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13. September 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Notburga, Johannes Chrysostomus, Tobias, und Amatus.

Die heilige Notburga ist die meistverehrte Volksheilige Tirols. Sie war Magd auf Schloß Rottenburg in Tirol und vor allem aufgrund ihrer Mildtätigkeit bekannt. So soll sie Lebensmittel, auf die sie selbst verzichtet hatte, den Armen gebracht haben. Nach dem Tod der Gräfin wurde sie entlassen und fand Arbeit bei einem Bauern in Eben. Mit diesem hatte sie vereinbart, am Vorabend von Sonn- und Festtagen beim Vesperläuten mit dem Mähen aufzuhören, um sich in dem nahegelegenen Rupertskirchlein auf den Feiertag vorzubereiten. Als aber der Bauer darauf drang, die Arbeit auch nach dem Läuten fortzusetzen, hing sie ihre Sichel in die Luft, wo diese wundersam hängen blieb, bis sie sie nach ihrer Andacht wieder in die Hand nahm. Notburga starb am 13. September 1313. Ihr Grab in Eben ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort. An einem Bauernhaus bezeugt eine Inschrift das unweit geschehene Sichel-Wunder. Notburga ist die Patronin der weiblichen Hausangestellten und der Bauern. Die heilige Notburga ist Patronin des Kirchleins von Hörschwang oberhalb von St. Lorenzen und des Kaltenhauser-Stöckls in Kiens. Statuen der heiligen Notburga sind vielen Kirchen unserer Diözese zu finden. Bei Prozessionen wird diese meist von Bäuerinnen oder Mägden getragen.

Johannes Chrysostomus wurde um 344 in Antiochien geboren, er empfing 369 die Taufe und wurde Prediger an der Bischofskirche zu Antiochien. 397 wurde er Bischof von Konstantinopel. Als er das Luxusleben der Reichen anprangerte, zog er sich die Ungnade des Hofes zu, wurde abgesetzt und an die armenische Grenze verbannt. Von hier aus stärkte er seine Anhänger durch Briefe, deshalb wurde er an eine abgelegene Gegend am schwarzen Meer verbannt. Auf dem Weg dorthin starb er am 14. September 407. Johannes Chrysostomus gilt als einer der größten Prediger der morgenländischen Kirche.

Tobias ist der Mittelpunkt des alttestamentlichen Buches Tobit. Sein Vater zeichnete sich in der Gefangenschaft zu Ninive durch seine Gotttreue und Nächstenliebe aus. Eines Tages schickte sein Vater Tobias zu Gabael, einem Verwandten, damit er dort Geld hole, das dieser aufbewahrt hatte. Tobias wurde auf dieser Reise vom Erzengel Gabriel begleitet und beschützt. Er starb um 611 vor Christus in Ninive, den heutigen Ruinen bei Mosul im Irak.

Amatus gründete um 620 das Doppelkloster Remiremont in den Voghesen, dessen erster Abt er war. In diesem Kloster lebten die Mönche im Tal und die Klosterfrauen auf der Bergspitze. Amatus führte hier den sogenannten ewigdauernden Lobgesang ein, der vor allem in der Ostkirche praktiziert wurde. Amatus starb am 13. September 625.