Zum Hauptinhalt springen

05. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Kirche feiert heute das Fest Maria Laetizia, das Fest der sieben Freuden Mariens. Das sind: Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Jesu, Anbetung durch die Weisen aus dem Morgenland, Wiederauffindung Jesu im Tempel, die Auferstehung Jesu und die Aufnahme Mariens in den Himmel. Das Fest wird schon seit dem Mittelalter begangen.  Heilige des Tages sind Antonio Maria Zaccaria , Athanasios der Athonite und Stephanus von Nicäa.

Antonio Maria Zaccaria war ein erfolgreicher Arzt in Cremona. Er studierte Medizin in Padua und arbeitete als Arzt, engagierte sich aber auch als Laie in der Verkündigung. Im Jahr 1528, im Alter von 26 Jahren, beschloss er ein neues Leben zu beginnen und wurde Priester. Zwei Jahre später gründete der nunmehrige Seelenarzt mit Gleichgesinnten in Mailand den Orden der "Regularkleriker vom Heiligen Paulus". Die Mitglieder der Kongregation wirkten als Volksmissionare. Ihr Anliegen war vor allem die Hebung des sittlichen Niveaus aller gesellschaftlichen Schichten, vor allem auch des Klerus.  Das war nicht unumstritten: zweimal musste er sich in Mailand der Inquisition stellen. Bald nach der Gründung des Männerordens wurde auch eine Frauenkongregation ins Leben gerufen, die sogenannten "Englischen Schwestern vom Heiligen Paulus". Antonio Zaccaria starb im Alter von nur 37 Jahren am 5. Juli 1539.  Auf seine Anregung entstand der Brauch des Freitag-Läutens um 3 Uhr nachmittags, zur Sterbestunde Christi.

Athanasios lebte im 10. Jahrhundert. Er verlor schon früh seine Eltern und wurde von einer frommen Nonne erzogen. Nach deren Tod wurde er an den Hof von Kaiser Romanos I. gebracht und studierte beim berühmten Rethoriker Athanasios. Eines Tages lernte er den Abt des Klosters Kyminas kennen und entschloss sich dort Mönch zu werden. Später wollte Athanasois als Einsiedler leben und kam 958 an einen einsamen Ort auf dem Berg Athos. Gemeinsam mit einigen anderen Einsiedlern gründete er das später „Große Laura“ genannte erste Kloster auf dem Athos, das schon bald vom Kaiser die Unabhängigkeit von kirchlichen Autoritäten verliehen bekam. Athanasios starb am 5. Juli 1004.

Stephanus von Nicäa begleitete einer Überlieferung zufolge Paulus bei dessen Reise nach Rom. Unterwegs setzte ihn Paulus demnach als ersten Bischof von Reggio di Calabria ein. Zusammen mit dem Bischof Suera sowie den Frauen Agnes, Felicitas und Perpetua starb Stephanus als Märtyrer unter Kaiser Nero. Stephanus ist Patron der Stadt Reggio di Calabria, ihm ist auch die dortige Kathedrale geweiht.