Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Königin Radegund von Thüringen, Pontianus und Hippolyt, sowie der Seligen Jakob Gapp und Gertrud von Altenberg.
Radegund von Thüringen wurde um 518 geboren. Als sie 13 Jahre alt war, wurde das Reich ihres Vaters von den Franken erobert, ihr Bruder wurde getötet und sie selbst als Geisel ins Frankenreich verschleppt. Dort musste sie den Frankenkönig Lothar I. heiraten, der sie aber oft grausam misshandelte. Radegund stellte ihr Leben trotz des großen Kummers ganz in den Dienst der Nächstenliebe. Als Lothar im Jahr 555 ihren Bruder ermorden ließ, floh Radegund zu Bischof Medard von Noyon. Chlotar versuchte mehrfach, Radegund zurückzugewinnen und unterstützte sie auch bei ihren caritativen Werken, blieb aber letztendlich erfolglos. Radegund wurde Nonne und gründete später auf ihren Gut Saix bei Poitiers ein Frauenkloster, welches sich zu einem der bedeutendsten Frauenklöster des Frankenreichs entwickelte. Königin Radegund von Thüringen starb am 13. August 587. Sie gilt als eine der ersten Christinnen, die es in der von Männern dominierten Zeit wagte, nach eigenen Überzeugungen zu leben und Standes- und politischen Zwängen zu trotzen.
Pontianus wurde 230 zum Papst gewählt, Hippolyt wirkte in dieser Zeit als Gegenpapst. Beide beschuldigten sich gegenseitig der Irrlehre. Kaiser Maximus Thrax verbannte Pontianus und Hippolyt nach Sardinien. Hier verzichteten beide auf ihre Würde und Hippolyt forderte seine Anhänger auf, die Einheit wiederherzustellen. Hippolyt starb ebenso wie Pontianus in der Verbannung.
Jakob Gapp stammte aus Wattens in Tirol und wuchs in einer typischen Arbeiterfamilie auf. Nach dem Besuch der Hauptschule besuchte er das Franziskanergymnasium in Hall. Als Italien in den ersten Weltkrieg eintrat, wurde Jakob Gapp zu den Standschützen eingezogen und dienste an der Front in Südtirol. Dort wurde 1916 schwer verwundet und 1918 kam er in Kriegsgefangenschaft in Riva del Garda. Nach Kriegsende trat er dem Orden der Marianisten bei, legte die Ordensgelübde ab und wurde 1930 zum Priester geweiht. Als der Nationalsozialismus in Österreich immer stärker wurde, begann Jakob Gapp sich gegen die Nazis zu engagieren, musste aber bald aus dem Land fliehen. In der Hendaye in Frankreich wurde er 192 verhaftet und nach Berlin gebracht. Dort wurde er zum Tod durch das Fallbeil verurteilt und am 13. August 1943 hingerichtet. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1996 selig.
Die selige Gertrud von Altenberg wurde 1227 geboren und schon mit 2 Jahren den Prämonstratenserinnen des Stiftes Altenberg bei Wetzlar zur Erziehung anvertraut. Sie trat dem Orden bei und wurde 1248 Meisterin. Gertrud lies die Stiftskirche und Häuser für Arme und Kranke bauen. 1270 führte sie in ihrem Stift die Feier des Fronleichnamsfestes ein. Gertrud soll auch die Gabe der Weissagung besessen haben. Sie starb am 13. August 1279 und wird bis heute hoch verehrt.