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21. Juni 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der bekannteste Heilige des heutigen Tages ist Aloysius von Gonzaga. Er wird von Künstlern meist als sehr zerbrechlich wirkender junger Mann mit weiblichen Zügen dargestellt, obwohl er als aggressiv, offensiv und stur galt. Das verwundert nicht, entstammte er doch der kriegerischen und gefürchteten Gonzaga Familie.  Die Kirche gedenkt heute auch des hl. Alban und des hl. Raimund.

Aloysius von Gonzaga wurde 1568 als Sohn adeliger Eltern in Mantua geboren. Sein Vater wollte aus dem Sohn eigentlich einen Krieger machen, die Mutter aber erzog ihn nach religiösen Grundwerten. Mit 10 Jahren kam Aloysius als Page an den Hof von Florenz. Stark beeindruckt von der Persönlichkeit des Kardinals Karl Borromäus reifte in ihm der Entschluss, in Hinkunft nur noch Gott zu dienen. Er verzichtete auf sein Erstgeburtsrecht und trat gegen den Willen seines Vaters in den Jesuitenorden ein. Aloysius begann dann das Noviziat im römischen Kolleg und pflegte mit Geduld und Aufopferung Schwerkranke und Sterbende. Während der Pestepidemie von 1591 steckte er sich bei der Krankenbetreuung an und starb am 21. Juni 1591, noch nicht ganz 23 Jahre alt. Aloysius von Gonzage ist der Patron der Jugend, insbesondere der Schüler und Studenten, sowie seit 1991 auch der Patron der Aidskranken und ihrer Pfleger.

Alban wird besonders in der Gegend um Mainz verehrt. Er war um das Jahr 400 als Glaubensbote aus Italien gekommen. Während eines Einfalls der Vandalen im Jahr 406 kam er ums Leben. Schon bald darauf wurde eine ihm geweihte Kirche im Süden der Stadt errichtet, später entstanden weitere Alban-Kirchen und das Kloster St. Alban. Sie alle existieren heute nicht mehr.

Raimund entstammte einer französischen Adelsfamilie. 1104 wurde er Bischof von Roda in Spanien. In seiner Amtszeit wurde der Wiederaufbau der Kathedrale von Roda de Isábena begonnen und zahlreiche Kirchen in der Diözese errichtet. Im Jahr 1116 wurde Raimund aus seinem Bistum zu vertrieben, weil er die weitere Zurückeroberung des von den Muslimen besetzten Spaniens verweigerte. Drei Jahre später konnte Raimund wieder nach Roda zurückkehren. Er starb am 21. Juni 1126.