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Pfarrgemeinderatswahlen 2021


Die Kirche Christi wird vom Herrn selbst aus „lebendigen Steinen“ aufgebaut (1Petr 2,5). Aus der Taufe haben alle Christinnen und Christen Anteil am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi. Der Pfarrgemeinderat ist Ausdruck dieser gemeinsamen Sendung. Bei der Pfarrgemeinderatswahl bestimmen die Mitglieder der Pfarrgemeinde die Zusammensetzung des Pfarrgemeinderates. Dadurch bringen sie ihre Mitverantwortung zum Ausdruck und bezeugen ihre Wertschätzung für den Einsatz jener, die sich für die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat bereit erklärt haben.

PGR-Wahlen leicht gemacht

Alle Schritte im Überblick

Die Vorbereitung der Pfarrgemeinderatswahlen... Schritt für Schritt!

Die Wahlordnung

Pfarrgemeinderatswahlen 2021

Hier findet sich die Wahlordnung für die Bestellung der Pfarrgemeinderäte 2021 zum Herunterladen.

Materialien und Vorlagen

Tipps für Pfarrblatt und Liturgie

Bald verfügbar!

Fragen und Antworten zu den PGR-Wahlen:

Wenn Sie für den PGR kandidieren möchten, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Pfarrer bzw. mit der oder dem PGR-Vorsitzenden Ihrer Pfarrei auf.

Laut Beschluss der Diözesansynode besteht der Pfarrgemeinderat, neben den gewählten Mitgliedern, auch aus Delegierten. Diese sind Vertreter bestimmter pastoraler Bereiche (katholische Vereine und Verbände, Katechese, Caritas, Bewegungen, …) oder Ordensgemeinschaften und kommen ohne Wahl in den neuen PGR. Deren Anzahl und Herkunftsbereich werden vom scheidenden Pfarrgemeinderat festgelegt. Sie stellen bis zur Hälfte der Mitglieder des neuen Pfarrgemeinderates dar. Sie besitzen insofern eine Legitimation, als sie von ihrem Verein bzw. Bereich gewählt und nominiert werden.

Während die Anzahl der zu nominierenden Delegierten vom scheidenden Pfarrgemeinderat festgelegt und deren Namen der Pfarrgemeinde vor der Wahl bekanntgegeben werden, werden nach der Wahl gegebenenfalls auch andere Personen vom neugewählten Pfarrgemeinderat kooptiert, d. h. berufen. Auch sie kommen ohne Wahl in den Pfarrgemeinderat. Es handelt sich um Personen, welche wichtige Kompetenzen oder Fähigkeiten besitzen und aus verschiedenen Gründen nicht durch Wahl in den Pfarrgemeinderat kommen.

In mehrsprachigen Pfarreien beschließt der scheidende Pfarrgemeinderat die ethnische Zusammensetzung des nachfolgenden Pfarrgemeinderates. Besteht der bisherige Pfarrgemeinderat aus zwei Sektionen, versammeln sich diese zu einer gemeinsamen Sitzung, um gemeinsam die Zusammensetzung zu bestimmen. In etwa soll die Zusammensetzung des Pfarrgemeinderates in mehrsprachigen Pfarreien die ethnische Struktur der Pfarrei widerspiegeln, wobei auf die örtlichen Gegebenheiten Rücksicht genommen werden soll.

In allen Pfarreien der Diözese Bozen-Brixen werden schrittweise Pastoralteams eingeführt. Die erstmalige Bildung eines Pastoralteams erfolgt in Absprache und Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeamt der Diözese. Wo bereits ein Pastoralteam gebildet wurde, wird dieses in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Pfarrgemeinderates neu bestellt.

