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12. Mai 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Heiligen des heutigen 12. Mai sind Pankratius, Nereus und Achilleus, Dominikus de la Calzada und Siméon Lourdel

Pankratius soll einer Legende nach der verwaiste Sohn eines reichen Römers gewesen sein. 303 reiste er mit seinem Onkel Dionys nach Rom. Mit seinem ererbten Vermögen half er dort den verfolgten Christen, besonders aber den Gefangenen. Nach dem Tod des Onkels wurde Pankratius von einem der Verfolgungsbefehle Kaiser Diokletians erfasst und vor den Kaiser gebracht. Um 303 wurde Pankratius öffentlich enthauptet, sein Leichnam wurde Hunden zum Fraß vorgeworfen. Eine Christin barg ihn und setzte ihn in den Katakomben an der Via Aurelia bei. Über seinem Grab errichtete Papst Symmachus im Jahr 500 eine Kirche, an deren Stelle die heutige Kirche S. Pancrazio fuori le mura steht. Kaiser Arnulf von Kärnten schrieb seine Eroberung von Rom am 12. Mai 896 der Fürbitte zu Pankratius zu, worauf die Verehrung des Heiligen vor allem in Mitteleuropa aufblühte.

Nereus und Achilleus sollen Eunuchen und Kammerherren der Flavia Domitilla, der Nichte von Kaiser Domitian gewesen sein. Sie wurden von dieser zum Glauben bekehrt, deshalb dann zunächst auf die Insel Ponza verbannt, und schließlich 304 in Terracina enthauptet. Papst Damasus I. bezeichnete die beiden dagegen als Soldaten, die zunächst treu dienten, dann zum Christentum bekehrt wurden und sich dem Martyrium hingaben. Ihr Grab soll sich in der Domitilla-Katakombe befunden haben. Darüber wurde eine Kirche gebaut, in der noch heute ihre Reliquien ruhen und die nach den beiden benannt ist.

Dominikus de la Calzada lebte als Einsiedler am Ufer des Flusses Oja in Spanien. Er baute eine Steinbrücke über den Fluss und später ein Hospiz für Pilger, die nach Santiago de Compostela unterwegs waren. Daraus entstand im Laufe der Zeit die Stadt Santo Domingo de la Calzada. Nach einer Legende soll Dominikus einen jungen Pilger, der für einen ihm angelasteten Diebstahl gehängt werde sollte, vor dem Tod bewahrt haben. Als der Bürgermeister der Stadt davon erfuhr, soll er geantwortet haben, das sei unmöglich, der Junge sei ebensowenig lebendig, wie das Huhn, das er gerade esse. Daraufhin flatterte das gebratene Huhn davon. Dominikus starb im Jahr 1109. Zur Erinnerung an das Wunder werden in der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada auch heute noch ein Hahn und eine Henne gehalten.

Siméon Lourdel trat 1874 in Algier der neuen Gesellschaft der "Weißen Väter" bei, deren Aufgabe die Missionsarbeit in Afrika war. 1877 wurde er zum Priester geweiht, ein Jahr danach brach er zu der höchst beschwerlichen Reise nach Uganda auf, wo er nach 14 Monaten als erster katholischer Missionar ankam. Unermüdlich war er missionarisch für die katholische Kirche tätig, er starb an Fieber und Erschöpfung am 12. Mai 1890. Das Seligsprechungsverfahren wurde 1985 eingeleitet.