Heute feiert die Kirche die hl. Agnes von Böhmen und den seligen Karl I. von Flandern.
Agnes von Böhmen war die Tochter von König Ottokar. Schon als 3-jährige wurde sie mit ihrem Cousin Boleslaw von Schlesien verlobt, als dieser jedoch früh verstarb wurde sie mit dem Sohn des deutschen Kaisers verlobt, dieser heiratete jedoch eine andere. Nach mehreren weiteren gescheiterten Verlobungen gründete Agnes 1232 in Prag eine Kirche mit Armenspital und ein Klarissenkloster. 1234 legte sie zum Erstaunen des europäischen Adels ihre Krone ab und trat selbst in das Kloster ein. Ein Jahr später ernannte sie Papst Gregor IX. zur Äbtissin. Als der Papst das Ansinnen Agnes‘, einen eigenen Orden zu gründen ablehnte, trat sie als Äbtissin zurück. Nach dem Tod von Papst Gregor konnte sich Agnes ihren Traum erfüllen: sie gründete den einzigen original tschechischen Orden: die Kreuzritter vom Roten Stern. Agnes von Böhmen starb am 6. März 1282. Den von ihr gegründeten Orden gibt es auch heute noch, er ist aber kein Ritterorden mehr.
Karl der Gute war ein Sohn des heiligen Königs Knud von Dänemark und wurde 1119 Graf von Flandern. Karl war beim Volk außerordentlich beliebt, seine Persönlichkeit beeindruckte schon seine Zeitgenossen. Deshalb wurde er 1123 als König von Jerusalem vorgeschlagen und 1125 für den Kaiserthron. Karl nahm aber weder die eine noch die andere Kandidatur an. Als Karl gegen die Familie der Erembalde vorging, die sich über Generationen zahlreicher Schlüsselpositionen bemächtigt hatte, wurde er am 2. März 1127 von Mitgliedern der Familie in Brügge während eines Gottesdienstes ermordet. Karl der Gute ist Patron der belgischen Stadt Brügge.