Es soll in jedem Fall auch dann eine Wahl stattfinden, wenn die Zahl der Kandidaten und Kandidatinnen die Zahl der verfügbaren Sitze nicht oder nur knapp übersteigt. Die Wahl ist Ausdruck dafür, dass der Pfarrgemeinderat die Pfarrgemeinde vertritt und von ihr beauftragt ist. Durch die Wahl wird das Interesse der Pfarrgemeinde für die Arbeit des Pfarrgemeinderates sichtbar und es wird erkennbar, ob die gefundenen Kandidatinnen und Kandidaten den Rückhalt der Pfarrbevölkerung haben.

Ich habe eine Frage, die nicht auf der Liste steht...

Logbuch der Pfarrgemeinderatswahlen

Unter dem Motto: "Es mit den PGR-Wa(h)len aufnehmen" fand am Mittwoch, dem 7. Oktober 2020 ein online-Erfahrungsaustausch statt, woran ungefähr 60 PGR-Vorsitzende und Pfarrer teilgenommen haben. Die Fragestellung betraf folgende Themen: (1) die Wahlvorbereitung und die Kandidatensuche, (2) die Bedeutung der Vorwahlen, (3) die Delegierten im PGR, (4) die Wahlmodalität und (5) die Wahlbeteiligung.

Hier werden die wichtigsten Ergebnisse der Diskussion zusammengefasst:

  1. Die Vorbereitung der PGR-Wahlen und die Kandidatensuche gestaltet sich manchmal schwierig. Es fehlen vor allem Personen, die im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind. Einige Pfarreien haben 2016 auf die Wahlen verzichtet, da kaum genug Kandidaten gefunden wurden. Im Hinblick auf die PGR-Wahlen 2021 wird unter anderem empfohlen, eine Pfarrversammlung abzuhalten, um die Pfarrgemeinde über Ziele und Aufgaben des Pfarrgemeinderates sowie den damit verbundenen Zeitaufwand zu informieren. Potentielle Kandidaten für die nächsten Wahlen sind zum Beispiel Eltern von Tauf- und Erstkommunionkindern sowie Religionslehrer, Kirchenchormitglieder, Vereinsmitglieder und junge Menschen. Um Kandidaten zu finden, ist es sehr wichtig, das persönliche Gespräch zu suchen. Ideale Kandidaten für den Pfarrgemeinderat haben folgende Eigenschaften: Teamfähigkeit, Motivation, Kritikfähigkeit und eine christliche Grundeinstellung. Es gilt, die Charismen zu fördern, die in der Pfarrgemeinde schon vorhanden sind.
  2. Es stellt sich heraus, dass 2016 die Vorwahlen nur vereinzelt vorgenommen wurden. Dort, wo sie stattgefunden haben, wurden sie als wichtig und zielführend empfunden.
  3. Die Kooptierung von Delegierten im Pfarrgemeinderat hat sich als positiv herausgestellt. Dadurch wurde Quereinsteigern und neuen Gesichtern der Weg zum Pfarrgemeinderat geöffnet. Viele, die in Vergangenheit als Delegierte von Vereinen und Verbänden in den Pfarrgemeinderat kooptiert wurden, sind auch nach den darauffolgenden Wahlen geblieben.
  4. 2016 wurden Berichten zufolge Wahlzettel im Voraus bzw. beim Eintritt in die Kirche ausgeteilt und eine Wahlbox beim Ausgang der Kirche aufgestellt. Eine digitale Stimmabgabe wäre zukünftig sinnvoll. Es wird vorgeschlagen, in Zukunft einen anderen Begriff für die Wahlen zu verwenden, da diese Meinungen zufolge negativ und politisch angehaucht wären.
  5. Die Wahlbeteiligung war 2016 generell nicht so hoch. Es gilt, neue Wege der Beteiligung zu finden.

Am Mittwoch, dem 09 März 2021 fand eine Videokonferenz statt, wo die neuen Statuten des Pfarrgemeinderates und die Wahlordnung vorgestellt wurden.

