Würzburg ist eine wichtige Schul- und Universitätsstadt. Seit 742 ist sie auch Sitz des gleichnamigen Bistums und damit katholischer Mittelpunkt Mainfrankens. Das Christentum in der Gegend beruft sich auf das missionarische Wirken des hl. Kilian. Der Heilige ist Patron des Domes und der Diözese.
Dennoch macht sich in Würzburg die schleichende Säkularisierung bemerkbar. Die Zahl der Katholiken ist in den vergangenen Jahren auf unter 50 % der Bevölkerung gesunken. Durch Migration gibt es inzwischen neben den evangelischen Gläubigen auch zahlreiche orthodoxen Kirchen und muslimische Gemeinschaften.
Neben zahlreichen Klosterbauten beherbergt Würzburg seit 1402 die älteste Universität Bayerns. Über 35.000 Studierende sorgen für ein pulsierendes Leben in der Bischofsstadt. Allerdings hat der II. Weltkrieg seine Spuren hinterlassen: Die Altstadt wurde am 16. März 1945 großteils zerstört. Die meisten Kirchen wurden zwar rekonstruiert, die Bürgerhäuser wurden aber nicht wieder errichtet. Trotzdem bietet die Fahrt in diese Stadt viele interessante Punkte, die zum Besuch und zur Wallfahrt einladen.