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Pressemitteilungen 2025

"Zeit der Schöpfung": Diözese Bozen-Brixen setzt Zeichen mit Pilgerwanderungen - Neuer Institutsleiter

Am 1. September beginnt die Zeit der Schöpfung und in der Diözese Bozen-Brixen sind dazu mehrere Initiativen geplant: zwei Pilgerwanderungen laden zur Auseinandersetzung mit der Schöpfungsverantwortung ein und eine praxisnahe Fortbildung thematisiert den Naturschutz vor Ort. Markus Moling übernimmt außerdem mit 1. September die Leitung des Institutes „De Pace Fidei“.

„Samen des Friedens und der Hoffnung“ lautet das Motto, das Papst Franziskus für den Gebetstag um die Bewahrung der Schöpfung ausgesucht hatte. Dieser weltweite Gebetstag wird am 1. September begangen und markiert den Auftakt zur sogenannten „Schöpfungszeit“, die sich vom 1. September bis zum 4. Oktober erstreckt.

Diese fünf Wochen laden ein, sich der weltweiten Zusammenhänge und Probleme bewusst zu werden, die durch Konsum, Mobilität und den eigenen Lebensstil entstehen. Die tiefe spirituelle Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung soll in den Mittelpunkt rücken.

Papst Leo XIV. schreibt in seiner Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, dass die Umweltgerechtigkeit nicht länger als abstraktes Konzept oder fernes Ziel betrachtet werden kann. „Sie ist eine dringende Notwendigkeit, die über den bloßen Schutz der Umwelt hinausgeht.“ Weiters betont der Papst in diesem Schreiben, dass die Bewahrung der Schöpfung „zu einer Frage des Glaubens und der Menschlichkeit“ wird. „Es ist nun wirklich an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen“, so Leo XIV., der an die Umwelt- und Sozialenzyklika „Laudato siì“ erinnert, die Papst Franziskus vor zehn Jahren herausgegeben hat.

Über die Schöpfungszeit hinaus kommt es in der Diözese Bozen-Brixen zu unterschiedlichen Neuerungen und Initiativen:

Am 1. September übernimmt Markus Moling die Leitung des Institutes „De Pace Fidei“. Dieses Institut wurde im Jahre 1994 von Bischof Wilhelm Egger an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen als „Institut für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ errichtet. Als Direktor leitete Professor Karl Golser das Institut bis zu seiner Weihe zum Bischof der Diözese Bozen-Brixen im März 2009. Sein Nachfolger als Direktor wurde Paolo Renner, der 2010 eine Namensänderung für das Institut einführte: Das Institut wurde umbenannt in „De Pace Fidei – Ökumenisches und interreligiöses Institut für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ (der neue Name geht zurück auf eine Schrift des Brixner Bischofs Nikolaus Cusanus). Am 1. September folgt Markus Moling auf Paolo Renner als Direktor des Institutes nach. Moling hat bereits mit seiner jüngsten Publikation, „Auf den Spuren des Schöpfers“, deutlich gemacht, wie sehr ihm die Schöpfungsverantwortung ein Herzensanliegen ist und weiterhin ein Kernbereich der Tätigkeiten im Institut darstellen wird.

Am 7. September beginnt die Pilgerwanderung von Durnholz nach Pflersch. Seit mehreren Jahren organisiert das diözesane Pilgerbüro diese Fußwallfahrt, „um die Schönheit unserer Region zu entdecken“, so Thomas Stürz, der Leiter des Pilgerbüros. Begonnen hatte diese Pilgerwanderung in Innichen. Heuer nimmt diese Fußwallfahrt ihren Anfang in Durnholz im Sarntal, wo die Wallfahrt 2024 endete. Über das Wanser Joch geht es nach Innerwalten und von dort über den Jaufen Pass nach Sterzing. Weiter geht es dann über den Rosskopf zur Pfarrkirche in Pflersch. Begleitet wird die Wanderung wie in den letzten Jahren von Markus Moling und der Wanderleiterin Anna Maria Obrist.

Am 4. Oktober, Festtag des Heiligen Franz von Assisi, organisiert das Amt für Dialog eine Pilgerwanderung in Naturns: Ab 9.30 Uhr können Interessierte den Jesus-Besinnungsweg mitgehen, bei dem einige Stationen von Personen und Organisationen gestaltet werden, denen die Schöpfungsverantwortung ein Herzensanliegen ist; auch Bischof Ivo Muser nimmt an dieser Pilgerwanderung teil.

Am 15. November bietet die Philosophisch-Theologische Hochschule in Brixen eine Fortbildung zum Thema „Naturschutz vor der Haustür“ an. Dieses praxisnahe Angebot richtet sich an Pfarrgemeinderatsmitglieder; eingeladen sind aber genauso die Nachhaltigkeitsbeauftragten und all jene, denen Naturschutz ein Anliegen ist – allen voran Jugendliche.