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Pfarrgemeinderatswahlen 2021


Die Kirche Christi wird vom Herrn selbst aus „lebendigen Steinen“ aufgebaut (1Petr 2,5). Aus der Taufe haben alle Christinnen und Christen Anteil am priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi. Der Pfarrgemeinderat ist Ausdruck dieser gemeinsamen Sendung. Bei der Pfarrgemeinderatswahl bestimmen die Mitglieder der Pfarrgemeinde die Zusammensetzung des Pfarrgemeinderates. Dadurch bringen sie ihre Mitverantwortung zum Ausdruck und bezeugen ihre Wertschätzung für den Einsatz jener, die sich für die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat bereit erklärt haben.

Jugend im Pfarrgemeinderat

Am 25.05.2021 um 20 Uhr fand eine Videokonferenz zum Thema PGR und Jugend statt. Die Videokonferenz wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, der YoungCaritas, der SKJ, der Jungschar, Azione Cattolica, dem Amt für Ehe und Familie und dem Seelsorgeamt der Diözese Bozen-Brixen organisiert. Nach einem inhaltlichen Impuls wurden die Teilnehmenden eingeladen, in kleinen Gruppen über die Rolle der Jungend im PGR auch im Hinblick auf die anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen zu reflektieren.

HIER FINDEN SIE EINE ZUSAMMENFASSUNG DER VIDEOKONFERENZ UND DER GRUPPENARBEIT

PGR-Wahlen leicht gemacht

Alle Schritte im Überblick

Die Vorbereitung der Pfarrgemeinderatswahlen... Schritt für Schritt!

Die Wahlordnung

Pfarrgemeinderatswahlen 2021

Hier findet sich die Wahlordnung für die Bestellung der Pfarrgemeinderäte 2021 zum Herunterladen.

Materialien und Vorlagen

Tipps für Pfarrblatt und Liturgie

Hier finden Sie Materialien für Pfarrblatt und Schaukasten, sowie Vorlagen für die Liturgie.

1. Ich möchte für den Pfarrgemeinderat kandidieren. Wie?

Wenn Sie für den PGR kandidieren möchten, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Pfarrer bzw. mit der oder dem PGR-Vorsitzenden Ihrer Pfarrei auf.

2. Wer sind die Delegierten, aus welchen Bereichen kommen sie und welche Legitimation haben sie?

Laut Beschluss der Diözesansynode besteht der Pfarrgemeinderat, neben den gewählten Mitgliedern, auch aus Delegierten. Diese sind Vertreter bestimmter pastoraler Bereiche (katholische Vereine und Verbände, Katechese, Caritas, Bewegungen, …) oder Ordensgemeinschaften und kommen ohne Wahl in den neuen PGR. Deren Anzahl und Herkunftsbereich werden vom scheidenden Pfarrgemeinderat festgelegt. Sie stellen bis zur Hälfte der Mitglieder des neuen Pfarrgemeinderates dar. Sie besitzen insofern eine Legitimation, als sie von ihrem Verein bzw. Bereich gewählt und nominiert werden.

3. Was ist der Unterschied zwischen Delegierten und Kooptierten?

Während die Anzahl der zu nominierenden Delegierten vom scheidenden Pfarrgemeinderat festgelegt und deren Namen der Pfarrgemeinde vor der Wahl bekanntgegeben werden, werden nach der Wahl gegebenenfalls auch andere Personen vom neugewählten Pfarrgemeinderat kooptiert, d. h. berufen. Auch sie kommen ohne Wahl in den Pfarrgemeinderat. Es handelt sich um Personen, welche wichtige Kompetenzen oder Fähigkeiten besitzen und aus verschiedenen Gründen nicht durch Wahl in den Pfarrgemeinderat kommen.

4. Wie wird die Komposition des PGR in mehrsprachigen Pfarreien festgelegt?

In mehrsprachigen Pfarreien beschließt der scheidende Pfarrgemeinderat die ethnische Zusammensetzung des nachfolgenden Pfarrgemeinderates. Besteht der bisherige Pfarrgemeinderat aus zwei Sektionen, versammeln sich diese zu einer gemeinsamen Sitzung, um gemeinsam die Zusammensetzung zu bestimmen. In etwa soll die Zusammensetzung des Pfarrgemeinderates in mehrsprachigen Pfarreien die ethnische Struktur der Pfarrei widerspiegeln, wobei auf die örtlichen Gegebenheiten Rücksicht genommen werden soll.

5. Soll ein Pastoralteam nach den Wahlen in allen Pfarreien entstehen?

In allen Pfarreien der Diözese Bozen-Brixen werden schrittweise Pastoralteams eingeführt. Die erstmalige Bildung eines Pastoralteams erfolgt in Absprache und Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeamt der Diözese. Wo bereits ein Pastoralteam gebildet wurde, wird dieses in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Pfarrgemeinderates neu bestellt.

6. Soll der PGR auch dann gewählt werden, wenn sich nur gleich viele oder weniger Kandidaten wie zu wählende PGR-Mitglieder der Wahl stellen?

Es soll in jedem Fall auch dann eine Wahl stattfinden, wenn die Zahl der Kandidaten und Kandidatinnen die Zahl der verfügbaren Sitze nicht oder nur knapp übersteigt. Die Wahl ist Ausdruck dafür, dass der Pfarrgemeinderat die Pfarrgemeinde vertritt und von ihr beauftragt ist. Durch die Wahl wird das Interesse der Pfarrgemeinde für die Arbeit des Pfarrgemeinderates sichtbar und es wird erkennbar, ob die gefundenen Kandidatinnen und Kandidaten den Rückhalt der Pfarrbevölkerung haben.

In mehrspachigen Pfarreien wählen: Infos & Tipps

Die Pfarrgemeinderatswahlen sind eine gute Gelegenheit, den Weg hin zum Miteinander der Sprachgruppen fortzusetzen und eine gemeinsame Zukunft zu planen. Damit diese Zukunft wahr wird, braucht es mutige Schritte und Menschen, die sich darauf einlassen. Hier wird auf mögliche Lösungen hingewiesen und Impulse und Materialien zur Verfügung gestellt.

Kontakt

Giuseppe Ganarini
Referent für Pfarreien und Gemeinschaften | Sekretariat des Bischofs
Domplatz 2
I-39100 Bozen

Tel. +39 0471 306 214
E-Mail giuseppe.ganarini@bz-bx.net

Der Pfarrgemeinderat - kurze Anmerkungen

Am 3. Dezember 1972 wurden in Südtirol erstmals Pfarrgemeinderäte gewählt. Die Weichen dazu wurden bei der Diözesansynode (1970 - 1973) gestellt. Die nächste Pfarrgemeinderatswahl fand 1975 statt. Seither wird in einem Rhythmus von fünf Jahren der Pfarrgemeinderat neu bestellt. 

Vor allem das II. Vatikanische Konzil betont die Berufung aller Getauften, Auftrag und Sendung der Kirche aktiv mitzutragen und in ihr Verantwortung zu übernehmen: im sozialen Engagement, bei der Weitergabe des Glaubens, in Lehre und Verkündigung, bei der Gestaltung der Liturgie und des kirchlichen Lebens. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates machen diese gemeinsame Verantwortung aller Gläubigen sichtbar. Sie sind gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinde und arbeiten darauf hin, dass sich Auftrag und Sendung der Kirche in der konkreten Pfarrgemeinde verwirklichen.