Die Kirche feiert heute den Kirchenlehrer Beda, die Päpste Gregor VII. und Urban I. und die hl. Maria Magdalena de Pazzi. Außerdem verehrt man heute Urban von Heilbronn.
Beda wurde mit sieben Jahren zur weiteren Erziehung ins Benediktiner-Kloster Wearmouth gebracht. 691 wechselte er in das neugegründeten Kloster Jarrow bei Sunderland, wurde Diakon und 703 Priester. Beda unterrichtete an der Klosterschule Grammatik, Poetik, Orthografie und Geschichtswissenschaft. Er war der erste wissenschaftliche Theologe des Mittelalters und wurde zu einem der bekanntesten Lehrer der westlichen Kirche. Berühmt wurde er durch sein Werk "Kirchengeschichte des englischen Volkes", das die Geschichte Englands von der römischen Eroberung bis in die damalige Zeit beschreibt. Ein Heiligenkalender, den er verfasste, galt als Musterwerk für mehrere nachfolgende Jahrhunderte. Beda starb am 26. Mai 735. Nach seinem Tod erhielt er den Beinamen „der Ehrwürdige“, erst 1899 wurde er heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.
Papst Gregor VII. ist bekannt durch seinen Reformeifer und seinen Gerechtigkeitssinn. Er war vor seinem Papstamt, das er 1073 antrat, Benediktiner zu Cluny. Im Streit mit Kaiser Heinrich IV. um die Besetzung von kirchlichen Ämter exkommunizierte Gregor VII. den Kaiser zweimal. Als dieser mit einem Heer gegen Rom zog und die Stadt eroberte, floh Gregor VII. ins Exil nach Salerno, wo er um 1085 starb.
Papst Urban I. waltete von 222 bis etwa 230 seines Amtes. Die Überlieferungen über sein Leben und Wirken sind nur legendenhaft und nicht gesichert. Papst Urban I. soll unter anderem eine Verordnung erlassen haben, dass der Kelch beim Abendmahl stets aus Silber oder Gold sein müsse. Unter Kaiser Alexander Severus soll er mit Bleikugeln gegeißelt und schließlich enthauptet worden sein.
Maria Magdalena de Pazzi war die Tochter einer florentinischen Adelsfamilie. 1582 trat sie ins Karmelitinnenkloster ihrer Heimatstadt Florenz ein. Sie musste viele qualvolle körperliche Leiden und seelische Belastungen überwinden, und galt als eine der hervorragendsten Mystikerinnen ihres Ordens. Maria Magdalena erlebte zahlreiche Visionen, und schließlich die mystische Vereinigung mit Gott. Maria Magdalena starb am 25. Mai 1607. Sie ist Patronin der Städte Florenz und Neapel. Ihr Leichnam ist bis heute unverwest.
Urban von Heilbronn, der heute verehrt wird, wird als Schüler des Gallus genannt und soll im 7. Jahrhundert bei Heilbronn am Neckar gepredigt und den Weinbau gelehrt haben. Nach der Legende errichtete er ein Kreuz, um das sich eine Weinrebe schlang.