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29. August 2026

Hier finden Sie detailiertere Informationen zu den heute gefeierten Heiligen und unter "Historisches Kalenderblatt" noch interessante Informationen zu geschichtlichen Ereignissen, die heute stattgefunden haben.

Die Kirche begeht heute das Fest der Enthauptung Johannes des Täufers. Außerdem gedenkt sie der Heiligen Sabinianus und Sabina, Theodora von Saloniki, und der Seligen Beatrix.

Johannes war der Sohn des jüdischen Priesters Zacharias und der Elisabeth und wurde sechs Monate vor Christus in einer Gebirgsstadt von Juda geboren. Nach einem strengen Wüstenleben trat er als Buß- und Gerichtsprediger, Prophet und Täufer, sowie als Wegbereiter des Messias im Jordangebiet auf. Viele Menschen kamen zu ihm und empfingen die Bußtaufe. Während des Wirkens Jesu lies in der ehebrecherische König Herodes Antipas Johannes in der Festung Machairus östlich des Toten Meeres einkerkern und enthaupten. Anlass für die Hinrichtung war die unrechtmäßige Gattin Herodias, die durch die Predigt des Johannes in ihrem unsittlichen Leben nicht gestört sein wollte. Bei einem Festmahl forderte sie durch die Tochter Salome das Haupt des Johannes. Nach Johannes‘ Tod brachten einige seiner Jünger, die vielleicht Zeugen der Enthauptung waren, den Leichnam nach Samaria-Sebaste.  Das Fest der Enthauptung des Johannes ist in der Westkirche seit dem 5. Jhd. bezeugt. Seine Kopfreliquie wird in der Omayaden-Moschee in Damaskus gezeigt und geniest hohe Verehrung durch die Moslems.

Sabinianus stammte von der griechischen Insel Samos und wurde nach einer Legende wegen seines christlichen Glaubens von seinem Vater bedroht. Deshalb floh er nach Troyes und war dort der erste, der den christlichen Glauben verkündete. In den Verfolgungen unter Kaiser Aurelian wurde er verhaftet, konnte aber zunächst fliehen und kam nach Rilly-Sainte-Syre. Dort wurde er im Jahr 275 erneut gefangengenommen, gefoltert und enthauptet.  Mit ihm starben auch seine Schwester Sabina und andere Gefährten.

Theodora trat im Jahr 837 als Witwe in das Stephanskloster von Saloniki ein. Dort führte sie ein Leben voller Frömmigkeit, Bedürfnislosigkeit und Dienstbereitschaft. Theodora starb am 29. August 892. An ihrem Grab ereigneten viele Wunder: die Besucher wurden von Krankheiten geheilt und von Dämonen befreit. Daraufhin wurde das Kloster Theodora geweiht. Bei Bränden in den letzten zwei Jahrhunderten wurde das Kloster schwer beschädigt. Heute wird es von Männern bewohnt. Theodora ist die Patronin der griechischen Stadt Thessaloniki.

Die selige Beatrix leitete ab 1236 das von ihrem Vater gegründete Kloster Nazareth bei Lier. Beatrix war mystisch begnadet und verfasste mehrere Schriften von denen die „Sieben Weisen der Liebe“ heute erhalten ist. Beatrix war u.a. mit Ida von Nivelles befreundet und zählt sie Vorläufern der Herz-Jesu Verehrung. Sie starb am 29. August 1268.