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Glaube und Homosexualität

Coming Out Day: Diözesane Arbeitsgruppe queer.glauben verweist auf Projekt „Immer hier“

Zum "Coming Out Day" am 11. Oktober macht die diözesane Arbeitsgruppe queer.glauben auf das Projekt „IMMER HIER - Queere Geschichte Südtirols“ aufmerksam. Mit Toni Pramstaller ist auch ein Mitglied der Arbeitsgruppe an dem Projekt beteiligt.

Das Projekt „IMMER HIER - Queere Geschichte Südtirols“ der Regisseurin Martine De Biasi und der Sozialgenossenschaft Eklektika macht Lebensgeschichten queerer Menschen in Südtirol sichtbar. Es zeigt, wie unterschiedlich persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen verbunden sind. Auch Toni Pramstaller, Mitglied der diözesanen Arbeitsgruppe queer.glauben, beteiligt sich mit seiner Geschichte an dem Projekt.

Für die Arbeitsgruppe ist der Coming Out Day Anlass, auf Erfahrungen aufmerksam zu machen, die häufig mit Unsicherheit und der Sorge vor Ablehnung verbunden sind. Gerade dort, wo Glaube und Kirche, privat oder auch haupt- oder ehrenamtlich eine wichtige Rolle im Leben spielen, können zusätzliche Spannungen entstehen. „Für gläubige Menschen kann ein Coming Out eine besondere Herausforderung sein. Wenn die eigene sexuelle Orientierung mit Vorstellungen von Schuld und Sünde verbunden wird, kann daraus ein tiefer innerer Konflikt entstehen“, erklärt die Arbeitsgruppe. „Umso wichtiger ist es, Ängste und Vorurteile abzubauen und Räume zu schaffen, in denen Menschen mit ihrer Lebensgeschichte und ihrem Glauben angenommen sind.“

Ein Coming Out betrifft dabei oft nicht nur die betroffene Person, sondern auch Familie und persönliches Umfeld. queer.glauben setzt sich deshalb für Offenheit, gegenseitiges Zuhören und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensgeschichten ein. Die Arbeitsgruppe will queere Lebensrealitäten in Kirche und Gesellschaft sichtbar machen und Ängste, Vorurteile und Diskriminierung abbauen.

Informationen zum Projekt “IMMER HIER” 

Die Arbeitsgruppe “Glaube&Homosexualität” ist seit 2021 aktiv. Sie engagiert sich dafür, dass sich Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung in der Kirche beheimatet fühlen können und will sensibilisieren für die Lebensrealität queerer Gläubiger in unserer Diözese. Seit dem Frühjahr 2026 nennt sich die Arbeitsgruppe queer.glauben.

Der Arbeitskreis wendet sich an Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen, die sich im Glauben verbunden und der Kirche zugehörig fühlen oder in ihr Heimat finden möchten. Er erarbeitet Initiativen und Angebote, um Menschen zu vernetzen und Begegnungsmomente im Glauben zu ermöglichen. Sie informiert und sensibilisiert für die Themen und die Lebensrealitäten queerer Menschen und ihrer Familien in unserer Diözese und will zum Abbau von Tabuisierung, Ausgrenzung und Diskriminierung beitragen.

Die Arbeitsgruppe setzt sich im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Lebensrealitäten und theologischen Suchbewegungen ein für eine offene und vielfältige Kirche, die sich im Dienst an den je konkreten Menschen weiß.

AG queer.glauben stellt sich mit dem neuen Flyer vor

Projekte

Wanderausstellung: Unsichtbar sichtbar

Ein  bereits verwirklichtes Projekt der Arbeitsgruppe „Glaube&Homosexualität“ ist die Wanderausstellung „Sichtbar unsichtbar“, die Statements und Lebensgeschichten von queeren Menschen bzw. Menschen in ihrem Umfeld beinhaltet.

Die Ausstellung will informieren, sensibilisieren und Gelegenheit bieten, über das Thema „Glaube und Homosexualität“ ins Gespräch zu kommen und Menschen zu vernetzen.  Die lebensgroßen Figuren eigenen sich für das Aufstellen im Innen- und Außenbereich und können von Pfarreien, Gruppen, Vereinen und interessierten Organisationen ausgeliehen werden. Die Texte sind in deutsch und italienisch (jeweils Vorder-/Rückseite) verfasst.

Partnerinnen und Partner des Ausstellungsprojektes: KVW Bezirk Bozen, Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), Südtirols Katholisch Jugend (SKJ), Katholische Jungschar Südtirols und Jugendkirche Meran.

Videoclips

Ein weiteres Projekt der Arbeitsgruppe sind eine Serie von Videoclips, in denen Menschen quer durch alle Alters- und Sprachgruppen Antworten auf folgende Fragen geben:

  • Ich engagiere mich für das Thema Glaube und Homosexualität, weil…
  • Mir ist das Thema Glaube und Homosexualität wichtig, weil…
  • Ich wünsche mir eine Kirche, die…
  • Ich wünsche mir für unsere Gesellschaft…

Die Videoclips wollen sensibilisieren und dem Thema Sichtbarkeit verleihen. Sie eignen sich für die Verbreitung in den sozialen Netzwerken und auch als thematischer Einstieg, etwa in Diskussionsrunden, Gruppentreffen, im Unterricht usw.

„Es geht auch in unserer Arbeitsgruppe um die Ängste und Sorgen, Freuden und Hoffnungen der Menschen, um ein gemeinsames Unterwegssein in den Fragen des Lebens und des Glaubens, bei dem spürbar und erfahrbar werden soll, dass Menschen auf ihrem manchmal schwierigen Lebensweg nicht allein sind.“

Johanna Brunner, Leiterin des Amtes für Ehe und Familie
Fühlst du dich angesprochen,...

…bist dir aber nicht sicher, an wen du dich mit deinen Fragen, Gedanken und Gefühlen wenden kannst?

Sr. Gudrun Leitgeb steht  für dich zur Verfügung unter der Email-Adresse: gudrun.leitgeb(at)bz-bx.net

Synode 2013-2015, Maßnahme Nummer 412

Wir sind eine Kirche, welche die sakramentale, eheliche Lebensgemeinschaft als ein hohes Gut ansieht und fördert. Menschen in anderen Lebensgemeinschaften begleiten und stützen wir, damit alle in gegenseitiger Liebe, in Respekt, Verantwortung und Fürsorge miteinander leben und wachsen.

Die Diözese richtet einen „Arbeitskreis Homosexuellenpastoral“ ein.

Arbeitsgruppe vorgestellt

Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Homophobie hat sich am 16. Mai 2022 im Bozner Pastoralzentrum die von der Diözese Bozen-Brixen eingerichtete Arbeitsgruppe „Glaube & Homosexualität“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Erste Projekte wie eine Wanderausstellung und ein Videoprojekt hat die achtköpfige Gruppe bereits auf den Weg gebracht.

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Kontakt

Amt für Ehe und Familie

Domplatz 2
39100 Bozen
Tel. +39 0471 306 283

E-Mail: familie.famiglia(at)bz-bx.net