Zum Hauptinhalt springen

04. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Im Namenstags- und Heiligenkalender des heutigen Tages finden wir u.a. die Namen Rosalia, Ida, Irmgard, Rosa, und Antonius Puntigam.

Rosalia von Palermo war die Tochter eines Grafen. Sie  verließ ihr reiches Elternhaus und führte fortan ein Leben als Einsiedlerin auf dem Monte Pellegrino in Sizilien. Einsam starb sie an einem 4. September um 1160. Im Juli 1624, als in Palermo die Pest wütete, entdeckte man das Grab der Einsiedlerin und übertrug ihre sterblichen Überreste in den Dom von Palermo und mit einem Mal verschwand die in der Stadt wütende Seuche. Diese Tatsache schrieb man den Fürbitten der Einsiedlerin zu, und so wurde Rosalia bald weit über die Grenzen Siziliens hinaus als Schutzpatronin gegen die Pest angerufen. Rosalia ist Patronin von Palermo. Ihre ehemalige Einsiedelei auf dem Monte Pellegrino ist eine der berühmtesten Wallfahrtsstätten Siziliens.

Ida von Herzfeld war gräflicher Abstammung und gründete zusammen mit ihrem Mann um 790 eine Kirche im Bistum Münster. Nachdem sie Witwe wurde, ließ sie über dem Grab ihres Mannes eine Halle errichten, in welcher sie bis zu ihrem Tod lebte und Hilfsbedürftige und Arme pflegte. Als ihr Todestag wird der 4. September 813 oder 825 angegeben. Ida war die erste Heilige in Westfalen. Bis zum heutigen Tag wird jährlich die Identracht, der Umgang mit Idas Reliquien begangen.

Irmgard von Köln ist als große Wohltäterin und heiligmäßige Frau in die Geschichte eingegangen. Nach dem Tod ihres Vaters, einem Graf, verteilte sie das Erbe an Krankenhäuser, Kirchen und Bedürftigeneinrichtungen. Sie starb am 4. September 1085. Ihre Gebeine werden in einem Schrein in der Agnes-Kapelle des Kölner Doms aufbewahrt.

Rosa von Viterbo war eine von einer schweren Krankheit genesene Franziskaner-Tertiarin. Mit einem Kreuz und unter geistlichen Gesängen zog sie durch die Stadt und rief zum Gebet auf. Weil sie in der Auseinandersetzung zwischen Kaiser Friedrich II. und Papst Innozenz IV. die Position der Kirche vertrat, wurde sie mit ihrer Familie aus der Stadt vertrieben und konnte erst nach Friedrichs Tod wieder zurückkehren. Rosa starb am 25. November 1252. Am 4. September 1258 wurde ihr Leib in die Klarissenkirche von Viterbo übertragen.

Die Kirche gedenkt heute auch des Priesters Antonius Puntigam. Im Alter von 20 Jahren trat er 1879 den Jesuiten bei, wurde Priester und Lehrer am Gymnasium in Travnik, dann Jugendseelsorger in Sarajevo. 1920 gründete er in Wien die Gebetsgemeinschaft „Eucharistischen Völkerbund“ mit dem Ziel, das eucharistische Gebet zu fördern. Antonius Puntigam starb nach langer Krankheit am 4. September 1926 in Wien.