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02. Juni 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute gedenkt die Kirche der Hl. Marcellinus und Petrus, Erasmus, und Papst Eugen I.

Marcellinus war ein römischer Priester und wurde zusammen mit dem Exorzisten Petrus in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Märtyrer. Über der nach ihnen benannten Katakombe erbaute Kaiser Konstantin die Basilika Santi Marcellino e Pietro, die heute jedoch nicht mehr existiert. In der Zeit der Karolinger erlangte die Verehrung von Marcellinus und Petrus großen Aufschwung, wohl deshalb wurden ihre Reliquien vom deutschen Klostergründer Einhard durch eine List und Bestechung entwendet und nach Seligenstadt in Hessen gebracht.

Erasmus war um 300 Bischof von Antiochia. Nach den ältesten überlieferten Legenden  verbarg er sich sieben Jahre lang im Libanon-Gebirge, um die Diokletianische Christenverfolgung durch inständiges Gebet abzuwenden. Ein Rabe soll ihm Nahrung gebracht haben, bis er auf Geheiß eines Engels nach Antiochia zurückkehrte, vor Gericht gestellt und ins Gefängnis geworfen wurde. Nach den Überlieferungen kam Erasmus später nach Sirmium in Illyrien.  Er wurde Diokletian und später Maximian gegenübergestellt und überwand alle Martern. Vom Erzengel Michael wurde Erasmus dann nach Fórmia in Kampanien geleitet. Am neuen Wirkungsort lebte und wirkte er als Seelsorger bis er nach siebenjähriger segensreicher Tätigkeit hochbetagt verstarb.  Erasmus' Gebeine wurden im 9. Jahrhundert nach Gaeta gebracht. Einige Reliquien gelangten auch nach Magdeburg. Erasmus zählt zu den 14 Nothelfern.

Eugen lebte im 7. Jahrhundert. Er war ein sogenannter Apokrisiar, ein päpstlicher Gesandter beim Kaiser in Byzanz.  Im Jahr 654 wurde er auf Befehl des oströmischen Kaisers Konstans II. zum Papst gewählt, obwohl sein Vorgänger Martin I., der verbannt wurde, nicht zurückgetreten war. Eugens wichtigste Aufgabe war es, im Streit um den Monotheletismus eine Einigung mit dem Osten herbeizuführen. Obwohl es zunächst eine Annäherung gab, scheiterte die Versöhnung mit Byzanz und Papst Eugen wurde abgesetzt. Er starb am 2. Juni 657.