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24. Mai 2020

7. Sonntag der Osterzeit - Christi Himmelfahrt

Gemeinsame Besinnung in der Familie

  • Kerze, Streichhölzer, Bibel, evtl. Tuch (blau, wenn vorhanden) für die “Mitte”
  • evtl. Weihwasser
  • evtl. Gotteslob
  • Tablet, Handy oder Laptop, am besten mit Lautsprecher, damit alle gut hören können
  • evtl. Textvorlage ausgedruckt (Ausdruck über Tastenkombination “Strg+P” möglich)
  • Karten (Ohr, Mund, Fragezeichen und Herz auf ein Kärtchen zeichnen oder PDF-Vorlage ausdrucken)
  • Weihrauchfass oder ähnliches, Kohle, Weihrauchkörner
  • Papierstreifen
  • Schreibzeug

 

Texte: Für diese Feier ist ein Leiter/eine Leiterin der Besinnung vorgesehen, die einige Textteile übernimmt. Alle anderen können - am besten vorab -  frei verteilt werden (Leser*innen). Auch Kinder können Texte übernehmen!

Probieren Sie vor der Feier die Links aus und bereiten Sie die Materialien vor. Es ist gut, den gesamten Ablauf vorher in Ruhe durchzusehen. Ein gemeinsames Gebet will vorbereitet sein - wie ein gutes Essen ;)

Hinweis zu den Liedern/Musikstücken: es handelt sich zum Teil um Youtube-Videos. Manche Videos enthalten auch die Texte zum Mitsingen. Drehen Sie eventuell während des Songs das Tablet um, damit vor allem die Kinder nicht von den Bildern abgelenkt sind.

Gerade kleinere Kinder haben manchmal gerne “etwas zu tun”. Hier können Sie Ausmalbilder zum heutigen Evangelium ausdrucken: Ausmalbild 1Ausmalbild 2 - Ausmalbild 3

Leiter*in:

Heute feiern wir das Fest: „Christi Himmelfahrt“. Wir haben uns jetzt hier mit unserer Familie versammelt um gemeinsam zu beten und deine Nähe zu spüren.

So beginnen wir unsere Gebetszeit mit dem Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters +

und des Sohnes +

und des Heiligen Geistes. +

Amen.

Leser*in:

Guter Gott,

dein Sohn Jesus ist bei dir.

Wir sagen: Er ist im Himmel.

Aber wir sind nicht alleine.

Gib uns ein waches Herz und offene Augen, damit wir jeden Tag deinen Himmel auch in unserem Leben hier auf Erden entdecken, erleben und erfahren!

Amen

Leiter*in:

Himmelfahrt, das bedeutet nicht, dass Jesus ist ein für allemal abgereist ist. Himmelfahrt, das heißt: Jesus bleibt da! Wie das gelingt, sagt uns das heutige Evangelium.

 

Leser*in:

Aus dem Matthäusevangelium

Jesus wollte seinen Freunden und Freundinnen zeigen, dass er lebt und dass er immer bei ihnen bleibt, auch wenn er bei seinem Vater im Himmel ist. Dafür wollte Jesus sie auf dem Berg treffen. Sie gingen auf den Berg hinauf und als sie Jesus sahen, freuten sie sich und fielen vor ihm nieder. Einige  aber dachten: Ist das wirklich Jesus? Ist er wirklich auferstanden?

Jesus sagte zu ihnen: Ich gehe jetzt zu meinem Vater im Himmel, denn dort kann ich für euch noch mehr tun als vorher. Darum geht ihr zu allen Menschen auf der ganzen Erde und erzählt ihnen von mir. Alle Menschen sollen wissen, dass ich sie lieb habe und dass ich für sie da bin. Alle Menschen sollen hören, was ich erzählt habe und sie sollen so leben, wie ich es vorgemacht habe.

Darum sollt ihr alle Menschen taufen. Ihr sollt die Menschen taufen im Namen von Gott: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ich bin alle Tage bei euch, bis zum Ende der Welt. Darauf könnt ihr euch verlassen!

 

Wort des lebendigen Gottes.

