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09. Mai 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der Name Beat ist auch heute noch ein häufiger Name in der Schweiz. Das verwundert nicht, denn Beat ist Patron der Schweiz. Die Höhlen von Beatenberg, wo der Heilige einst als Einsiedler gelebt haben soll, waren früher - nach Einsiedeln - die berühmteste Wallfahrtsstätte der Schweiz und sind heute  ein beliebtes Ausflugsziel. Dort ist auch eine Nachbildung seiner Zelle zu sehen. Weitere Heilige des Tages sind Caroline Gerhardinger und Volkmar.

Beat vom Thuner See soll der erste Glaubensbote in der Schweiz gewesen sein. Angeblich wurde er vom Apostel Petrus geweiht und ausgesandt, um die heidnischen Helveter zu bekehren. Eine Legende erzählt, in der Beat-Höhle, oberhalb des heutigen Ortes Beatenberg habe Beatus einen gefährlichen Drachen besiegt und nachher in der Höhle des Drachen gehaust. Den historischen Hintergrund der Legende bildet wohl der iro-schottische Abt Beatus. Er soll  ausgehend vom Kloster auf einer Rheininsel im Elsass aus, die Innerschweiz missioniert haben.

Caroline Gerhardinger wurde 1797 nahe Regensburg geboren. Sie wurde Lehrerin und war in ihrem Beruf glücklich. Der Regensburger Bischof Michael Wittmann ermunterte sie, eine zeitgemäße Kongregation für Mädchenerziehung zu schaffen, die ihre Absolventen vor allem auf das Leben vorbereiten sollte. So wurden die Kongregation der "Armen Schulschwestern Unserer Lieben Frau" aus der Taufe gehoben, die sich bis nach Nordamerika ausbreitete.  Caroline Gerhardinger starb am 9. Mai 1879 in München und wurde 1985 seliggesprochen. Eine Büste von ihr befindet sich in der Walhalla, der Ruhmeshalle für herausragende Persönlichkeiten in Donaustauf bei Regensburg. Dort wird Caroline Gerhardinger für ihr bahnbrechendes Wirken im Erziehungs- und Bildungswesen gewürdigt.

Giovanni Benincasa stammte aus Montepulciano. Schon in jungen Jahren trat er dem Servitenorden bei und lebte als Einsiedler zunächst in einer Höhle.   Später zog er in eine Einsiedelei der Serviten bei Montichiello.  Seinen Lebensunterhalt bestritt Giovanni Benincasa er durch Arbeit, er wollte keine Almosen annehmen. Durch sein einfaches Leben, aber auch durch Wundertaten gelangte er zur großer Anerkennung. Giovanni Benincasa starb im Jahr 1426, 1828 wurde er seliggesprochen.

Die Kirche verehrt heute auch Volkmar. Er war ab 1280 Abt im Benediktinerkloster Niederaltaich.  Volkmar wollte die Mönche zwingen, die Ordensregeln strikt einzuhalten. Doch einige waren dazu nicht bereit und leisteten Widerstand. Als Volkmar in einem Boot die Donau überqueren wollte, wurde er am 9. Mai 1282 von einem Pfeil in den Rücken getroffen und tödlich verwundet.