Die Heiligen des heutigen Tages sind Richard, Adauctus, und Alfons Maria Fusco. Außerdem verehrt die Kirche heute den seligen Nivard sowie die österreichische Schrifttellerin Ava.
Richard war nach einer Lebensgeschichte aus dem 12. Jhd. ein angelsächsischer König, der Gatte von Wunna und der Vater von Walburga, Willibald und Wunibald, die alle drei als Heilige verehrt werden. Richard bracht 720 zusammen mit seinen Söhnen zu einer Pilgerfahrt zu den sieben Pilgerkirchen in Rom auf. Die Legende erzählt von der Begegnung mit einem kranken Mann, der von Richard geheilt wurde. Richard starb noch auf dem Weg nach Rom in Lucca und wurde dort in der Kirche S. Frediano beigesetzt. Erst als nach über 400 Jahren eine Delegation der Diözese Eichstätt nach den Reliquien Richards fragte, erkannte man dessen Bedeutung. Die Gebeine wurden daraufhin erhoben und in einem Altar beigesetzt. Teile der Reliquien nach Eichstätt und nach Neumarkt in der Oberpfalz.
Adauctus von Rom war Vorsteher der kaiserlichen Steuereinnehmer. Wegen seines Christenglaubens wurde er um 303 in der ehemaligen Stadt Antandrus im heutigen Osten der Türkei unter Kaiser Maximianus hingerichtet, weil er weigerte, den Götzen zu opfern. Mit ihm starben auch der Präfekt der Stadt, Aerarius, der Prefekt des Militärs, der Schatzmeister, der gesamte Stadtsenat und zahlreiche Frauen und Kinder.
Alfons Maria Fusco wurde 1836 in der Nähe von Salerno geboren. 1863 wurde er zum Priester geweiht und wirkte in seiner Heimatstadt unermüdlich für die Armen und Kranken. 1878 gründete er zusammen mit der Adeligen Magdalena Caputo die Kongregation „Schwestern vom hl. Johannes dem Täufer“, die 1935 päpstlich anerkannt wurde, und das Bildungsinstitut „Werk für Arbeiterinnen“. Alfons maria Fusco starb am 6. Februar 1910. Papst Franziskus sprach ihn 2016 heilig.
Der selige Nivard war der jüngste Bruder des heiligen Bernhard von Clairvaux. Er wurde schon in jungen Jahren Zisterziensermönch und genoss das Vertrauen seines Bruders. In dessen Auftrag gründete Nivard mehrere Klöster. 1150 ist Nivard noch in der Diözese Tours bezeugt, danach weiß man kaum mehr etwas über sein Leben. Vermutlich starb Nivard in Clairvaux.
Die Kirche verehrt heute auch Ava: Sie entstammte einem Adelsgeschlecht und ist die erste namentlich bekannte österreichische Schriftstellerin. Ava verfasste mehrere Werke über das Werden und Wirken, und das kommende Ende der Kirche. Die letzten Jahre ihre Lebens verbrachte sie als Reklusin in Melk oder in Göttweig. Ava starb am 7. Februar 1127.