Insgesamt sieben Kreuzzüge gab es im Laufe der Geschichte, der erste fand ab 1096 statt, der letzte 1270. Mehrere Hunderttausend Menschen folgten den Aufrufen der Päpste, die Grabstätte Christi aus der Fremdherrschaft der sogenannten Ungläubigen, der Moslems, zu befreien. Die Kämpfe wurden mit einer unglaublichen Grausamkeit geführt und kosteten hunderttausenden Menschen das Leben. Vor allem über die moslemischen Völker brachten die Kreuzzüge unbeschreibbares Leid. Einer der Schutzpatrone der Kreuzfahrer war der Hl. Demetrius, dessen die Kirche heute gedenkt. Außerdem finden sich im Heiligenkalender die Namen Amor, Gunther, und Benedicta. Heute verehrt die Kirche auch den bayrischen Priester Viktrizius Weiß.
Demetrius von Thessaloniki erlitt wahrscheinlich unter Maximian um 306 das Martyrium, weil er sich weigerte, seine Glaubensbrüder zu verfolgen. Die ersten Hinweise auf eine Verehrung des hl. Demetrios gibt es 150 Jahre nach seinem vermuteten Tod. Die Basilika Hagios Demetrios, wo seine Reliquien verwahrt werden, stammt aus dem 5. Jahrhundert. Demetrios war einer der Schutzpatrone der Kreuzzüge und ist heute noch ein Schutzheiliger der Soldaten, sowie Schutzpatron von Thessaloniki, Konstantinopel und Venedig.
Amor kam einer Legende nach im 9. Jhd. von Aquitanien nach Maastricht, und verkündete den Bewohnern der Gegend das Evangelium. Er soll beim Grab des hl. Servatius gewohnt haben und soll der Gründer des Klosters Munsterbilzen gewesen sein.
Gunther war Mönch in St. Emmeran. 940 wurde er von Otto dem Großen zum Bischof von Regensburg ernannt. Er starb jedoch noch im selben Jahr am 8. Oktober.
Benedicta war eine vornehme Römerin, die der Überlieferung nach in Gallien das Evangelium verkündete. Sie wurde in Arigny um 300 gegeißelt und vom christenfeindlichen Richter selbst durch einen Beilhieb in den Kopf getötet.
Viktrizius Weiß wurde 1842 in Niederbayern geboren. Er empfing 1866 die Priesterweihe und trat neun Jahre später in den Kapuzinerorden ein. Hier widmete er sich der Erziehung der Ordensjugend und der Seelsorge. Fünfzehn Jahre lang war Viktrizius Weiß Provinzial, danach übernahm er die Mission in Chile. Nach seiner Rückkehr nach Bayern förderte er das Presseapostolat und betätigte sich als Exerzitienmeister. Seinen Mitbrüdern war Viktrizius ein Vorbild in den Tugenden eines Priesters und Ordensmannes. In Vilsbiburg, wo er ab 1908 trotz zunehmender Krankheit als Seelsorger tätig war, starb er am 8. Oktober 1924 im Ruf der Heiligkeit. Der Seligsprechungsprozess wurde 1935 eröffnet.