Am heutigen Tag feiert die Kirche den Heiligen und Kirchenlehrer Petrus Canisus, den hl. Assicus und die selige Zita.
Petrus Canisius war der Sohn des Bürgermeisters von Nimwegen. Er studierte in Köln und trat 1543 als erster Deutscher in den Jesuitenorden ein. In vielen Teilen Deutschlands gründete er Jesuitenzentren, so die erste deutsche Ordensniederlassung der Jesuiten in Köln. Am Konzil von Trient war er als theologischer Berater des Augsburger Bischofs tätig. Petrus Canisius setzte sich eifrig und erfolgreich für die Durchführung des Konzils und den Wiederaufbau der katholischen Kirche nach der Reformation ein, sodass man ihn schon bald den zweiten Apostel Deutschlands nannte. Dreimal lehnte er das ihm angebotene Bischofamt ab. Petrus Canisius fasste die Lehre der katholischen Kirche in drei Katechismen zusammen, die für Universitäten, Mittelschulen und für Kinder bestimmt waren. 1580 wurde er - nach Auseinandersetzungen mit seinem Nachfolger - als Ordensprovinzial nach Fribourg versetzt, wo er ein Kolleg gründete. Hier starb er am 21. Dezember 1597 und wurde unter dem Hochaltar der Michaels-Kirche bestattet. 1925 erfolgte seine Heiligsprechung und die Ernennung zum Kirchenlehrer.
Assicus war ein Kupferschmied in Irland, der von Patrick zum Christentum bekehrt wurde. Er arbeitete in dessen Auftrag an Altären, Bucheinbänden usw. Wegen seiner Verdienste ernannte Patrick ihn zum Bischof. Aus Scham über eine Lüge oder Verleumdung floh er aber nach Donegal. Dort fanden ihn seine Mönche nach siebenjährigem Einsiedlerleben etwa im Jahr 470. Sie brachten ihn in sein Bistum zurück, aber schon auf dem Heimweg erkrankte Assicus und verstarb.
Die selige Zita kam mit 12 Jahren als Magd zu einer wohlhabenden Familie nach Lucca. Sie war fleißig und wohltätig Armen gegenüber, wurde aber von der Familie und den anderen Dienstboten unterdrückt und gehänselt. Nach einer Legende lieh sie einmal einem frierenden Bettler für die Dauer des Gottesdienstes den Pelzmantel ihrer Herrschaften, nach dem Gottesdienst war der Bettler mit dem Mantel verschwunden. Erst Stunden später er ihn zurück und gab sich ihr als Christus zu erkennen. Zita starb am 27. April 1278. Sie wurde in der Kirche San Frediano in Lucca bestattet. An ihrem Sarg ereigneten sich zahlreiche Wunder. Zitas Körper gehört zu den rund 100 unverwesten Leichnamen katholischer Heiliger.