Zum Hauptinhalt springen

07. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Otto von Freising, Stefan Pongracz, Judith und Dietrich sind die bekanntesten Heiligen des heutigen Tages.

Der hl. Otto von Freising wurde 1112 geboren. 1127 ging er zum Studium nach Paris. Während der Rückkehr in seine Heimat 1132 entschloss er sich zusammen mit 15 Mitstudenten als Mönch im Zisterzienserkloster Morimond zu bleiben. 1138 wurde er dort zum Abt gewählt und noch im selben Jahr ernannte man ihn zum Bischof von Freising. Dort erneuerte er die Domschule und reformierte das religiös-sittliche Leben. Er gilt deshalb als der zweite Begründer der Bistums Freising. In seinen Schriften vertrat Otto er die Harmonie von geistiger und weltlicher Gewalt. Unter Kaiser Konrad III. nahm Otto 1146 bis 1147 als Heeresführer am zweiten Kreuzzug nach Kleinasien und Jerusalem teil. Otto starb auf einer Reise zum Generalkapitel zu Morimond am 22. September 1158. Dort wurde er neben dem Hochaltar beigesetzt.

Stefan Pongracz wurde 1582 in Alvinc in Siebenbürgen geboren. Nach dem Schulbesuch bei den Jesuiten in Klausenberg trat er 1602 in den Jesuitenorden ein und wurde nach dem Noviziat und dem Philosophiestudium Lehrer an den Kollegien der Jesuiten in Prag, Laibach und Klagenfurt. Nach dem Theologiestudium in Graz wurde er zum Priester geweiht. Im Jahr 1618, kurz vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wurde er als Volksmissionar und Prediger nach Kaschau in der Slowakei berufen. Am 5. September 1619 musste sich die Stadt den Calvinistischen Truppen ergeben. Stefan Pongracz und zwei weitere Priester – Markus Crisinus und Melchior Grodecz -  wurden unter Hausarrest gestellt und unter Folter gezwungen, dem katholischen Glauben abzuschwören. Als sie dies jedoch nicht taten, wurden sie von Soldaten  hingerichtet. Stefan Pongracz, Markus Crisinus und Melchior Grodecz wurden 1995 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Judith ist die Namensgeberin des nach ihr benannten Buch im alten Testament. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer frommen Witwe, die während einer Strafexpedition des babylonischen Königs Nebukadnezar durch Mut und List Jerusalem vor der Belagerung rettete. Judith gab sich gegenüber dem feindlichen  Heerführer Holofernes als Überläuferin aus und betörte ihn mit weiblichen Reizen. Nach einem Festmahl tötete sie ihn und brachte sein Haupt in die belagerte Stadt. Deshalb wird Judith als junge Frau mit Schwert dargestellt, oft auch mit dem angeschlagenen Haupt des Holofernes.

Dietrich war ab 964 Bischof von Metz. Er reformierte die lothringischen Klöster und war einflussreicher Berater der Kaiser Otto I. und Otto II. Außerdem gründete und erbaute Dietrich das Kloster und die Kirche St. Vincent in Metz. Dietrich starb am 7. September 984.