Maximilian Kolbe ist einer der bedeutendsten Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts. Der Heilige wird auch in der evangelisch-lutherischen Kirche hoch geschätzt. Weitere Heilige und Selige des Tages sind Arnulf und Eberhard.
Maximilian Kolbe wurde 1894 in Polen geboren. Wegen seiner auffallenden Begabung durfte er am Gregorianum in Rom Theologie und Philosophie studieren und wurde 1918 zum Priester geweiht. Maximilian Kolbe war ein glühender Verehrer der Unbefleckten Empfängnis Mariä, so schrieb er einmal „Ich vermag alles in dem, der mich stark macht durch die Unbefleckte“. Nach der Beendigung des Studiums widmete er sich in seiner Heimat besonders dem Aufbau des katholischen Schrifttums: 1922 gründete er die Zeitschrift „Ritter der Unbefleckten“ zur Vertiefung des Glaubens und Bekehrung von Nicht-Katholiken, welche bis 1938 eine Auflage vom einer Million Exemplaren erreichte, sowie eine Tageszeitung. Auch der Amateurfunk als Verständigungsmittel gutwilliger Menschen in aller Welt war Kolbe in seinem missionarischen Dienst hilfreich, im Kloster hatte er dafür eigens eine Funkbude eingerichtet. Nachdem Maximilian Kolbe entschieden gegen den Nationalsozialismus als Weltanschauung Stellung nahm, wurde er 1940 ins Konzentrationslager Oranienburg und ein Jahr später nach Auschwitz gebracht. Dort opferte er am 14. August 1941 freiwillig sein Leben für einen Familienvater, der hingerichtet werden sollte. Dieser Familienvater war bei der Heiligsprechung von Maximilian Kolbe am 10. Oktober 1982 auf dem Petersplatz zugegen.
Arnulf war Sohn einer vornehmen Familie, wurde Ritter und trat um 1060 im Kloster Saint-Médard in Soissons in den Benediktinerorden ein. 1076 wurde er Abt dieses Klosters: die Legende erzählt, dass ein Wolf Arnulf gefunden habe, der sich versteckt hielt, weil er sich nicht der Wahl zum Abt stellen wollte. 1081 wurde Arnulf Bischof von Soissons. Er unterstützte mit Nachdruck die Reformen von Papst Gregor VII., musste aber schließlich wegen ständiger Auseinandersetzung mit seinem Vorgänger, der von König Philipp I. unterstützt wurde, sein Bischofsamt niederlegen. In kriegerischen Auseinandersetzungen trat Arnulf er immer wieder als Vermittler auf, weshalb er Apostel des Friedens genannt wurde. Arnulf starb während einer Reise am 15. August 1087 in Belgien.
Eberhard war zunächst Domherr in Straßburg. 934 fasste er die beim Grabe Meinrads lebenden Einsiedler im sogenannten finsteren Walde zusammen und gründete mit ihnen das Kloster Einsiedeln, dessen erster Abt er wurde. Eberhard starb am 14. August 958. Er wurde nie formell kanonisiert, aber schon bald in vielen Kalendern als selig bezeichnet.