Der hl. Mamertus, den die Kirche heute verehrt, gilt im norddeutschen Raum als der erste Eisheilige. Dort heisst es: Mamertius, Pankratius und Servatius bringen oft Kälte und Verdruss. Weitere Heilige des Tages sind Gangolf, Theopista, und Joachim Tabernitz.
Mamertus wurde um 461 Erzbischof von Vienne. Weil die Stadt innerhalb kurzer Zeit von mehreren Feuern und Erdbeben heimgesucht wurde, führte Mamertus im Jahr 470 die Drei Bittgänge vor dem Fest Christi Himmelfahrt ein. Damit sollten Gefahren und katastrophen abgewendet und göttliche Hilfe erbeten werden. Die hierfür erstellten Litaneien und Bittgebete verbreiteten sich in ganz Gallien und Spanien. Mamertus starb im Jahr 477. Im norddeutschen Raum gilt er als der erste Eisheilige.
Gangolf lebte im 8. Jahrhundert und war ein adeliger Jäger, der vermutlich auch Schutzherr des Klosters Bèze bei Langres war. Einer Legende nach brachte er auf dem Rückweg von der Teilnahme am Kreuzzug eine Quelle mit, die er in seinem Heimatort zum sprudeln brachte. Eine andere Legende erzählt, dass überall dort eine Quelle entsprang, wo er seine Lanze in den Boden stach. Gangolf. Nach einer Lebensbeschreibung aus dem Jahr 960 soll er von einem Priester, mit dem ihn seien Frau betrogen hatte, ermordet worden sein. Gangolf wurde schon im 9. Jahrhundert als Heiliger verehrt.
Im mittelitalienischen Städtchen Camerino gedenken die Christen heute der hl. Theopista. Sie war die Gattin des kaiserlichen Stadtbeamten Anastasius und gebar vier Söhne und zwei Töchter. Als alle erwachsen waren, ließ sie das ganze Haus mitsamt der Dienerschaft vom Priester Prophyrius taufen. Weil sie nicht zum Widerruf ihres Glaubens bereit war, wurde im Jahr 250 die ganze Familie ermordet.
Die Kirche verehrt heute auch Joachim Tabernitz. Er war Mönch in der Benediktinerabtei Klein-Mariazell und wurde 1610 wurde er Pfarrer in Inzersdorf. Verdient macht er sich vor allem, weil er zahlrecihe Menschen, die sich der Lehre Martin Luthers zugewandt haben, wieder zum katholischen Glauben zurückführte. 1617 wurde Joachim Tabernitz von einigen - damals als Neugläubige bezeichnete - Weinbauern erschlagen. Sein Leichnam wurde in der Abteikirche von Klein-Mariazell neben dem Marienaltar beigesetzt. Der Grabstein wurde 1683 von den Türken zerstört.