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26. August 2019

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der Titularbischof und apostolische Vikar in Indien, Ephrem Garrelon litt viele Jahre lang unter den Gewissensbissen, die ihn plagten, seit er die Visionen von Miriam Bouardy als falsch erklärt hatte. Man sagt, er solle deswegen schon früh gestorben sein. Miriam Bouardy hat ihn in ihren Visionen sogar einmal im Jenseits  gesehen haben und ihn laut klagen hören: „Ich habe gegen die Ehre Gottes gesündigt“.  Miriam Bouardy die man auch als Miriam von Abellin kennt, ist die bekannteste Heilige des heutigen Tages. Die Kirche feiert heute auch den hl. Gregor von Utrecht und die Heilige Teresa Jornet y Ybars

Miriam Bouardy, geboren 1846 in Galiläa, war ein christliches arabisches Waisenmädchen, das zunächst bei ihrem Onkel aufwuchs. Als sie ohne ihr Einverständnis mit dem Bruder ihrer Tante verlobt werden sollte, erbat sie Hilfe von der Muttergottes. Im Schlaf sagte ihr eine Stimme diese Hilfe zu, Miriam schnitt sich die langen Haare ab und legte sie – zusammen mit den Edelsteinen und dem Schmuck, die sie vom Verlobten erhalten hatte  - beiseite. Daraufhin wurde sie von ihrem Onkel geschlagen und fortan wie eine Sklavin behandelt.  Miriam flüchtete und kam schließlich als Hausgehilfin nach Frankreich. Sie wollte unbedingt eine geistliche Schwester werden, doch überall wurde sie zuletzt weggeschickt, weil sie immer wieder in ekstatische Zustände verfiel. Erst 1867 gewährte man ihr den Eintritt bei den Unbeschuhten Karmeliten. 1875 ging Miriam nach Palästina zurück und wollte dort mit mehreren Gefährtinnen in Bethlehem ein Karmeliterkloster erbauen. Dabei stürzte die junge Frau eines Tages unglücklich und zog sich eine schwere Wunde zu, die sich so sehr infizierte, dass sie daran am 26. August 1878 starb.  Miriam Bouardy wurde im Mai 2015 heiliggesprochen. Sie ist die Friedenspatronin für den Nahen Osten.

In Trier gedenkt man heute des hl. Gregor von Utrecht. Er stammte aus einem begüterten fränkischen Adelsgeschlecht. Durch seine Großmutter Adula, die Äbtissin von Pfalzel war, lernte er schon in jungen Jahren den hl. Bonifatius kennen, der ihn als Schüler aufnahm und ihn auf Missionsreisen mitnahm. Gregor wurde Abt des Martinsklosters in Utrecht und als Bonifatius starb, Leiter der Friesemission. Als ihm angeboten wurde, Bischof zu werden lehnte er ab, weil er nur einfacher Mönch bleiben wollte. Unter seiner Leitung gelangte die Domschule von Utrecht zu großer Blüte, einer seiner Schüler war der spätere Heilige Liudger. Gregor von Utrecht starb an einem 25. August um 777.

Teresa Jornet y Ybars stammte aus Aytona in Katalonien. Sie trat zunächst in ein Klarissenkloster in Burgos ein, konnte aber wegen der politischen Situation nicht die Gelübde ablegen. Deshalb wurde sie Tertiarin der Karmelitinnen und kümmerte sich zusammen mit einigen Priestern um die Pflege alleinstehender alter Menschen.  1872 gründete Teresa  die  Kongregation der "Kleinen Schwestern für die verlassenen Greise", die sie bis zu ihrem Tod am 26. August 1897 leitete.  Teresa Jornet y Ybars wurde 1974 heiliggesprochen.