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05. Februar 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Kirche Südtirols feiert heute die Diözesanpatrone Ingenuin und Albuin, sowie die hl. Agatha.

Ingenuin und Albuin waren Bischöfe von Säben. Ingenuin ist der erste historisch sicher bezeugte Bischof von Säben. Im 6. Jahrhundert wirkte er erfolgreich und verbreitete das Christentum in Südtirols Gebirgstälern. Als während seiner Amtszeit Langobarden und Bajuwaren in das Land einfielen, musste er zeitweilig sein Bistum verlassen. Als Friedensstifter vermittelte er zwischen den Langobarden und den Franken. Um 588/590 nahm Ingenuin an der Synode in Marano bei Aquileja teil. Im Dreikapitelstreit, einer innerkirchlichen Auseinandersetzung über das Verhältnis zwischen der göttlichen und menschlichen Natur stand er in Opposition zu Rom und musste deshalb zeitweise ins Exil gehen. Ingenuin starb um 605.

Albuin entstammte dem Geschlecht der Aribonen in Kärnten. Als Ratgeber von Kaiser Otto II. wurde er reich mit Gütern beschenkt, u. a. in Regensburg, in Villach und in der Krain. Albuin konnte so für wachsenden Wohlstand seiner Kirche sorgen. Im Jahr 991 verlegte er, nachdem er Bischof geworden war, den Bischofssitz entgültig von Säben nach Brixen und lies dabei auch die Gebeine Ingenuins übertragen, wo sie nun im Dom ruhen. Albiun starb hoch verehrt am 5. Februar 1006.  Ingenuin und Albuin sind Patrone der Stadt Brixen und der Diözese Bozen-Brixen.  Die Reliquien und heiligen Leiber von Ingenuin und Albuin werden jährlich am Kassiansonntag in feierlicher Prozession durch Brixen getragen. Ingenuin und Albuin sind auch Kirchenpatrone von Taisten, Welschnofen, Saubach und St. Jenewein in Schlanders.

Agatha war eine christliche Märtyrin in Catania auf Sizilien. Sie starb vermutlich in der Verfolgung des Decius um 250. Eine Legende erzählt, ein Statthalter habe sie grausam martern lassen. In der Nacht wurde sie auf wunderbare Weise geheilt, am darauffolgenden Morgen wurde sie aber weiter gepeinigt, worauf sie im Kerker starb. Die Verehrung Agathas ist schon früh auch außerhalb Siziliens bezeugt. Agatha ist die Patronin der Stadt Catania und der Insel Malta und gilt auch als Patronin gegen Feuersgefahr, Erdbeben und gegen den Ausbruch des Ätna.