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28. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Wer Bier braut tut gut daran zum heiligen Wenzel zu beten. Er ist nämlich der Patron der Bierbrauer und der bekannteste Heilige des heutigen Tages. Die Kirche gedenkt heute auch der Heiligen Konrad II., Thiemo, Simón de Rojas, Lioba, Salonius, sowie Chuniald und Gislar.

Wenzel bzw. Vaclav, Herzog von Böhmen, wurde um 903 geboren.  Als sein Vater starb, kam es zu einer tragischen Familienfehde:  Der 13-Jährige wurde zwar Herzog von Böhmen, seine Mutter Drahomira übte jedoch die Regentschaft aus. Weil sie die heidnische Reaktion unterstützte, kam es zu seinem Streit mit ihrer Schwiegermutter Ludmilla, welche daraufhin ermordet wurde. Als König Heinrich I. eingriff, musste  Drahomira die Herrschaft an ihren Sohn Wenzel abtreten. Dieser war nun sehr um die Ausbreitung und Vertiefung des Christentums in Böhmen bemüht und machte sich verdient um den Anschluss seines Volkes an die abendländische Kulturgemeinschaft. Wahrscheinlich deswegen wurde er am 28. September 929 von seinem Bruder ermordet. Die Gebeine wurden in die von ihm gegründete Sankt-Veits-Kirche auf der Prager Burg überführt.  1729 wurde Vaclav als erster Slawe heiliggesprochen. Der heilige Wenzel ist auf einem Fresko im Bozner Dom dargestellt.

Konrad II. war ein Sohn des heiligen Markgrafen Leopolds III. von Österreich und ein Bruder des seligen Otto von Freising. 1148 wurde er Bischof von Passau und 1164 Erzbischof von Salzburg. Im Streit zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Papst Alexander stand er mutig auf Seiten des Papstes. Deshalb wurde Konrad 1167 aus Salzburg vertrieben. Er ging nach Friesach und nach Admont, wo er am 28. September 1168 starb.

Thiemo lebte im 11. Jahrhundert. Er war Mönch in Niederaltaich und wurde 1077 Abt von Sankt Peter in Salzburg. Als Anhänger der gregorianischen Reform wurde er 1081 vertrieben und lebte als einfacher Mönch in Hirsau. 1085 konnte Thiemo nach Salzburg zurückkehren und wurde 1090 Erzbischof von Salzburg. Als Papst Urban II. 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, brach auch Thiemo in den Nahen Osten auf. In der Nähe Jerusalems fiel er jedoch in die Hände der Seldschuken, die ihn am 28. September 1102 zu Tod marterten.

Simón de Rojas wurde 1552 in Valladolid in Spanien geboren. Im Alter von 16 Jahren trat er bei den Trinitariern ein, studierte in Salamanca und empfing die Priesterweihe. Ab 1579 war er Dozent, Prior, Hofkaplan des Königs in Madrid und Provinzial des Trinitarier-Ordens. Er förderte besonders die Gebetspraxis und die Marienverehrung. Simón de Rojas starb am 28. September 1624 in Madrid. Er wurde 1766 selig und 1988 heiliggesprochen.

Lioba stammte aus einer vornehmen angelsächsischen Familie. Bonifatius bestellte sie um 735 zur ersten Äbtissin des Klosters Tauberbischofsheim.

Salonius war ab 439 Bischof von Genf. Er beteiligte sich an mehreren Synoden in Südfrankreich und verfaßte Erklärungen einiger Bücher des alten Testaments.

Chuniald und Gislar waren Missionare in Ostösterreich. Der hl. Rupert hatte sie als Mitarbeiter aus dem Frankenland um 700 nach Salzburg mitgenommen und ihnen  als Arbeitsfeld die Avarenmission im Wiener Becken zugewiesen. Sie sollen das erste Wiener Gotteshaus, die Rupertikirche erbaut haben. Die Reliquien der Heiligen, die vor 745 in Salzburg gestorben sind, ruhen im Dom zu Salzburg. Die Verehrung Chunialds und Gislars ist schon im 8. Jahrhundert bezeugt.