Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Wilhelm von Vercelli, Prosper von Aquitanien, Dorothea von Montau und der englischen Königin und Nonne Eleonora.
Wilhelm von Vercelli wurde um 1085 aus einer vornehmen Familie geboren. Nach dem Tod seiner Eltern verzichtete er allerdings auf sein Erbteil und lies sich nach mehreren Pilgerreisen auf dem Monte Vergine nahe Neapel nieder um dort als Einsiedler zu leben. Hier schlossen sich ihm mehrere gleichgesinnte Frauen und Männer an. Sie errichteten ein Hospiz, aus dem später die Kongregation „Monte Vergine“ entstand. Wilhelm verpflichtete seine Anhänger zu einem Leben in Buße und Demut, zu eigener Hände Arbeit, zur Mildtätigkeit und zur Einhaltung der Tagzeitengebete. Um 1124 errichtete die Gemeinschaft das berühmte Marienheiligtum. Nur wenige Jahre nach ihrer Anerkennung kam es in der Ordensgemeinschaft zu internen Konflikten: Wilhelm verteilte erhaltene Geldgeschenke an die Armen, die Klostergemeinschaft hingegen betrachtete sie als ihr Eigentum. So zerbrach die Gemeinschaft und Wilhelm musste den Monte Vergine verlassen. Er zog in den Süden Italiens und gründete dort mehrere Klöster. Wilhelm starb am 25. Juni 1142. Seine Reliquien ruhen seit 1807 auf dem Monte Vergine. Wilhelm von Vercelli trägt den Ehrentitel „Apostel des Mezzogiorno“.
Prosper von Aquitanien wurde um 390 geboren. Er wurde Laienmönch in Marseille. Prosper besaß eine hervorragende Bildung und war auch ein talentierter Schriftsteller. Um das Jahr kam er nach Rom und wurde von Papst Leo I. zum persönlichen Berater erwählt. Prosper starb vermutlich an einem 25. Juni um das Jahr 460. Zahlreiche seiner Schriften und Gedichte sind heute noch erhalten.
Dorothea von Montau stammte aus einer wohlhabenden Bauernfamilie in Ostpreußen. Sie hatte mit 16 Jahren geheiratet und wurde Mutter von neun Kindern. Als ihr Mann gestorben und die Kinder schon erwachsen waren, ging Dorothea nach Marienwerder, wo sie sich am Dom als Reklusin eine Zelle einrichtete. Hier wurde sie im Laufe der Zeit zur Seelenführerin und Beraterin unzähliger Menschen, und empfing später die Wundmale des Herrn. Dorothea starb am 25. Juni 1394. Sie ist die Patronin von Preußen.
Eleonora war ab 1236 Gemahlin des englischen Königs Heinrich III. Nach dem frühen Tod ihres Gemahls führte sie für ihren Sohn Edward I., der sich auf einem Kreuzzug befand, tatkräftig, aber gerecht, die Regentschaft. Aus eigenen Mitteln ließ sie Lehrer und Missionare ausbilden, kümmerte sich um in Not Geratene und förderte Wissenschaft und Literatur. Nachdem Edward I. die Regierung übernommen hatte, zog sich Eleonora 1276 in das Kloster Amesbury zurück, wo sie am 24. Juni 1291 starb.