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25. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Zahlreiche Kirchen und Kirchlein in Südtirol sind dem hl. Jakobus geweiht. Sie wurden einst entlang der früheren Handels – und Saumwege sowie an wichtigen Jochübergängen errichtet, denn Südtirol liegt an der Schnittstelle der zwei großen Pilgerrouten von Nord nach Süd, sowie von Ost nach West. Entlang dieser Wege gab es für die Pilger Unterkünfte, Verpflegung, ärztliche Behandlung und vor allem aber auch geistliche Stärkung. Die Kirche gedenkt heute auch des hl. Magnerich, Thea, und Thomas von Kempen.

Jakobus der Ältere war Fischer am See Genezareth. Als einer der 12 Apostel gehörte er neben Petrus und Johannes zu den bevorzugten Jüngern Jesu. Jakobus und sein jüngerer Bruder Johannes wurden wegen ihres stürmischen Temperaments auch „Donnersöhne“ genannt. Jakobus war der erste der Apostel, der im am Osterfest im Jahr 44 n. Chr. unter König Herodes Agrippa den Märtyrertod starb. Einer Legende nach heilte Jakobus auf seinem Weg zur Richtstätte einen Lahmen und bat den Henker um eine Flasche Wasser, damit er Josias, der ihm den Strick umgelegt hatte und sich ebenfalls auf dem Hinrichtungsplatz bekehrte, taufen könne. Auch Josias wurde daraufhin mit Jakobus enthauptet. Die Gebeine des hl. Jakobus kamen nach Spanien und wurden von den Sarazenen nach Galicien gebracht, wo sie an der Stelle vergraben wurde, wo sich heute die Stadt Santiago de Compostela befindet. Dort gerieten die Reliquien jahrhundertelang in Vergessenheit. Kurz vor der ersten Jahrtausendwende wurde das Grab des Jakobus wiederentdeckt und Santiago de Compostela entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Christenheit.  Der Jakobsweg ist der meistbegangene christliche Pilgerweg und zählt streckenweise zum UNESCO-Welterbe. Sein Symbol und das Pilgerabzeichen ist die Jakobsmuschel. 

Magnerich war ab 566 Bischof von Trier. Er wirkte tatkräftig an der Organisation seines Bistums und trat für die Wahrung von dessen Metropolitanstellung ein. Als Verehrer des hl. Martin von Tours förderte er dessen Verehrung und sorgte für den Wiederaufbau des Klosters St. Martin in Trier.  Magnerich starb am einem 25. Juli um 587 und wurde in St. Martin in Trier bestattet.

Thea lebte in Gaza. Sie wurde beim Studium der Heiligen Schrift überrascht und einer  Legende nach, nach grausamen Foltern am 25. Juli 308 enthauptet.

Heute verehrt die Kirche auch den Ordensmann Thomas von Kempen. Er wurde um 1379 geboren, trat im Alter von 20 Jahren in das Stift St. Agnetenberg bei den regulierten Chorherren ein und wurde 1414 Priester. Als Verfasser der "Nachfolge Christi", war er einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten "Devotio moderna", einer im Spätmittelalter aufgekommenen religiösen Bewegung, die auf die persönliche, innerliche Frömmigkeit des Einzelnen besonders großen Wert legte. Thomas starb am 25. Juli 1471.  Der Seligsprechungsprozess wurde schon mehrmals eingeleitet, kam aber nie zu einem Abschluss.