Der Gedenktag an den hl. Laurentius fällt jedes Jahr mit dem Erscheinen vieler Sternschnuppen zusammen. Im Volksmund werden diese in diesen Tagen in der Erdatmosphäre verglühenden Gesteinsbrocken „Laurentius-Tränen“ genannt. Wenn das Wetter am heutigen Laurentiustag schön und heiter ist, soll ein freundlicher Herbst folgen, besagen gleich mehrere Bauernregeln. Weitere Heilige des heutigen Tages sind Plektrud von Köln und Astrid. Auch gedenkt die Kirche heute des seligen Franziskus Drzewiecki.
Laurentius war Erzdiakon von Papst Sixtus II. und hatte nach einer Überlieferung mit schwierigen politischen Verhältnissen zu kämpfen. Als er es sich zur Aufgabe machte, alle Kirchengüter an die Armen zu verschenken, um diese dem staatlichen Zugriff zu entziehen, ließ man ihn verhaften und grausam foltern. Am 10. August 258 starb er zusammen mit 4 Klerikern den Martertod. Unter Kaiser Konstantin wurde bei seinem Grab im Coemeterium an der Via Tiburtina eine Basilika errichtet, San Lorenzo fuori le mura. Sie gehört zu den sieben Hauptkirchen Roms. In Südtirol sind dem hl. Laurentius die Pfarrkirchen von Rentsch, St. Lorenzen und Schleis sowie mehrere kleine Kirchen und Kapellen geweiht.
Plektrud war die Gemahlin von Pippin dem Mittleren. Sie machten zahlreiche Schenkungen an Kirchen und Klöster. Als Pippin 714 starb, musste Plektrud dem unehelichen Sohn Pippins, Karl Martell, ihre Kölner Residenz abtreten. Sie zog sich daraufhin in das von ihr gegründete Kloster St. Maria im Kapitol zurück, wo sie nach einer Überlieferung am 10. August 725 starb.
Asteria – oder auch Astrid - wurde für ihren Glauben in der Zeit der Verfolgung Diokletians um 304 in Bergamo hingerichtet. Dargestellt wird sie meist mit einer Palme, oft auch mit Krone und Buch.
Franziskus Drzewiecki kam aus einem Dorf in der Nähe der polnischen Stadt Łódź. Er besuchte das Lehrerseminar und wurde 1931 zum Studium der Theologie nach Venedig gesandt, wo er seine ewigen Gelübde ablegte und 1936 zum Priester geweiht wurde. Nach der Rückkehr nach Polen im Jahr 1937 arbeitete er als Erzieher und Religionslehrer und übernahm später eine Pfarrei. Als Polen durch die Deutschen besetzt wurde, wurde er von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen, später nach Dachau gebracht. Zwei Jahre lang arbeitete er unter unmenschlichen Bedingungen auf den Feldern und musste Hunger und Kälte ertragen. Als er dazu nicht mehr imstande war, wurde er in der Gaskammer hingerichtet. 1999 wurde Franziskus Drzewiecki seliggesprochen.