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10. Mai 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Kirche gedenkt heute der Heiligen Gordianus und Epimachus, des Heiligen Amarus sowie der Hauptfigur des Buch Job.

Gordianus und Epimachus sollen als Märtyrer in der diokletianischen Christenverfolgung gestorben sein.  Gordianus wurde enthauptet, nachdem seine ganze Familie getauft worden war. Sein Leib wurde Hunden zum Fraß vorgeworfen. Diese ließen ihn jedoch unversehrt.  Epimachus starb bereits einige Jahrzehnte vor Gordianus. Er wurde auf grausamte Weise  mit Eisenhaken und einem spitzen Stein gemartert und schließlich bei lebendigem Leib verbrannt.  Seien Überreste wurde zusammen mit jenen von Gordianus in den nach ihnen benannten Katakomben an der Via Latina beigesetzt. Schon seit dem 5. Jhd. wird ihr Gedächtnistag am 10. Mai begangen. Ihre Reliquien wurden angeblich von Königin Hildegard, der Gemahlin Karls des Großen im Jahr 774 der Abtei Kempten im Allgäu geschenkt.

Amarus lebte im 13. Jahrhundert und stammte aus Frankreich. Nach einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela lies er sich in Burgos nieder und widmete sein Leben der Fürsorge für Arme und für kranke Pilger. Über seinem Grab entstand später eine Einsiedelei. Mit dem Namen Amarus verbindet sich auch der legendäre Abt und Seefahrer Amarus, der zu einer Seefahrt aufbrach, um den Garten Eden zu finden und dabei unzählige Abenteuer erlebte. Diese Legende veranlasste viele Menschen in Spanien und Portugal in die neue Welt aufzubrechen und in Amerika das Paradies zu finden. Amarus wird vor allem im Portugal und in Brasilien verehrt.

Die Kirche verehrt heute auch Job oder Hiob,  die Hauptgestalt des gleichnamigen Buches im Alten Testament. Er soll um 1000 vor Christus gelebt haben und ein reicher, aber rechtschaffener und gottesfürchtiger Mann gewesen sein, über den aus heiterem Himmel die schlimmsten Katastrophen hereinbrachen. Er verlor alles, nur nicht den Glauben an Gott. Die Geschichte, die zeigen soll, dass auch der gute Mensch von Leid heimgesucht wird und Prüfungen durchstehen muss, hat einen glücklichen Ausgang: Hiob wird wieder gesund, erhält seine Familie zurück, wird vermögender als je zuvor und hat ein langes Leben vor sich.