Die hl. Hemma von Gurk ist neben Notburga von Rattenberg die wohl bekannteste österreichische Heilige. Bekannt wurde sie vor allem wegen ihrer Mildtätigkeit und ihrer Rolle als Stifterin. Ihr gedenkt die Kirche am heutigen 27. Juni. Weitere heilige des heutigen Tages sind der Kirchenlehrer Cyrill von Alexandrien und Arialdus.
Hemma wurde gegen Ende des 10. Jahrhunderts in der Gegend um Friesach in Kärnten geboren und war mit Kaiser Heinrich II. verwandt. Verheiratet war sie mit dem Grafen Wilhelm von der Sann. Angeblich hatte Hemma auch zwei Söhne, welche einer Legende nach Leiter der Silber und Eisenbergwerke in der Gegend um Hüttenberg und Knappenberg waren. Bei einem Aufstand der Arbeiter sollen sie ermordet worden sein. Daraufhin ließ Wilhelm die beiden Orte zerstören und die Arbeiter töten. Hemma schickte Wilhelm daraufhin zur Buße auf eine Wallfahrt nach Rom. Bei der Rückkehr verstarb er. Hemma zog sich danach in das von ihr gegründete Benediktinerinnenkloster Gurk zurück. Sie starb an einem 29. Juni um 1045. Der Heiligsprechungsprozess wurde schon im 15. Jahrhundert eingeleitet, die Heiligsprechung erfolgte allerdings erst 1938. Die hl. Hemma von Gurk ist die Patronin von Kärnten und der Diözese Gurk-Klagenfurt.
Cyrill war ab 412 Bischof von Alexandrien. Er gilt als ein großer Theologe, der sich sein Leben lang der Bibelauslegung und der Verteidigung der Glaubenslehre widmete. Kaum ein anderer hat die Grundentscheidungen der frühen Konzile so geprägt wie Cyrill. Er verfolgte einen gnadenlosen Kurs gegen alle, deren Standpunkte er als unverträglich mit der christlichen Gemeinde der Stadt erachtete. Cyrill verfasste zahlreiche Schriften und auf dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 trat er entschieden dafür ein, dass Maria „Gottesmutter“ genannt wird. Cyrill starb im Jahre 444. Im Jahr 1882 wurde er von Papst Leo XIII. zum Kirchenvater ernannt. Dem hl. Cyrill ist das Kirchlein unterhalb vom Tils bei Brixen geweiht.
Arialdus bzw. Harald war ein hochgebildeter Diakon aus Como. Er trat energisch für Ehelosigkeit, gemeinschaftliches Beten und Armut der Priester ein. In Mailand gründete er mit Gleichgesinnten die sogenannte "Pataria", eine Volksbewegung, die eine religiöse Erneuerung erreichen wollte. Am 27. Juni 1066 wurde Ariald am Lago Maggiore von Gegnern ermordet.
Gerhoh von Reichersberg war Augustiner Chorherr und ab 1118 Domherr in Augsburg. Er trat in Wort und Schrift für eine Reform der Kirche ein und musste dafür zahlreiche Verfolgungen hinnehmen. Im Streit um die Ernennung von Papst Alexander III. im Jahr 1159 geriet Gerhoh in Konflikt mit Kaiser Freidrich Barbarossa. 1167 wurde die Abtei Reichersberg angegriffen und Gerhoh musste fliehen. Erst nach zwei Jahren konnte er wieder zurückkehren und starb kurz darauf am 27. Juni 1169.