GG

Am 13. Oktober 2020 hat am Bischöflichen Ordinariat ein Vorbereitungstreffen auf die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen stattgefunden. Anwesend waren der Seelsorgeamtsleiter Reinhard Demetz, die Leiterin des Amtes für Ehe und Familie Johanna Brunner, der Leiter des Amtes für Schule und Katechese Markus Felderer, der Referent für Liturgie Stefan Huber, die Leiterin des Bereiches "Caritas und Gemeinschaft" Brigitte Hoffman und der Referent für Pfarreien und Gemeinschaften Giuseppe Ganarini. Thema des Treffens waren die verschiedenen Arbeitsgruppen des Pfarrgemeinderates und die Fachausschüsse des Pfarreienrates.

Es gilt, die Pfarrgemeinden auf alle Bereiche des pfarrlichen Lebens aufmerksam zu machen und ihnen mögliche Wege zu zeigen, wie diese betreut werden können. Dort, wo die Notwendigkeit besteht, sollten pfarrübergreifende Initiativen und Fachauschüsse auf Seelsorgeeinheitsebene die einzelnen Pfarreien entlasten. Es soll auch darum gehen, dass in den Pfarrgemeinden Freiräume geschaffen werden, in denen Begabungen entdeckt und gefördert werden.

Am 12. Jänner 2021 haben sich die Amtsleiter bzw. Referenten per Videokonferenz erneut getroffen, um das Gespräch über die verschiedenen Arbeitsgruppen in Pfarrei und Seelsorgeeinheit weiterzuführen. Es besteht Einigkeit darüber, dass es wichtig ist, dass die Pfarreien jeweils eine Bezugsperson für folgende grundlegende Bereiche des pfarrlichen Lebens haben: Verkündigung, Liturgie, Caritas. In vielen Pfarreien hat sich außerdem die Bildung von Arbeitsgruppen, welche die genannten Bereiche betreuen, als zielführend erwiesen. Es gilt, bewährte Erfahrungen und Arbeitsweisen je nach Möglichkeit und vorhandenen Ressourcen weiterzuführen. Darüber hinaus gibt es auch andere Bereiche des pfarrlichen Lebens, die besondere Aufmerksamkeit verdienen, wie zum Beispiel die Familien- und Jugendpastoral, die Seniorenpastoral usw.

Über die Ausbildung der Bezugspersonen bzw. der Leiter der Arbeitsgruppen wurde ebenfalls diskutiert. Es wird eine zweiteilige Ausbildung auf freiwilliger Basis in Erwägung gezogen, welche jeweils zwei der insgesamt fünf Grundmodule des diözesanen Bildungsweges umfasst: das Modul „Kirche Heute Sein“ und ein weiteres, nach Interesse und Tätigkeitsbereich gewähltes Modul. Diese Module können auch über den Zeitraum von zwei Jahren besucht werden«.

GG

Kontakt

Giuseppe Ganarini
Referent für Pfarreien und Gemeinschaften | Sekretariat des Bischofs
Domplatz 2
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 306 214
E-Mail giuseppe.ganarini@bz-bx.net

Der Pfarrgemeinderat - kurze Anmerkungen

Am 3. Dezember 1972 wurden in Südtirol erstmals Pfarrgemeinderäte gewählt. Die Weichen dazu wurden bei der Diözesansynode (1970 - 1973) gestellt. Die nächste Pfarrgemeinderatswahl fand 1975 statt. Seither wird in einem Rhythmus von fünf Jahren der Pfarrgemeinderat neu bestellt. 

Vor allem das II. Vatikanische Konzil betont die Berufung aller Getauften, Auftrag und Sendung der Kirche aktiv mitzutragen und in ihr Verantwortung zu übernehmen: im sozialen Engagement, bei der Weitergabe des Glaubens, in Lehre und Verkündigung, bei der Gestaltung der Liturgie und des kirchlichen Lebens. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates machen diese gemeinsame Verantwortung aller Gläubigen sichtbar. Sie sind gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinde und arbeiten darauf hin, dass sich Auftrag und Sendung der Kirche in der konkreten Pfarrgemeinde verwirklichen.