Heute feiert die Kirche den Gedenktag "Maria, Königin des Himmels". Er wurde 1845 in Ancona zu Ehren der Königin aller Heiligen gefeiert, ab 1870 wurde der Gedenktag auch in Spanien und in einigen Diözesen Lateinamerikas begangen. In der Kunst des Mittelalters wurde die Krönung Marias zur Himmelskönigin in zahlreichen Darstellungen verherrlicht. So entstanden im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von Festen die Maria mal als Königin des Himmels, der Engel, der Apostel usw. feierten. Papst Pius XII. setzte 1954 das Fest Maria Königin für die gesamte katholische Kirche ein. 1969 verlegte der römische Generalkalender das Fest auf den 22. August. Heilige des Tages sind Andreas der Schotte, Philippus Benitius und Symphorianus.
Andreas der Schotte und seine Schwester Brigitte stammten aus einem irischen Adelsgeschlecht. Ihre Ausbildung erhielten sie von Donatus, den sie auf einer Wallfahrt nach Italien begleiteten. Beim Aufenthalt in Fiesole stand dort gerade die Bischofswahl an und eine himmlische Stimme zeigte Donatus als den Richtigen an, der Andreas dann zu seinem Archidiakon machte. Während der 47 Jahre der Amtszeit seines Herrn diente Andreas treu, danach ging er nach Florenz und baute dort die Kirche San Martini in Mensula wieder auf, außerdem gründete er ein Benediktinerkloster. Andreas der Schotte starb in Florenz um 877.
Philippus Benitius stammte aus Florenz und studierte Medizin und Philosophie in Padua und Paris. Er trat in den Servitenorden ein, wurde 1259 zum Priester geweiht und 1267 fünfter Generaloberer des Ordens. Als solcher bereiste er Italien, Frankreich, Deutschland und Ungarn. Philippus gilt als zweiter Gründer des Ordens, da er die Satzungen völlig neu bearbeitet hat und den weiblichen Zweig gründete. Philippus Benitius starb am 22. August 1285 in Todi. Im nach benannten Dom von Todi werden seine Reliquien aufbewahrt. Der Servitenorden pflegt den Brauch, am heutigen Gedenktag von Philippus Brot und Wasser zu segnen. Dies geht auf eine Überlieferung zurück, die berichtet, dass die Ordensbrüder in Arezzo einmal unter einer Hungersnot litten. Philippus erflehte deshalb Hilfe bei Maria und kurz darauf stand ein ganzer Korb voll Brot vor der Klosterpforte. Darstellungen des hl. Philippus gibt es bei uns im Kloster Weißenstein und im Priesterseminar in Brixen.
Symphorianus lebte im 2. Jahrhundert in Autun und war der Überlieferung nach der Sohn des Christen Faustus. Als junger Mann wurde er vor den Prokonsul Heraclius gebracht weil er sich weigerte, die heidnische Göttin Kybele zu verehren. Als er aufgefordert wurde, dem christlichen Glauben abzuschwören, lehnte er ab und wurde deshalb enthauptet. Nach dem hl. Symphorianus sind in Frankreich 27 Orte benannt.