Heute feiert die Kirche das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, das älteste bekannte Marienfest. Es wird schon seit dem 6. Jahrhundert gefeiert. Im Jahr 1950 wurde der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel durch Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. Die Legende besagt, dass die Apostel von ihren jeweiligen Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias gebracht worden sind. Dann hätten sie Maria nach deren Tod bestattet und das Grab mit einem großen Stein verschlossen. Daraufhin erschien Jesus Christus mit seinen Engeln und der Stein wurde weggewälzt, Christus rief Maria heraus und nahm sie mit sich in den Himmel. In Südtirol feiern heute 36 Kirchen ihr Patrozinium, darunter die Dome von Bozen und Brixen. Am heutigen Festtag findet in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten auch das Ritual der Kräutersegnung statt.
Tarsitius lebte in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts. Er verlor schon früh seine Eltern und wurde von seinem Onkel erzogen. Er war Akolyth oder Diakon. Einer Legende zufolge wurde er erschlagen, als er unterwegs war, um Kranken oder eingesperrten Christen die Gaben der Eucharistie zu bringen und er sich weigerte, den Römern diese Gaben auszuhändigen. Sein Grab befindet sich in der Kalixtus-Katakombe an der Via Appia.
Mechthild wuchs auf einer Burg auf, wo sie schon früh mit dem Minnegesang, der Lyrik und den Liebesliedern ihrer Zeit, vertraut wurde. Schon als 12-jährige wurden ihr mystische Erfahrungen durch Visionen zuteil. Um 1230 trat sie in Magdeburg als Begine einer Gemeinschaft bei, die nach den Regeln des Dominikanerordens lebte. Als geistliche Frauen, die unter den Leuten lebten, waren die Beginen besonders für die Armen da und täglich konfrontiert mit Not, Elend und Krankheit. Weil Mechthild oft den Reichtum anprangerte, sich auch in theologischen Fragen zu Wort meldete, und sogar das Domkapitel scharf kritisierte, führte dies zu Anfeindungen von Seiten des Klerus. Mechthild musste aus Magdeburg fliehen und fand Zuflucht im Zisterzienserinnenkloster Helfta. Sie starb gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Mechthilds Schriften gelten als die ersten deutschen Aufzeichnungen der Mystik. Ihr Werk umfasst sieben Bücher mit dem Titel „Das fließende Licht der Gottheit“.
Die Kirche gedenkt heute auch des spanischen Priesters Ludwig Masferrer Vila und weiterer Bewohner und Seminaristen des Studienhauses der Claretiner in Barbastro. Sie wurden kurz nach dem Beginn des Spanischen Bürgerkriegs am 20. Juli 1936 verhaftet, ins Gefängnis gesteckt und bald darauf erschossen. 1992 wurden sie zusammen mit vielen weiteren Märtyrern des Spanischen Bürgerkriegs seliggesprochen.