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24. Juli 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Der bekannteste Heilige des heutigen Tages ist der hl. Christophorus. Ihm sind das Kirchlein auf dem Vorbichl in Tisens und die St. Christoph Kirche in St. Felix geweiht. Er ist Patron der Reisenden und der Autofahrer. Als Dank für den Schutz des Heiligen geben Autofahrer in diesen Tagen das Christophorus-Opfer, das Missionaren und Entwicklungshelfern zugutekommt, vor allem für den Erwerb von Fahrzeugen. Weitere Heilige, die die Kirche heute feiert sind Christina von Bolsena und Charbel Makhlūf.

Christophorus zählt zu den 14 Nothelfern und war einer der am meisten verehrten Heiligen. Er soll ein Fährmann von ungewöhnlicher Kraft und Größe gewesen sein. Um das Jahr 250 starb er unter Kaiser Decius als Märtyrer. Einer Legende aus dem 13. Jahrhundert zufolge soll er einmal ein Kind über den Fluss getragen haben. Die Last wurde aber immer schwerer, so dass der kräftige Mann nicht mehr weiter konnte. Der Knabe aber gab sich nun als Jesus Christus zu erkennen, der die ganze Last der Welt trägt. Eine alte Volksweisheit behauptete, wenn man am Morgen ein Christophorus-Bild betrachte, werde man von dem Heiligen bis zum Abend beschützt. Deshalb wurden oft Bilder von Christophorus an die Eingänge von Kirchen oder an Häuser auf belebten Plätzen gemalt.

Die  hl. Christina von Bolsena  wird besonders in Latium verehrt. Weil sie sich Anfang des 4. Jahrhunderts in der Zeit der Christenverfolgungen zum Christentum bekannte und mehrere Götterbilder zerbrach, wurde sie vom wütenden Vater hart bestraft: er ließ sie schlagen, ihr die Glieder zerbrechen, die Haut mit Nägeln aufreißen und über einem Feuer rädern.  Als Christina enthauptet werden sollte, starb ihr Vater und ein anderer Richter setzte das grausame Martyrium tagelang fort bis Christina tot war. Sie wurde in den Katakomben der Christen von Volisium bestattet, wo heute noch die ihr geweihte Basilika steht. Reliquien der Heiligen Christina befinden sich u.a. im Brixner Domschatz.  Christina von Bolsena ist Patronin der Pfarrkirche von St. Christina in Gröden, und von Kirchen in Lichtenberg und Tartsch.

Charbel Makhlūf ist der erste maronitische Mönch, der von der römisch-katholischen Kirche heiliggesprochen wurde. Er stammte aus einer einfachen Bauernfamilie im gebirgigen Norden des Libanon. Mit 23 Jahren trat er 1851 in ein Kloster ein, begann ein Theologiestudium und wurde 1859 zum Priester geweiht. Nach längerem Wirken in Annaya entschloss sich Charbel zu einem Leben als Eremit in St. Peter und Paul oberhalb von Annaya. Am 16. Dezember 1898 erlitt er während einer Messfeier ein Schlaganfall und starb wenige später am Heiligabend. Schon zu Lebzeiten wurden ihm mehrere Wunder nachgesagt. Charbel Makhlūf wurde 1977 von Papst Paul VI. heiliggesprochen.  Er zählt zu den beliebtesten Heiligen im ganzen Nahen Osten.

Sieglinde lebte im 7. Jahrhundert und stammte aus einer adeligen Familie in Aquitanien in Südfrankreich. Nach dem frühen Tod ihres Gatten Gislef wurde sie Äbtissin im Kloster Troclar am Tarn in der Diözese Albi. Besondere Verdienste erwarb sie sich in der Krankenpflege. Unweit des ehemaligen Klosters entspringt eine nach Siglind benannte Quelle, der eine besondere Heilkraft nachgesagt wird.