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15. Mai 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute verehrt die Kirche die hl. Sophia, die letzte Eisheilige, sowie Rupert von Bingen, Isidor von Madrid und Friedrich Keller

Die römische Jungfrau Sophia erlitt schon in jungen Jahren in der Verfolgung des Diokletian um 304 den Martertod. Sie wurde im Coemeterium der Heiligen Gordianus und Epimachus bestattet. Reliquien von Sophie finden sich in der römischen Kirche San Martino ai Monti und in Straßburg. Einige Teile von Sophias Reliquien kamen im Jahr 777 in das wenige Jahre vorher gegründete Frauenkloster Eschau im Elsass. Sie zogen zahlreiche Wallfahrer an und so wurde in Eschau auch ein Pilgerhospiz errichtet.  Im Jahr 1938 wurden neue Reliquien Sophias nach Eschau gebracht und in einem Reliquiar sowie dem alten Sarkophag abgelegt. Sophia ist die Patronin gegen Spätfröste und für das Gedeihen der Feldfrüchte.

Rupert von Bingen stammte aus einer vornehmen mittelrheinischen Familie. Nach dem frühen Tod seines heidnischen Vaters wurde er von der christlichen Mutter und einem Priester erzogen. Im Alter von 15 Jahren unternahm Rupert eine Wallfahrt nach Rom. Nach der Rückkehr lebte er als Einsiedler und stellte sich ganz in den Dienst für Arme und Notleidende. Im Alter von nur 20 Jahren verstarb er an einer Fieberkrankheit. Man beerdigte ihn in einer von ihm selbst erbauten Kirche bei Bingen. Besonders durch die hl. Hildegard von Bingen erfuhr die Verehrung Ruperts eine besondere Förderung. An der Stelle, wo seine Kirche war, errichtete sie ihr Kloster und benannte es Rupertsberg.

Isidor von Madrid verdingte sich in seiner Jugend als Knecht bei einem Baron. Er zeichnete sich durch treue Pflichterfüllung, aber auch durch eifrige Gebetsübungen und Wohltätigkeit aus, der Gutshof blühte unter seiner Arbeit regelrechtauf. Als sein Herr einmal feststellen wollte, ob es stimme, dass Isidor seine Arbeit vernachlässige und stattdessen bete, sah er der Überlieferung nach zwei weiße Stiere, die - von einem Engel geleitet - pflügten, während Isidor im Gebet daneben kniete. Isidor setzte sich zusammen mit seiner Frau Maria de la Cabeza auch für die Hilfsbedürftigen ein. Er starb am 15. Mai 1130. Seine Gebeine ruhen heute in der Kathedrale von Madrid. An der Stelle des Gutshofes im Südwesten Madrids steht heute die Kapelle San Isidro, an der eine als heilkräftig geltende Quelle entspringt. Isidor ist der Patron der spanischen Hauptstadt Madrid, der Bauern, der Geometer, gegen Dürre, sowie für Regen und eine gute Ernte.

Die Kirche verehrt heute auch Friedrich Keller. Er wurde 1891 in Köln geboren, nahm als Offizier am 1. Weltkrieg teil, und wurde 1921 zum Priester geweiht.  Unter den Nationalsozialisten wurde er als Regimekritiker verhaftet und im Konzentrationslager als Versuchsperson für Malariainjektionen missbraucht. Nach kurzer Freiheit wurde Friedrich Keller erneut verhaftet. Er starb am 15. Mai 1943 im Gefängnis in Aachen.