chantal am 13. Dezember 1641 gab es bereits 44 Ordenshäuser.
Euplus lebte in Catania und wurde freiwillig zum Märtyrer, indem er mit einem Evangelienbuch in der Hand zum Statthalter ging und sich als Christ vorstellte. Dieser steckte ihn daraufhin ins Gefängnis. Am 12. August 304 begann der Prozess vor Gericht, dabei bekannte Euplus – obwohl man ihn schwer folterte - erneut seinen Glauben. Er starb schließlich an den Folgen der Misshandlungen. Die Akten des Gerichtprozesses gegen Euplus sind heute noch erhalten. Euplus ist Patron von Catania.
Der selige Papst Innozenz XI. war der bedeutendste Reformpapst des 17.Jahrhunderts. Er zeichnete sich durch Geradlinigkeit, die konsequente Verfolgung seiner Reformpläne und durch ein untadeliges Leben aus. Schwere Differenzen gab es mit dem französischen "Sonnenkönig" Ludwig XIV. und dessen Staatskirchentum. Im Türkenkrieg von 1683 erwarb sich Innozenz XI. große Verdienste durch die Unterstützung des bedrohten Österreich. Innozenz XI. wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt und auch von Nichtkatholiken wird sein Bemühen, die christlichen Völker Europas zu vereinigen und Frieden zu stiften, geschätzt. Seine Amtszeit gilt als die erfolgreichste im 17. Jahrhundert. Papst Innozenz XI. starb am 12. August 1689.
Karl Leisner wurde 1915 in Rees am Niederhein geboren. Er war Jugendführer und Leiter der katholischen Jungschar des Bistums Münster. Als er 1939 das missglückte Attentat auf Hitler mit dem Wort "schade" kommentierte, erzählte eine Person dies weiter und noch am selben Tag wurde Karl Leisner verhaftet und ins Lager Dachau gebracht. Er starb kurz nach der Befreiung des Lagers, völlig ausgezehrt, am 12.August 1945. Er wurde 1996 seliggesprochen.