Alle: Dank sei Gott.

Leiter*in:

„Christi Himmelfahrt“, bedeutet das, dass Jesus einfach weggefahren ist und jetzt nicht mehr bei uns da ist?

 

Nein, das kann es nicht bedeuten, denn Jesus selbst hat gesagt: "Ich gehe zu meinem Vater im Himmel, dann kann ich für euch noch mehr tun als vorher“. Also ist er doch noch da. Nur lebt er jetzt nicht mehr in einem bestimmten Land und geht von Ort zu Ort zu den Menschen. Jetzt ist er überall bei den Menschen, auf der ganzen Welt.

 

Eine kurze Geschichte kann uns helfen, das besser zu verstehen:

Ein Kind fragte seine Mutter: „Der Himmel ist doch da oben, oder?“ – und es zeigte in die Luft. „Welchen Himmel meinst du?“, fragte die Mutter. „Na, den Himmel!“ „Meinst du den Himmel, an dem die Wolken sind und wo die Flugzeuge fliegen?“, fragt die Mutter weiter. „Nein, den richtigen Himmel“, antwortet das Kind, „wo die Engel sind.“ Da sagte die Mutter: „Der Himmel, den du meinst, ist dort, wo Gott ist, und Gott ist überall. Deshalb ist auch der Himmel nicht irgendwo über uns, sondern überall – in uns und um uns herum. Wir können ihn nur noch nicht sehen, weil Gott uns zuerst andere Augen und ein anderes Herz geben muss.“

 

Jesus braucht Menschen, die von ihm erzählen. Wir haben es im Evangelium gehört. Dort heißt es: "Geht zu allen Menschen, erzählt ihnen von mir. Denn alle Menschen sollen wissen, dass ich sie lieb habe und für sie da bin. Und alle Menschen sollen so leben, wie ich es vorgemacht habe".

 

Bevor wir aber etwas erzählen können, müssen wir etwas gehört haben. Als Babys haben wir sprechen gelernt, indem wir unsere Eltern und Geschwister sprechen gehört haben. Auch der Glauben haben wir dadurch erfahren, dass wir andere davon erzählen hörten. 

Die Karte mit dem Ohr in die Mitte legen.

  • Wenn uns jemand eine Geschichte erzählt, so hören wir gespannt zu. Wer erzählt uns denn etwas über Jesus? (Mama, Papa, Oma, Opa, Freund*innen, Pfarrer, Religionslehrer*in,…)

 

Und wenn wir manchmal etwas sehr Schönes hören, dann wollen wir das nicht für uns allein behalten, sondern weiter erzählen, mit anderen teilen. So ist es auch mit den Geschichten über Jesus!

Die Karte mit dem Mund in die Mitte legen.

  • Überlegt kurz, fällt euch eine Geschichte von Jesus ein? Wem eine Geschichte einfällt, kann diese erzählen! (Kinder und Erwachsene können  eine Geschichte von Jesus erzählen)

 

Aber nicht immer sind die Geschichten von Jesus für uns leicht zu verstehen.

Die Karte mit dem Fragezeichen in die Mitte legen.

  • Was machen wir normalerweise, wenn wir etwas nicht verstehen? (bei jemandem nachfragen, im Internet suchen...)

 

Wenn wir etwas nicht verstehen, wenn wir etwas komisch finden, oder wenn uns etwas interessiert und wir gerne mehr wissen möchten, dann ist es ganz wichtig, dass wir Fragen stellen, dass wir uns nicht so leicht zufrieden geben. Auch in unserem Leben und in unserem Glauben gibt es Fragen, die wir vielleicht nicht verstehen. Wir denken kurz nach und wenn uns eine Frage einfällt, so schreiben wie diese auf einen Streifen Papier.

 

Kurz Zeit lassen

 

Wer möchte, kann seine Frage jetzt vorlesen und in die Mitte zum Fragezeichen legen.

 

Kurzer Austausch, evtl. gemeinsam Antworten überlegen, sonst auch die Frage stehen lassen.

