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03. Oktober 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Kirche Südtirols gedenkt heute des Bozner Seligen Josef Mayr Nusser. Außerdem feiert sie die Heiligen Adalgott, Niketius, Ewald, Utto, Ambrosius Franziskus Ferro und Columba Marmion.

Josef Mayr wurde am 27. Dezember 1910 auf dem Nusserhof am Bozner Boden geboren. Nach dem Abschluss der Handelsschule wurde er kaufmännischer Angestellter in Bozen, interessierte sich aber auch für die Astronomie und die Theologie. 1932 trat der Bozner Vinzenzkonferenz bei und ein Jahr später, als in Bozen 1933 eine katholische Jugendgruppe aufgebaut wurde, war Josef Mayr dabei und wurde zum Führer der Jungmänner des sogenannten „Deutschen Anteils“ der Erzdiözese Trient gewählt. Im September 1943, als Südtirol von den deutschen Truppen besetzt wurde, wurde er, obwohl er Dableiber war, zur SS einberufen und in Ostpreußen der Waffen-SS zugeteilt. Einen Tag vor der Eidesleistung erklärte er, dass er den Eid aus Gewissensgründen nicht leisten könne. Josef mayr wurde daraufhin in Danzig wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und sollte in Dachau erschossen werden. Auf dem Weg dorthin erlag Josef Mayr am 24. Februar 1945 in einem Viehwagon in Erlangen im Viehwaggon seinen Strapazen.  Am 18. März 2017 wurde er im Dom von Bozen selig gesprochen. Dort befindet sich seitdem auch seine letzte Ruhestätte.

Adalgott war Mönch im Zisterzienserkloster Clairvaux. Am 4. Februar 1151 wurde er Bischof von Chur. Er reformierte Klöster, veranlasste den Bau der Kathedrale in Chur und gründete das das vom Grafen Udalrich von Traspis und seiner Frau Utta gestiftete Benediktinerkloster Marienberg bei Mals. Adalgott starb am 3. Oktober 1160.

Niketius wurde um 525 zum Bischof von Trier berufen. Er erneuerte sein Bistum von Grund auf und stellte zerstörte und verfallene Kirchen wieder her. Niketius setzt sich für die Rechte des einfachen Volkes gegen die Übergriffe des Adels ein. Als er jedoch die Sittenlosigkeit am königlichen Hof tadelte, wurde er verbannt. Niketius starb 566 in Trier.

Die Kirche gedenkt heute auch des seligen Ambrosius Franziskus Ferro und seiner 27. Gefährten. Sie wurden am 3. Oktober 1645 in Natal in Brasilien von derselben Söldnertruppe der holländischen Kolonialherren ermordet, die schon einige Monate vorher den Priester Andreas de Soveral und seinen Begleiter umgebracht hatte. Ambrosius Franziskus Ferro und seine 27 Gefährten wurden im Jahr 2000 seliggesprochen.

Columba Marmion wurde 1858 in Dublin geboren. Schon früh begeisterte er sich als Weltpriester für das neuerwachte benediktinische Ordensideal, trat in der Benediktinerabtei Maredesous ein und wurde 1909 zum Abt gewählt. Seine größte Bedeutung gewann Columba Marmion als geistlicher SchriftstellerColumba Marmion starb am 30. Jänner 1923. Die Seligsprechung erfolgte am 3. September 2000 in Rom.