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Sonntag der Weltmission

18. Oktober 2026

 

Der Weltmissionssonntag wird heuer am 18. Oktober 2026 gefeiert. Die Gelder, die an diesem Tag bei der größten Solidaritätsaktion der Katholiken in allen Ländern der Welt gesammelt werden, sind für die vielfältigen Aufgaben der Mission in den ärmsten Diözesen der Welt bestimmt.

Papst Leo XIV. stellt den 100. Weltmissionssonntag am 18. Oktober 2026 unter das Leitwort „Eins in Christus, vereint in der Mission“. Er ruft die Kirche dazu auf, den missionarischen Weg gemeinsam weiterzugehen. Mission lebt dabei von der Verbundenheit mit Christus, von versöhnten Gemeinschaften und von der Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Jeder und jede Getaufte ist eingeladen, entsprechend der eigenen Berufung und Lebenssituation an diesem Auftrag mitzuwirken.

Papst Leo erinnert zugleich an die Missionarinnen und Missionare, die oft unter schwierigen Bedingungen das Evangelium verkünden. Gebet und konkrete Unterstützung, besonders anlässlich des Weltmissionssonntags, seien ein wichtiger Beitrag zu dieser weltweiten Gemeinschaft.

Das Informationsmaterial zum Weltmissionssonntag und zu den anderen Sonntagen im Oktober 2025 ist hier auf der Homepage und im Sekretariat von Missio, Domplatz 2, Bozen, Tel. 0471 306213, missio(at)bz-bx.net, erhältlich.

Brief an die Seelsorger und Mitarbeiter in der Pfarrgemeinden

Lieber Herr Pfarrer, lieber Seelsorger,

heuer feiern wir zum 100. Mal den Sonntag der Weltkirche. Die Idee stammte bereits im 19. Jahrhundert von der seligen Pauline Marie Jaricot, die 1822 das „Werk zur Verbreitung des Glaubens“ gegründet hatte. Sie hatte in Frankreich gelebt und von den schwierigen Umständen der Missionare erfahren. So gründete sie Gebetskreise und später eine Sammelaktion, die bald zum „päpstlichen Missionswerk“ wurde. 1927 rief Papst Pius XI. den „Sonntag der Weltkirche“ ins Leben, der genau diese Ziele verfolgte: füreinander beten, eine weltweite christliche Gemeinschaft bilden und miteinander solidarisch sein.

Papst Leo hat für 2026 das Motto gewählt: „Eins in Christus, vereint in der Mission“ und betont, das Wichtigste ist, in Christus verwurzelt zu sein. Nur wenn unser Glaube die vertikale Verbindung zu Gott hat, findet auch die horizontale Verbindung zu den Menschen ihren Sinn.

Papst Leo unterstreicht in seiner Botschaft auch, dass die „Einheit die Voraussetzung für die Mission ist und die Liebe ihr Inhalt. Die Frohe Botschaft, die die Kirche verkündet, ist kein abstraktes Ideal, sondern die konkrete, treue Liebe Gottes, die im Leben Jesu Christi sichtbar geworden ist.“

Liebe Priester, beten wir auch am heurigen Sonntag der Weltmission für unsere Missionare um Kraft und Ausdauer, um den Heiligen Geist und um immer wieder neue Erkenntnisse, denn auch die Mission ist im Wandel begriffen. Beten wir um Berufungen, hier bei uns und in den Missionsländern. Christus fordert uns heute wie früher heraus, uns für die globale Gerechtigkeit, das partnerschaftliche Miteinander und den interkulturellen Dialog einzusetzen. Denn Mission bedeutet heute vor allem Begegnung auf Augenhöhe und gemeinsames Lernen.

Missio organisiert im Oktober eine Gebetsandacht und verbindet dies mit der Aussendung einer jungen Frau, Katharina, die für ein ganzes Jahr nach Kolumbien gehen und dort die Consolata Missionare in ihrer pastoralen Arbeit unterstützen wird. Der Herr Bischof wird sie segnen und ihr das Missionskreuz mit auf dem Weg geben. Nähere Informationen werden später bekannt gegeben.

Wie es nun bereits seit 100 Jahren Tradition ist, kommt die Sammlung an diesem Sonntag den ca. 1.100 ärmsten Diözesen in der Welt zugute. Alle Pfarreien weltweit führen diese Sammlung durch und beten füreinander. Wir können uns heute ganz besonders dieser weltweiten Gemeinschaft bewusst sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag der Weltmission und sage aufrichtigen Dank für Ihren Einsatz und Ihre Großzügigkeit.

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Irene Obexer Fortin
Amtsleiterin missio Bozen-Brixen

Bozen, den 5. August 2026