 

Wir haben im Evangelium gehört, dass Jesus uns ganz nahe sein will und die Geschichte hat uns davon erzählt, dass er nicht “weit weg” im Himmel ist, sondern bei uns und in unserem Leben.

 

Die Karte mit dem Herz in die Mitte legen.

 

  • Wann merken wir in unserem Leben, dass Jesus uns nahe ist, dass er uns nicht allein lässt? (wenn es beim Spielen schön ist, wenn wir uns versöhnen, wenn etwas geschafft ist, wenn wir uns gegenseitig zum Weitermachen ermutigen, in schönen Momenten miteinander, in der Natur, wenn...)

 

Leiter*in:

Jesus, du du bist immer bei uns.

Du hast uns dein Wort gegeben, das uns immer wieder Mut und Kraft gibt.

Du bist uns nahe in unserem Leben.

Mit dir an der Seite brauchen wir uns nicht fürchten.

Wir danken dir dafür!

Amen.

Du bist da, immer da

Youtube-Link

Text Refrain:

Du bist da, immer da,

manchmal fern und manchmal nah,

doch in allem und für jeden bist du da.

Leiter*in:

Wir lassen nun in den Fürbitten unser Gebet zum Himmel aufsteigen. (Falls Weihrauch vorhanden: Nach jeder Bitte legen wir ein Weihrauchkorn auf die Kohle/auf das Räuchergefäß.)

 

Guter Gott, du bist nicht in einem fernen Himmel, sondern mitten unter uns. Wir bitten dich:

 

Leser*innen:

1. Schenke uns immer wieder die Erfahrung, dass du uns nahe bist. Lass die Menschen aufeinander zugehen, damit alle erfahren, dass dein Himmel unter uns und in jedem und jeder von uns ist.

Alle: Wir bitten dich, höre uns.

 

2. Hilf uns, anderen von dir und deiner Liebe, die du allen Menschen schenkst, zu  erzählen und steh denen bei, die sich allein gelassen und einsam fühlen.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

3. Schenke allen Menschen offene Ohren für die Nöte der Mitmenschen und hilf denen, die unter Leistungsdruck, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Armut leiden.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

4. Gib allen Menschen den Mut, Fragen zu stellen über das Leben und unseren Glauben und schenke ihnen Menschen, die gemeinsam mit ihnen nach Antworten suchen.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

5. Schenke den Menschen, die bei Zeitungen und Medien arbeiten deinen Geist, damit sie gut zwischen wahren Nachrichten und Fake News unterscheiden können. Hilf auch uns kritisch zu sein, bei dem was wir hören und weitererzählen.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

6. Wir bitten dich für…. (frei formulierte Bitten)

 

Leiter*in:

Guter Gott, von deiner Liebe sind wir getragen,

von deiner Liebe unter uns Menschen leben wir.

Darum bitten wir dich und danken dir durch Jesus, unseren Herrn und Bruder.

Amen.

Leiter*in:

Jesus, du hast uns mit Gott, dem Vater im Himmel vertraut gemacht. Als seine Kinder dürfen wir beten: Vater unser…Denn dein ist das Reich, und die Kraft...

Leiter*in:

Guter Gott,

wir danken Dir, dass wir uns immer an dich wenden können,

dass du uns immer nahe bist.

Begleite uns und alle Menschen durch diesen Tag und durch die kommende Woche und bleibe immer bei uns.

So segne uns der liebende Gott,

der Vater, +

der Sohn +

und der Heilige Geist. +

Amen.

 

 

Segenslied

Gott sei mit dir, er behüte dein Leben

Youtube-Link mit Text zum Mitsingen

Beim Segenslied sind alle eingeladen, sich gegenseitig (eventuell auch mit Weihwasser) ein Kreuzzeichen auf die Stirn zu machen.

 

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag

und viele “himmlische Momente” in der kommenden Woche! ;)

 

Inhalt und Text: Gertraud Untergassmair

Evangelium: Leicht gekürzt nach “Evanglium in leichter Sprache” (https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/lesejahr-a-christi-himmelfahrt)

Geschichte: Gerhard Lohfink


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