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Diözesaner Gebetsnachmittag im Heiligen Jahr - Aussetzung des Allerheiligsten in allen Kirchen

Mariä Empfängnis, 8. Dezember

15 - 18 Uhr

In den Domkirchen von Brixen und Bozen, in allen Pfarr-, Ordens- und Wallfahrtskirchen, in den Kapellen der Krankenhäuser, Seniorenheime und Ordensgemeinschaften

Im Rahmen des Heiligen Jahres 2025 mit dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“ lädt Bischof Ivo Muser alle Gläubigen am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria zu einem diözesanweiten Gebetsnachmittag ein.

Botschaft von Bischof Ivo Muser:

Maria, das große Zeichen der Hoffnung

„Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ lautet der offizielle Titel dieses Festes. „Mariä Empfängnis“ nennen wir es meistens; auf manchen Kalendern steht auch „Mariä Erwählung“. Es geht um Maria, die Mutter Jesu - aber nicht um ihren Geburtstag. Der wird am 8. September gefeiert. Am 8. Dezember, neun Monate vor ihrer Geburt, feiert die Kirche ihre Empfängnis. Es geht um den Tag, an dem ihre Eltern Joachim und Anna sie gezeugt und empfangen haben. Das ist ein origineller Zugang zum Geheimnis des Lebens: Mein Leben hat nicht erst bei meiner Geburt begonnen, sondern schon neun Monate davor, bei meiner Empfängnis.

Mit jeder Empfängnis beginnt eine einmalige Geschichte, ein neues Leben. Schon im Augenblick der Empfängnis bin ich vollkommen Mensch, von Gott gewollt, den Eltern anvertraut, einmalig und wertvoll. Bei Maria ist es ein Anfang mit einer einzigartigen Bedeutung für uns alle. Mit ihr beginnt etwas Neues. Sie wird die Mutter Jesu werden und damit die wohl bekannteste Mutter der Welt. Der 8. Dezember ist ein Fest der Dankbarkeit für Maria, die Frau voll der Gnade. Sie ist ohne Sünde, weil sie uns Jesus bringen wird. Seit ihrer Empfängnis ist sie untrennbar mit dem Heilsplan Gottes verbunden. Der 8. Dezember hat wesentlich mit Weihnachten zu tun: Dieser Festtag ist der Lebensbeginn jener Frau, ohne die Weihnachten nicht stattgefunden hätte. Ein wunderbares Festgeheimnis. Für mich eines der liebsten und schönsten Feste im Kirchenjahr.

Im Blick auf Maria, die uns den Sohn Gottes geboren hat, dürfen wir für uns selbst hoffen und glauben: Ich bin nicht eine Laune oder ein Zufallsprodukt der Natur. Ich bin nicht in diese Welt geworfen und zu diesem Leben verurteilt. Der Zug meines Lebens fährt nicht auf ein dunkles Nirgendwo zu; seit meiner Empfängnis im Schoß meiner Mutter bin ich geschaffen und gewollt für die Ewigkeit. So groß denkt Gott von uns Menschen.

Durch Maria zu Jesus. Gott und die Hoffnung, die er schenkt, sind größer als die zerstörerische Macht der Sünde.

+ Ivo Muser

 

Zwischen 15 und 18 Uhr wird in den Domkirchen von Brixen und Bozen sowie in möglichst vielen Kirchen, Kapellen und Gemeinschaften der Diözese das Allerheiligste zur stillen Anbetung ausgesetzt.

Das gemeinsame Innehalten – ob in einer Kirche oder von zuhause aus – soll ein verbindendes Zeichen der Hoffnung sein: Betende Menschen sind Menschen der Hoffnung.

Bereits geplante Feiern und Gebetszeiten finden wie vorgesehen statt. Auch das Gebet von zuhause aus wird ausdrücklich mitgetragen: durch Stille, Dank, Bitte, Anbetung oder stellvertretendes Gebet für andere.

Der 8. Dezember ist im Heiligen Jahr 2025 zudem reich an Symbolik:

  • Er erinnert an das Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 60 Jahren (1965),
  • den Abschluss der Diözesansynode vor 10 Jahren (2015),
  • und steht als Marienfest am Beginn des weihnachtlichen Glaubenswegs.