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19. März 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute ist Josefitag. Josef von Nazareth ist nicht nur der Bräutigam Marias und Ziehvater Jesu, sondern auch der Landespatron von Tirol, Schutzpatron der Kirche, Fürsprecher der Familienväter, Patron der Handwerker und Arbeiter, sowie der Sterbenden. Es gibt keinen männlichen Heiligen, dem in Südtirol mehr Kirchen und Kapellen geweiht sind, als dem hl. Joseph. Sie alle aufzuzählen würde wohl mehrere Minuten in Anspruch nehmen. In Italien und in der italienischen Schweiz, in Spanien, Portugal, Liechtenstein, Andorra, Luxemburg, Kroatien, Honduras und Bolivien wird heute auch der Vatertag begangen.

Josef stammte aus dem Geschlechte Davids. Er lebte als Zimmermann in Nazareth in Galiläa und war auserwählt, Ziehvater des Gottessohnes zu werden. Joseph war mit der 14-jährigen Maria verlobt. Als sie auf eine ihm unverständliche Weise ein Kind empfangen hatte, wollte er sich in aller Stille von ihr trennen. Doch ein Engel erklärte ihm im Traum das Wunder der Empfängnis. Bald nach der Geburt des Kindes Jesus im Stall zu Bethlehem wurde er in einem weiteren Traum von einem Engel aufgefordert, mit seiner Familie vor König Herodes nach Ägypten zu fliehen. Nach dessen Tod kehrte die Heilige Familie wieder nach Nazareth zurück. Als Jesus 12 Jahre alt war, pilgerten die Eltern mit dem Knaben nach Jerusalem, wo er im Tempel zurückblieb und mit den Schriftgelehrten diskutierte. Hier scheint in der Bibel zum letzten Mal der Name Josephs auf. Das öffentliche Auftreten und die Kreuzigung Jesu hat er wahrscheinlich nicht mehr miterlebt. Seit 1621 ist der 19. März ein Fest im römischen Kalender. Papst Pius IX. ernannte Joseph 1870 zum Patron der ganzen katholischen Kirche. Die Habsburger machten den Hl. Josef zu ihrem Hausheiligen. Zum Feiertag wurde der Josefstag, als Kaiser Ferdinand II. ein Bild des Hl. Josef bei seiner siegreichen Schlacht gegen die pfälzisch-böhmische Armee mit sich führte.

Sibilla Biscossi wurde 1287 in der Lombardei geboren und verlor schon als Kind beide Eltern. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, musste sie sich als Magd verdingen. Doch als sie zwölf Jahre alt geworden war, begann das Waisenmädchen zu erblinden und fand Unterkunft im Dominikanerkloster von Pavia. Vom Jahr 1302 an lebte sie als Reklusin in einer Zelle neben der Dominikanerkirche. Im Laufe der Zeit wurde die Blinde vom Volk als geduldige Ratgeberin für alle Nöte aufgesucht und galt bald als "weise Frau". Im Alter von 80 Jahren starb Sibilla am 19. März 1367.

Der selige Isnard war ein Gefährte von Dominikus und trat 1219 in Bologna dem noch jungen Dominikanerorden bei. Er galt als tief religiös und war ein hervorragender Prediger. Außerdem engagiert er sich in der zur damaligen Zeit starken Häretikerbewegung. Er wirkte zunächst in Mailand, später in Pavia.  Dort gründete er das Kloster Santa Maria di Nazaret, das er bis zu seinem Tod am 19. März 1244 leitete.